Alltägliche krankheitsbedingte Beeinträchtigungen von Patienten mit neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen und mögliche Lösungsansätze


Forschungsarbeit, 2017

33 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

I
I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis ... I
II. Abbildungsverzeichnis ... III
1. Einleitung ... 1
2. Theoretischer Ansatz ... 3
2.1 Thesenfindung ... 6
2.2 Neurologischer Krankheitsverlauf am Beispiel Hirninfarkt ... 6
2.3 Der orthopädische Krankheitsverlauf am Beispiel einer Arthrose-Erkrankung
mit Knie Totalendoprotese ... 7
3. Methode und Durchführung der Studie ... 9
3.1 Methode der Studie ... 9
3.2 Zielgruppen und Durchführung der Studie ... 9
3.3 Der Fragebogen: Abschnitte im Detail ... 10
3.3.1 Personenbezogene Informationen ... 11
3.3.2 Informationen zur Erkrankung ... 11
3.3.3 Beeinträchtigung im alltäglichen Leben ... 12
3.3.4 Informationen zur persönlichen Krankheitsbewältigung ... 12
3.3.5 Ermittlung der Ansatzpunkte zur Verbesserung der Hilfen ... 13
4. Teilnehmer-Betrachtung und Thesen-Auswertung ... 15
4.1 Teilnehmeranalyse und Vergleich der Bereiche orthopädisch und
neurologisch ... 16
4.2 Die krankheitsbedingte Stressbelastung ist bei neurologischen Erkrankungen
höher als bei orthopädischen ... 18
4.3
Die
Krankheitsverarbeitung
erfolgt
durch
unterschiedliche
Bewältigungsstrategien ... 21

II
4.4 Beide Erkrankungsarten benötigen unterschiedliche Handlungsansätze
innerhalb der klinischen Sozialarbeit ... 24
5. Schlussbetrachtung ... 27
Literaturverzeichnis ... 29

III
II. Abbildungsverzeichnis
1 Prozessabläufe der klinischen Sozialarbeit ... 5
2 Geschlechterverteilung ( orthopädisch) ... 15
3 Geschlechterverteilung (neurologisch) ... 16
4 Alter der Teilnehmer mit orthopädischen Erkrankungen ... 17
5 Alter der Teilnehmer mit neurologischen Erkrankungen ... 17
6 Erwerbsstatus: orthopädische Patienten ... 18
7 Erwerbsstatus neurologische Patienten ... 18
8 Alltagsbeeinträchtigungen (orthopädisch)... 20
9 Alltagsbeeinträchtigungen (neurologisch) ... 20
10 Einschränkung der Fähigkeiten (orthopädisch) ... 20
11 Einschränkung der Fähigkeiten (neurologisch) ... 21
12 Bewältigungsstrategien (orthopädisch) ... 22
13 Bewältigungsstrategien (neurologisch) ... 22
14 Zukunftssorgen (orthopädisch) ... 23
15 Zukunftssorgen (neurologisch) ... 24
16 Soziale Hilfe (orthopädisch) ... 25
17 Soziale Hilfe (neurologisch) ... 25

1
1. Einleitung
Innerhalb der Arbeit im klinischen Sozialdienst der Klinik für ambulante Rehabilita-
tion in Altenburg werden neurologische und orthopädische Rehabilitanden begleitet.
Dabei steht in erster Linie deren medizinische und berufliche Rehabilitation im Zent-
rum der Bemühungen, aber auch die weitergehende Vermittlung nach Beendigung
der Rehabilitationsmaßnahme und die gesamte psychosoziale Versorgung der Re-
habilitanden spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Im Rahmen der Arbeit des
klinischen Sozialdienstes zeigt sich immer wieder, dass nicht nur die Krankheitsver-
läufe und Genesungsprozesse individuell von Patient zu Patient variieren, sondern
auch die Art und Weise, wie die Betroffenen mit ihrer Erkrankung und möglichen
Spätfolgen umgehen. Im Hinblick auf die Unterschiede der Erkrankungen in der Or-
thopädie und Neurologie und den daraus resultierenden Problemfeldern in der so-
zialarbeiterischen Versorgung der Rehabilitanden, stellte sich daher die Frage, ob
es zu einer unterschiedlichen Entwicklung in Bezug auf die Krankheitsverarbeitung
und Stressbewältigung zwischen den verschiedenen Erkrankungsarten kommt.
Sollte dies der Fall sein, entstehen für Patienten unterschiedlicher Erkrankungsar-
ten auch variierende Interventionsansätze innerhalb der klinischen Sozialarbeit. Be-
trachtet man die Problemlagen eines Rehabilitanden, der aufgrund einer orthopädi-
schen Diagnose ­ wie zum Beispiel Kniearthrose und der daraus folgenden Total-
endoprothese des Knies, kurz Knie-TEP ­ die Rehabilitation-Maßnahme absolviert,
benötigt dieser möglicherweise allein aufgrund der unterschiedlichen postoperati-
ven Symptomatik der Beeinträchtigungen andere Hilfeansätze als ein Rehabilitand
der nach einem mittelschweren bis schweren Schlaganfall, also einer neurologi-
schen Indikation, die Rehabilitation besucht. In der Regel ist bei einer Knie-TEP die
postoperative Belastungsfähigkeit des Gelenkes stark eingeschränkt, was mit einer
temporär begrenzten starken Immobilität des Patienten einhergeht. Bei einer Apop-
lexie, also einem Schlaganfall, können die Folgen ungleich gravierender sein: Die
einhergehenden Störungen der Sprache, dem Sehen, Probleme im kognitiven Be-
reich und in den Bewegungsabläufen stellen oft eine starke Beeinträchtigung der
Autonomie dar und sind darüber hinaus eine enorme psychische Belastung für die
Betroffenen und ihre Angehörigen. Deutlicher wird die Problematik, wenn man die
Dauer der Wiederherstellung betrachtet: So können Spätfolgen durch orthopädi-

2
sche Erkrankungen oft vermieden werden, während es bei neurologischen Erkran-
kungen oft zu bleibenden Beeinträchtigungen kommt. Dieser Umstand sollte also
auch in der Sozialen Arbeit Berücksichtigung finden. Es stellt sich nun die Aufgabe,
die Stärken und Feinheiten dieser Unterschiede bei orthopädischen und neurologi-
schen Erkrankungen herauszufiltern, zu erkennen und diese im Anschluss in sozi-
alarbeiterische Ansätze, Interventionen und Methoden für die klinische Sozialarbeit
einzubinden.

3
2. Theoretischer Ansatz
Die klinische Sozialarbeit hat erst in den letzten Jahren in Deutschland mehr Auf-
merksamkeit erhalten. Ursprünglich aus den USA stammend (Pauls, 2004, p. 13),
beschreibt die klinische Sozialarbeit ein Theorie- und Praxismodel, welches die Be-
ratung und Behandlung von Patienten in den Mittelpunkt stellt. Dabei versteht sich
die klinische Sozialarbeit innerhalb der Rehabilitation als Bereich des Gesundheits-
wesens, der dem Patienten bei psychosozialen Störungen und körperlichen Beein-
trächtigungen beratend zur Seite steht. Der Sozialarbeiter benötigt umfassendes
Grundverständnis in medizinischen Fragen, ebenso wie sozialrechtliche und insti-
tutionelle Kenntnisse im Bereich der Erkrankungen und Behinderungen. Besondere
Kernkompetenz dabei ist die
Ganzheitlichkeit
einer alltagsbezogenen Bearbeitung
der Krankheitsfolgen und der Wiederherstellung der Gesundheit des jeweiligen Pa-
tienten. Dabei nimmt der Sozialarbeiter eine
Anwaltsfunktion
für den Patienten ein,
indem er ihn durch das Versorgungssystem begleitet. Im Rahmen dieser Arbeit
kommt es vor allem auf seine fachlichen Kompetenzen im pflegerischen und medi-
zinischen Bereich an, dabei muss er aber auch immer die selbstständige Lebens-
führung und das soziale Umfeld des Patienten im Blick haben. Zusätzlich benötigt
er eine
Schnittstellenkompetenz,
die es ihm ermöglicht, Ressourcen während und
nach dem klinischen Aufenthalt des Patienten zu erschließen. Gerade bei der Ge-
fahr, dass es zu einer Chronifizierung der Erkrankung kommen könnte, ist es wich-
tig, dass der Sozialarbeiter einen
prophylaktischen Handlungsansatz
verfolgt, bei
dem er versucht die Selbstheilungskräfte und Selbstheilungskompetenzen zu we-
cken und zu stärken (Mühlum & Gödecker-Geenen, 2003, pp. 100 - 101). Dabei
unterliegt der Sozialarbeiter dem Doppelmandat der Sozialen Arbeit, bei dem er
zwischen den Erwartungen des Patienten und den Zielen der jeweiligen Institution
vermitteln muss (Mühlum & Gödecker-Geenen, 2003, p. 108). Das primäre Aufga-
benfeld des klinischen Sozialdienstes innerhalb der ambulanten Rehabilitation ist,
die soziale und berufliche Rehabilitation des Patienten bestmöglich zu erreichen.
Die grundlegenden Methoden der klinischen Sozialarbeit bestehen aus dem Case-
Management, der Netzwerkarbeit und maßgeblich der Einzelberatung. Dabei ist der
Beratungsverlauf innerhalb des Rehabilitationsprozesses von drei Phasen geprägt.
In der ersten Phase steht die Lebenssituation des Patienten vor der Erkrankung im
Fokus. Fragen danach wie der Patient vorher gelebt und gearbeitet hat, sowie seine
soziale und wirtschaftliche Situation rücken in den Mittelpunkt. Im Anschluss daran

4
analysiert der Sozialarbeiter in der zweiten Phase des Beratungsprozesses, welche
Veränderungen sich durch die Erkrankung eingestellt haben. Besondere Berück-
sichtigung findet dabei vor allem der Leidensdruck, die Sorgen und die krankheits-
bedingten Einschränkungen des Patienten, aber auch welche Entscheidungen in
der nahen Zukunft getroffen werden müssen. In Phase drei geht es schließlich da-
rum, wie es nach der medizinischen Rehabilitation weitergehen kann. Welche Ver-
änderungen und welche Hilfen werden zukünftig benötigt? Dabei nimmt vor allem
die berufliche Perspektive einen hohen Stellenwert ein (Mühlum & Gödecker-
Geenen, 2003, pp. 109-110). Bei Patienten mit neurologischen oder orthopädischen
Erkrankungen sind oft Maßnahmen in der medizinisch-beruflichen Rehabilitation
wie Arbeitstherapie oder Berufsförderung nötig (Hummelsheim, 1998, p. 305). Im
Anschluss an diese berufsfördernden Reha-Maßnahmen rückt die eigentliche Wie-
dereingliederung in das Berufsleben durch stufenweise Wiedereingliederung, inner-
betriebliche Umsetzung oder Umschulungsmaßnahmen ins Zentrum der Beratung
(Hummelsheim, 1998, p. 307). Hier ist die klinische Sozialarbeit bei Antragstellung
und Kommunikation mit Behörden behilflich.

5
1 Prozessabläufe der klinischen Sozialarbeit
Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Alltägliche krankheitsbedingte Beeinträchtigungen von Patienten mit neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen und mögliche Lösungsansätze
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thüringen in Eisenach)
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
33
Katalognummer
V375267
ISBN (eBook)
9783668528567
ISBN (Buch)
9783668528574
Dateigröße
1233 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alltag, Krankheit, Beeinträchtigung, Neurologie, Orthopädie, Erkrankung, Intervention, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Klinische Sozialarbeit, Rehabilitation, medizinische Rehabilitation, Berufliche Rehabilitation, Sozialdienst
Arbeit zitieren
Ronny Rzodeczko (Autor), 2017, Alltägliche krankheitsbedingte Beeinträchtigungen von Patienten mit neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen und mögliche Lösungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375267

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