Das Hauptgebäude repräsentiert seit seiner Übergabe an die Stadt Hamburg durch Edmund Siemers im Jahr 1911 die Universität Hamburg wie kein anderes Gebäude. Im Rahmen des Seminars „Campus-Kultur. Das Hauptgebäude der Universität Hamburg als ethnographisches Feld“ habe ich mir die Frage gestellt, wie dieses altehrwürdig und museal anmutende Objekt von den täglich in ihm agierenden Akteuren tatsächlich bespielt und genutzt wird. Dabei konzentriere ich mich auf die Zeiten zwischen den Vorlesungen, die im Hauptgebäude stattfinden.
Wie verhalten sich die Studierenden in diesem speziellen Raum in der halben Stunde zwischen den Lehrveranstaltungen? Wer nutzt das Gebäude sonst noch zu dieser Zeit? Verändern sich Aussehen und Akustik des Gebäudes im Vergleich zu den Vorlesungszeiten?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Zwischenzeiten
- Nicht-Ort, Ort oder Raum?
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Nutzung des Hauptgebäudes der Universität Hamburg in den Zwischenzeiten zwischen Vorlesungen. Die Autorin untersucht, wie das Gebäude von den Akteuren bespielt und genutzt wird, indem sie ihre eigenen Beobachtungen mit theoretischen Ansätzen von de Certeau und Augé verbindet.
- Analyse der Nutzung des Hauptgebäudes in den Zwischenzeiten
- Untersuchung der Akustik und des Raumerlebnisses
- Anwendung der Theorien von de Certeau und Augé
- Beobachtungen der Interaktion der Akteure im Gebäude
- Betrachtung des Hauptgebäudes als Ort, Raum oder Nicht-Ort
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Text befasst sich mit der Nutzung des Hauptgebäudes der Universität Hamburg, einem historischen Gebäude, das seit 1911 die Universität repräsentiert. Die Autorin stellt die Forschungsfrage, wie das Gebäude von den Akteuren in den Zwischenzeiten zwischen Vorlesungen genutzt und bespielt wird.
Die Zwischenzeiten
In diesem Kapitel beschreibt die Autorin ihre teilnehmenden Beobachtungen im Hauptgebäude während der Zwischenzeiten. Sie analysiert die Akustik, die Bewegungen und Interaktionen der Studierenden, sowie das Raumerlebnis im Gebäude. Sie beobachtet, wie die Studierenden das Gebäude nutzen, wie die Akustik sich verändert und welche Elemente des Gebäudes besonders wahrgenommen werden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Campus-Kultur, Raum- und Ortstheorie, Ethnographie, Akustik, Beobachtung, Interaktion und Universität.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird das Hauptgebäude der Universität Hamburg ethnographisch untersucht?
Die Untersuchung basiert auf teilnehmenden Beobachtungen der täglichen Nutzung und Interaktion im Gebäude, insbesondere während der Zwischenzeiten zwischen Vorlesungen.
Was sind „Zwischenzeiten“ im universitären Kontext?
Es handelt sich um die etwa halbstündigen Pausen zwischen den Lehrveranstaltungen, in denen sich die Nutzung, Akustik und Dynamik des Raumes massiv verändern.
Welche Theorien von Marc Augé werden angewandt?
Es wird geprüft, ob das Hauptgebäude als „Ort“ (geschichtlich/identitätsstiftend) oder als „Nicht-Ort“ (reiner Transitraum ohne soziale Bindung) wahrgenommen wird.
Wie verändert sich die Akustik des Gebäudes?
Die Beobachtung zeigt den Kontrast zwischen der Stille während der Vorlesungen und der lebhaften, lauten Atmosphäre in den Zwischenzeiten, wenn hunderte Studenten die Flure füllen.
Welche Rolle spielt die Architektur für das Raumerlebnis?
Die museale und altehrwürdige Gestaltung des Gebäudes (seit 1911) beeinflusst das Verhalten der Akteure und prägt das repräsentative Bild der Universität Hamburg.
- Citation du texte
- Katharina Wilhelm (Auteur), 2014, In der Zwischenzeit. Das Hauptgebäude der Universität Hamburg als genutzter Ort und Raum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375796