Das Deutsche Bergbau-Museum ist mit seinen rund 400.000 Besuchern im Jahr eins der meist besuchten Deutschen Museen. Mit seiner Erforschung der Entwicklung des Montanwesens ist es das bedeutsamste Bergbaumuseum der Welt. Wie genau ist im Bergbau-Museum die Ausstellungstechnik strukturiert? Diese Fragestellung wird in der vorliegenden Seminarsarbeit beantwortet und in Verbindung mit allgemeinen Informationen rund um das Deutsche Bergbau-Museum Bochum vervollständigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Museum
2.1 Die Ausstellung
2.2 Die Forschungsschwerpunkte
2.3 Die Museumspädagogik
3. Die Ausstellungstechnik
3.1 Planung, Umsetzung und Wertlegung
3.2 Damals – Heute
3.3 Einfluss auf die Darstellung
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Ausstellungstechniken des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum, um deren Entwicklung, didaktische Ausrichtung und praktische Umsetzung im Vergleich zu anderen Museen zu beleuchten.
- Historische Entwicklung des Bergbau-Museums Bochum.
- Struktur der Ausstellung und Rolle des Anschauungsbergwerks.
- Museumspädagogische Konzepte und Angebote für verschiedene Zielgruppen.
- Prozesse der Ausstellungsgestaltung durch Design und Werkstätten.
- Wandel der Ausstellungstechnik im historischen Zeitvergleich.
Auszug aus dem Buch
3.2 Damals - Heute
Im Bereich der Ausstellungstechnik hat sich im Gegensatz zu früher heute natürlich viel verändert. Der erste Punkt ist das Publikum, welches das DBM besucht. Mit der steigenden Erwartung der Besucher an die Technik, muss diese natürlich wachsen, um mithalten zu können. Neue Medien sind deshalb notwendig, da wir uns im Zeitalter der Multimediatechnik befinden. Die Ansprüche der Besucher ändert auch die Einstellung des Designers. Er versucht die Ausstellungen noch freier und ungezwungener zu gestalten. Wobei wir schon beim nächsten Aspekt sind. Früher war der Begriff „Designer“ und dessen Beruf völlig fehl am Platz. Die Bedeutung des Designs ist erst seit kurzen zur Geltung gekommen, da sich früher kaum Gedanken über didaktische Hintergründe gemacht wurden. Früher gab es auch viel mehr Modelle, im Gegensatz zu den heutigen Inszenierungen im 1:1 Format.
In den Jahren zwischen 1950 und 1960 war die Ausstellungsform sehr rustikal und trist. Vitrinen, Tische, Modellbauten und Rahmen waren überwiegend schwarz angestrichen, und Grautöne kamen zur Anwendung. Farbiges Design oder Farbe als Leitmotiv gab es nicht. Die Objekte, die ausgestellt wurden, durften nach den Maßgaben des Direktors nicht höher als 2,10 m gebaut sein und Decken, Wände oder Fußböden waren nicht zur Befestigung geeignet, da sie nicht beschädigt werden sollten. Alle elektrischen Installationen durften nur versteckt angebracht werden, was dazu führte, dass Reparaturen sehr beschwerlich waren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an den unterschiedlichen Ausstellungstechniken verschiedener Museen und legt den Fokus auf das Bergbau-Museum Bochum als Untersuchungsgegenstand.
2. Das Museum: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte, die wissenschaftliche Bedeutung, die interne Organisationsstruktur und die zentralen Forschungsfelder des Museums.
2.1 Die Ausstellung: Hier wird der räumliche Aufbau des Museums in drei Ebenen sowie die Besonderheit des Anschauungsbergwerks als Attraktion für Besucher beschrieben.
2.2 Die Forschungsschwerpunkte: Das Kapitel gliedert die museale Forschung in zwei Hauptbereiche und sechs Fachdisziplinen, die von Montanarchäologie bis zu Informationssystemen reichen.
2.3 Die Museumspädagogik: Es werden die verschiedenen didaktischen Ansätze und Programme vorgestellt, die Besuchern und Schulklassen den Zugang zu den Inhalten erleichtern sollen.
3. Die Ausstellungstechnik: Dieser Abschnitt basiert auf Experteninterviews und analysiert die praktische Arbeit des Design-Teams und der Werkstätten.
3.1 Planung, Umsetzung und Wertlegung: Das Kapitel beschreibt den Designprozess von Sonderausstellungen und die enge Zusammenarbeit zwischen Designatelier und hausinternen Werkstätten.
3.2 Damals – Heute: Eine historische Betrachtung, die den Wandel der Gestaltungsmittel vom rustikalen Stil der 1950er Jahre hin zur modernen, multimedialen Präsentation aufzeigt.
3.3 Einfluss auf die Darstellung: Hier wird analysiert, wie Besuchererwartungen, museumspädagogische Anforderungen und Feedback aus Umfragen die konkrete Ausstellungsgestaltung beeinflussen.
4. Schlussbemerkung: Die Autorin reflektiert ihren eigenen Besuch im Museum und bewertet die Wirkung der Ausstellungsinhalte und der Atmosphäre.
Schlüsselwörter
Bergbau-Museum Bochum, Ausstellungstechnik, Montangeschichte, Anschauungsbergwerk, Museumspädagogik, Design, Didaktik, Industriekultur, Forschung, Bergbau, Kulturgüter, Wissensvermittlung, Dauerausstellung, Sonderausstellung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Ausstellungstechnik im Deutschen Bergbau-Museum Bochum und untersucht, wie die Vermittlung von Inhalten historisch gewachsen ist und heute gestaltet wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die Geschichte des Museums, die Struktur der Ausstellungsebenen, die Rolle der Museumspädagogik sowie den konkreten Prozess der Ausstellungsgestaltung durch Design und interne Werkstätten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Bergbau-Museum Bochum durch technologische und gestalterische Mittel seine Inhalte für die Besucher attraktiv und didaktisch sinnvoll aufbereitet.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus allgemeiner Informationsrecherche sowie qualitativen Experteninterviews mit dem Objekt-Designer Detlef Wölfel und dem Werkstattleiter Berthold Brunke.
Was steht im Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Ausstellungstechnik: von der praktischen Planung über die historische Entwicklung der Gestaltung bis hin zum Einfluss von Besuchererwartungen auf die Darstellung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ausstellungstechnik, Museumspädagogik, Bergbaugeschichte, Anschauungsbergwerk und Didaktik.
Welchen Stellenwert hat das Anschauungsbergwerk für das Museum?
Das Anschauungsbergwerk gilt als eine der Hauptattraktionen, da es Besuchern durch eine originalgetreue Unter-Tage-Atmosphäre ein intensives „Mitten-drin-Gefühl“ vermittelt, das über rein visuelle Exponate hinausgeht.
Wie hat sich die Ausstellungsgestaltung über die Jahrzehnte verändert?
Von einer eher rustikalen und tristen Gestaltung in den 1950er Jahren mit Fokus auf einfache Modelle hat sich die Präsentation hin zu einer modernen, multimedialen Inszenierung entwickelt, die gezielt didaktische Hintergründe einbezieht.
Welche Bedeutung haben die hausinternen Werkstätten?
Die Werkstätten sind zentral für das Museum, da sie eine große Eigenständigkeit bei der Umsetzung von Gestaltungsideen ermöglichen und flexibel auf Anforderungen der Ausstellungsplanung reagieren können.
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- Inga Hemmerling (Author), 2005, Das Deutsche Bergbau-Museum und dessen Ausstellungstechnik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37603