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Der Leseerwerb bei hörgeschädigten Kindern

Title: Der Leseerwerb bei hörgeschädigten Kindern

Master's Thesis , 2017 , 93 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sandra Beiske (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die vorliegende Ausarbeitung bietet dem Leser einen Überblick des nahezu unerforschten Themengebietes des Leseerwerbs bei hörgeschädigten Kindern. Die Relevanz scheint angesichts der bildungspolitischen Reformen von Inklusion und Abschaffung/Umwandlung der Förderschulen von aktueller Brisanz. Die Statistiken der Förderschulen in Rheinland-Pfalz hinsichtlich der Schülerverteilung als auch Aufteilung der einzelnen Förderbereiche weist auf einen Bezug für andere Schulformen hin. Neben der Erläuterung didaktischer und theoretischer Konzepte zur Anbahnung einer Leseentwicklung, erfolgt auch eine eigene Darstellung einer möglichen Realisierung des Leseerwerbs unter den geschilderten Rahmenbedingungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Situation von hörgeschädigten Kindern bei der Entwicklung des Leseerwerbs

2.1 Zentrale Begriffe im Themenkontext

2.1.1 Die Komponenten des Schriftspracherwerbs

2.1.2 Das Spektrum von Hörbeeinträchtigung und Hörbehinderung

2.2 Bedeutung des Lesens für Menschen mit einer Hörschädigung

2.3 Grenzen und Möglichkeiten für die Anbahnung einer Leseentwicklung bei hörbeeinträchtigten Lernenden

2.4 Zusammenhang zwischen Gebärdensprache, geschriebener und gesprochener Sprache im Rahmen des Themenkontextes

3 Relevanz der Thematik „Leseerwerb bei Hör-schädigung“ am Förderschwerpunkt „Lernen“

3.1 Feststellung einer Hörschädigung

3.2 Existenz weiterer sonderpädagogisch festgestellter und förderungsbedürftiger Beeinträchtigungen

3.3 Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Hören und Kommunikation“

3.3.1 Bestandsaufnahme der Förderschullandschaft mit dem Förderschwerpunkt „Hören und Kommunikation“

3.3.2 Verteilung von hörgeschädigten Schülern im Schulsystem

3.4 Plausibilität der Zuordnung zum Förderschwerpunkt „Lernen“

4 Praktische Gestaltungsmöglichkeiten eines Leseentwicklungsprozesses

4.1 Leseentwicklung mithilfe von Methoden mit Fokussierung auf die „Laut-Buchstaben-Relation“

4.1.1 Erläuterung zur Methode der Anlauttabelle

4.1.2 Einbindungsmöglichkeiten in eine Lesedidaktik für hörge-schädigte Kinder

4.2 Gebärdensprachliche Konzeptionen zur Anbahnung einer Leseentwicklung

4.2.1 Bilingualer Leseerwerbsansatz

4.2.2 Lesen lernen mithilfe der LRS-Methode

5 Modelle des Leseerwerbs im Vergleich

5.1 Leseentwicklung bei hörenden Kindern

5.1.1 Stufenmodell der Entwicklung kindlicher Lese- und Schreibstrategien nach Günther

5.1.2 Modell der Leseentwicklung nach Brüggelmann und Brinkmann

5.1.3 Vergleich der Modelle von Günther und Brüggelmann / Brink-mann

5.2 Leseentwicklung bei hörgeschädigten Kindern

5.2.1 Umsetzbarkeit der Modelle nach Günther und Brüggelmann/ Brinkmann für hörgeschädigte Kinder

5.2.2 Modell der Schriftsprachentwicklung für gehörlose Kinder nach Günther

5.2.3 Vergleich der Erwerbsmodelle für Hörende mit dem Schrift-modell für Gehörlose nach Günter

6 Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Leseerwerb bei hörgeschädigten Kindern und analysiert die Möglichkeiten sowie Grenzen bestehender didaktischer Ansätze. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Modelle und unter Berücksichtigung der spezifischen Hörbeeinträchtigung, Gestaltungsrahmen für einen inklusiven und erfolgreichen Leseerwerb aufzuzeigen.

  • Analyse der Situation hörgeschädigter Kinder bei der Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen.
  • Untersuchung der Relevanz der Thematik für den Förderschwerpunkt „Lernen“.
  • Vergleichende Betrachtung theoretischer Modelle des Leseerwerbs für hörende und hörgeschädigte Lernende.
  • Darstellung praktischer Methoden, wie der Anlauttabelle und bilingualer Ansätze, unter Berücksichtigung der Gebärdensprache.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Komponenten des Schriftspracherwerbs

Widmet man sich dem Begriff Schriftsprache, so zeigen sich zwei Kommunikationsformen – Schrift und Sprache – deren Eins-zu-eins-Ableitung aus dem Kompositum trivial erscheint und doch nicht trivial ist (vgl. Topsch 2005, 14 f.). Dass diese Gleichsetzung nicht funktioniert, zeigt sich nämlich etwa bei der Aussprache geschriebener Wörter und der Wahrnehmung der Gesprochenen (ebd.). Schriftsprache umfasst demnach mehr als Schrift und Sprache. Das Erlernen rezeptiver und produktiver Kompetenzen kann parallel oder getrennt erfolgen, so dass gilt: „Lesen folgt auf Schreiben oder umgekehrt“. Je nach Perspektive und Bezug des Betrachters zum Thema wurde dies in der Vergangenheit unterschiedlich erörtert (vgl. Spitta 1994, 7):

„Früher, und das heißt ungefähr bis in die 1980er Jahre, wurde nur von „Erstlesen und -schreiben“ oder von „Anfangsunterricht im Lesen, Schreiben und Rechtschreiben“ gesprochen. […] Schriftspracherwerb wird allgemein als Entwicklungsprozess verstanden, der sich in Stufen und in einer typisierbaren Abfolge vollzieht. Mit dieser entwicklungsorientierten Sicht auf den Schriftspracherwerb ist eine zweite grundsätzliche Entscheidung getroffen: Schriftspracherwerb wird als ein Prozess gesehen, der grundsätzlich vergleichbar ist mit dem frühkindlichen Spracherwerb des Kindes“ (Schründer-Lenzen 2007, 29 f.).

Lesen stellt einen Lernaspekt innerhalb der Schriftsprache dar und ist als Begriff das Herzstück der vorliegenden Ausarbeitung. Bezüglich des Ausdruckes Lesens gibt es, wie bereits erwähnt, ein individuelles Verständnis eines jeden in der Gesellschaft und zugleich auch unzählige Definitionen. Ausgangspunkt für die Vielfältigkeit der inhaltlichen Ausgestaltung des Lesebegriffes sind die verschiedenen Zugänge zum Lesen wie beispielsweise sogenannte synthetische Verfahren (vgl. Merten 2003, 7). Eine genauere Erläuterung dieser Zugänge und der daraus resultierenden Konsequenzen für den Leseerwerb erfolgt im nächsten Kapitel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema, die Relevanz des Leseerwerbs bei hörgeschädigten Kindern und die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.

2 Situation von hörgeschädigten Kindern bei der Entwicklung des Leseerwerbs: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe und beleuchtet die besonderen Herausforderungen für hörgeschädigte Kinder beim Schriftspracherwerb.

3 Relevanz der Thematik „Leseerwerb bei Hör-schädigung“ am Förderschwerpunkt „Lernen“: Hier wird begründet, warum das Thema für den Förderschwerpunkt Lernen von besonderer Bedeutung ist und wie Kinder mit Hörschädigung in diesem Kontext erfasst werden.

4 Praktische Gestaltungsmöglichkeiten eines Leseentwicklungsprozesses: Dieses Kapitel stellt konkrete didaktische Methoden wie die Anlauttabelle und den bilingualen Ansatz zur Anbahnung der Leseentwicklung dar.

5 Modelle des Leseerwerbs im Vergleich: Es werden verschiedene theoretische Stufenmodelle (Günther, Brüggelmann/Brinkmann) analysiert und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf hörgeschädigte Kinder kritisch bewertet.

6 Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die vorgestellten Ansätze im Hinblick auf ihre praktische Umsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Hörschädigung, Leseerwerb, Schriftspracherwerb, Gehörlosendidaktik, Gebärdensprache, Anlauttabelle, Laut-Buchstaben-Relation, Förderschwerpunkt Lernen, Inklusion, phonologisches Bewusstsein, Leseentwicklung, bilingualer Ansatz, Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Sprachbewusstheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Thematik des Leseerwerbs bei hörgeschädigten Kindern und der Frage, wie diese Schüler trotz ihrer Sinnesbeeinträchtigung schriftsprachliche Kompetenzen entwickeln können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs, die Situation hörgeschädigter Kinder im Bildungssystem, die didaktische Einordnung in den Förderschwerpunkt Lernen sowie der Vergleich verschiedener Lese-Entwicklungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu ergründen, wie hörgeschädigte Kinder Lesen erlernen können und wie der Leseerwerb unter den spezifischen Voraussetzungen dieser Kinder didaktisch angebahnt und gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch konzipierte Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und diese in den aktuellen sonderpädagogischen Praxiskontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle zum Leseerwerb (z.B. von Günther oder Brüggelmann) detailliert analysiert als auch praktische, methodische Ansätze für den Unterricht diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hörschädigung, Leseerwerb, Gehörlosendidaktik, Gebärdensprache, Schriftspracherwerb und phonologisches Bewusstsein.

Welche Bedeutung hat die Gebärdensprache in diesem Kontext?

Die Gebärdensprache wird als visuelles Kommunikationsmittel betrachtet, das als Kompensationshilfe und Brücke zum Verständnis der geschriebenen Sprache fungieren kann.

Warum wird das Thema im Förderschwerpunkt Lernen behandelt?

Die Arbeit begründet die Relevanz für den Förderschwerpunkt Lernen unter anderem mit der oft schwierigen Identifizierung von Hörschädigungen bei der Schuleingangsdiagnostik und der hohen Anzahl der dort beschulten Kinder.

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Details

Title
Der Leseerwerb bei hörgeschädigten Kindern
College
University of Koblenz-Landau  (Sonderpädagogik)
Course
Förderschwerpunkt Lernen
Grade
1,7
Author
Sandra Beiske (Author)
Publication Year
2017
Pages
93
Catalog Number
V376238
ISBN (eBook)
9783668532588
ISBN (Book)
9783668532595
Language
German
Tags
Hörschädigung Schriftspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Beiske (Author), 2017, Der Leseerwerb bei hörgeschädigten Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376238
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