Zielsetzung, Planung und Durchführung eines adäquaten Rückentrainings nach dem 5-Stufen-Modell


Facharbeit (Schule), 2017

43 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

1. Einleitung
1
...
2. Fakten Rückenschmerzen
2
...
3. Theoretische Grundlage Rückentraining
3
...
4. Anamnese
4
...
4.1 Eingangsgespräch
4
...
4.2 Allgemeinanamnese
5
...
4.3 Umfeldanamnese
5
...
4.4 Gesundheitsanamnese / Abklärung Kontraindikationen
6
...
4.5 Sportanamnese
6
...
4.6 Bisherige Behandlung der Beschwerden
6
...
5. Tests
7
...
5.1 Notwendigkeit Tests
7
...
5.2 Biometrische Tests
7
...
5.3 Motorische Tests
8
...
5.4 Beweglichkeitstests
8
...
5.6 Krafttests
9
...
5.7 Körperhaltung
10
...
5.8 Gesundheitsanamnese
10
...
5.9 Psychische Beschwerden / Belastung
11
...
5.10 Entspannungsmassnahmen
11
...
5.11 Ernährung
11
...
6. Theorie Rücken
11
...
7. Anamnese / Diagnose
13
...
7.1 Theorie und Grundlagen der Diagnose
13
...
7.2 Diagnose / Hohlrundrücken
13
...
7.3 Diagnose / Skoliose
15
...
8. Bisherige Behandlung der Beschwerden
15
...
9. Theorie und Grundlagen Zielsetzung
16
...
10. Planung / Zielsetzung
16
...
11. Grundlagen Training
17
...
12. Trainingsplanung
18
...
12.1 Trainingsmethodik
18
...
12.2 Periodisierung und Zyklisierung
18
...
12.3 Einteilung des Trainings in Makro-, Meso- und Mikrozyklus
18
...
12.4 Makrozyklusplanung
19
...
12.5 Mesozyklusplanung
19
...

12.6 Mikrozyklusplanung
19
...
12.7 Aufbau Mikrozyklus
20
...
12.8 Aufwärmen
21
...
12.9 Hauptteil
21
...
12.10 Schlussteil, Abwärmen / Cool Down
25
...
13. Durchführung
25
...
14. Analyse / Evaluation
27
...
15. Tips zu Rückenfreundlichem Verhalten im Alltag
30
...
16. Fazit
30
...
17. Literaturverzeichnis
31
...
18. Erklärung
32
...
Anhang:
1
...
1. Mesozyklus / Mikrozyklus 1
1
...
1.1 Übungsauswahl Mesozyklus 1
1
...
1.2 Mikrozyklus 1
1
...
1.3 Beanspruchte Muskulatur Mesozyklus 1
2
...
Ausfallschritt dynamisch:
2
...
2. Mesozyklus / Mikrozyklus 2
3
...
2.1 Übungsauswahl Mesozyklus 2
3
...
2.2 Mikrozyklus 2
3
...
2.3 Beanspruchte Muskulatur Mesozyklus 2
4
...
3. Mesozyklus 3
5
...
3.1 Übungsauswahl Mesozyklus 3
5
...
3.2 Mikrozyklus 3
6
...
3.3 Beanspruchte Muskulatur Mesozyklus 3
6
...
4. Mesozyklus 4
7
...
4.1 Übungsauswahl Mesozyklus 4
7
...
4.2 Mikrozyklus 4
8
...
4.3 Beanspruchte Muskulatur Mesozyklus 4
8
...

1. Einleitung
Aufgabe der Abschlussarbeit Rückentraining ist es, ein adäquates Rückentraining nach
dem 5 Stufen Modell für einen Zeitraum von 6 Monaten zu planen. Dabei sind alle Stufen,
von der Diagnose, über die Zielsetzung, die Trainingsplanung, die Durchführung bis hin
zur Evaluation bzw. den Re - Test enthalten.
In Kapitel 2 sind die Fakten über Rückenschmerzen und die Tatsache, über die gesund-
heitliche Situation, speziell über Rückenbeschwerden mit Statistiken dargestellt und
beschrieben. Hier wird deutlich, dass hoher Bedarf an Fachtrainer für Rückentraining
besteht. Dazu mit Studien belegt, wie hoch die Anzahl an Rückenpatienten ist, welche eine
enorme finanzielle Belastung für Krankenkassen und Arbeitgeber darstellen.
Kapitel 3 behandelt die Theoretische Grundlage des Rückentrainings. Auf was beim Rück-
entraining zu achten ist um auch Verletzungen vorzubeugen.
Kapitel 4 beinhaltet Anamnese und Diagnose. Dabei wird auf die verschiedenen Unter-
punkte der Diagnose eingegangen. Zum einen wird die Sportanamnese in die Unterpunkte
Allgemein-, Umfeld-, Gesundheits- und Sportanamnese unterteilt und die Wichtigkeit der
Kenntnis über den aktuellen Trainingsstand aufgeführt. Anschließende Tests und körper-
liche Aufnahmemethoden, wie die biometrischen Daten oder motorische Tests für Kraft,
Beweglichkeit usw. werden durchgeführt und dokumentiert. Die einzelnen Punkte werden
anhand des Fallbeispiels Birgit Mayer ausgeführt. Des weiteren wurde die Psychische Be-
lastung / Stresslevel, Entspannung wie auch ihre Essgewohnheiten aufgenommen.
In Kapitel 5 werden alle Notwenigen Tests zum Eingangsgespräch dargestellt und aus-
gewertet. Hier wird Birgit Mayer vorgestellt, für diese ich den Trainingsplan erstellt habe.
Bevor man mit der eigentlichen Trainingsplanung beginnt, sollte man ein Eingangsge-
spräch durchführen, um zu wissen, auf welchem aktuellen Leistungs- und Gesundheits-
stand der Fitnesskunde ist und welche Ziele er hat. Der Trainer muss ausserdem die beste
Variante für den Kunden wählen, um schnellst möglich und mit besten Ergebnissen ans
Ziel zu kommen. Dazu wurden im Eingangsgespräch biometrische Tests, so wie mo-
torische Tests durchgeführt und dokumentiert. Des weiteren sind im Rückentraining noch
viele weitere Fragen zu beantworten, die für die Trainingsplanung von Bedeutung sein
könnten. Dabei geht es um die Gesundheitsanamnese, Psychische Belastungen,
Ernährung und einige weitere Fragen zu ihren Lebensgewohnheiten.
Die Theorie des Rückens wird in Kapitel 6 beschrieben. Hier wird deutlich, was in Birgits
Fall für eine Muskulatur zu trainieren ist. Mit einer einfachen Darstellung anhand eines
Bildes ist auf dem ersten Blick sichtbar, welchen Muskeln hier trainiert werden müssen,
und auch benannt werden.
In Kapitel 7 wird zuerst die Anamnese / Diagnose von Hohlrundrücken und Skoliose, wie
sie auch in Birgits Fall vorliegt näher beschrieben. Bilder zu der Diagnose Hohlrundrücken
und Skoliose verdeutlichen, wie sich die Diagnose äussert, und was dagegen, also auch in
Birgits Fall zu tun ist.
Bisherige Behandlungen der Beschwerden von Birgit werden in Kapitel 8 erläutert. Auch
der Hintergrund, weshalb danach gefragt wird um in die richtige Richtung zu planen und
eventuelle sinnlose Zeit nicht zu vergeuden wegen Übungen, die z.B. in der Vergangenheit
1

nicht zum Ziel geführt haben, oder um auf vorangegangene Übungen aufzubauen.
Kapitel 9 zeigt die Theorie und Grundlagen der Zielsetzung. Zuerst wird die theoretische
Grundlage geschaffen, indem die Unterscheidungen in Haupt-, Fein- und Feinstziele und
deren Inhalte erläutert werden, um diese Erkenntnisse dann Birgits Fall auszuführen.
In Kapitel 10 gehen wir auf die Planung und der Zielsetzung für Birgit näher ein. Hier wer-
den Birgits Ziele definiert, was die Grundlage für eine spätere Trainingsplanung ist.
Die Grundlagen des Trainings wird in Kapitel 11 dargestellt. Es gibt eine Menge an Train-
ingsprinzipien, die in jeder Trainingsplanung Beachtung finden sollten, um erfolgreich ans
gewünschte Ziel zu kommen.
Gemeinsam mit Birgit wurden die Ziele festgelegt, so dass wir nun die Trainingsplanung
gestalten können. Dazu gehört die Trainingsmethodik, die Periodisierung und die
Übungsauswahl. In Kapitel 12 wird die Trainingsplanung für Birgit ausführlich beschrieben.
Die Durchführung des zuvor geplanten Trainings wird in Kapitel 13 dokumentiert. Die
Ergebnisse werden in Kapitel 14 der Trainingsdurchführung und deren Ergebnisse
analysiert und evaluiert.
In Kapitel 15 werden Birgit wichtige Verhaltensregeln für den Alltag an die Hand gegeben,
um mit dem Rücken künftig sorgsamer umgehen zu können und eventuell Beschwerden
oder Verletzung vorzubeugen.
Zur Abrundung der vorliegenden Abschlussarbeit wird in Kapitel 16 des Schlussteils mit
dem Fazit abgeschlossen.
2. Fakten Rückenschmerzen
Rückenschmerzen zählen seit langem zu der Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Dies
belastet den Arbeitgeber, die Krankenkassen und auch die Lebensqualität des Patienten.
Die Rückenmuskulatur ist auf Grund Bewegungsmangel, schlechte Ernährung und
Übergewicht nicht mehr den alltäglichen Anforderungen gewachsen. Durch Übergewicht
werden meist Gelenke zu stark belastet, was wieder zur Schonhaltung und dadurch zum
Teufelskreislauf Rückenschmerzen führt. Nicht ausser Acht zu lassen ist Stress und die
Psyche des Patienten, denn auch Angst, Stress, Ärger und schlechter Schlaf kann zu
Rückenproblemen führen. Des weiteren sind die Fehlbelastungen, durch falsche Haltung
und Belastung ein Problem für den Rücken. Deswegen ist es so wichtig dem Kunden Tips
für Rückengerechte Haltung und das Rückengerechte tragen näher zu bringen. Im
Normalfall kann Beschwerden mit Rückentraining entgegen gewirkt werden.
Dies gilt für
Prävention, als auch für die Therapie. Der Patient muss aktiv werden und Rückentraining
so oft wie möglich in seinen Alltag einbauen. Hier wird im übrigen die Notwendigkeit für
Spezialisten klar, wenn man sich die unten stehende Studie ansieht.
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten, kostenintensivsten und medizinisch un-
gelösten Problemen in Deutschland. 69 Prozent der Deutschen leiden unter Rücken-
schmerzen, 12 Prozent sogar täglich. 34 Prozent der Deutschen klagen über rezivierender
2

oder chronische Rückenschmerzen. 20 Millionen Deutsche suchen oder chronische Rück-
enschmerzen. 20 Millionen Deutsche suchen jedes Jahr wegen Rückenschmerzen einen
Arzt auf.
Weitere interessante Fakten sind:
Die häufigsten Therapieformen sind Medikamente ­ 64 Prozent der Patienten erhalten
diese ­, Krankengymnastik (61%), Massagen (49%) und Spritzen (44%).
Bei 81 Prozent der Patienten, denen die verordneten Maßnahmen geholfen haben, kom-
men die Rückenschmerzen wieder. Rückenschmerzen verursachen in Deutschland einen
jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von zirka 49 Milliarden Euro.
Lediglich zirka 7 Prozent der Patienten verursachen 80 Prozent aller Kosten. Hierbei han-
delt es sich vor allem um Patienten, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden.
Diese zeigen drei Auffälligkeiten: Sie sind zumeist übergewichtig, in der Regel älter als 50
Jahre und überwiegend weiblich. Rein rechnerisch verursacht jeder Rückenschmerzpa-
tient durchschnittliche Gesamtkosten in Höhe von mehr als 1 300 Euro pro Jahr. Diese
Kosten nehmen jedoch mit zunehmendem Schmerzgrad exponentiell zu; das heißt, das
Chronifizierungsstadium des Krankheitsbildes bestimmt die Höhe der medizinischen Ver-
sorgungs- und sozialen Folgekosten.
Text 1 Quelle: http://www.fpz.de/krankenkassen/eine-volkskrankheit-in-zahlen.html
Die Zahlen zeigen die Notwendigkeit für die Fachkraft Rückentrainer. Vorsorge ist besser
als Nachsorge. Aus diesem Grund stehen präventive Massnahmen im Vordergrund um
schon gar keine Probleme im aktiven oder passiven Bewegungsapparat aufkommen
kommen zu lassen. Da laut Statistik bereits eine sehr hohe Anzahl der Bevölkerung an
Rückenschmerzen leidet ist es um so wichtiger, von Fachtrainern betreut zu werden.
3. Theoretische Grundlage Rückentraining
Im Rückentraining werden die gleichen Grundlagen wie bei herkömmlichen Trainingsein-
heiten beachtet. Es gilt jedoch bei der Trainingsplanung darauf zu achten, ob es Ein-
schränkungen oder Verletzungen gibt, die beachtet werden müssen um eine Verschlim-
merung der Symptome oder gar Verletzungen zu vermeiden. Wichtig in der Trainingspla-
nung ist die Gestaltung, so dass Beschwerden behoben, Heilungsprozesse unterstützt,
und die Lebensqualität verbessert wird.
Im Fünf-Stufen-Modell erfolgt im ersten Schritt die Diagnose, deren Ziel es ist, den tat-
sächlichen aktuellen IST-Zustand des Klienten bezüglich seines Gesundheits- und Fit-
nesszustandes und somit seine aktuelle Leistungsfähigkeit zu ermitteln. Diese Anamnese
ist im Rückentraining etwas ausführlicher und tiefgründiger als beim klassischen Training.
Hierfür wird ein Eingangsgespräch geführt, welches Aufschluss über Erkrankungen, Ver-
letzungen, Risikofaktoren und Beschwerden gibt, als auch über die Lebensgewohnheiten.
Auf diesen Grundlagen lassen sich Trainingspläne zur zielorientierten Trainingssteuerung
erstellen. Als nächstes werden die Ziele festgelegt. Hierbei werden Inhalt, Ausmaß und
Zeit bestimmt. Im dritten Schritt wird auf der Grundlage der Anamnese und der Zielsetzung
die konkrete Trainingsplanung durchgeführt. Es werden einzelne Perioden festgelegt, die
Methoden ausgewählt mit denen die Ziele erreicht werden sollen, darauf erfolgt auch die
Übungsauswahl. Damit geht es zur praktischen Durchführung des Trainings. Zuerst muss
der Kunde in die Übungen eingewiesen, und danach regelmäßig auf korrekte Durch-
führung kontrolliert werden. Das Feedback ist dabei eine gute unterstützende Maßnahme.
Die letzte Phase ist die Analyse bzw. Evaluation. Um den Erfolg des Trainings messen zu
3

können wird ein Re-Test durchgeführt, dokumentiert und ausgewertet. Die Ergebnisse hi-
ervon fließen dann in das weitere Training ein.
Abbildung 2 Quelle: 5 Stufen Modell Lehrskript Berufspraxis Fitnesstraining Academy of Sport
4. Anamnese
4.1 Eingangsgespräch
Birgit Mayer konnte ich als Kundin durch meine Tätigkeit als EMS Trainer gewinnen. Sie
ist 39 Jahre alt und betrieb bis vor 3 Jahren aktiv Sport in vielen Bereichen. Sie trainierte
oft 6 Tage die Woche je 3 Stunden täglich, ohne auf notwendige Erholungsphasen zu
achten. In den Wintermonaten war sie hauptsächlich im Studio, stets absolvierte sie 1
Stunde Ausdauer, gemixt mit Laufband, Crosstrainer, Rudergerät, darauf folgte meist je
eine Stunde Aerobic (viel mit Langhanteln) und Krafttraining. Im Sommer konnte man sie
beim Biken, Laufen und Reiten finden. Sie befand sich im überdurchschnittlich gut
trainierten Bereich. Mit großer Wahrscheinlichkeit resultiert daraus der Nabelbruch, den sie
aufgrund der Schwangerschaft nicht mehr operieren lassen konnte. Bis heute ist dieser bei
durchschnittlichen Trainingseinheiten im EMS Training problemlos. Eine Operation kommt
wegen ihrer 2,5 jährigen Tochter, welche sehr oft getragen werden möchte, nicht in Frage.
Diese bringt derzeit 14 Kilo auf die Waage. Birgit ist äusserst schlank, fit, agil und be-
weglich. Rückenbeschwerden machen ihr regelmässig, vor allem bei Vernachlässigung
ihres EMS Trainings zu schaffen. Ihr Hohlrundrücken (s. Abb.: 5, Text 6 und 7 Diagnose
Hohlrundrücken) und eine schwach ausgeprägte Skoliose (s. Abb.: 8, Text 9 Diagnose
Skoliose), welche ihr von einem Arzt diagnostiziert wurde, in Verbindung mit Fehlbelastung
und ständiger Fehlhaltung durch Kleinkind, bereiten ihr zunehmend Probleme. Die zusät-
zliche Fehlbelastung und ständige Fehlhaltung durch das tragen des Kleinkindes ver-
stärken die Probleme. Die Folgen sind Beschwerden im Lendenwirbelbereich mit Unter-
leibsschmerzen und Verspannungen im Schulterbereich mit dem Ergebnis von Herzinfark
4

tsymptomen. Birgit ist Asthmatiker, dabei sollte auf das reduzierte Lungenvolumen in der
Trainingsplanung, vor allem bei der Intensität Rücksicht genommen werden. Vorwiegend
treten Probleme bei Belastung und schwülem Wetter auf, da dies kein allergisches Asthma
ist. Weitere Krankheiten sind nicht bekannt. 3 Monate nach der Geburt ihrer Tochter be-
gann Birgit wieder mit regelmässigem EMS Training. Aufgrund Zeitmangel sowie fehlender
Motivation fallen diese zeitweise schon mal aus.Daher möchte sie durch mehr Training
ihren Geist stärken, den Rückenproblemen entgegenwirken und langfristig wieder zum
überdurchschnittlich gut trainierten Freizeitsportler werden. Eine Überlastung oder gar
Überforderung sollte dabei aber in ihrer aktuellen Situation als alleinerziehende und arbei-
tende Mutter möglichst vermieden werden. Ihre Vorstellungen sind 2 zusätzliche Einheiten
die Woche, bevorzugt zu Hause, ohne extra ein Fitnessstudio besuchen zu müssen. Ihre
EMS Einheit absolviert sie Montags, so dass sie Mittwochs und Freitags jeweils eine Ein-
heit von 60 - 90 Minuten absolvieren könnte. Da Birgit über einen Crosstrainer verfügt, ist
das Aufwärmprogramm gesichert. Des weiteren verfügt sie über Kleingeräte, die ins Train-
ing integriert werden können.Beruflich und privat ist sie extrem angespannt, Mentaltraining
und Massagen wurden ihr daher zusätzlich empfohlen. Das ständige tragen ihrer Tochter
ist nicht rückengerecht, dem gilt es entgegen zu wirken. Hierfür werden ihr in Kapitel 15
Verhaltensweisen für einen Rückengerechten Alltag vorgestellt. Des weiteren bin ich der
Überzeugung, Birgits Rückenbeschwerden verstärken sich durch Stress, also Psy-
chosoziale Hintergründe. Vierfachbelastung, alleinerziehend, Kind, Druck, Stress und Ex-
istenzängste bereiten ihr zunehmend Probleme. Dies äussert sich unter anderem an einer
Essstörung im Anfangsstadium, Haarausfall und Schlafprobleme.Sie raucht durchschnit-
tlich 20 Zigaretten am Tag, trinkt ca. 2,5 Liter Wasser täglich, konsumiert keinen Alkohol
und versucht ihre Ernährung ausgewogen zu halten. Leider konsumiert sie sehr viel
Schokolade, auf diese sie, wie auch auf die Zigaretten künftig verzichten, zumindest die
Menge reduzieren sollte.
4.2 Allgemeinanamnese
In der Allgemeinanamnese werden die allgemeinen persönlichen Daten des Kunden
aufgenommen. Dies sind der Name und die Kontaktdaten, darüber hinaus aber z. B. auch
das Alter und das Geschlecht. Für den weiteren Verlauf dieser Arbeit beziehen sich alle
personenbezogenen Daten auf die folgende Person:
4.3 Umfeldanamnese
Hier sollte beleuchtet werden, wie intensiv der Kunde im Beruf eingespannt ist, was uns
wiederum Aufschluss darüber gibt, wie viel Zeit er für sein Training tatsächlich aufbringen
kann. Ist ein Kunde durch seinen Job gestresst und über das normale Maß gefordert, wird
dieser kaum so viel Zeit für ein Training aufbringen können wie z.B. ein Rentner. Folgen-
des sollte daher in der Anamnese abgeklärt werden.Hintergründe zu Familie, Partner und
Freunde. Die berufliche Beanspruchung des Kunden, deren Leistung, als auch die Zeit.
Nachname:
Mayer
Vorname:
Birgit
Geburtsdatum:
01.01.1976
Alter:
40
Geschlecht:
weiblich
5

4.4 Gesundheitsanamnese / Abklärung Kontraindikationen
Bei der Gesundheitsanamnese müssen im Allgemeinen alle Kontraindikationen und
Risikofaktoren eines Trainings abgeklärt werden. Informationen wie z. B. weitere aktuelle
Beschwerden, Behandlungen, Vorerkrankungen, Medikamentationen und familiäre Dispo-
sitionen. Im Bereich des Rückentrainings muss hier unbedingt auf das bestehende
Beschwerdebild eingegangen werden. Risiken können erkannt und berücksichtigt werden,
zur Not kann noch mal ein Arzt hinzugezogen werden. Birgit wurde vor dem Training
aufgefordert ihre Beschwerden von einem Arzt untersuchen zu lassen, um schwere Verlet-
zungen, z.B. einen Bandscheibenvorfall auszuschliessen.
Dieser muss ihr vor Trainingsbeginn eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aushändigen.
4.5 Sportanamnese
Um sich über die körperliche Fitness ein Bild vom Kunden machen zu können, ist eine
Sportanamnese notwendig. Hierbei können wir seine Leistungsfähigkeit schon einmal ab-
schätzen. Eine sportliche Person wird Bewegungen viel schneller umsetzen, ist koordinativ
besser trainiert und bringt mehr Auffassungsgabe für Übungen mit.
Birgit hat seit 3,5 Jahren keinen regelmäßigen Sport betrieben. Jetzt möchte Birgit zwei bis
drei mal die Woche trainieren.
4.6 Bisherige Behandlung der Beschwerden
Birgit hat ihren Rücken untersuchen lassen und übergab mir eine ärztliche Unbeden-
klichkeitsbescheinigung. Bis heute hat sie an keinem Rückentraining teilgenommen und
Familienstand:
geschieden
Beruf:
Trainer
Berufstätigkeit:
überwiegend gehend
Stresslevel:
hoch
Wochenarbeitszeit:
126
Birgit nimmt vor dem Schlafen und vor sportlichen Aktivitäten 2 Hübe Asthmaspray
Es liegen keine Vorerkrankungen im aktiven oder passiven Bewegungsapparat vor
Es gibt keine auffälligen familiären Dispositionen
Es liegen Rückenbeschwerden im oberen Rücken, Schulterblatt - Bereich und im
unteren Rücken, LWS - Bereich vor
Birgit leidet an Asthma
Sport:
EMS Training
Häufigkeit / Woche:
ca. 20 Min. wöchentlich
Einheiten / Woche:
unregelmässig
Seit:
3,5 Jahren
6

auch nicht auf eine andere Weise versucht etwas für ihren Rücken zu tun, um die
Beschwerden zu beheben.
5. Tests
5.1 Notwendigkeit Tests
Diverse Tests werden vor dem Training absolviert, um sich einen umfassenden Eindruck
über Trainingslevel, Beweglichkeit, Kraft und wenn möglich auch Ausdauer der Kunden
machen zu können.
Der Ist - Wert des Kunden wird damit erfasst und die physische, als
auch psychische Verfassung des Kunden festgestellt. All diese erfragten und getesteten
Daten sind Bestandteile, die in die Trainingsplanung mit einfliessen. Anhand diesen Daten
können bei Re-Tests Verbesserungen belegt werden. Wird ein Re-Test zwischen den Ein-
heiten durchgeführt, kann dieser schnell Aufschluss darüber geben ob wir mit unserem
Training auf dem richtigen Weg sind, oder ob in der Trainingsplanung Korrekturen
vorgenommen werden müssen.
5.2 Biometrische Tests
Internistische und antropometrische Daten sind wichtige Informationen über den Körper-
bau, daher werden diese Daten auch hier erfasst:
Der BMI soll Aufschluss über die im Verhältnis stehende Masse im Verhältnis von Größe
geben. Folgende Ergebnisse lieferte die Messung bei Birgit: Der Körperfettanteil von 25,2
% ist unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht im guten bis mittleren Wert.
Die kombinierte Bewertung von BMI und Körperfettanteil liefert folgende Interpretation:
Der Fettanteil von 25,2 % bei einem BMI von 20,15 ist mittel bis schlecht, Birgit ist leicht
untergewichtig und weist trotzdem einen zu hohen Fettanteil auf.
Biometrische Daten
Anthropometrische Daten
Internistische Daten
Körpergewicht: 61 Kilo
Körpergröße: 174 cm
Body - Mass - Index (BMI): 20,15
Hüft - Taillen Umfang: 0,8
Körperfettanalyse: 25,2 %
Ruheherzfrequenz: 87 Schläge/Min.
Blutdruck: 130 mmHg systolisch, 84 mmHg
diastolisch
Messpunkt Scapula: 10 mm
Messpunkt Trizeps: 15 mm
Messpunkt Bizeps: 6 mm
Messpunkt Darmbein: 8 mm
7
Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Zielsetzung, Planung und Durchführung eines adäquaten Rückentrainings nach dem 5-Stufen-Modell
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
43
Katalognummer
V376454
ISBN (eBook)
9783668537170
ISBN (Buch)
9783668537187
Dateigröße
816 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rückentraining, 5-Stufen-Modell, Diagnose, Zielsetung, Erstellung, Planung
Arbeit zitieren
Birgit Mayer (Autor:in), 2017, Zielsetzung, Planung und Durchführung eines adäquaten Rückentrainings nach dem 5-Stufen-Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376454

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