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Sachunterricht im Wald. Die Lehrer-Schüler-Interaktion am außerschulischen Lernort

Titre: Sachunterricht im Wald. Die Lehrer-Schüler-Interaktion am außerschulischen Lernort

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Mareike Wanke (Auteur)

Didactique - Histoire et Géographie Régionale
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In dieser Arbeit wird der klassische außerschulische Lernort Wald mit der zentralen Frage nach der Lehrer-Schüler-Interaktion befragt. Dabei wird überprüft, ob Sachunterricht im Wald die Rolle des Lehrers und die Lehrer-Schüler-Interaktion positiv verändern kann.

Bei Exkursionen in den Wald bekam ich eine ganz „neue Verbindung“ zu vorher sehr „schüchternen“ und „verschlossenen“ Schülerinnen und Schülern. Diese Veränderungen ermöglichten eine neue Kommunikationsebene im Nachhinein.

Um die genannte Hypothese zu überprüfen, wird zuerst die Lehrer-Schüler-Interaktion theoretisch umrissen, um dann Sachunterricht in der Natur, mit dem Schwerpunkt Wald, einzuführen. Daran anschließend soll die mögliche „Einflussnahme des Waldes“ auf die eingeführten Rollen und ihre Interaktion miteinander aufgezeigt werden, auf Grundlage der vorher dargelegten theoretischen Bezüge.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. BEGRÜNDUNG DER THEMENWAHL

2. DIE LEHRER-SCHÜLER-INTERAKTION

3. SACHUNTERRICHT IN DER NATUR

3.1 WARUM SACHUNTERRICHT AM UND IM AUßERSCHULISCHEN LERNORT WALD DURCHFÜHREN?

4. DIE VERÄNDERUNG DER LEHRERROLLE UND DER LEHRER-SCHÜLER INTERAKTION AM AUßERSCHULISCHEN LERNORT WALD

4.1 DIE VERÄNDERUNG DER LEHRERROLLE UND DER LEHRER-SCHÜLER-INTERAKTION

4.2 VERÄNDERUNGEN DER LEHRER-SCHÜLER-INTERAKTION AM AUßERSCHULISCHEN LERNORT WALD NACH NICKEL UND TAUSCH UND TAUSCH

5. FAZIT

Zielsetzung & Themenfelder

Die Arbeit untersucht die Hypothese, dass Sachunterricht an außerschulischen Lernorten, insbesondere im Wald, die Lehrer-Schüler-Interaktion sowie die Lehrerrolle positiv verändern kann, indem sie starre schulische Interaktionsmuster aufbricht.

  • Analyse der Lehrer-Schüler-Interaktion basierend auf Tausch und Tausch
  • Erweiterung der Perspektive durch das transaktionale Modell nach Nickel
  • Der Wald als Lernraum und sein Einfluss auf pädagogische Prozesse
  • Veränderungspotenziale von Lehrerrolle und Machtverhältnissen
  • Bedeutung der Binnendifferenzierung und Freiheit im Naturraum

Auszug aus dem Buch

Die Veränderung der Lehrerrolle und der Lehrer-Schüler-Interaktion

Bei der Nutzung des außerschulischen Lernortes Wald ist die SU-Gruppe losgelöst von institutionellen Bedingungen. Das heißt, hier findet sich kein ausgefülltes Regelwerk, wie zum Beispiel in der Schule, welches die SuS in ihrem Spiel und ihrer Erfahrung einschränken könnte. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Wald unter „einem Dach der Regellosigkeit“ besucht werden sollte. Auch hier sind, wie bei jedem Schulausflug etc. vorher Regeln im Dialog mit der Gruppe zu vereinbaren.

Beispielhaft ist hier ein „Verschmutzungsverbot“ durch Plastikmüll oder dass Tiere mit „Jungen“ nur mit Abstand beobachtet und bewundert werden dürfen (vgl. Berthold et. al. 2002, 93). Diese Regeln sollten jedoch unter der Prämisse der Sinnhaftigkeit mit der Gruppe im Dialog gefunden werden. Der Wald fordert die SuS heraus, er bietet zur häufig entsinnlichten Schule einen Gegenpol. Hier ist nichts besonders geordnet oder verfolgt ein direkt erkennbares Gesetz der schon bekannten Strukturierung. Diese „Nicht-Regelhaftigkeit“ lädt Lehrer und SuS dazu ein Beziehungen einzugehen. Diese Beziehungen können auf eine neue Weise entstehen, da die neue offene Umgebung keine direkten Verhaltensweisen vorgibt.

Hieraus ergibt sich eine besondere Chance für die Interaktion und die Rollenzuweisung zwischen SuS und Lehrperson. Diese neue Umgebung kann noch weitere Veränderungen anstoßen. Der Wald als konträrer Ort zur stark strukturierten Schule, mit ihrem 45-minütigen Stundenraster und ihren genau platzierten Pausenzeiten, gibt auch hier eine Freiheit vor. Schaffen es SuS und Lehrperson sich auf diese zeitliche Freiheit einzulassen ist es möglich, dass sie sich auf einer „entspannteren Art“ miteinander auseinandersetzten. Hier muss und sollte es primär nicht mehr darum gehen einen bestimmten Lehrplan genau einzuhalten, sondern es können Angebote gemacht werden die im Konsens und im Dialog mit der Gruppe durchgeführt werden. Es besteht die Option des gemeinsamen Erlebens (vgl. a.a.O. 57ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. BEGRÜNDUNG DER THEMENWAHL: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Untersuchung der Lehrer-Schüler-Interaktion im Wald durch eigene positive Erfahrungen in der Förderschulpädagogik.

2. DIE LEHRER-SCHÜLER-INTERAKTION: Dieses Kapitel führt theoretische Ansätze zur Lehrer-Schüler-Interaktion ein, insbesondere das personenzentrierte Modell nach Tausch und Tausch.

3. SACHUNTERRICHT IN DER NATUR: Es wird die didaktische Berechtigung und Bedeutung von Naturerfahrungen für Lernprozesse und die Entwicklung von Kompetenzen diskutiert.

3.1 WARUM SACHUNTERRICHT AM UND IM AUßERSCHULISCHEN LERNORT WALD DURCHFÜHREN?: Hier wird die Eignung des Waldes als Erfahrungsraum sowie seine historisch-pädagogische Bedeutung für den Sachunterricht erläutert.

4. DIE VERÄNDERUNG DER LEHRERROLLE UND DER LEHRER-SCHÜLER INTERAKTION AM AUßERSCHULISCHEN LERNORT WALD: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Auswirkungen der Waldumgebung auf die Rollendynamik zwischen Lehrenden und Lernenden.

4.1 DIE VERÄNDERUNG DER LEHRERROLLE UND DER LEHRER-SCHÜLER-INTERAKTION: Fokus auf dem Abbau institutioneller Zwänge und der Entstehung neuer, entspannterer Beziehungsformen im Wald.

4.2 VERÄNDERUNGEN DER LEHRER-SCHÜLER-INTERAKTION AM AUßERSCHULISCHEN LERNORT WALD NACH NICKEL UND TAUSCH UND TAUSCH: Anwendung der theoretischen Modelle auf die Praxis, um die positiven Effekte auf die Interaktion wissenschaftlich zu untermauern.

5. FAZIT: Die Autorin bestätigt ihre Hypothese und plädiert für eine stärkere Einbindung außerschulischer Lernorte zur Aufbrechung festgefahrener Interaktionsmuster im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Lehrer-Schüler-Interaktion, Außerschulische Lernorte, Waldpädagogik, Sachunterricht, Personenzentrierte Pädagogik, Tausch und Tausch, Transaktionales Modell, Nickel, Rollenverhalten, Förderschule, Lernumgebung, Binnendifferenzierung, Naturerfahrung, Schulpädagogik, Wertschätzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Interaktion zwischen Lehrern und Schülern sowie die Lehrerrolle verändern, wenn der Unterricht vom klassischen Klassenzimmer in den außerschulischen Lernort Wald verlagert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die personenzentrierte Lehrer-Schüler-Interaktion, der Einfluss der physischen Lernumgebung auf pädagogische Prozesse und die Überwindung asymmetrischer Machtverhältnisse im Schulkontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, dass Sachunterricht im Wald die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden positiv beeinflusst und dabei hilft, eingefahrene, belastende Rollenmuster aufzubrechen.

Welche wissenschaftlichen Methoden bzw. theoretischen Bezüge werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Forschung von Tausch und Tausch zur personenzentrierten Interaktion sowie auf das transaktionale Modell nach Nickel, um die beidseitige Beeinflussung von Lehrer- und Schülerverhalten im Kontext des Lernorts Wald zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Interaktionsforschung, die Begründung des Sachunterrichts in der Natur sowie eine detaillierte Analyse, wie der Wald als Raum die Lehrer-Schüler-Beziehung durch Freiheit und Binnendifferenzierung verändert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Lehrer-Schüler-Interaktion, außerschulische Lernorte, Waldpädagogik, personenzentriertes Verhalten und die Transaktion zwischen Schülern und Lehrkräften.

Warum spielt der Aspekt der Machtverhältnisse eine so große Rolle für die Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass das traditionelle Schulsystem oft durch asymmetrische Machtstrukturen geprägt ist, die einen Dialog auf Augenhöhe verhindern; der Wald bietet hier einen Ausgleich, um eine entspanntere Interaktion zu ermöglichen.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von rein theoretischen Abhandlungen zum Thema?

Sie verknüpft wissenschaftliche Modelle (wie das von Tausch/Tausch oder Nickel) direkt mit der spezifischen, praxisorientierten Perspektive des Unterrichts im Wald, angereichert durch eigene Beobachtungen der Autorin aus der Förderschulpraxis.

Warum wird der Wald als "Erzieher" bezeichnet?

In der Arbeit wird darauf verwiesen, dass der Wald durch seine natürliche Struktur eine entlastende Funktion für Lehrkräfte hat und es den Schülern ermöglicht, durch Bewegung und Eigenaktivität in eine aktive Subjektrolle zu finden, statt nur rezeptiv zu lernen.

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Résumé des informations

Titre
Sachunterricht im Wald. Die Lehrer-Schüler-Interaktion am außerschulischen Lernort
Université
University of Hannover  (Institut für Sachunterricht und Inklusive Didaktik)
Note
1,0
Auteur
Mareike Wanke (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
20
N° de catalogue
V376736
ISBN (ebook)
9783668539631
ISBN (Livre)
9783668539648
Langue
allemand
mots-clé
sachunterricht wald lehrer-schüler-interaktion lernort
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mareike Wanke (Auteur), 2010, Sachunterricht im Wald. Die Lehrer-Schüler-Interaktion am außerschulischen Lernort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376736
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Extrait de  20  pages
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