Die Kreativität der Mitarbeiter und Innovationsfähigkeit des Unternehmens sind wesentliche Bestandteile, um als Unternehmen am Markt wettbewerbsfähig zu sein. Die Internalisierung der Märkte sowie die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen setzten die Unternehmen zunehmend unter Druck neuartige und kreative Produkte bereits vor der Konkurrenz am Markt zu etablieren. Das innovative und kreative Potential eines Unternehmens steckt aber gerade in den in ihr arbeitenden Menschen.
Ziel der Ausarbeitung soll es daher sein, die transformationale Führung in Hinblick auf Kreativität und organisationaler Innovationen zu beleuchten. Neben den direkten Effekten dieser Führungsart, sollen zusätzlich ihre indirekten Effekte über Moderator und Mediatorvariablen analysiert werden. Hierzu soll die ausgewählte Hauptstudie bezüglich ihrer Limitationen durch weitere Studien ergänzt und begutachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Rolle von Führung am kreativen und innovativen Output des Unternehmens
2.1. Die Rolle der Führung für Kreativität und organisationale Innovationen
2.2. Begriffserläuterung: Transformationale Führung
2.3. Die Rolle der Transformationalen Führung für Kreativität und organisationale Innovationen
3. Die Begründung für die Auswahl der Studien: Einblick in die Metaanalyse von Rosing, Frese und Brausch (2011)
4. Jung, Chow & Wu (2003): The role of transformationale leadership in enhancing organizational innovation
4.1. Transformationale Führung und die Förderung zur selbständigen Mitwirkungsmöglichkeit der Mitarbeiter
4.2. Transformationale Führung und die Förderung eines innovationsfreundlichem Unternehmensklimas
4.3. Methodisches Vorgehen der Studie: Stichprobe, Messung und Kontrollvariablen
4.4. Ergebnisse
4.5. Diskussion
5. Einschränkungen der Studie und Ergänzungen durch weitere Studien
6. Fazit und Schlussbemerkung
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss transformationaler Führung auf die Kreativität der Mitarbeiter sowie auf organisationale Innovationen. Ziel ist es, die direkten und indirekten Wirkungsmechanismen dieser Führungsart durch eine fundierte Analyse zentraler Studien, insbesondere von Jung et al. (2003), theoretisch zu durchleuchten und durch kritische Diskussionen zu ergänzen.
- Wirkungsweise transformationaler Führung auf individuelle Kreativität
- Bedeutung der Führung für organisationale Innovationsprozesse
- Rolle von Moderator- und Mediatorvariablen wie Empowerment und Innovationsklima
- Kritische Reflexion empirischer Studienergebnisse
Auszug aus dem Buch
4.2.Transformationale Führung und die Förderung eines innovationsfreundlichem Unternehmensklimas
Neuartige und kreative Ideen sind hinsichtlich ihrer Umsetzung immer mit dem Risiko verbunden, dass sie nicht die tatsächlich erhoffte Wirkung zeigen. Mitarbeiter werden insbesondere dann auf ihren kreativen Beitrag im Unternehmen verzichten, wenn sie das Gefühl haben mit negativen Konsequenzen rechnen zu müssen falls ihre „riskante“ Entscheidung innovativ zu sein fehl schlägt (Jung et al., 2003, S. 531). Daher ist es für eine Führungskraft von hoher Bedeutung ein positives Innovationsklima im Unternehmen zu schaffen, welches den Mitarbeitern die Angst nimmt wegen falscher Entscheidungen bestraft zu werden. Wie bereits oben angeführt ist ein Bestandteil der transformationalen Führung den Mitarbeiter hinsichtlich kreativer Denkprozesse zu unterstützen und ihm die nötigen Ressourcen an die Hand zu geben, um alte Probleme unter neuen Gesichtspunkten zu beleuchten. Die transformationale Führungskraft artikuliert zudem durch ihre starke Vision den Bedeutungsgehalt eines innovativen Verhaltens aller im Unternehmen Beteiligten (Gumusluoglu & Ilsev, 2009, S. 464). Sie trägt aktiv dazu bei ein innovationsfreundliches Klima im Unternehmen zu schaffen, welches neuartiges und langfristiges Denken fördert, riskante aber innovative Ideen unterstützt und zudem Arbeitsbedingungen für den Mitarbeiter gewährleistet, in denen er sein kreatives Potential entfalten kann (Jung et al., 2003, S. 531).
Im Folgenden soll die von Jung et al. (2003) gewählte Variable „support for innovation“ mit „Unterstützung von innovativen Verhalten“ übersetzen werden und spricht damit die Förderung eines innovationsfreundlichen Unternehmensklimas durch die Führung an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Bedeutung von Kreativität und Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit und skizziert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Rolle transformationaler Führung.
2. Die Rolle von Führung am kreativen und innovativen Output des Unternehmens: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der transformationalen Führung und deren Einflussfaktoren auf kreative Leistungen sowie Innovationsprozesse.
3. Die Begründung für die Auswahl der Studien: Einblick in die Metaanalyse von Rosing, Frese und Brausch (2011): Das Kapitel nutzt Erkenntnisse aus einer Metaanalyse, um die Relevanz und Auswahl der nachfolgend diskutierten Primärstudien zu begründen.
4. Jung, Chow & Wu (2003): The role of transformationale leadership in enhancing organizational innovation: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der ausgewählten Hauptstudie hinsichtlich Hypothesenbildung, Methodik und berichteter Ergebnisse.
5. Einschränkungen der Studie und Ergänzungen durch weitere Studien: Das Kapitel reflektiert methodische Schwächen der Hauptstudie und erweitert die Perspektive durch den Einbezug weiterer Forschungsarbeiten.
6. Fazit und Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit zukünftiger Forschung zur Generierung praxisrelevanter Erkenntnisse.
7. Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Transformationale Führung, Kreativität, organisationale Innovation, Innovationsklima, Mitarbeiter, Empowerment, Führungskraft, intrinsische Motivation, Management, Forschung und Entwicklung, Arbeitsumgebung, Unternehmenskultur, Performancemessung, Führungsstil, Innovationsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und der Kreativität sowie Innovationsfähigkeit innerhalb von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind Führungstheorien, die Förderung individueller Kreativität, die Schaffung eines innovationsfreundlichen Klimas und die Identifikation von Wirkmechanismen hinter Innovation.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie transformationale Führung die Kreativität und organisationale Innovationen direkt und indirekt beeinflusst und welche Variablen diesen Prozess moderieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die insbesondere eine Metaanalyse von Rosing et al. sowie eine empirische Hauptstudie von Jung et al. (2003) heranzieht und diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Studie von Jung et al. (2003), prüft Hypothesen zu Empowerment und Unterstützung innovativen Verhaltens und diskutiert diese Ergebnisse kritisch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen transformationale Führung, Mitarbeiterkreativität, organisationale Innovation und innovationsfreundliches Klima.
Warum spielt die Variable „Support for innovation“ eine so wichtige Rolle in der Analyse?
Sie ist entscheidend, da Führungskräfte durch die Schaffung eines solchen Klimas Mitarbeitern die Angst vor dem Scheitern bei risikoreichen, innovativen Ideen nehmen können.
Welche Schlussfolgerung ziehen die Autoren bezüglich des „Empowerments“?
Die Autoren stellen fest, dass Autonomie und Mitwirkungsmöglichkeiten zwar theoretisch positiv sind, in manchen Unternehmenskulturen jedoch bei den Mitarbeitern mit der Angst vor Fehlentscheidungen assoziiert werden können.
- Arbeit zitieren
- Master of Science Sabrina Müller (Autor:in), 2012, Der Einfluss transformationaler Führung auf Kreativität und organisationale Innovationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376890