Zur Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur stehen Bund, Länder und Kommunen immer weniger Finanzmittel zur Verfügung. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Wirtschaftlichkeit der Kommunen zu verbessern, muss die öffentliche Hand neue Wege beschreiten. Einer dieser Wege können Öffentliche-Private Partnerschaften (ÖPP) oder englisch Public Private Partnership (PPP) sein (nachfolgend einheitlich PPP).
Derartige Ansätze werden in der Bundesrepublik seit etwa 1986 verfolgt und sind Gegenstand dieser Arbeit. In Abwesenheit einer einheitlichen Legaldefinition werden zunächst wesentliche Merkmale herausgearbeitet, dann auf Organisationsformen eingegangen, und Chancen und Risiken von PPP aus Sicht der öffentlichen Hand analysiert, die in einen Wirtschaftlichkeitsvergleich und ein abschließendes Fazit münden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wesentliche Merkmale einer PPP
- Abgrenzung zu ähnlichen Konzepten
- Mögliche Anwendungsfelder von PPP
- Organisationsformen von PPP
- Projekt-PPP/Vertrags-PPP
- Organisations-PPP/ institutionalisierte PPP
- Abgrenzung beider Grundarten von einander
- Forschungshypothese - Chancen und Risiken aus Sicht der öffentlichen Hand
- Wirtschaftlichkeitsvergleich
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Öffentliche Private Partnerschaften (ÖPP) oder Public Private Partnership (PPP). Die Zielsetzung ist es, die verschiedenen Organisationsformen von PPP zu analysieren und die Chancen und Risiken aus Sicht der öffentlichen Hand zu beleuchten. Im Zentrum stehen die Wirtschaftlichkeit und die Abgrenzung zu ähnlichen Konzepten.
- Wesentliche Merkmale und Abgrenzung von PPP
- Organisationsformen von PPP (Projekt-PPP/Vertrags-PPP und Organisations-PPP/ institutionalisierte PPP)
- Chancen und Risiken von PPP für die öffentliche Hand
- Wirtschaftlichkeitsvergleich von PPP-Modellen
- Anwendungsfelder und Beispiele für PPP-Projekte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung des Buches stellt die Thematik Öffentliche Private Partnerschaften (ÖPP) vor und definiert den Begriff im Kontext der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft. Es werden wesentliche Merkmale von PPP herausgearbeitet und die Abgrenzung zu ähnlichen Konzepten wie Privatisierung, Outsourcing oder Contracting-out erklärt. Des Weiteren werden mögliche Anwendungsfelder von PPP-Projekten in verschiedenen Bereichen wie Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Bildung und Infrastruktur aufgezeigt.
Das zweite Kapitel befasst sich mit den Organisationsformen von PPP. Hier werden die beiden Grundarten Projekt-PPP/Vertrags-PPP und Organisations-PPP/ institutionalisierte PPP im Detail vorgestellt. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Formen werden erläutert, und es wird auf die jeweiligen Merkmale und Besonderheiten eingegangen.
Im dritten Kapitel wird die Forschungshypothese des Buches vorgestellt. Es werden die Chancen und Risiken von PPP aus Sicht der öffentlichen Hand untersucht. Die Analyse der Wirtschaftlichkeit von PPP-Projekten bildet den Schwerpunkt des vierten Kapitels. Hier werden verschiedene Methoden zur Bewertung und zum Vergleich der Wirtschaftlichkeit von PPP-Modellen dargestellt.
Schlüsselwörter
Öffentliche Private Partnerschaft (ÖPP), Public Private Partnership (PPP), Projekt-PPP, Vertrags-PPP, Organisations-PPP, institutionalisierte PPP, Wirtschaftlichkeit, Chancen, Risiken, Finanzierung, Infrastruktur, Stadtentwicklung, Gesundheitswesen, Bildung, Kooperation, Public Sector Comparator (PSC), Deutsches Institut für Urbanistik (DIFU).
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP/PPP)?
Es handelt sich um eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben, etwa im Infrastrukturbereich.
Was sind die wichtigsten Organisationsformen von PPP?
Man unterscheidet zwischen Projekt- oder Vertrags-PPP (rein vertragliche Basis) und Organisations- oder institutionalisierten PPP (Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft).
Welche Chancen bietet PPP für Kommunen?
Vorteile können eine höhere Wirtschaftlichkeit, die Nutzung privatem Expertenwissens, schnellere Projektumsetzungen und die Schonung öffentlicher Haushalte sein.
Welche Risiken bestehen bei PPP-Projekten?
Risiken umfassen langfristige vertragliche Bindungen, Kontrollverlust der öffentlichen Hand, komplexe Vertragswerke und potenzielle Mehrkosten bei Fehlkalkulationen.
Was ist der Public Sector Comparator (PSC)?
Der PSC ist ein Instrument zum Wirtschaftlichkeitsvergleich, das berechnet, ob eine PPP-Lösung günstiger ist als die herkömmliche Eigenrealisierung durch den Staat.
- Quote paper
- Sandra Reimann (Author), 2016, Öffentlich-Private Partnerschaft. Chancen und Risiken für die Öffentliche Hand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377057