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Verhaltensorientiertes Controlling. Entscheidungsphänomene anhand der Berücksichtigung von ausgewählten Praxisbeispielen

Titre: Verhaltensorientiertes Controlling. Entscheidungsphänomene anhand der Berücksichtigung von ausgewählten Praxisbeispielen

Thèse de Bachelor , 2017 , 79 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Julia Kiauka (Auteur), Sebastian Meyer (Auteur)

Gestion d'entreprise - Controlle de gestion
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es, Aufmerksamkeit, Sensibilität und Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von Entscheidungsphänomenen zu schaffen. Es sollen Lösungsstrategien aufgezeigt werden, um zukünftige Fehlentscheidungen zu vermeiden. Wichtig ist dabei, Fähigkeiten und Kompetenzen der Controller weiterzuentwickeln, um sich neuen Herausforderungen auf verhaltensorientierter Ebene aber auch auf fachlicher Ebene stellen zu können.

Zunächst wird der Begriff „Verhaltensorientiertes Controlling“ definiert, um eine theoretische Grundlage für die folgenden Kapitel zu schaffen. Es soll deutlich werden, auf welchen Annahmen der Forschungszweig beruht und was Ziel und Gegenstand dessen ist. Im nächsten Schritt werden generelle Anforderungen an Controller ermittelt. Dazu wurden 20 aktuelle Stellenausschreibungen für Controller analysiert. Es wurden ausschließlich Online-Bewerbungsportale wie Monster, StepStone und ähnliche aufgerufen und eine Kategorisierung nach Unternehmensgröße, Ländern, Branche oder spezifizierter Position wurde nicht vorgenommen, da die Ermittlung genereller Anforderungen an Controller im Vordergrund stand. Des Weiteren wurden die theoretischen Anforderungen des Internationalen Controller Vereins (im Folgenden mit ICV abgekürzt) hinzugezogen.

Anschließend werden in der Ökonomie vorherrschende Rationalitätsbegriffe und Menschenbilder aufgegriffen. Anhand dieser Auffassungen lassen sich dann im nächsten Kapitel eine Auswahl an Effekten, Heuristiken und Biases erläutern, um die Problematik der Entscheidungsphänomene deutlich zu machen. Im nächsten Kapitel erfolgt der Bezug zur Praxis, in welchem die herausge¬arbeiteten Phänomene und Effekte Anwendung auf drei ausgewählte Handlungsbereiche des Controllings finden.

Daraufhin werden die generellen Anforderungen an Controller durch Erkenntnisse dieser Arbeit ergänzt und zukünftige Entwicklungen der Manager-Controller-Be¬ziehung thematisiert. Das abschließende Kapitel wird die Ergebnisse dieser Arbeit zusammenfassen und in den Kontext der hier behandelten Frage setzen, um weitere allgemeine Schluss¬folgerungen ziehen zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Gegenstand, Ziel und Aufbau

2. Definition: Verhaltensorientiertes Controlling

3. Generelle Anforderungen an Controller aus Theorie und Praxis

4. Rationalität und Menschenbilder: Theoretische Grundlagen

4.1 Der Homo Oeconomicus und die ökonomische Rationalität

4.2 Die Prinzipal-Agent-Theorie

4.3 Der Homo Organisans und die begrenzte Rationalität

5. Entscheidungsphänomene: Heuristiken und Biases

5.1 Motivationale Effekte

5.1.1 Sunk Cost Fallacy

5.1.2 Überoptimismus

5.1.3 Verlustaversion

5.2 Kognitive Effekte

5.2.1 Ankereffekt/Anchoring Effect

5.2.2 Rahmeneffekt/Framing Effect

5.2.3 Isolierte Entscheidungen

5.3 Verhaltensbezogene Effekte

5.3.1 Mentale Kontenführung/Mental Accounting

5.3.2 Information Overload

5.3.3 Verfügbarkeitsheuristik

6. Praxisbeispiele

6.1 Investitionsentscheidungen

6.2 Planung und Budgetierung

6.3 Steuerung mit Kennzahlen

7. Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Kompetenzanforderungen an Controller

8. Schlusswort – Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Aufmerksamkeit für die negativen Auswirkungen von Entscheidungsphänomenen im Controlling zu schaffen und durch die Aufdeckung psychologischer Verzerrungen (Heuristiken und Biases) die Kompetenzen von Controllern weiterzuentwickeln, um eine rationalere Unternehmenssteuerung zu ermöglichen.

  • Grundlagen verhaltensorientierten Controllings und menschlicher Entscheidungsmodelle (Homo Oeconomicus vs. Homo Organisans)
  • Analyse motivationaler, kognitiver und verhaltensbezogener Entscheidungsanomalien
  • Untersuchung der Anforderungen an Controller in Theorie und aktueller Recruiting-Praxis
  • Anwendung verhaltensorientierter Erkenntnisse auf Investitionsprozesse, Budgetierung und Kennzahlensteuerung
  • Entwicklung von Lösungsstrategien für eine rationalitätsorientierte Zusammenarbeit zwischen Management und Controlling

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Überoptimismus

Sharot definiert Überoptimismus als Differenz der Erwartungen einer Person und dem, was letztendlich wirklich eintritt. Das Entstehen dieser Differenz kann verschiedene Gründe haben. Zum einen könnte eine Art von Kontrollillusion ausschlaggebend sein, bei der der Entscheider der Annahme verfällt, dass er das Eintreffen unsicherer Ereignisse beeinflussen und kontrollieren kann und somit die Risikoerwartungen zu gering einschätzt. Ein weiterer Ansatz ist die häufige Überheblichkeit der Entscheider. Sie überschätzen ihre Fähigkeiten, Leistungen oder ihr Wissen, und treffen risikoreiche Entscheidungen unter der Prämisse, dass sie aufgrund des geglaubten Fähigkeits-, Leistungs- oder Wissensvorsprungs einen Vorteil gegenüber z.B. der Konkurrenz haben. Auch die Vorgeschichte eines Projekts kann Überoptimismus fördern. Thaler und Johnson vertreten die Meinung, dass alle Entscheidungen durch vorherige Ereignisse beeinflusst werden. Ein erfolgreiches Projekt in der Vergangenheit führt zu optimistischeren und risikoreicheren Einschätzungen für Projekte in der Zukunft. Diese Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass Entscheider mit einer positiven Vorgeschichte unvernünftiger und unvorsichtiger werden und in dem Sinne wiederum rationalen Begrenzungen unterliegen.

Das positive Gefühl durch den Erfolg in der Vergangenheit lässt den zukünftigen Erfolg zu einer emotional behafteten Aufgabe werden. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang auch die Betrachtung der Innen- und Außenperspektive: Kahnemann und Lovallo stellen fest, dass insbesondere bei Forecasts und Planungen überoptimistische Entscheidungen getroffen werden. Die Entscheider berücksichtigen weniger ihr bestehendes Wissen über vergangene Verläufe von Projekten oder ignorieren dies sogar. Es werden keine Referenzprojekte hinzugezogen, um ein aktuelles vergleichbar zu machen, was bedeutet, dass die Außenperspektive bei Entscheidungen stark vernachlässigt wird. Relevant erscheint nur das akute Entscheidungsproblem, und aus dieser Situation heraus werden mögliche Entwicklungen im Bereich Umwelt und Wirtschaft abgeleitet, ohne Erfahrungswerte und wissentliche Tatsachen miteinzubeziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Gegenstand, Ziel und Aufbau: Hier wird der Forschungsgegenstand des verhaltensorientierten Controllings eingeführt und das Ziel definiert, die Kompetenzen von Controllern angesichts menschlicher Entscheidungsfehler zu erweitern.

2. Definition: Verhaltensorientiertes Controlling: Dieses Kapitel verankert das verhaltensorientierte Controlling als Forschungsansatz, der verhaltenswissenschaftliche Aspekte in ökonomische Theorien integriert.

3. Generelle Anforderungen an Controller aus Theorie und Praxis: Durch die Auswertung aktueller Stellenausschreibungen und theoretischer Modelle des ICV wird das Anforderungsprofil an moderne Controller analysiert.

4. Rationalität und Menschenbilder: Theoretische Grundlagen: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Modell des Homo Oeconomicus und die Einführung alternativer Menschenbilder wie dem des Homo Organisans mit begrenzter Rationalität.

5. Entscheidungsphänomene: Heuristiken und Biases: Dieser zentrale Abschnitt systematisiert motivationale, kognitive und verhaltensbezogene Effekte, die zu bewussten und unbewussten Fehlentscheidungen führen.

6. Praxisbeispiele: Die theoretischen Erkenntnisse werden auf die Bereiche Investitionsentscheidungen, Budgetierung sowie die Steuerung mittels Kennzahlen übertragen und praxisnahe Lösungsansätze aufgezeigt.

7. Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Kompetenzanforderungen an Controller: Die Rolle des Controllers als Business Partner wird beleuchtet, wobei kognitive Diversität und kontinuierliche Weiterbildung als wesentliche Erfolgsfaktoren für die Zukunft identifiziert werden.

8. Schlusswort – Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse resümiert und die Notwendigkeit einer offenen Unternehmenskultur für eine rationalere Entscheidungspraxis betont.

Schlüsselwörter

Verhaltensorientiertes Controlling, Behavioral Controlling, Entscheidungsphänomene, Heuristiken, Biases, Homo Oeconomicus, begrenzte Rationalität, Sunk Cost Fallacy, Verlustaversion, Information Overload, Controller-Anforderungen, Business Partnering, Budgetierung, Investitionsentscheidungen, Rationalitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das junge Forschungsfeld des verhaltensorientierten Controllings und untersucht, wie psychologische Faktoren und kognitive Verzerrungen die Entscheidungen von Managern und Controllern in der Praxis beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Rationalität, die Identifikation von Entscheidungsanomalien (Heuristiken und Biases) sowie die Ableitung von Kompetenzanforderungen für moderne Controller.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Sensibilität für die negativen Auswirkungen von Entscheidungsphänomenen zu schaffen und Strategien aufzuzeigen, wie Controller ihre Kompetenzen weiterentwickeln können, um Fehlentscheidungen im Unternehmen präventiv zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben der Auswertung führender Literatur (u.a. Prospect Theory, Bounded Rationality) wurde eine empirische Analyse von 20 aktuellen Stellenausschreibungen durchgeführt, um die in der Praxis geforderten Kompetenzen von Controllern zu ermitteln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische motivationale, kognitive und verhaltensbezogene Effekte und überträgt diese auf konkrete Handlungsbereiche des Controllings, insbesondere bei Investitionsentscheidungen, Budgetierung und Kennzahlensteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind verhaltensorientiertes Controlling, Entscheidungsphänomene, Heuristiken, Biases, begrenzte Rationalität, Sunk Cost Fallacy, Verlustaversion, Information Overload und Business Partnering.

Warum ist das Modell des „Homo Oeconomicus“ für diese Arbeit kritisch zu sehen?

Die Arbeit argumentiert, dass das Modell des rein rationalen, nutzenmaximierenden Akteurs die Realität menschlichen Verhaltens nicht abbildet. Das Ignorieren dieser menschlichen Irrationalität führt zu falschen Erwartungen an Entscheidungsabläufe.

Wie kann ein Controller aktiv zur Rationalitätssicherung beitragen?

Der Controller sollte nicht nur als „Zahlenlieferant“ fungieren, sondern als Business Partner durch kritisches Hinterfragen, neutrale Datenaufbereitung und die Förderung einer fehlertoleranten Unternehmenskultur (z. B. durch Techniken wie die Pre-Mortem-Analyse) Fehlentscheidungen aktiv entgegenwirken.

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Résumé des informations

Titre
Verhaltensorientiertes Controlling. Entscheidungsphänomene anhand der Berücksichtigung von ausgewählten Praxisbeispielen
Université
Cologne University of Applied Sciences
Note
1,3
Auteurs
Julia Kiauka (Auteur), Sebastian Meyer (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
79
N° de catalogue
V377814
ISBN (ebook)
9783668551466
ISBN (Livre)
9783668551473
Langue
allemand
mots-clé
verhaltensorientiertes controlling entscheidungsphänomene berücksichtigung praxisbeispielen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Kiauka (Auteur), Sebastian Meyer (Auteur), 2017, Verhaltensorientiertes Controlling. Entscheidungsphänomene anhand der Berücksichtigung von ausgewählten Praxisbeispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377814
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