Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Relaciones y Familia

Männer und Frauen zwischen Familie und Beruf. Die Entwicklung der Arbeitsteilung

Título: Männer und Frauen zwischen Familie und Beruf. Die Entwicklung der Arbeitsteilung

Tesis (Bachelor) , 2017 , 54 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefanie Ertl (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der innerfamilialen Arbeitsteilung und in welcher Form sie heute praktiziert wird. Es stellt sich die primäre Frage, wie Männer und Frauen Familie und Beruf heute miteinander vereinbaren und ob, beziehungsweise wie, sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen und veränderter Einstellungen die Beteiligung von Männern und Frauen an der Haus- und Erwerbsarbeit verändert hat. Stehen Frauen und Männer in der modernen Zeit gleichermaßen zwischen Beruf und Familie oder werden die Bereiche immer noch ungleich verlagert beziehungsweise sind Retraditionalisierungsprozesse erkennbar?

Bei Betrachtung der Familie in den letzten Jahrhunderten fällt auf, dass sich diese merklich gewandelt hat, und auch in der Familiensoziologie besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass sich die Familie im Wandel befand und immer noch befindet. Die Pluralisierung von Lebensformen, demografische Trends, wie der Anstieg der Scheidungszahlen und die abnehmende Geburtenrate gelten als ein Indiz für sich wandelnde Familienstrukturen und führen zu Veränderungen im Zusammenleben. Auch die Geschlechterverhältnisse sind vom Wandel betroffen.

Hinsichtlich des Wandels der Familie spielt auch die innerfamiliale Arbeitsteilung eine bedeutende Rolle, die unter anderem in familiensoziologischer Forschung sowie in der Geschlechterforschung häufig untersucht wird. Die traditionelle Arbeitsteilung, nach der Frauen für den Haushalt und für die Erziehung der Kinder, Männer hingegen für die Erwerbsarbeit und die finanzielle Absicherung der Familie verantwortlich sind, wird noch in Haushalten Deutschlands gelebt. Eine an diesem Modell orientierte Organisation der Aufteilung wurde lange Zeit gesellschaftlich nicht in Frage gestellt und als funktional notwendig erachtet. Allerdings zeichnet sich eine Verschiebung der konventionellen, geschlechtsspezifischen Zuständigkeiten ab. Das Modell des männlichen Familienernährers hat an Selbstverständlichkeit verloren, wohingegen das traditionelle Rollenbild der Frau als Hausfrau sukzessiv erodiert ist und auch in Genderdebatten kritisch hinterfragt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

2. Begriffsexplikation

3. Historischer Rückblick

3.1 Die bürgerliche Familie

3.2 Familie seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

3.3 Zwischenfazit

4. Die Individualisierungsthese von Ulrich Beck als Erklärungsansatz innerfamilialer Arbeitsteilung

5. Familienpolitische Rahmenbedingungen

6. Die gegenwärtige Situation von Männern und Frauen im Spannungsfeld von Familie und Beruf

5.1 Einstellungen im Wandel

5.2 Innerfamiliale Arbeitsteilung

6. Fazit – Traditionell oder egalitär?

Zielsetzung & Themen der Bachelorarbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der innerfamilialen Arbeitsteilung in Deutschland, um zu klären, wie Männer und Frauen heutzutage Familie und Beruf vereinbaren und inwieweit sich traditionelle Rollenbilder trotz gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse in der Realität fortsetzen.

  • Historische Betrachtung des bürgerlichen Familienleitbildes
  • Analyse der Individualisierungsthese nach Ulrich Beck
  • Einfluss familienpolitischer Rahmenbedingungen auf die Arbeitsteilung
  • Gegenwärtige Einstellungen zu Geschlechterrollen und Erwerbsbeteiligung
  • Empirische Untersuchung der tatsächlichen Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die bürgerliche Familie

Mit dem Aufstieg des Bürgertums im späten 18. und 19. Jahrhundert entstand allmählich das Leitbild der bürgerlichen Familie, welches sich in der westlichen, modernen Kultur als geltendes Ideal durchgesetzt hat (vgl. BURKART 2008: 121f). Für die Entstehung des bürgerlichen Familienmodells als Leitbild sind vor allem zwei Entwicklungen zu nennen: Zum einen die Genese des wohlhabenden sowie gebildeten Bürgertums seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, zum anderen tiefgreifende gesellschaftliche Verlagerungen aufgrund der Industrialisierung (vgl. GEIßLER/ MEYER 2014: 415). Stellt man das bürgerliche Familienmodell seinem „Vorläufer“ – dem Ganzen Haus - gegenüber, sind weitreichende Veränderungen festzustellen. War das Ganze Haus neben der Wohnstätte auch zugleich Produktions- und Arbeitsstätte, zeichnete sich das Familienmodell des Bürgertums dadurch aus, dass eine räumliche Trennung dieser beiden Bereiche erfolgte sowie familienfremde Personen ausgeschlossen wurden und dadurch ein Privatraum entstand (vgl. BURKART 2008: 122). Es wurde somit eine klare Grenze zur Außenwelt gezogen und die Familie wurde zu einer gesonderten, intimen sozialen Einheit, da erst mit der räumlichen Absonderung sowie durch Ausschluss familienexterner Personen eine Isolierung der eigentlichen Familie möglich war. Mit der Auslagerung der Produktion aus dem Familienbereich veränderten sich zugleich auch die Zuständigkeiten der Familienmitglieder.

Waren im Ganzen Haus alle Haushaltsmitglieder – ergo auch Frauen beziehungsweise Mütter - gleichwertig in die Produktion mit eingebunden, erfolgte nach der Trennung eine Polarisierung der Geschlechterrollen (vgl. PEUCKERT 2012: 14). Das heißt, dass die verschiedenen Zuständigkeiten der beiden Lebensbereiche Wohnstätte und Arbeitsplatz je einem Geschlecht übertragen wurden. Der Mann als Familienoberhaupt und Ernährer war zuständig für die Berufsarbeit und somit für die finanzielle Sicherheit, die Frau hingegen widmete sich voll und ganz dem familialen Binnenraum (vgl. RERRICH 1990: 40). Die Erwerbstätigkeit der Frau wurde nur noch im Notfall akzeptiert; allenfalls ein Zuverdienst durch voreheliche Erwerbsarbeit war ihnen zugestanden (vgl. HAUSEN 2012: 203). Diese Tatsache führte zu veränderten Geschlechterverhältnissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Einleitung in den Wandel der Familienstrukturen und Problemstellung bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

2. Begriffsexplikation: Definition der zentralen Begriffe „Familie“ und „Innerfamiliale Arbeitsteilung“ zur Vermeidung von Interpretationsschwierigkeiten.

3. Historischer Rückblick: Untersuchung der Entwicklung des bürgerlichen Familienmodells seit dem 18. Jahrhundert und der daraus resultierenden Geschlechterrollen.

4. Die Individualisierungsthese von Ulrich Beck als Erklärungsansatz innerfamilialer Arbeitsteilung: Analyse, wie Modernisierungsprozesse die traditionellen Bindungen und die Aufteilung der Arbeit innerhalb von Familien beeinflussen.

5. Familienpolitische Rahmenbedingungen: Darstellung politischer Maßnahmen und deren Einfluss auf die partnerschaftliche Verteilung von Familien- und Erwerbsarbeit.

6. Die gegenwärtige Situation von Männern und Frauen im Spannungsfeld von Familie und Beruf: Empirische Untersuchung aktueller Einstellungen und des tatsächlichen Verhaltens bei der Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit.

6. Fazit – Traditionell oder egalitär?: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der Frage nach der Realität partnerschaftlicher Arbeitsteilung.

Schlüsselwörter

Familiensoziologie, innerfamiliale Arbeitsteilung, Geschlechterrollen, bürgerliches Familienmodell, Individualisierung, Ulrich Beck, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbsbeteiligung, Genderdebatte, Sorgearbeit, Rollenverteilung, Haushaltsführung, Elternzeit, Modernisierungsprozesse, Retraditionalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie Männer und Frauen in modernen deutschen Familien Erwerbs- und Familienarbeit aufteilen und inwieweit das Ziel einer partnerschaftlichen bzw. egalitären Arbeitsteilung tatsächlich erreicht wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem historischen Wandel der Familie, den Auswirkungen der Individualisierungstheorie, familienpolitischen Rahmenbedingungen sowie der Diskrepanz zwischen modernen Einstellungen und tatsächlicher Praxis.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, wie Männer und Frauen heute Familie und Beruf vereinbaren und ob sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen die Beteiligung an Haus- und Erwerbsarbeit tatsächlich egalitär verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf umfangreicher Fachliteratur sowie der Auswertung empirischer Studien und Daten (z.B. Allbus, OECD-Berichte, DJI-Untersuchungen) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick, die theoretische Fundierung durch Ulrich Beck, die Analyse familienpolitischer Maßnahmen sowie eine umfassende Betrachtung der gegenwärtigen Situation anhand aktueller Einstellungs- und Zeitverwendungsdaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind „Innerfamiliale Arbeitsteilung“, „Individualisierung“, „Retraditionalisierung“, „Vereinbarkeit“ und „Geschlechterrollen“.

Welche Rolle spielt die Individualisierungsthese nach Beck für die Argumentation?

Ulrich Becks Theorie dient als Erklärungsansatz dafür, warum trotz gesellschaftlicher Freisetzung und gestiegener Handlungsspielräume für Frauen keine automatische Gleichstellung in der Arbeitsteilung erfolgte, sondern neue Spannungsfelder entstanden.

Warum wird die Geburt eines Kindes als „Zäsur“ bezeichnet?

Die Daten zeigen, dass nach der Familiengründung oft eine „Retraditionalisierung“ einsetzt, bei der Frauen ihre Erwerbstätigkeit reduzieren, während Männer meist in Vollzeit verbleiben, wodurch die ungleiche Arbeitsteilung manifestiert wird.

Final del extracto de 54 páginas  - subir

Detalles

Título
Männer und Frauen zwischen Familie und Beruf. Die Entwicklung der Arbeitsteilung
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
1,3
Autor
Stefanie Ertl (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
54
No. de catálogo
V378185
ISBN (Ebook)
9783668554870
ISBN (Libro)
9783668554887
Idioma
Alemán
Etiqueta
Familie Arbeitsteilung Geschlecht Männer Frauen Beruf
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefanie Ertl (Autor), 2017, Männer und Frauen zwischen Familie und Beruf. Die Entwicklung der Arbeitsteilung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378185
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  54  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint