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Sicherheit und Staatlichkeit. Essay zu "Security - A New Framework for Analysis" von Buzan, de Wilde und Wæver

Título: Sicherheit und Staatlichkeit. Essay zu "Security - A New Framework for Analysis" von Buzan, de Wilde und Wæver

Ensayo , 2011 , 16 Páginas , Calificación: 5.5

Autor:in: Anonym (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Buzan, Waever und de Wilde geht es um eine "Rekonzeptualisierung" der Security Studies, die eine Teildisziplin der Internationalen Beziehungen bilden. Die Security Studies haben gemäss den Autoren aber nicht nur eine militärisch-politische Dimension, sondern weisen auch enge Bezüge zum Wirtschafts- oder Umweltbereich auf.

Die wissenschaftliche Debatte, die sich an der scheinbaren Gegensätzlichkeit zwischen "traditionalistischen" sowie reformistischen Positionen entzündete, nahm einerseits im Kalten Krieg mit dem eng ausgelegten Sicherheitsterminus des nuklear-militärischen Mächtegleichgewichts ihren Anfang. Dieser belässt nämlich die oben erwähnten Bereiche akademisch unterbeleuchtet.

Andererseits gewinnt seit den 1970er Jahren auch die "rationalistische" Interdependenztheorie Keohanes zusehends an Bedeutung, wonach eben Staaten nicht mehr ausschliesslich nach Macht streben und ihre militärischen Kapazitäten ausbauen. Vielmehr rücken jene Anliegen ins Zentrum, die die Staaten in einem anarchischen Umfeld deshalb zur "allseitig nützlichen Kooperation" in zahlreichen Themenfeldern drängen, weil diese zusehends zusammenhängen.

In einem ersten Schritt soll näher auf die Kernaussagen eingegangen werden, bevor in einem zweiten eine kurze Kritik mit Verweisen zu externen Ausschnitten erfolgt. Zuerst geht es jedoch darum, die Ausführungen der Autoren im Rahmen einer Kontextualisierung zu verordnen, wobei diese unter dem Abschnitt 2.5 um die Komponente der internationalen Ebene komplettiert werden soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick

2. Rekonzeptualisierung der Security Studies – Konstruktivismus

2.1 Gewalt und Krieg nicht mehr als alleinige Forschungsobjekte

2.2 Endogener Sicherheitsbegriff mit positivem Vorzeichen – Sicherheit als Konstrukt

2.3 Drei Einflussfaktoren wechselseitiger Aushandlungsprozesse

2.4 Typen von Verständigungsprozessen und Sicherheitsbegriff mit negativem Vorzeichen

2.5 Gesamtzusammenhang – Internationale Beziehungen und Sicherheit

2.6 Bedrohungen der inneren und äusseren Berechtigungsgrundlage – Verwundbarkeiten

3. Interne und externe Kritik – Radikaler Konstruktivismus?

4. Rückblick

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Rekonzeptualisierung der "Security Studies" durch die Kopenhager Schule, wobei das Hauptziel darin besteht, Sicherheit nicht als objektiven Zustand, sondern als intersubjektiv konstruiertes Ergebnis politischer Diskurse zu begreifen. Die Forschungsfrage untersucht, wie gesellschaftliche Akteure mittels Sprache und spezifischer Transferprozesse Bedrohungen definieren und wie diese Prozesse sowie deren theoretische Grenzen – insbesondere im Kontext politischer Machtstrukturen – kritisch zu bewerten sind.

  • Konstruktivistische Sicherheitsanalyse versus traditionalistisches Militärverständnis
  • Prozess der "Securitization" (Transfer von Themen in den Sicherheitsbereich)
  • Rolle von Sprache, Akteuren und autoritätsbestimmtem Sozialkapital im Diskurs
  • Kritische Reflexion der theoretischen Stabilität und Anwendbarkeit des Analyserahmens

Auszug aus dem Buch

2.2 Endogener Sicherheitsbegriff mit positivem Vorzeichen – Sicherheit als Konstrukt

Um diese Frage letztlich beantworten zu können, ist es hilfreich, zu Beginn einen Blick auf einen tref fend formulierten Einstiegssatz zu werfen. Hier nehmen die Autoren in einer allgemeinen Art und Weise vorweg, was sie unter Sicherheit verstehen und im späteren Verlaufe des Textes in Fragmente zerlegen: Die Sicherheit nämlich als „. . . special kind of politics [Hervorhebung durch Autor] or as above politics . . .“ (S. 21). Diese Aussage ist nun in zweierlei Hinsicht besonders interessant. Erstens wird ersichtlich, dass Sicherheit nicht zu irgendeinem Politikbegriff, sondern zu eben jenem der „politics“ einen engen Nexus aufweist. Und zweitens wirkt dieser Terminus öffnend, indem nicht aus schliesslich militärische Aspekte mit Sicherheit verbunden sein müssen, sondern im Rahmen der „politics“ auch alternative Bereiche in jenen der Sicherheit übertragen werden können.

Der Begriff der Sicherheit ist zuerst einmal ein referentieller. Anfangs vollkommen inhaltsleer, ge winnt er nach und nach dann an Kontur und Fülle, wenn Akteure einen äusseren Impuls als „existentiell Bedrohung“ erachten und nicht, weil eine Gefahr per se, also eigenständig, von „politics“ voll ends losgelöst, existiert (S. 24). Erst in einem „konstruktiven Diskurs“ wird Sicherheit zu Sicherheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick: Einführung in die Thematik der Rekonzeptualisierung und die methodische Vorgehensweise des Essays.

2. Rekonzeptualisierung der Security Studies – Konstruktivismus: Detaillierte Darlegung des konstruktivistischen Ansatzes, der Sicherheit als intersubjektiven Prozess begreift, inklusive der Analyse von Einflussfaktoren und Transfermechanismen.

3. Interne und externe Kritik – Radikaler Konstruktivismus?: Kritische Auseinandersetzung mit dem Analyserahmen der Kopenhager Schule anhand von drei zentralen Einwänden zur theoretischen Konsistenz und Anwendbarkeit.

4. Rückblick: Synthese der Kernaussagen und abschließende Würdigung der Bedeutung der Sicherheitsdebatte als politischer Diskurs.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Referenzen.

Schlüsselwörter

Sicherheit, Staatlichkeit, Konstruktivismus, Security Studies, Kopenhager Schule, Securitization, Politisierung, Diskursanalyse, Interdependenztheorie, Bedrohungsperzeption, Internationale Beziehungen, Machtbeziehungen, Sozialkapital, Intersubjektivität, Analyse-Rahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Neuausrichtung der Sicherheitsforschung (Security Studies) und untersucht, wie Sicherheit als Ergebnis sozialer Konstruktionsprozesse verstanden werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Übergang von militärzentrierten Sichtweisen hin zu einer diskursiven Analyse, die Rolle politischer Akteure und die Dynamik zwischen Sicherheit und gesellschaftlichen Interessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erläuterung des "Securitization"-Konzepts und die kritische Prüfung, inwieweit dieses Modell komplexe internationale und innerstaatliche Sicherheitsphänomene präzise erfassen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer deskriptiven Darstellung des Analyserahmens der Kopenhager Schule basiert, ergänzt durch eine kritische Reflexion und externe theoretische Vergleiche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definition von Sicherheit als "Sprechakt", die drei vereinfachenden Bedingungen (Sprachgebrauch, Sozialkapital, Bedrohungseigenschaften) sowie die Auswirkungen auf internationale Beziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Securitization, Konstruktivismus, Politisierung, politischer Diskurs und Sicherheit als Wahrnehmungskonstrukt.

Wie definiert der Autor das Verhältnis zwischen Panzer und Gefahr?

Der Autor argumentiert, dass physische Objekte wie Panzer nicht automatisch eine Bedrohung darstellen, sondern erst durch einen intersubjektiven Aushandlungsprozess im politischen Diskurs als solche konstruiert werden müssen.

Was bedeutet das Konzept des "autoritätsbestimmenden Sozialkapitals"?

Es beschreibt den Einflussfaktor, wonach die Wahrnehmung eines Akteurs als kompetent durch das politische Publikum maßgeblich darüber entscheidet, ob ein Transfer-Vorstoß als existenzielle Gefahr anerkannt wird.

Warum wird die Anwendung auf nicht-demokratische Regime hinterfragt?

Der Autor diskutiert, ob der Analyserahmen nur in Demokratien funktioniert, da in autokratischen Systemen die Abgrenzung zwischen politischer Sicherheit und bloßer Machterhaltung durch den Herrscher schwieriger zu treffen ist.

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Detalles

Título
Sicherheit und Staatlichkeit. Essay zu "Security - A New Framework for Analysis" von Buzan, de Wilde und Wæver
Universidad
University of Luzern
Calificación
5.5
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
16
No. de catálogo
V378249
ISBN (Ebook)
9783668556362
ISBN (Libro)
9783668556379
Idioma
Alemán
Etiqueta
Politikwissenschaften Internationale Beziehungen Security Studies Konstruktivismus Rekonzeptualisierung Sicherheitsbegriff Kopenhager Schule Intersubjektivität Politischer Diskurs Erweiterter Sicherheitsbegriff Sicherheitspolitik Sicherheitspolitik in neuen Dimensionen Nichtstaatliche Akteure Internationale Sicherheit Theorie der Internationalen Beziehungen Konzeptualisierung Erweitert Nichtstaatlich Strategic Studies Weltbild Weltordnung Grundelemente der internationalen Politik Aussenpolitik Rahmenwerk Kognition Wahrnehmung Einteilung Methodik staatlich Kognitive Psychologie Referenztheorie SSR Security Sector Reform Theoriedebatte Komplexität Traditionalisten politisch-militärisch sozial ökonomisch Agenda New Security Studies International Political Economy Regionale Sicherheit Sicherheitsarchitektur Sicherheitsverständnis
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Anonym (Autor), 2011, Sicherheit und Staatlichkeit. Essay zu "Security - A New Framework for Analysis" von Buzan, de Wilde und Wæver, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378249
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