In diesem Essay wird versucht, den Begriff des "Erinnerungsortes" nach Pierre Nora zu definieren. Dabei wurde ein Beispiel aus Sachsen herangezogen: Pirna-Sonnenstein.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein >>Erinnerungsort
- Ein »Erinnerungsort«< in Sachsen: Pirna-Sonnenstein
- Die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein im 19. Jahrhundert
- Pirna-Sonnenstein im Nationalsozialismus: Die “Aktion T4”
- Die Aufarbeitung der »Euthanasie«-Verbrechen
- Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
- Der Gedenkbereich
- Die Museumsarbeit der Gedenkstätte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung des Begriffs "Erinnerungsort" im historischen Kontext und veranschaulicht dieses Konzept am Beispiel der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein in Sachsen. Sie zeigt die Entwicklung der Institution vom Ort der Heilung zur Tötungsanstalt im Nationalsozialismus und untersucht die Aufarbeitung der "Euthanasie"-Verbrechen.
- Definition des Begriffs "Erinnerungsort"
- Die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein
- Die "Aktion T4" und die Ermordung von psychisch Kranken und geistig Behinderten
- Die Aufarbeitung der "Euthanasie"-Verbrechen in der DDR und der Bundesrepublik
- Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein als Ort der Erinnerung und der Bewältigung der Vergangenheit
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel befasst sich mit der Definition des Begriffs "Erinnerungsort" und stellt Pierre Noras Konzept des "lieu de mémoire" vor.
- Das zweite Kapitel erzählt die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein von ihrer Eröffnung im Jahr 1811 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
- Das dritte Kapitel beschreibt die Umwandlung der Anstalt in eine Tötungsanstalt im Rahmen der "Aktion T4" durch die Nationalsozialisten.
- Das vierte Kapitel beleuchtet die Aufarbeitung der "Euthanasie"-Verbrechen in der Nachkriegszeit.
- Das fünfte Kapitel beschreibt die Einrichtung und die Arbeit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.
- Das sechste Kapitel zeigt die Bedeutung der Gedenkstätte als Ort der Erinnerung und der Bewältigung der Vergangenheit und deren Rolle bei der Vermittlung von Geschichte an die Öffentlichkeit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Erinnerungskultur, "Euthanasie", Nationalsozialismus, Holocaust, Geschichtsbewusstsein, Gedenkstättenarbeit und Verantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Was definiert einen "Erinnerungsort" nach Pierre Nora?
Ein Erinnerungsort (lieu de mémoire) ist ein Ort, der durch geschichtliche Ereignisse eine symbolische Bedeutung für das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft erlangt hat.
Was geschah in Pirna-Sonnenstein während des Nationalsozialismus?
Die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt wurde im Rahmen der „Aktion T4“ zur Tötungsanstalt für psychisch Kranke und Behinderte umgewandelt.
Was war die "Aktion T4"?
Dies war die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen durch die Nationalsozialisten.
Wie wird die Geschichte in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein aufgearbeitet?
Die Gedenkstätte dient der Erinnerung an die Opfer und leistet Museumsarbeit zur Vermittlung der „Euthanasie“-Verbrechen an die Öffentlichkeit.
Welche Rolle spielt Pirna-Sonnenstein als Erinnerungsort in Sachsen?
Der Ort steht exemplarisch für die Bewältigung der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber den Opfern des NS-Regimes in der Region.
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- Daniela Di Pinto (Autor), 2015, Die Definition des "Erinnerungsortes" mit einem Beispiel aus Sachsen: Pirna-Sonnenstein, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378332