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Der Streit um die Liturgie zwischen Andreas Bodenstein von Karlstadt und Martin Luther 1521-1525

Titre: Der Streit um die Liturgie zwischen Andreas Bodenstein von Karlstadt und Martin Luther 1521-1525

Travail d'étude , 2017 , 35 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Anita Greinke (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Die vorliegende Hausarbeit bildet die Modulabschlussprüfung im Modul C - Wege und Formen des Christseins erkunden. Zu dieser Erkundung gehören auch die beiden Personen Andreas Bodenstein von Karlstadt und Martin Luther, welche die Reformation geprägt haben und somit einen Stellenwert in der christlichen Geschichte erhalten. Durch die Arbeit ist es möglich die historische mit der praktischen Theologie zu verknüpfen. Zum einen wird auf die historischen Entwicklungen der beiden Personen genauer eingegangen, zum anderen aber auch auf die Auswirkungen auf die Praxis, welche sich auch heute noch zeigt. Wer sind diese beiden historischen Figuren, die besonders die evangelische Kirche geprägt haben, aber auch Einfluss auf die katholische ausübten? Martin Luther ist als der große Widersacher der römisch-katholischen Kirche bekannt – doch wer ist Karlstadt? 500 Jahre nach der Reformation findet das Thema um Luther eine große Bedeutung in den Schulen – es ist das Jahr der Reformation – Luther ein großes Thema. Doch gehören nicht noch andere Personen zu diesem Thema? Karlstadt ist heute eher als Verursacher der Wittenberger Unruhen bekannt. Doch kann die Person Karlstadt so weit reduziert werden? Für diese Arbeit sind beide Protagonisten und vor allem ihre soziale Interaktion entscheidend. Die vorliegende Arbeit versucht der eindimensionalen Sicht auf Karlstadt entgegenzuwirken und eine neutrale Sicht auf die Geschehnisse zu gewährleisten. Wie kam es zum Streit – obwohl beide schier für die gleiche Sache kämpften? Worum ging es in diesem Streit?

Um ein umfangreiches Bild gewährleisten zu können, werden zunächst die beiden Reformatoren vorgestellt und das Verhältnis zwischen ihnen bis zum Jahre 1521 analysiert. Anschließend werden erste Merkmale der Differenz zwischen Karlstadt und Luther aufgezeigt, indem Karlstadts neue Rolle während Luthers Zeit auf der Wartburg dargestellt und Luthers Reaktion interpretiert werden. Daraufhin wird der Streit um die Liturgie zunächst definiert und anschließend Kernaspekte untersucht, dabei werden die Argumente beider Reformatoren in dem Zusammenspiel des Streites bewertet. Im Anschluss zeigt diese Arbeit die unmittelbaren, aber auch langfristigen Auswirkungen des Streits auf, so dass neben der historischen auch die praktische Theologie Berücksichtigung findet. Am Ende werden die Ergebnisse zusammengefasst und die aufgeworfenen Fragen beantwortet, dazu werden Schlaglichter auf die Kernaspekte dieser Arbeit geworfen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Verhältnis von Karlstadt zu Luther bis 1521

3 Karlstadts neue Position während Luthers Abwesenheit (1521)

4 Der Streit um die Liturgie und seine Auswirkungen

5 Auswertung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und theologische Dynamik des Streits um die Liturgie zwischen Martin Luther und Andreas Bodenstein von Karlstadt im Zeitraum von 1521 bis 1525, um eine einseitige Sichtweise auf Karlstadt zu überwinden.

  • Historische Entwicklung und persönliche Beziehung zwischen Luther und Karlstadt bis 1521
  • Analyse der theologischen Differenzen im Verständnis der Heiligen Schrift und Kanonizität
  • Untersuchung der Wittenberger Unruhen und Karlstadts Rolle als Reformator
  • Debatte um das Abendmahlsverständnis und die Frage der Realpräsenz Christi
  • Bewertung der Auswirkungen des Abendmahlstreits auf den Protestantismus

Auszug aus dem Buch

2 Das Verhältnis von Karlstadt zu Luther bis 1521

Wer sind diese beiden historischen Figuren? Was hat sie geprägt und wie stehen sie zueinander? In diesem Kapitel werden Geschehnisse bis 1521 betrachtet, da es in diesem Jahr zu einem immensen Einschnitt in das Verhältnis der Reformatoren kam.

Andreas Rudolf Bodenstein ist um das Jahr 1480 herum im fränkischen Städtchen Karlstadt geboren und aufgewachsen. Zu dieser Zeit hat das Kleinbürgertum „zweifellos in der frommen Übung katholischer Bräuche sein Genüge gefunden.“ So reihte sich wahrscheinlich auch Karlstadts Familie in diese Sitte ein, denn durch einige Zeugnisse (mit der Annahme, dass Peter Bodenstein der Vater sei) kann belegt werden, dass die Familie eine geachtete Position in der Bürgerschaft einnahm und der katholischen Kirche treu ergeben war.

Karlstadts enge Verbundenheit und Ehrfurcht vor der katholischen Kirche können aus seinem Zitat aus dem Jahre 1522 „mein Herz ist von Jugend auf in Ehrerbietung und Wohlachtung der Bildnis erzogen und aufgewachsen“ herausgelesen werden. Im Wintersemester 1499/1500 ist Karlstadt an der Erfurter Universität eingeschrieben gewesen (drei Semester bevor sich Martin Luther immatrikuliert hat – wobei keine Nachweise über persönlichen Beziehungen aus dieser Zeit vorhanden sind). Erfurt hatte den Ruf einer Universität, an der der philosophische Neu-Nominalismus unbestritten herrschte und welche als „Pflegestätte des Humanismus“ galt. 1502 erwarb Karlstadt das Bakkalaureat in der Artistenfakultät, 1503 wechselte er von der Erfurter - an die Kölner Universität.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verknüpft historische Entwicklungen mit praktischer Theologie und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen und Auswirkungen des Streits zwischen Karlstadt und Luther.

2 Das Verhältnis von Karlstadt zu Luther bis 1521: Dieses Kapitel zeichnet die Lebenswege der beiden Reformatoren nach und beleuchtet ihre anfänglich enge Verbindung sowie erste Anzeichen theologischer Differenzen.

3 Karlstadts neue Position während Luthers Abwesenheit (1521): Hier wird der Wendepunkt der Beziehung analysiert, der durch Luthers Zeit auf der Wartburg und Karlstadts radikalere Haltung in den Wittenberger Unruhen markiert wurde.

4 Der Streit um die Liturgie und seine Auswirkungen: Dieser Abschnitt untersucht eingehend den Abendmahlstreit, die unterschiedlichen theologischen Argumente zur Realpräsenz und deren Konsequenzen für die Reformation.

5 Auswertung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die aufgeworfenen Fragen und betont die anhaltende Aktualität der fundamentalen theologischen Auseinandersetzungen.

Schlüsselwörter

Reformation, Martin Luther, Andreas Bodenstein von Karlstadt, Abendmahlstreit, Liturgie, Realpräsenz, Wittenberger Unruhen, Theologie, Kirchengeschichte, Abendmahlslehre, Scholastik, Sakrament, Kanonizität, Sündenvergebung, Protestantismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und theologischen Konflikt zwischen Martin Luther und Andreas Bodenstein von Karlstadt im Kontext der Reformation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis der beiden Reformatoren zueinander, die Wittenberger Unruhen, das Verständnis der Heiligen Schrift und insbesondere der Abendmahlsstreit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine differenziertere Sicht auf Karlstadt zu ermöglichen und zu untersuchen, wie es zum Bruch zwischen den ehemals verbündeten Reformatoren kommen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und theologiegeschichtliche Analyse, die primäre und sekundäre Literatur auswertet, um die Entwicklung der Differenzen zwischen Luther und Karlstadt zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die biografischen Hintergründe, die Entfremdung während Luthers Exil, die detaillierte Analyse der Abendmahlslehren beider Akteure und die Auswirkungen des Streits auf die reformatorische Bewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Reformation, Abendmahlstreit, Realpräsenz und das theologische Spannungsfeld zwischen Luther und Karlstadt charakterisiert.

Welche Rolle spielten die "Zwickauer Propheten" für Karlstadt?

Die Zwickauer Propheten beeinflussten Karlstadts radikale Position während Luthers Abwesenheit, was letztlich zum Bildersturm führte und den Konflikt mit Luther verschärfte.

Warum lehnte Karlstadt die leibliche Gegenwart Christi im Abendmahl ab?

Karlstadt befürchtete eine Veräußerlichung des Glaubens und eine Schwächung der persönlichen Verantwortung, weshalb er das Abendmahl als rein sinnbildliche Gedächtnisfeier interpretierte.

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Résumé des informations

Titre
Der Streit um die Liturgie zwischen Andreas Bodenstein von Karlstadt und Martin Luther 1521-1525
Université
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Katholische Theologie)
Cours
Modulabschlussprüfung: Modul C Wege und Formen des Christseins erkunden
Note
3,0
Auteur
Anita Greinke (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
35
N° de catalogue
V378390
ISBN (ebook)
9783668554658
ISBN (Livre)
9783668554665
Langue
allemand
mots-clé
Liturgiestreit Karlstadt Luther
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anita Greinke (Auteur), 2017, Der Streit um die Liturgie zwischen Andreas Bodenstein von Karlstadt und Martin Luther 1521-1525, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378390
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Extrait de  35  pages
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