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Maria, Mutter Jesu. Eine Untersuchung der Darstellung im Lukasevangelium in Analogie zur Darstellung im Qurʼan

Título: Maria, Mutter Jesu. Eine Untersuchung der Darstellung im Lukasevangelium in Analogie zur Darstellung im Qurʼan

Tesis de Máster , 2017 , 82 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anita Greinke (Autor)

Teología - Religión comparativa
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Wer ist Maria? Sowohl in der Bibel wie auch im Qurʼan tritt sie als Mutter Jesu auf – doch wer genau ist sie? Ist sie in beiden Büchern gleich? Wie könnte sie nicht die Gleiche sein? Dass der Islam anders als das Christentum zu Jesus steht ist unumstritten – doch wie steht es um die Mutter? Eine Analyse der Darstellungen Mariens soll darüber Aufschluss geben. Dazu wird zunächst das Lukasevangelium auf Darstellungsaspekte untersucht. Im Erzählkorpus fällt der pointierte Bezug auf die Gestalt Mariens auf, weshalb Lukas Intention klar benannt werden kann: Er möchte Maria in all ihrem Glanz – mit all ihren Facetten und in bunten Farben zeichnen.

Im nächsten Schritt wird dann die Darstellung der Maria im Qurʼan analysiert. Maria ist die einzig benannte Frau im wichtigsten Buch der Muslime, alleine dadurch erhält sie eine besondere Hinwendung. Warum ist Maria so wertvoll für den Islam? Welche Charakterzüge zeichnen sie aus und sind diese vielleicht sogar vorbildlicher Natur?

Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer komparativen Methode, weshalb die beiden Darstellungen einander gegenübergestellt und dabei jeweils respektvoll kritisiert werden. Somit lässt sich bestimmen, dass alle getätigte Aussagen und kritische Befragungen stets als positive Provokation zu verstehen sind: Sie laden ein Gegenüber zur kritischen Diskussion auf dem Forum der Vernunft ein. Bei dieser Gegenüberstellung werden schnell Gemeinsamkeiten festgestellt – aber ebenso schnell enorme Differenzen, die einer genaueren Betrachtung bedürfen: Warum wird die Dynamik Mariens so inkohärent gezeichnet?

Speziell wird der Unterschied in der Freiheit Mariens auffallen, dieser wirkt sich fundamental auf die gesamte Handlungsweise der Protagonistin aus, weshalb gerade diesem Aspekt im weiteren Verlauf eine besondere Aufmerksamkeit zukommen wird. Für eine Untersuchung wird die soteriologische Theologie als Maß genutzt. Doch um überhaupt von Soteriologie sprechen zu können, muss der Begriff geklärt werden – und viel mehr noch: Die Entwicklung bis hin zur Moderne muss aufgezeigt werden.
Denn ist nicht gerade dieser Begriff ein unüberbrückbarer Graben zwischen dem Christentum und dem Islam? All diesen Fragen muss nachgegangen werden, um dann im nächsten Schritt eine gemeinsame Basis für das komparative Gespräch formulieren zu können. Wie sich herausstellen wird, ist gerade der Freiheitsaspekt diese Basis und somit – in Rückkopplung an die Marienbilder – Schlüssel zur Aufklärung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung

2 Die Darstellung Mariens im Lukasevangelium

3 Die Darstellung Mariens im Qurʼan

4 Analogien und Differenzen

5 Die Frage nach Freiheit im Spiegel der Soteriologie

6 Auswertung und Fazit

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht vergleichend die Darstellung Mariens im Lukasevangelium und im Qurʼan, um Gemeinsamkeiten und fundamentale Unterschiede in den Marienbildern herauszuarbeiten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwiefern die unterschiedliche Qualifizierung Mariens als aktive bzw. passive Protagonistin auf divergierende Freiheitskonzepte und soteriologische Grundannahmen des Christentums und des Islam zurückzuführen ist.

  • Analyse der Marienfigur als glaubensstarke Protagonistin bei Lukas
  • Untersuchung der Mariendarstellung als passive, von Gott bestimmte Figur im Qurʼan
  • Gegenüberstellung von Freiheitsbegriffen und deren Auswirkung auf die Handlungsweise
  • Reflexion über Soteriologie und das Sündenverständnis im interreligiösen Dialog

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung Mariens im Lukasevangelium

Für die Untersuchung der neutestamentlichen Darstellung Mariens wurde das Lukasevangelium ausgewählt, da der dritte Evangelist eine stärkere Konzentration auf die Mutter Jesu bündelt. Hier werden besonders die ersten beiden Kapitel untersucht, weil sie sich erheblich von den Evangelien nach Markus und Matthäus unterscheiden und berichten wollen wer Johannes der Täufer und Jesus sind. Dazu beschreiben die ersten zwei Kapitel die Geschehnisse rund um die Geburten jener, wodurch auch ein Schlaglicht auf die Mutter Jesu geworfen wird, wobei auffällt, dass Maria – und nicht Josef die »aktive, führende Rolle« spielt. Ab dem dritten Kapitel – der Darstellung des öffentlichen Lebens Jesu – tritt Maria (wie auch bei Mt) in den Hintergrund. Allerdings finden sich auch dort zwei für diese Arbeit entscheidenden Perikopen: Die von Markus übernommene Perikope über die wahren Verwandten Jesu (V. 8,19ff.) und die (wahrscheinlich) aus dem lukanischen Sondergut stammende Perikope über die Seligpreisung der Mutter Jesu durch eine unbekannte Frau (V. 11,27f.). Sachlogisch ergibt sich die Struktur dieser Arbeit, indem die zwei Textgruppen bei Lukas erörtert werden.

Anhand dieser Erarbeitung kann das Bild der Maria durch die Hände der lukanischen Erzählung mit verschiedenen Nuancen gezeichnet werden: »Maria in der lukanischen Vorgeschichte« und »Maria in der lukanischen Darstellung des öffentlichen Lebens Jesu«. Diese Arbeit erhebt nicht den Anspruch einer ausführlich exegetischen Arbeit, da zu viele Textstellen in den Blick genommen werden, als dass der Rahmen der Arbeit eine ausführliche Exegese erlauben könnte. Exegetische Arbeiten erfolgen immer dann, wenn sie das lukanische Marienbild erhellen können. Auch die Untersuchung, ob einzelne Verse traditionell oder lukanisch sind, wird nur am Rande erwähnt, da die Erkenntnisse aus solchen Untersuchungen keine große Bedeutung für das Verständnis des lukanischen Marienbildes haben. Falls die gesetzten Akzente in Bezug auf Maria in der Tradition enthalten sind, zeigt dies, dass die Person Maria sehr früh das Interesse erweckt und Sympathie hervorgerufen hat. Falls es sich um lukanische Zusätze handelt, unterstreicht dies die Tatsache, dass Lukas ein großes Interesse an Maria hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik ein, hinterfragt die Marienbilder in Bibel und Qurʼan und formuliert die Forschungsfrage nach den Wesenszügen Mariens sowie der Bedeutung von Freiheit und Handlungsspielraum in beiden Religionen.

2 Die Darstellung Mariens im Lukasevangelium: Hier wird Maria als aktive, eigenständige Glaubensgestalt analysiert, deren Handeln durch Freiheit und eine bewusste Einwilligung in die göttliche Verheißung geprägt ist.

3 Die Darstellung Mariens im Qurʼan: Das Kapitel untersucht Maria im Qurʼan als eine von Gott auserwählte, gereinigte und absolut gehorsame Frau, deren Rolle stark passiv durch das göttliche Handeln und die Vorbestimmung definiert ist.

4 Analogien und Differenzen: Dieser Teil fasst die Gemeinsamkeiten, wie die besondere Auszeichnung Mariens, und die gravierenden Unterschiede in der Dynamik – Aktivität bei Lukas versus Passivität im Qurʼan – zusammen.

5 Die Frage nach Freiheit im Spiegel der Soteriologie: Es wird erörtert, wie Freiheit und Erlösung christlich und islamisch konzeptualisiert werden und welche Auswirkungen das Marienbild auf das Verständnis von Sünde und menschlicher Unfreiheit hat.

6 Auswertung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Zusammenfassung, die die Unvereinbarkeit der untersuchten Freiheitskonzepte hervorhebt und die lukanische Maria als ein Modell für handlungsorientierten Glauben interpretiert.

7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Maria, Lukasevangelium, Qurʼan, Soteriologie, Freiheit, Gehorsam, Glaube, Erlösung, Erbsünde, Passivität, Aktivität, Islam, Christentum, Marienbild, Komparative Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Darstellung der Mutter Jesu, Maria, im Lukasevangelium und im Qurʼan, wobei der Fokus auf den theologischen Konzepten von Freiheit und Handlungsspielraum liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die biblische und koranische Exegese, der Vergleich der Marienbiografien, das Verständnis von menschlicher Freiheit sowie die Bedeutung der Soteriologie (Erlösungslehre) in beiden Religionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Maria in beiden Traditionen gezeichnet wird und ob die unterschiedliche Darstellung als aktive oder passive Akteurin auf tiefere soteriologische Differenzen hindeutet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative, interreligiöse Methode, um Texte aus dem Neuen Testament und dem Qurʼan gegenüberzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die lukanische und die koranische Darstellung analysiert, anschließend die Analogien und Unterschiede herausgearbeitet und schließlich die Relevanz der Freiheit im Spiegel christlicher und islamischer soteriologischer Entwürfe diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Maria, Soteriologie, Freiheit, Glaubensgehorsam, Komparative Theologie und christlich-islamischer Dialog beschreiben.

Welche Rolle spielt die »Reinigung« Mariens im Qurʼan für ihre Charakterisierung?

Die im Qurʼan betonte Reinigung wird als göttliche Handlung interpretiert, die Maria von Eigenwillen und Unreinheiten befreit, was in der Arbeit als Zeichen ihrer Passivität gegenüber der göttlichen Bestimmung analysiert wird.

Warum wird die lukanische Maria als Vorbild für die christliche Gemeinde gesehen?

Sie gilt als Vorbild, weil sie aktiv und frei in die göttliche Verheißung einwilligt, Gott vertraut und das Wort Gottes in ihrem Herzen bewahrt, was als Modell für christliche Jüngerschaft dient.

Final del extracto de 82 páginas  - subir

Detalles

Título
Maria, Mutter Jesu. Eine Untersuchung der Darstellung im Lukasevangelium in Analogie zur Darstellung im Qurʼan
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Calificación
1,3
Autor
Anita Greinke (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
82
No. de catálogo
V378391
ISBN (Ebook)
9783668554719
ISBN (Libro)
9783668554726
Idioma
Alemán
Etiqueta
Maria Mutter Jesu Lukasevangelium ´Qur`an Koran
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anita Greinke (Autor), 2017, Maria, Mutter Jesu. Eine Untersuchung der Darstellung im Lukasevangelium in Analogie zur Darstellung im Qurʼan, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378391
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