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Die didaktische Herausforderung einer professionellen Notengebung

Titel: Die didaktische Herausforderung einer professionellen Notengebung

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Wild (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zensuren stellen einen wichtigen Bestandteil des deutschen Bildungssystems dar und sind für die Schüler und Schülerinnen von zukunftsweisender Natur. Immer wieder kommt abewr die Frage auf, ob die Notengebung wirklich "gerecht" sei. Da der Begriff der Gerechtigkeit philosophisch nur sehr schwer zu umreißen und die Frage danach, was gerecht ist, nur schwer zu beantworten ist, wurde der Gerechtigkeitsbegriff durch den Professionalitätsbegriff ersetzt.

Angesichts der beträchtlichen Auswirkungen von Schulnoten auf den Lebens- und Berufsverlauf von Individuen lässt sich die Frage ableiten, wie sich die Notengebung im schulischen Kontext möglichst professionell gestalten lässt. Diese Frage soll im Rahmen der vorliegenden Seminararbeit geklärt werden. Der Fokus soll dabei auf der Leistungsbeurteilung von schriftlichen Tests liegen. Auf die Diskussion, ob den Noten im schulischen System noch eine Berechtigung zu kommt, soll nicht näher eingegangen werden, es soll lediglich herausgestellt werden, wie die Zensurenvergabe im Rahmen des bestehenden Schulbewertungssystems professionell gestaltet werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einbettung

2.1 Definition pädagogische Diagnostik

2.2 Funktionen der pädagogischen Diagnostik

2.3 Formen der pädagogischen Diagnostik

2.4 Methoden der pädagogischen Diagnostik

3. Notengebung als didaktische Herausforderung

3.1 Gütekriterien

3.2 Psychologische Störfaktoren

4. Ansätze zur professionellen Gestaltung der Notengebung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen einer professionellen Notengebung im schulischen Kontext unter Berücksichtigung der pädagogischen Diagnostik, mit dem Ziel, Strategien zur Minimierung psychologischer Störfaktoren und zur Steigerung der Beurteilungsqualität bei schriftlichen Leistungsnachweisen aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Funktionen pädagogischer Diagnostik
  • Gütekriterien für objektive und reliable Leistungsbewertungen
  • Identifikation psychologischer Störfaktoren in der Benotungspraxis
  • Ansätze zur Optimierung der Notengebung durch strukturierte Bewertungsverfahren
  • Verringerung von Notenverzerrungen durch Transparenz und definierte Bewertungskonzepte

Auszug aus dem Buch

3.2 Psychologische Störfaktoren

Vor allem das Gütekriterium der Objektivität wird durch psychologische Störfaktoren beeinträchtigt (Sacher, 2014). So werden Leistungseinschätzungen durch subjektive Einschätzungen wie beispielsweise Vorurteile, Sympathie bzw. Antipathie, dem ersten oder dem letzten Eindruck beeinflusst (Ingenkamp & Lissmann, 2008). Hadley (1995) stellte fest, dass sich Sympathie und Antipathie stark auf die Benotung von Schülern auswirkt. So erhielten 50 % der beliebtesten Schüler bessere Noten als ihre tatsächliche Leistung, während 50 % der unbeliebtesten Schülern unterhalb ihrer tatsächlich erbrachten Leistung beurteilt wurden.

Darüber hinaus wirken individuelle Tendenzen, wie beispielsweise die Tendenz zur Milde, zur Strenge oder zur Mitte einer objektiven Notengebung entgegen (Sacher, 2014; Haag, 2008). Ingenkamp (1995) konstatierte, dass Schüler unterschiedlicher Klassen für dieselbe objektive Testleistung ganz verschieden bewertet werden. Dieses Phänomen kann auf die divergierenden individuellen Bewertungstendenzen zurückgeführt werden. Auch Weiss (1995) stellte fest, dass ein und derselbe Aufsatz mit Werten zwischen Eins und Vier bewertet wurden. Dasselbe Bild ergibt sich bei der Bewertung von Rechenarbeiten, bei der man tendenziell von einer größeren Objektivität ausgeht (Strach & Elliot, 1995; Weiss, 1995).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel thematisiert die weitreichende Bedeutung von Schulnoten für den Lebenslauf und leitet daraus die Notwendigkeit einer professionelleren Gestaltung der Notengebung ab.

2. Theoretische Einbettung: Es werden grundlegende Definitionen, Funktionen sowie verschiedene Formen und Methoden der pädagogischen Diagnostik dargelegt, um das Feld der Leistungsbewertung theoretisch zu verorten.

3. Notengebung als didaktische Herausforderung: Dieses Kapitel behandelt die relevanten Gütekriterien für eine professionelle Benotung und analysiert, wie psychologische Störfaktoren diese in der Schulpraxis negativ beeinflussen können.

4. Ansätze zur professionellen Gestaltung der Notengebung: Hier werden Strategien entwickelt, wie Lehrkräfte durch bewusste Reflexion und strukturierte Bewertungsraster Störfaktoren minimieren und objektivere Beurteilungen erreichen können.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Problematik zusammen und betont die Notwendigkeit eines im Vorfeld fixierten, transparenten und einheitlichen Bewertungssystems für eine professionelle Notenvergabe.

Schlüsselwörter

Pädagogische Diagnostik, Notengebung, Schulnoten, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Psychologische Störfaktoren, Leistungsbeurteilung, Selektionsdiagnostik, Bewertungssystem, Fehlerquellen, Notenreflexiv, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Herausforderung, im deutschen Schulsystem eine professionelle Notengebung zu etablieren, die trotz der Macht von Zensuren wissenschaftlich fundiert und objektiv bleibt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die pädagogische Diagnostik, die klassische Testtheorie, Gütekriterien, psychologische Störfaktoren wie der Halo-Effekt oder Sympathieeffekte sowie Ansätze zur Gestaltung einer transparenten Leistungsbeurteilung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften aufzuzeigen, wie sie durch die Kenntnis von Störfaktoren und die Anwendung strukturierter Bewertungsmuster eine objektivere, reliablere und validere Benotungspraxis entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Seminararbeit, die auf einer umfassenden Analyse und Synthese bestehender empirischer Befunde und fachdidaktischer Literatur zur pädagogischen Diagnostik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Diagnostik, identifiziert spezifische Störfaktoren bei der Zensurenvergabe und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung professioneller Leistungsmessungen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Pädagogische Diagnostik, Gütekriterien, Notengebung, Leistungsbeurteilung und psychologische Störfaktoren bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.

Welchen Einfluss haben psychologische Störfaktoren auf die Note?

Die Arbeit belegt, dass Faktoren wie Sympathie, Vorurteile, der erste Eindruck oder Kontrasteffekte die Noten objektiv verzerrt darstellen können, oft um eine halbe Notenstufe oder mehr.

Warum ist die Anwendung eines Bewertungsschemas so wichtig?

Ein im Vorfeld festgelegtes und transparentes Bewertungssystem zwingt die Lehrkraft zu einer Disziplinierung bei der Korrektur, schließt leistungsfremde Kriterien aus und reduziert dadurch die subjektive Fehleranfälligkeit.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die didaktische Herausforderung einer professionellen Notengebung
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,3
Autor
Anna Wild (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V378475
ISBN (eBook)
9783668555464
ISBN (Buch)
9783668555471
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diagnostik Pädagogische Diagnostik Zensurengebung Notengebung gerechte Notengebung faire Notengebung Schulnoten Leistungsbewertung Klassenarbeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Wild (Autor:in), 2017, Die didaktische Herausforderung einer professionellen Notengebung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378475
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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