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Förderung exekutiver Funktionen im Sportunterricht

Título: Förderung exekutiver Funktionen im Sportunterricht

Trabajo Escrito , 2017 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sebastian Horn (Autor)

Deporte - Psicología deportiva
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Exekutive Funktionen sind übergeordnete kognitive Kontrollfunktionen und eine Schlüsselfunktion für den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern haben. Sie bilden die Grundlage für die Fähigkeit zum logischen Denken und Problemlösen, sowie zur Selbstkontrolle, was sie zu einem wichtigen Faktor für die schulische Leistungsfähigkeit sowie Erfolg im Leben macht. Sich seine Zeit richtig einzuteilen und zu planen, Informationen und Materialien nach Wichtigkeit zu ordnen, das eigene Lernen zu überwachen und Lösungsstrategien in verschiedenen Situationen flexibel anwenden zu können, bestimmt in hohem Maße, wie gut Kinder mit den Anforderungen, die in der Schule und im Erwachsenenleben an sie gestellt werden, zurechtkommen. Die Schuleignung lässt sich anhand der exekutiven Funktionen zuverlässiger Voraussagen als beispielsweise durch die Intelligenz und die exekutiven Funktionen sind während der gesamten Schulzeit für die Lernleistung in Mathematik, Sprache und Naturwissenschaften von entscheidender Bedeutung.

Kinder aus niedrigeren sozialen Schichten kommen im Allgemeinen mit schlechteren Voraussetzungen wie geringerem Vorwissen, weniger Unterstützung bei Lernschwierigkeiten, geringeren finanziellen Ressourcen und meist auch schlechter entwickelten exekutiven Funktionen in die Schule, als Kinder aus höheren sozialen Schichten. Im Laufe der Schulzeit nimmt der Unterschied in der Ausprägung der exekutiven Funktionen eher zu . Gleichzeitig scheinen die exekutiven Funktionen aber besonders stark von einer Förderung profitieren, je schlechter sie ausgebildet sind. Dieser Befund bietet einen Anhaltspunkt, die schulische Leistungsfähigkeit v. a. von benachteiligten SuS in der Schule im Sinne der Chancengerechtigkeit zu fördern.
Kinder die zu Schulbeginn schlecht ausgebildete exekutive Funktionen aufweisen, fallen außerdem häufig durch mangelnde Konzentration, Impulsivität, negatives und antisoziales Verhalten auf. Sie werden in der Folge häufiger bestraft und bekommen auch schlechtere Noten. Verhaltensauffälligkeiten im Rahmen von ADS und ADHS sind außerdem häufig die Folge besonders beeinträchtigter exekutiver Funktionen und stellen Lehrkräfte vor große Herausforderungen.

Die Hausarbeit zeigt den bestehenden Zusammenhang zwischen exekutiven Funktionen und körperlicher Aktivität auf und stellt beispielhaft Möglichkeiten zur Förderung der exekutiven Funktionen im Sportunterricht vor.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung Exekutive Funktionen

3. Einteilung der Exekutiven Funktionen

3.1 Inhibition

3.2 Arbeitsgedächtnis

3.3 Kognitive Flexibilität

4. Entwicklung der exekutiven Funktionen

5. Exekutive Funktionen und körperliche Aktivität

6. Beispiele zur Förderung exekutiver Funktionen im Sportunterricht

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung exekutiver Funktionen für den schulischen Lernerfolg und analysiert, inwiefern gezielte Bewegungs- und Sportangebote im Sportunterricht zur deren Förderung beitragen können, um insbesondere die kognitive Leistungsfähigkeit und das Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern positiv zu beeinflussen.

  • Definition und grundlegende Einteilung exekutiver Funktionen
  • Entwicklungsprozesse exekutiver Funktionen im Kindes- und Jugendalter
  • Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness, Bewegung und kognitiven Kontrollfunktionen
  • Praktische Implementierung von Fördermaßnahmen im Sportunterricht
  • Bedeutung der Förderung für die Chancengerechtigkeit im Bildungskontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Inhibition

Die Inhibition beschreibt die Fähigkeit, Impulse zu unterdrücken bzw. einem starken Drang etwas zu tun, was nicht zur Erreichung persönlicher Ziele dient, zu widerstehen und sich stattdessen situationsangemessen zu Verhalten. Dazu gehört z.B. die Aufmerksamkeit auf die zu bewältigende Aufgabe zu fokussieren und äußere und innere Störreize auszublenden bzw. Handlungen zu vermeiden, die dem aktuellen Ziel entgegenstehen und die Aufgabe diszipliniert zu Ende zu bringen. Außerdem gelingt es uns dadurch, unsere Emotionen zu kontrollieren und automatisierte motorische Reaktionen zu unterdrücken, da der präfrontale Kortex u.a. Verbindungen zu den Mandelkernen, dem Hypothalamus und den Basalganglien besitzt (Diamond, 2016; Kubesch, 2016a, Kubesch, 2007). Die Inhibitionsfähigkeit wird beispielsweise benötigt, wenn Kinder sich auf die von der Lehrkraft gestellte Aufgabe konzentrieren, statt mit der Nachbarin oder dem Nachbarn zu reden oder erst die Hausaufgaben zu erledigen und dabei dem Drang Videospiele zu spielen, zu widerstehen. Im Sport wird sie beispielsweise benötigt, wenn der Gegner plötzlich seine Taktik ändert und man deshalb ebenfalls die eigene momentane Taktik oder auch eingeschliffene Spiel- und Verhaltensweisen zunächst unterdrücken muss, um zu einer situationsangemessenen zu wechseln, sowie Störreize, wie z.B. das Publikum, auszublenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die zentrale Bedeutung der exekutiven Funktionen für den schulischen Lernerfolg und stellt die Relevanz der Thematik für die Chancengerechtigkeit sowie das Wohlbefinden von Schülern heraus.

2. Begriffsbestimmung Exekutive Funktionen: Dieses Kapitel definiert exekutive Funktionen als übergeordnete Regulations- und Kontrollmechanismen, die für zielorientiertes Handeln und logisches Denken unerlässlich sind.

3. Einteilung der Exekutiven Funktionen: Die Unterteilung erfolgt in die drei Kernbereiche Inhibition, Arbeitsgedächtnis und kognitive Flexibilität, welche die Grundlage für komplexere Kompetenzen bilden.

4. Entwicklung der exekutiven Funktionen: Hier wird der langsame Reifungsprozess der entsprechenden Hirnstrukturen von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter beschrieben, inklusive wichtiger Entwicklungsschübe.

5. Exekutive Funktionen und körperliche Aktivität: Das Kapitel belegt den Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness, aerobem Training und der Leistungsfähigkeit exekutiver Funktionen durch wissenschaftliche Studien.

6. Beispiele zur Förderung exekutiver Funktionen im Sportunterricht: Es werden konkrete sportpraktische Spiele und Übungsvariationen vorgestellt, um exekutive Funktionen gezielt im Unterrichtsalltag zu trainieren.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die positiven Effekte von Sport auf die kognitive Entwicklung und plädiert für die Integration entsprechender Fördermaßnahmen in den Schulsport.

Schlüsselwörter

Exekutive Funktionen, Inhibition, Arbeitsgedächtnis, kognitive Flexibilität, Sportunterricht, körperliche Fitness, Selbstregulation, präfrontaler Kortex, Lernleistung, Bewegungsförderung, kognitive Leistungsfähigkeit, Schulentwicklung, Sportpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle exekutiver Funktionen für den schulischen Erfolg und der Frage, wie diese durch sportliche Aktivität im Sportunterricht gezielt gefördert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die kognitive Psychologie (exekutive Funktionen), die Neurobiologie der Hirnentwicklung sowie die Sportpädagogik als Interventionsbereich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch sportunterrichtliche Maßnahmen die kognitive Kontrolle und Selbstregulation von Schülern verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller neurowissenschaftlicher und sportwissenschaftlicher Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Funktionen, deren Entwicklung, den Einfluss von körperlicher Aktivität und praktische Anwendungsbeispiele für den Sportunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen exekutive Funktionen, Inhibition, Arbeitsgedächtnis, kognitive Flexibilität und Sportunterricht.

Welchen Einfluss hat das Alter auf die Wirksamkeit der Förderung?

Studien deuten darauf hin, dass gezielte Interventionen besonders in bestimmten Entwicklungsphasen wirksam sind, wobei auch individuelle Unterschiede und der jeweilige Entwicklungsstand der Schüler eine Rolle spielen.

Wie unterscheidet sich die Wirkung von kurzfristiger Bewegung zu langfristigem Training?

Während kurzfristige Belastung akute Aufmerksamkeitseffekte haben kann, führt regelmäßiges Training langfristig zu nachhaltigen Anpassungen der Hirnleistung und verbesserten exekutiven Funktionen.

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Detalles

Título
Förderung exekutiver Funktionen im Sportunterricht
Universidad
University of Leipzig
Calificación
1,3
Autor
Sebastian Horn (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V379263
ISBN (Ebook)
9783668563612
ISBN (Libro)
9783668563629
Idioma
Alemán
Etiqueta
förderung funktionen sportunterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Horn (Autor), 2017, Förderung exekutiver Funktionen im Sportunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379263
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