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Implikationen der aktuellen sektorübergreifenden regulatorischen Maßnahmen auf bestehende Geschäftsmodelle in der Versicherungsbranche und Ableitung von zukünftigen Potenzialen an der Kundenschnittstelle

Título: Implikationen der aktuellen sektorübergreifenden regulatorischen Maßnahmen auf bestehende Geschäftsmodelle in der Versicherungsbranche und Ableitung von zukünftigen Potenzialen an der Kundenschnittstelle

Tesis (Bachelor) , 2017 , 129 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Tobias Schmidt (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Resumen Extracto de texto Detalles

Seit der Jahrtausendwende sind die Finanzmärkte in umfangreichem Rahmen reguliert worden. Nach der Finanzkrise 2007/ 2008 fand eine weitere Verschärfung der regulatorischen Maßnahmen statt. Derzeit befinden sich innerhalb der Versicherungsbranche drei richtungsweisende Initiativen auf Basis europäischer Gesetzgebung in der Umsetzungsphase. Die Implementierung dieser Initiativen stellt die Versicherungsbranche vor komplexe Herausforderungen. Neben der Durchsetzung der Maßnahmen belastet die Branche derzeit auch die Verzögerung der Umsetzung. Hierdurch bedingt sieht sich die Versicherungsbranche derzeit gezwungen mit reinen Hypothesen arbeiten zu müssen, da teilweise konkrete finalisierte Anforderungen fehlen. Resultierend daraus agieren einige Marktteilnehmer lediglich mit der Zielsetzung einer Mindestumsetzung.

Schließlich fordern die Regulierungen nicht nur die Versicherungsbranche, sondern schaden auch den eigentlichen Profiteuren der Regulierungsinitiativen – den Kunden der Branche. Es konnte bspw. nachgeweisen werden, dass sich die Interessenkonflikte aus Beratersicht, bedingt durch die hohen Anforderungen der Europäischen Union, verstärken. Aufgrund der steigenden Betriebsaufwendungen entwickelt sich ein Verkaufsdruck in der Versicherungsbranche, damit auch zukünftig die operativ erwirtschafteten Erträge konstant gehalten oder ausgebaut werden können. Dies führt zu einer subjektiven Beratungsleistung. Diese Entwicklung stellt einen sich wiederholenden Kreislauf dar.

In Anbetracht der zwiespältigen Diskussion um die Intensität der Finanzmarktregulation kann diese Erkenntnis eine zentrale Stellung einnehmen. Es ist von großer Bedeutung, dass die Regulierung der Europäischen Union die Verstärkung der Interessenkonflikte als Ziel ausgibt. Dies kann lediglich durch eine geminderte Anzahl an Initiativen und Vorhaben gelingen. Sofern sie diesen Ansatz nicht umsetzt, wird die Beratungsleistung keineswegs objektiver werden. Die Europäische Union verschlechtert auf diese Weise die Ist-Situation, so dass es erneut einer weiteren Regulierung ergibt. Langfristig kann diese fehlgeleitete Entwicklung Marktteilnehmer verdrängen bzw. eine Unterversorgung der Gesellschaft an Versicherungsprodukten zur Folge haben.

Die zukünftig verabschiedeten Initiativen der gesetzgebenden Institutionen stellen weiteren Forschungsbedarf dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage

1.3 Vorgehensweise

2 Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Europäischen Union

3 Methoden des Staates zur Steuerung des Versicherungsmarktes

4 Durchgeführte Regulierungsmaßnahmen in der Versicherungsbranche

4.1 Markets in Financial Instruments Directive I

4.1.1 Zusammenfassung der Richtlinie

4.1.2 Nationale Umsetzung

4.1.3 Wirkungen auf die Versicherungsbranche

4.2 Insurance Mediation Directive

4.2.1 Zusammenfassung der Richtlinie

4.2.2 Nationale Umsetzung

4.2.3 Wirkungen auf die Versicherungsbranche

4.3 Das Aufwands-/ Ertragsverhältnis verschlechtert sich

5 Geplante Regulierungsmaßnahmen für die Versicherungsbranche

5.1 Markets in Financial Instruments Directive II

5.1.1 Zielsetzungen der Richtlinie

5.1.2 Nationale Umsetzung

5.1.3 Mögliche Auswirkungen

5.1.4 Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle

5.1.5 Chancen bei einer frühzeitigen Implementierung

5.2 Packaged retail insurance-based investment products

5.2.1 Zielsetzungen der Verordnung

5.2.2 Nationale Umsetzung

5.2.3 Mögliche Auswirkungen

5.2.4 Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle

5.2.5 Chancen bei einer frühzeitigen Implementierung

5.3 Insurance Distribution Directive

5.3.1 Zielsetzungen der Richtlinie

5.3.2 Nationale Umsetzung

5.3.3 Mögliche Auswirkungen

5.3.4 Integration in die bestehenden Geschäftsmodelle

5.3.5 Integration in neue Geschäftsmodelle

5.3.6 Chancen bei einer frühzeitigen Implementierung

5.4 Das Aufwands-/ Ertragsverhältnis verschlechtert sich

6 Überprüfung der Akzeptanz in der Bevölkerung für die Inanspruchnahme einer Honorarberatung - Empirischer Teil

6.1 Quantitative versus qualitative Sozialforschung

6.2 Auswirkungen von Vergütungsstrukturen im Nachfrageverhalten nach Finanzdienstleistungen

6.2.1 Untersuchungsdesign der quantitativen Forschung

6.2.2 Durchführung der Untersuchung

6.2.3 Ergebnis

6.2.4 Analyse der Ergebnisse

6.3 Die Versicherungsbranche bewegt sich in dynamischen Märkten und evaluiert ihre Geschäftsmodelle

6.3.1 Untersuchungsdesign der qualitativen Forschung

6.3.2 Durchführung des Interviews

6.3.3 Ergebnis

7 Ableitung von zukünftigen Potenzialen der Versicherungsbranche an der Kundenschnittstelle

8 Zusammenfassung

9 Handlungsempfehlungen

10 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen aktueller und geplanter regulatorischer Maßnahmen der Europäischen Union auf bestehende Geschäftsmodelle innerhalb der Versicherungsbranche. Das primäre Ziel ist es, das komplexe Ineinandergreifen dieser Initiativen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation zu bewerten, um schließlich Potenziale für eine zukunftsfähige Ausrichtung an der Kundenschnittstelle abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet hierbei: "Inwiefern schadet die Regulation der Versicherungsbranche?"

  • Analyse europäischer Regulierungsvorhaben (u.a. MiFID I/II, IMD, IDD, PRIIPs)
  • Untersuchung der betrieblichen und vertrieblichen Auswirkungen auf Versicherungsunternehmen
  • Empirische Überprüfung der Akzeptanz von Honorarberatung in der Bevölkerung
  • Evaluation von Geschäftsmodellen im Kontext veränderten Konsumverhaltens und Digitalisierung
  • Ableitung zukünftiger Potenziale für eine wettbewerbsfähige Kundenschnittstelle

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Wirkungen auf die Versicherungsbranche

MiFID fokussiert sich lediglich auf die Wertpapierfirmen und wirkt sich daher nur geringfügig auf die Versicherungsbranche aus. Die Wertpapierfirmen richten mit der Implementierung und nationalen Umsetzung einige Organisationseinheiten neu aus. „Durch MiFID sind nicht nur starke Auswirkungen auf die Vertriebsstrukturen, sondern auch auf die Compliance-Funktion zu spüren.“ Mit der praktischen Umsetzung befassen sich die „Abteilungen Compliance, Risk Management, Operations (…) und IT, (...)“ um ihre Prozesse gesetzeskonform anzupassen. Es besteht ein Anpassungsbedarf im Beratungsprozess. Das Beratungsprotokoll für die Finanzinstrumente und die dazugehörigen persönlichen Prüfungen des Anlegers sind zu implementieren. Die Dokumentation, Aufzeichnung und Archivierung sämtlicher durchgeführter Tätigkeiten stellen einen großen Kosten- und Zeitfaktor dar und sind Aufwandstreiber. Eine größere Ertragsposition steht dem gestiegenen Aufwand nicht direkt gegenüber. Die aufgebrachte Zeit für eine sachgemäße Bestandsaufnahme und den Erhalt von Information für eine Anlage verringert folglich die Marge der Wertpapierfirmen und der Vermittler für Finanzinstrumente. Dies führt im Ergebnis zu Rentabilitätseinbußen. Um die Einnahmen bzw. die Ertragslage konstant halten zu können, benötigen sowohl die Anlageberater als auch die Wertpapierfirmen eine deutlich höhere Abschlussquote. Hierdurch entsteht unmittelbar ein Erfolgsdruck, da die Berater ihre Erträge je Abschluss erhöhen oder alternativ eine höhere Anzahl von Abschlüssen erzielen müssen. Die Bedeutsamkeit der MiFID-Richtlinie wird sich im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung noch deutlicher zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung, die Forschungsfrage sowie die Vorgehensweise der Thesis im Kontext regulatorischer Maßnahmen der Versicherungswirtschaft vor.

2 Gesetzgebungsverfahren innerhalb der Europäischen Union: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Instrumente der Gesetzgebung durch die Organe der Europäischen Union.

3 Methoden des Staates zur Steuerung des Versicherungsmarktes: Hier werden die Gründe und theoretischen Grundlagen für staatliche Eingriffe in den Versicherungsmarkt dargelegt.

4 Durchgeführte Regulierungsmaßnahmen in der Versicherungsbranche: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung bereits implementierter Richtlinien wie MiFID I und IMD sowie deren Auswirkungen.

5 Geplante Regulierungsmaßnahmen für die Versicherungsbranche: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Initiativen wie MiFID II, PRIIPs und IDD sowie deren Herausforderungen und Chancen.

6 Überprüfung der Akzeptanz in der Bevölkerung für die Inanspruchnahme einer Honorarberatung - Empirischer Teil: Die empirische Forschung untersucht mittels quantitativer und qualitativer Methoden das Nachfrageverhalten und die Einstellung zur Honorarberatung.

7 Ableitung von zukünftigen Potenzialen der Versicherungsbranche an der Kundenschnittstelle: Basierend auf den Analysen werden Potenziale an der Kundenschnittstelle, insbesondere unter Berücksichtigung der Digitalisierung, aufgezeigt.

8 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden strukturiert zusammengefasst.

9 Handlungsempfehlungen: Es werden praxisnahe Empfehlungen für Akteure der Branche im Umgang mit regulatorischem Druck gegeben.

10 Fazit: Das Fazit reflektiert die Beantwortung der Forschungsfrage und bewertet die Auswirkungen der Regulation kritisch.

Schlüsselwörter

Versicherungsbranche, Regulierung, Europäische Union, MiFID, IDD, PRIIPs, Honorarberatung, Provisionsberatung, Kundenschnittstelle, Anlegerschutz, Compliance, Digitalisierung, Versicherungsvermittlung, Geschäftsmodelle, Interessenkonflikte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen sektorübergreifender regulatorischer Maßnahmen der Europäischen Union auf bestehende Geschäftsmodelle in der Versicherungsbranche und leitet zukünftige Potenziale an der Kundenschnittstelle ab.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die europäische Gesetzgebung, die Steuerung des Versicherungsmarktes, die Analyse durchgeführter und geplanter Regulierungsinitiativen sowie die empirische Untersuchung der Kundenakzeptanz von Honorarberatung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse des Ineinandergreifens regulatorischer Initiativen und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation. Die zentrale Forschungsfrage lautet: "Inwiefern schadet die Regulation der Versicherungsbranche?"

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit regulatorischen Rahmenbedingungen mit einer empirischen Forschung, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage und einer qualitativen Expertenbefragung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Details der EU-Richtlinien (MiFID I/II, IMD, IDD, PRIIPs), den Auswirkungen auf Betriebs- und Vertriebsaufwand sowie der Evaluation von Geschäftsmodellen durch eine Experteninterviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Versicherungsregulierung, Anlegerschutz, Honorarberatung, Kundenschnittstelle, Compliance, Digitalisierung und Interessenkonflikte geprägt.

Wie bewertet der befragte Experte Axel Kirchhoff die aktuelle Regulierungssituation?

Herr Kirchhoff sieht die hohe Anzahl an kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen kritisch, da sie die Branche vor große Herausforderungen stellt und teilweise nur eine "Mindestumsetzung" zulässt, anstatt echte Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den "geschlossenen Kreislauf"?

Der Autor argumentiert, dass die Regulation zu einem höheren Verkaufsdruck führt, der wiederum subjektivere Beratung zur Folge hat, was bei den Gesetzgebern zu noch schärferer Regulierung führt – ein destruktiver Kreislauf.

Final del extracto de 129 páginas  - subir

Detalles

Título
Implikationen der aktuellen sektorübergreifenden regulatorischen Maßnahmen auf bestehende Geschäftsmodelle in der Versicherungsbranche und Ableitung von zukünftigen Potenzialen an der Kundenschnittstelle
Universidad
University of Applied Sciences Köln RFH
Calificación
1,3
Autor
Tobias Schmidt (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
129
No. de catálogo
V379350
ISBN (Ebook)
9783668607149
ISBN (Libro)
9783668607156
Idioma
Alemán
Etiqueta
Regulierung Vertrieb Kundenschnittstelle Versicherungen Geschäftsmodelle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Schmidt (Autor), 2017, Implikationen der aktuellen sektorübergreifenden regulatorischen Maßnahmen auf bestehende Geschäftsmodelle in der Versicherungsbranche und Ableitung von zukünftigen Potenzialen an der Kundenschnittstelle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379350
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