Haftung des GmbH-Geschäftsführers


Bachelorarbeit, 2017

47 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

II
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung ... 1
B. Deliktische Haftung ... 2
I. Haftung aus § 823 I BGB ... 3
1. Meinungsstand zu Verkehrssicherungspflichten ... 3
2. Stellungnahme ... 4
II. Haftung aus § 823 II BGB ... 5
1. § 264 StGB - Subventionsbetrug ... 5
2. §§ 263, 266 StGB - Betrug und Untreue ... 5
3. § 266a StGB - Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen ... 6
4. § 41 GmbHG - Buchführung ... 6
5. § 15a I InsO - Insolvenzverschleppung ... 7
6. Weitere Vorschriften ... 8
III. Haftung aus § 826 BGB ... 8
IV. Zwischenfazit ... 8
C. Innenhaftung ... 9
I. § 43 GmbHG ... 9
1. Sorgfaltspflichten ... 10
2. Treuepflichten ... 11
3. Beispiele für die Verletzung von Verhaltenspflichten ... 12
4. Kausaler Schaden, Verschulden, Beweislast ... 12
II. § 64 GmbHG ... 13
1. Masseschmälernde Zahlungen ... 13
2. Verschulden, Darlegungs- und Beweislast ... 14
D. Außenhaftung ... 15
I. Vertretung ohne Vertretungsmacht ... 15
1. Überschreitung der Vertretungsbefugnis ... 15
a) Ermächtigung durch gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer ... 16
b) Ermächtigung durch Gesellschafterbeschluss ... 17
c) Nachträgliche Genehmigung ... 19
aa) Nachträgliche Genehmigung durch andere Geschäftsführer ... 19
bb) Nachträgliche Genehmigung durch Gesellschafterbeschluss ... 19
2. Rechtsfolgen ... 20
II. Rechtsscheinhaftung ... 23

III
1. Kritik ... 25
2. Stellungnahme ... 26
III. Haftung aus Verschulden bei Vertragsverhandlungen - culpa in contrahendo ... 27
1. Wirtschaftliches Eigeninteresse - Procurator in rem suam ... 28
2. Inanspruchnahme besonderen persönlichen Vertrauens ... 31
3. Neuer Lösungsansatz ... 34
IV. Prospekthaftung ... 35
V. Besonderheiten im Gründungsstadium ... 36
1. Handelnde ... 37
2. Vertretungsmacht ... 38
3. Erlöschen der Haftung ... 38
4. Regress ... 39
E. Zusammenfassung ... 40

IV
Literaturverzeichnis
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VII
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1
A. Einleitung
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist die beliebteste Rechtsform
aufstrebender Unternehmer in Deutschland. Im Jahr 2015 wurde sie von 41 %
aller deutschen Unternehmensgründer gewählt.
1
Eine GmbH ist eine juristische
Person des deutschen Rechts, die zu den Kapitalgesellschaften gehört und
unterliegt den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit
beschränkter Haftung (GmbHG), welches am 20. April 1892 erlassen wurde. Der
Vorteil dieser Rechtsform lässt sich bereits am Namen erkennen. Die Haftung ist
grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt (§ 13 II GmbHG).
Anders als bei einer Personengesellschaft wie z.B. der OHG haften die
Gesellschafter und die Organe der Gesellschaft deshalb nicht persönlich mit ihrem
Privatvermögen. Diese gesetzliche Ausgestaltung wirkt selbstverständlich als
Katalysator für die Gründungsbereitschaft junger Unternehmer, die ihre Ideen und
Fähigkeiten auf vielen Märkten so risikoarm wie möglich auf den Markt bringen
wollen. Angesichts der Zahlen der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland für
das Jahr 2016, aus denen hervorgeht, dass sich die Schadenssumme für
Insolvenzgläubiger im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 % erhöht hat
(insgesamt 27,5 Mrd. Euro),
2
könnten Verbraucher allerdings den Eindruck
gewinnen, das geringe Haftungsrisiko werde missbraucht. 58,7 % der 2016
betroffenen Unternehmen waren höchstens zehn Jahre alt. Es scheint, als
probierten sich die nicht persönlich haftenden Beteiligten einer GmbH
schlussendlich zu Lasten der Gläubiger mit einer Geschäftsidee ,,einfach mal aus"
und retteten Gewinne in ihr Privatvermögen, auf das schließlich nicht
durchgegriffen werden kann. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Haftung
des GmbH-Geschäftsführers auseinander, welcher gem. § 6 I GmbHG zwingend
zu bestellen ist und als Organ der Gesellschaft selbige zum Abschluss von
Rechtsgeschäften befähigt. Der Geschäftsführer einer GmbH vertritt diese nach
außen mit organschaftlicher Vertretungsmacht. Diese ergibt sich aus § 35
GmbHG. Zu seinen gesetzlich geregelten Aufgaben gehören u.a. die Aufstellung
des Jahresabschlusses gem. §§ 264 I HGB, 42a GmbHG, die Einberufung der
Gesellschafterversammlung nach § 49 GmbHG und die Anmeldung zum
Handelsregister gem. § 78 GmbHG. Zwar haftet auch der Geschäftsführer als
Organ grundsätzlich ebenfalls nicht mit seinem Privateigentum für
Gläubigeransprüche, es sind dennoch Fälle denkbar, in denen die
1
Statistisches Jahrbuch 2016, 516.
2
Creditreform, Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2016.

2
Haftungsbeschränkung zu unbefriedigenden Ergebnissen führt. Ist es z.B.
rechtlich vertretbar, wenn ein Geschäftsführer bei Vertragsschluss mit einem
Dritten im Namen der Gesellschaft pflichtwidrig Aufklärungspflichten verletzt?
Ist es akzeptabel, wenn in Folge unternehmerisch ungünstiger Entscheidungen
z.B. die auf die Arbeitnehmerlöhne anfallenden Sozialversicherungsbeiträge
aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten nicht mehr abgeführt werden können? Es
leuchtet ein, dass solche Handlungen für sich genommen schon nicht gebilligt
werden können. Fraglich erscheint allerdings, ob eine Haftungsbegrenzung auf
das Gesellschaftsvermögen angemessen erscheint. Ist die GmbH insolvent, gehen
Gläubiger oft leer aus. Der daraus entstehende Interessenkonflikt bildet den
Gegenstand dieser Arbeit. Unternehmer, die ihr eigenes Risiko möglichst gering
halten wollen, stehen ihren Vertragspartnern gegenüber, die fürchten müssen, im
Falle der Insolvenz faktisch wertlose Schuldtitel zu erwerben. Im Folgenden
sollen dafür einzelne Tatbestände aufgezählt werden, die eine persönliche Haftung
des GmbH-Geschäftsführers begründen und sodann näher untersucht werden. Die
haftungsbegründenden Handlungen werden dabei jeweils nach
Anspruchsgrundlagen sortiert behandelt. Somit ergibt sich eine Differenzierung
nach den einzelnen die Haftung auslösenden Tatbeständen, die (ausschließlich)
eine Haftung gegenüber der Gesellschaft begründen (Innenhaftung) und solchen,
vor denen (ausschließlich) Dritte, also Vertragspartner der Gesellschaft geschützt
werden sollen (Außenhaftung). Die Anspruchsgrundlagen des Deliktsrechts
besitzen die Besonderheit, dass die Anspruchsgrundlagen sowohl der Gesellschaft
als auch Dritten zugutekommen können. Um die Anspruchsgrundlagen
beisammen zu halten, werden sie unter einem gesonderten Gliederungspunkt
behandelt. Den Schwerpunkt bildet die Betrachtung der Außenhaftung. Hier soll
in besonderem Maße auf die Vertrauenstatbestände eingegangen werden. Dazu
zählen die Haftung wegen Vertretung ohne Vertretungsmacht, die Haftung aus
Rechtsscheingrundsätzen, aus Verschulden bei Vertragsverhandlungen und die
Prospekthaftung. Die Innenhaftung soll zwar Erwähnung finden, jedoch nicht in
der gleichen Tiefe behandelt werden. Einschlägige Normen des öffentlichen
Rechts, wie z.B. Vorschriften des Strafgesetzbuches oder solche des Steuerrechts
werden jeweils an geeigneter Stelle erwähnt. Die sich im Gründungsstadium
ergebenden Besonderheiten werden ebenfalls dargestellt.
B. Deliktische Haftung
Die zentralen Anspruchsgrundlagen des Deliktsrechts bilden die §§ 823 I, II, 826
BGB. Im Grundsatz haftet die Gesellschaft gem. § 31 BGB analog auf

3
Schadensersatz für unerlaubte Handlungen ihrer Organe. Führt der
Geschäftsführer einem Dritten einen Schaden allerdings durch eine unerlaubte
Handlung herbei, haftet dieser auch persönlich für entstandene Schäden.
3
Ein
solcher Anspruch kann je nach Fallkonstellation sowohl von Dritten, als auch von
der Gesellschaft selbst geltend gemacht werden.
4
Im Folgenden sollen beispielhaft
einzelne Fälle erläutert werden, in denen entweder die Gesellschaft oder Dritte
den Geschäftsführer persönlich in Anspruch nehmen konnten.
I. Haftung aus § 823 I BGB
In Betracht kommt zunächst eine Haftung für eigenes schädigendes Tun oder
Unterlassen nach § 823 I BGB. In diesem Fall haften sowohl der Geschäftsführer
als auch die Gesellschaft als Gesamtschuldner (§ 840 BGB). Zu den unerlaubten
Handlungen zählen zunächst die in § 823 I BGB aufgezählten Tatbestände. Allein
mit der tiefgründigen Betrachtung der einzelnen Verletzungshandlungen ließe sich
diese Arbeit bereits füllen. Es sei aus diesem Grunde nur auf einzelne Beispiele
verwiesen, um die Ausführungen nicht zu überdehnen. Ein Geschäftsführer
haftete beispielsweise persönlich für die Übereignung eines Lamborghinis, der
sich nicht im Eigentum der - zum Zeitpunkt der Klageerhebung
zahlungsunfähigen - GmbH befand. Er verletzte dadurch das Eigentum der
Klägerin.
5
Das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb, welches
aus Art. 14 GG folgt, stellt ein sonstiges Recht i.S.d. § 823 I BGB dar. In diesen
wird beispielsweise durch Äußerungen, die die Kreditwürdigkeit gefährden,
unzulässig eingegriffen. Für hieraus entstehende Schäden haftet ein
Geschäftsführer ebenfalls persönlich.
6
Weiterhin sind Fälle denkbar, in denen die
Gesellschaft selbst Schadensersatz vom Geschäftsführer etwa wegen schuldhafter
Beschädigung von beispielsweise Kraftfahrzeugen oder Anlagevermögen geltend
macht. Auch diese Fälle sind von § 823 I BGB gedeckt und bestehen neben
anderen Anspruchsgrundlagen. Für deliktische Handlungen von Mitarbeitern
haftet nur die Gesellschaft, denn nur sie ist Geschäftsherr i.S.d. § 831 BGB.
7
1. Meinungsstand zu Verkehrssicherungspflichten
Umstritten ist hingegen die Haftung wegen Verletzung von
Verkehrssicherungspflichten, speziell das Organisationsverschulden. Dieser Streit
beruht u.a. auf einer Entscheidung des VI. Zivilsenates des BGH. Hier hatte eine
später aufgelöste GmbH Baumaterialien unter verlängertem Eigentumsvorbehalt
3
BGHZ 56, 73, 77.
4
vgl. Jula, Der GmbH-Geschäftsführer, S. 291.
5
BGH GmbHR 1996, 453.
6
BGHZ 166, 84, 96.
7
BGHZ 109, 297, 304.
Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Haftung des GmbH-Geschäftsführers
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
47
Katalognummer
V380302
ISBN (eBook)
9783668618824
ISBN (Buch)
9783668618831
Dateigröße
582 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
GmbH, Geschäftsführer, c.i.c., Deliktsrecht, Innenhaftung, Außenhaftung, Gesellschaftsrecht, business-judgement-rule
Arbeit zitieren
Malte Pretzel (Autor), 2017, Haftung des GmbH-Geschäftsführers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380302

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