Ziel dieser Hausarbeit ist es zu erläutern, wie Social Media in den US-Wahlkampagnen 2008 und 2012 eingesetzt wurde und herauszufinden, welchen Einfluss sie auf das Wahlergebnis genommen haben. Gleichzeitig wird auf den aktuellen Bundestagswahlkampf eingegangen und besonders die Auftritte von Angela Merkel und Martin Schulz unter die Lupe genommen. Diese werden mit den amerikanischen Auswertungen verglichen und gegenübergestellt.
Die Relevanz der politisch-medialen Beziehungen lässt sich anhand des Dreiecks der politischen Kommunikation erklären. Dieses besteht aus Politik, Medien und Bürgern. Es wird davon ausgegangen, dass die Beziehungen der Akteure aus Politik und Medien in mehreren Hinsichten die Qualität eines demokratischen politischen Systems prägen.
Die Arbeit ist in drei Teile unterteilt: Die Einleitung, der Hauptteil und der Schluss. In der Einleitung werden zunächst einige theoretische Grundlagen geklärt, welche für das Verständnis der vorliegenden Arbeit von zentraler Bedeutung sind. Im Hauptteil folgt die Analyse der US-Wahlen der Jahre 2008 und 2012 und anschließend folgt die Auswertung der Social-Media-Nutzung im Bundestagswahlkampf 2017. Letztendlich kommt im Schlussteil das Fazit, welches Aufklärung darüber gibt, inwieweit eine Rede von ‚Social-Media-Wahlkampf’ wirklich sein kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Web 2.0
2.2 Social Media
3 Die Bedeutung von Social Media in den US-Wahlen
3.1 US-Wahl 2008
3.2 US-Wahl 2012
3.3 US-Wahlkämpfe und Social Media
4 Der Bundestagswahlkampf 2017
4.1 Social-Media-Nutzung deutscher Spitzenpolitiker
4.2 Social Media im Bundestagswahlkampf
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu erläutern, wie Social Media in den US-Wahlkampagnen 2008 und 2012 eingesetzt wurde, um deren Einfluss auf das Wahlergebnis zu untersuchen und dies mit der Nutzung von Social Media im deutschen Bundestagswahlkampf 2017 zu vergleichen.
- Grundlagen des Web 2.0 und von Social Media
- Die Pionierrolle von Barack Obama in der US-Politik
- Vergleich der Social-Media-Strategien von US-Präsidentschaftskandidaten
- Analyse der Social-Media-Nutzung deutscher Spitzenpolitiker
- Übertragbarkeit von US-Wahlkampfstrategien auf Deutschland
Auszug aus dem Buch
3.1 US-Wahl 2008
Im Jahr 2004 schätzen Experten, dass das Internet für den Ausgang einer Wahl keine entscheidende Rolle spielen würde. Nur vier Jahre später sprach man bereits von einer Revolution des Wahlkampfs. Barack Obama war der erste US-Präsidentschaftskandidat, der auf Social Media im Wahlkampf setzte (vgl. Burgard, J. 2011: S. 195).
Nicht nur in Amerika stieg das Interesse an den Wahlen, der Wahlkampf bekam ein massives Medieninteresse aus der ganzen Welt. Das lag unter anderem daran, dass bei Nominierungsparteitagen jeweils 15.000 Journalisten zugelassen wurden.
Bereits Monate vor dem Wahltag sprachen führende Medien in den USA von einer außergewöhnlichen Wahlkampagne, der neueren Geschichte. Zu dieser Zeit stellte der Wahlkampf 2008 außerdem den teuersten Wahlkampf aller Zeiten dar. Beide Kandidaten, Barack Obama und John McCain, gaben bis zum Wahltag mehr als eine Milliarde Dollar aus. Besonders interessant erscheinen hier die Ausgaben für den Onlinewahlkampf, für den rund 100 Millionen Dollar investiert wurden (o.A. 2012: Web. 18.09.2017).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Social-Media-Wahlkampfs ein und definiert das Ziel, den Einfluss von Facebook und Twitter auf die politische Kommunikation in den USA und Deutschland zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten wie Web 2.0 und Social Media definiert, die für das Verständnis der weiteren Analyse der politischen Kommunikation unerlässlich sind.
3 Die Bedeutung von Social Media in den US-Wahlen: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung und den Einfluss von Social Media in den US-Wahlkämpfen von 2008 und 2012 sowie deren Rolle für das Wahlverhalten.
4 Der Bundestagswahlkampf 2017: Hier wird die Social-Media-Nutzung deutscher Spitzenpolitiker während des Bundestagswahlkampfes 2017 untersucht und mit den amerikanischen Erfahrungen verglichen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Unterschiede in der digitalen Wahlkampfführung zwischen den USA und Deutschland sowie den zukünftigen Bedarf an Umdenken.
Schlüsselwörter
Social Media, Wahlkampf, politische Kommunikation, Web 2.0, Facebook, Twitter, US-Wahlen, Bundestagswahl 2017, Barack Obama, digitale Strategie, Online-Wahlkampf, Politmarketing, Nutzerpartizipation, soziale Netzwerke, Wähleraktivierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook und Twitter, auf die politische Kommunikation und deren Wirkung im Rahmen von Wahlkämpfen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Web 2.0 und Social Media sowie deren spezifische Anwendung durch Politiker in den US-Präsidentschaftswahlen 2008 und 2012 und der deutschen Bundestagswahl 2017.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob und inwieweit der Einsatz von sozialen Netzwerken während eines Wahlkampfes einen messbaren Einfluss auf das Wahlergebnis nimmt.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und dem Vergleich von Wahlkampagnen, unter Rückgriff auf vorhandene Studien, Medienberichte und Daten zur Social-Media-Nutzung der untersuchten Politiker.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird zunächst die Pionierrolle von Barack Obama analysiert, gefolgt von einer Untersuchung des Social-Media-Einsatzes durch deutsche Spitzenpolitiker wie Angela Merkel und Martin Schulz im Jahr 2017.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Social-Media-Wahlkampf, politische Kommunikation, digitale Strategie, Wahlaktivierung und Online-Präsenz charakterisieren.
Warum wird im Vergleich der Fokus auf Obama und McCain/Romney gelegt?
Barack Obama gilt als Vorreiter, der soziale Medien revolutionär im Wahlkampf eingesetzt hat, während seine Gegner 2008 und 2012 die Strategie jeweils unterschiedlich und mit geringerem Erfolg adaptierten.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der deutschen Parteien?
Die Autorin stellt fest, dass sich das Social Web in Deutschland noch nicht bei allen Parteien vollständig etabliert hat und ein großer Aufholbedarf besteht, besonders um junge Wähler zielgerichtet anzusprechen.
- Quote paper
- Kassandra Ochs (Author), 2017, Social-Media-Wahlkampf. Die Bedeutung von Facebook und Twitter in der politischen Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380453