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Chinas Rolle in Afrika. Heilsbringer oder neuer Kolonialherr?

Title: Chinas Rolle in Afrika. Heilsbringer oder neuer Kolonialherr?

Term Paper , 2016 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.Ed. Alex Begoll (Author), Mark Maurer (Author)

Politics - Region: Africa
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Bereits zwischen den 1960er und 1980er Jahren gab es ein ausgesprochenes Engagement Chinas in Afrika, welches sich auf beiderseitiger Verachtung der Kolonialherrschaft durch die Europäer begründet. So wurden afrikanische Länder bei ihren Unabhängigkeitsbestrebungen durch Waffenlieferungen, Nahrungslieferungen etc. unterstützt. Doch bereits hier spielten auch andere politische Interessen Chinas eine Rolle. So nutzte China die afrikanischen Länder in der UNO um ihre Position gegen Taiwan zu stärken, oder den Einfluss der Sowjetunion einzudämmen.

Diese Zeit, also die Zeit in der die Ideologie noch eine weit größere Rolle im Umgang mit Afrika gespielt hat, endete mit dem Tod von Mao 1979. In den folgenden zehn Jahren hat sich das Engagement Chinas in Afrika drastisch reduziert, von etwa 1,28 Milliarden Dollar jährlich bis auf nur noch 200 Millionen 19803. Erst Anfang der 1990er stieg das Engagement Chinas in Afrika wieder stark, was natürlich die Frage aufwirft, welche Interessen dahinter liegen und welche Auswirkungen dies auf den afrikanischen Kontinent bzw. auf afrikanische Staaten haben wird.

Es wird daher das Ziel dieser Arbeit sein, zu untersuchen, welche Ziele China seit den 1990er bis heute mit seiner "Entwicklungspolitik" verfolgt. China, als neuer Heilsbringer neben der oft zu schwerfälligen und inflexiblen europäischen Entwicklungshilfe oder sind Tendenzen hin zu einem neuen Kolonialherren in Afrika erkennbar? Um diese Frage zu beantworten wird sich die Arbeit zunächst mit der allgemeinen entwicklungspolitischen Ausgangslage des Kontinents Afrika im allgemeinen beschäftigen, bevor der Fokus auf Staaten gelenkt wird, in denen China besonders aktiv ist. Hier kann möglicherweise ein erster Hinweis gefunden werden, welche Kriterien für China wichtig sind, um in einem afrikanischen Land aktiv zu werden.

Dann wird der Frage nach der Nachhaltigkeit chinesischer Hilfsprojekte in ausgewählten afrikanischen Staaten nachgegangen. Werden die Projekte nur fertig gestellt oder wird die Bevölkerung gleichzeitig geschult und ausgebildet?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Derzeitige entwicklungspolitische Situation Afrikas

2.1 Basale Lebensbedingungen insbesondere in Afrika südlich der Sahara

2.2 Politische und wirtschaftliche Situation in Afrika

3. Chinas Ambitionen in ausgewählten afrikanischen Staaten

4. Chinesische Projekte und die Frage nach der Nachhaltigkeit

5. Einfluss auf die betroffene Bevölkerung

6. Probleme westlicher Entwicklungspolitik und Handlungsempfehlungen für die Zukunft

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Rolle Chinas als wirtschaftlicher und entwicklungspolitischer Akteur auf dem afrikanischen Kontinent und analysiert kritisch, ob das chinesische Engagement als heilsbringend für die afrikanische Entwicklung zu werten ist oder Tendenzen einer neuen Kolonialherrschaft aufweist.

  • Historische Entwicklung des chinesischen Engagements in Afrika
  • Analyse der chinesischen Investitionsmotive und wirtschaftlichen Interessen
  • Bewertung der Nachhaltigkeit chinesischer Infrastruktur- und Energieprojekte
  • Untersuchung der Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und afrikanische Unternehmen
  • Gegenüberstellung von chinesischer und westlicher Entwicklungspolitik

Auszug aus dem Buch

4. Chinesische Projekte und die Frage nach der Nachhaltigkeit

Seit der afrikanische Handels- und Investitionsmarkt boomt, werden von chinesischer Seite aus unzählige Projekte in allen erdenklichen Segmenten unterstützt, komplett finanziert oder sogar in Eigenregie durchgeführt. Dies reicht von einfacheren Brunnen-Bauprojekten bis hin zu milliardenschweren Großprojekten die meist die Infrastruktur verbessern und einen höheren Lebensstandard gewährleisten sollen. In diesem Abschnitt der Hausarbeit soll eine kleine Auswahl vorgestellt und bewertet werden.

Die wohl größten Probleme, vor der 90% der afrikanischen Bevölkerung stehen, sind zum einen die Energieversorgung eben dieser sowie das immense Infrastrukturdefizit. So wird in einigen Gegenden verbrannt was gefunden wird — mit nicht unerheblichen Folgen für die Umwelt und die Gesundheit. Die Entwicklung der Behebung der Missstände wird dabei von einer nicht diversifizierten Produktionsstruktur und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit gebremst. Gerade hier versucht die Volksrepublik China (neben vielen anderen Ländern) anzusetzen um die Missstände weitestgehend zu beheben. So werden gerade in Angola, dem Top-Handelspartner der VR China, in den letzten Jahren der Kapazitätsausbau von Kraftwerken zur Priorität erklärt, bei dem chinesische Unternehmen dominieren. In Capanda, Cambenbe, in der Provinz Zaire und in der Grenze zu Namibia sollen Wasser- und Thermalkraftwerke gebaut werden oder befinden sich bereits in der Bauphase. Ebenfalls verabschiedete die Regierung ein investitionsgestütztes Programm zur ländlichen Elektrifizierung mit einem Volumen von 2 Mrd. US$.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das historische Engagement Chinas in Afrika seit den 1960er Jahren und leitet die Forschungsfrage nach den Zielen und Auswirkungen des chinesischen Vorgehens ab.

2. Derzeitige entwicklungspolitische Situation Afrikas: Das Kapitel analysiert die komplexen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen Afrikas unter Bezugnahme auf Millenniums-Ziele und strukturelle Herausforderungen.

3. Chinas Ambitionen in ausgewählten afrikanischen Staaten: Hier werden die spezifischen Investitionsmotive Chinas dargelegt, wobei der Fokus auf rohstoffreichen Ländern und der Sicherung strategischer Vorteile liegt.

4. Chinesische Projekte und die Frage nach der Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel bewertet ausgewählte Infrastruktur- und Energieprojekte und stellt die Frage, ob diese langfristige Entwicklung fördern oder lediglich kurzfristige chinesische Interessen verfolgen.

5. Einfluss auf die betroffene Bevölkerung: Es wird untersucht, wie die afrikanische Bevölkerung das Engagement wahrnimmt und welche wirtschaftlichen Konsequenzen, wie etwa Konkurrenzdruck für lokale Textilunternehmen, entstehen.

6. Probleme westlicher Entwicklungspolitik und Handlungsempfehlungen für die Zukunft: Das Kapitel kritisiert die westliche Entwicklungspolitik und schlägt eine Harmonisierung sowie eine Neuausrichtung des Handels als Lösungsansatz vor.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenz des chinesischen Engagements zusammen und diskutiert die Notwendigkeit einer Anpassung der europäischen Strategien.

Schlüsselwörter

China, Afrika, Entwicklungspolitik, Investitionen, Rohstoffe, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum, Handelsvolumen, Good Governance, Kolonialismus, Energieversorgung, Arbeitsmarkt, Know-How-Transfer, Europäische Union

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das intensive wirtschaftliche und entwicklungspolitische Engagement der Volksrepublik China auf dem afrikanischen Kontinent.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die wirtschaftlichen Motive Chinas, die Nachhaltigkeit von Infrastrukturprojekten, die Wahrnehmung durch die lokale Bevölkerung und der Vergleich mit westlichen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, ob China in Afrika als "Heilsbringer" agiert oder Tendenzen eines neuen Kolonialherrn zeigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Statistiken zu den Millenniums-Zielen sowie der Analyse aktueller Berichte und Fallbeispiele zum chinesischen Engagement.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Ausgangslage in Afrika, spezifische chinesische Investitionsprojekte in Ländern wie Angola oder Kenia sowie die sozioökonomischen Folgen für die Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie China, Afrika, Entwicklungspolitik, Rohstoffe, Nachhaltigkeit und Infrastruktur maßgeblich charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Chinas Hilfe von der europäischen?

China agiert laut Arbeit direkter und schneller durch Infrastrukturprojekte, während europäische Hilfe oft an politische Auflagen gekoppelt ist, was von afrikanischer Seite teilweise kritisch gesehen wird.

Welche Rolle spielt die lokale afrikanische Bevölkerung?

Die Bevölkerung ist in ihrer Bewertung des chinesischen Engagements gespalten; das Kapitel 5 beleuchtet dabei sowohl die Haltungen der politischen Elite als auch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf lokale Arbeiter.

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Details

Title
Chinas Rolle in Afrika. Heilsbringer oder neuer Kolonialherr?
College
University of Trier
Grade
2,0
Authors
M.Ed. Alex Begoll (Author), Mark Maurer (Author)
Publication Year
2016
Pages
23
Catalog Number
V380839
ISBN (eBook)
9783668575363
ISBN (Book)
9783668575370
Language
German
Tags
chinas rolle afrika heilsbringer kolonialherr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Ed. Alex Begoll (Author), Mark Maurer (Author), 2016, Chinas Rolle in Afrika. Heilsbringer oder neuer Kolonialherr?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380839
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