Ethik als Grundlage der Unternehmenskultur


Hausarbeit, 2017
23 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Die Ethik als Norm
2.1 Aristotelische Ethik
2.2 Kantische Ethik
2.3 Utilitarismus
3 Prinzipien der ethischen Ökonomie
3.1 Wirtschaftsethik
3.2 Unternehmensethik
3.3 Unternehmenskultur

4 Konfliktfelder im unternehmerischen Handeln
4.1 Shareholder-Value-Denken
4.2 Herausforderungen der Globalisierung
4.3 Digitalisierung

5 Handlungsempfehlungen für eine ethische Unternehmenskultur
5.1 Compliance-System
5.2 Stakeholder-Ansatz
5.3 Corporate Governance

6 Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

1 Problemstellung

Die Aufgabenstellung der vorliegenden Hausarbeit besteht darin, ethische Grundlagen für eine Unternehmenskultur herauszustellen. Es soll untersucht werden, ob Unternehmungen, die auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, und ethische Normen ein Gegensatzpaar bilden oder ob die Ethik einen Beitrag zur Verbesserung der Unternehmenskultur zu leisten vermag.

Unternehmen, bzw. Unternehmungen sind Betriebe innerhalb der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung, die dem Wettbewerb unterliegen. Nicht betrachtet werden in dieser Arbeit Eigenbetriebe der öffentlichen Hand oder Betriebe in der Zentralverwaltungswirtschaft. Es ist Gegenstand der Unternehmungen, für den Verbraucher Güter zu produzieren oder Dienstleistungen zu erbringen mit der erklärten Absicht der Gewinnerzielung.

Aufgrund der Wettbewerbssituation unterliegen Unternehmen einem Effizienzproblem, d.h., sie müssen marktorientiert und kostengünstig agieren, um ihren Bestand zu sichern. Es stellt sich die Frage, ob die Unternehmensleitungen in der Lage sind, sämtliche Gesetze, Verordnungen, Bestimmungen und kaufmännische Gepflogenheiten (das Prinzip des ehrbaren Kaufmanns) auch wirklich einzuhalten oder ob es zu Grenzüberschreitungen kommt.

Um das Gesagte zu verdeutlichen, seien exemplarisch einige Grenzüberschreitungen dargelegt: der Diesel-Abgas-Skandal in der Automobilwirtschaft, insbesondere bei VW; die im Bankensektor entstandene Finanzkrise 2007; „feindliche Übernahmen“ zur Vorbereitung von Fusionen bei Aktiengesellschaften; Bestechung von Betriebsratsmitgliedern; Korruption zur Erlangung von Aufträgen; Intrigen und Mobbing innerhalb der Belegschaft. Diese und andere Auswüchse schaden dem Ansehen der Unternehmen und der gesamten Wirtschaft und führen in der Öffentlichkeit zu den despektierlichen Begriffen wie „Raubtierkapitalismus“, „Manchester-Liberalismus“ oder „Wirtschafts-Kannibalismus“.

Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein, wie umgangssprachlich gerne formuliert wird. Um die oben genannten Fehlentwicklungen zu vermeiden, benötigen die Unternehmen ein ethisches „Korsett“. Es sind ethische „Spielregeln“ aufzustellen, die die Grundlage für eine gedeihliche Unternehmenskultur bilden können.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in folgende fünf Hauptkapitel: Das erste Kapitel befasst sich mit der theoretischen Fundierung der Ethik als Norm. Ausgewählt werden die Ansätze von Aristoteles und Immanuel Kant sowie der Utilitarismus.

Im zweiten Kapitel werden die Prinzipien der ethischen Ökonomie dargelegt. Ausgehend von der allgemeinen Ethik wird nunmehr auf die Wirtschaftsethik und die Unternehmensethik eingegangen. Eingebettet sind die Firmen in einer Unternehmenskultur, die ein Unterabschnitt verdeutlicht.

Das nächste Kapitel geht auf die Konfliktfelder im unternehmerischen Handeln ein. Diese sind das Shareholder-Value-Denken, die Herausforderungen durch die Globalisierung und die Digitalisierung.

Um die Konfliktfelder im unternehmerischen Handeln lösen zu können, werden im fünften Kapitel Handlungsempfehlungen für eine ethische Unternehmenskultur aufgezeigt. Als mögliche Lösungsansätze werden das Compliance-System, der Stakeholder-Ansatz und Corporate Governance untersucht.

2 Die Ethik als Norm

2.1 Aristotelische Ethik

Die Ethik ist eine Teildisziplin der Philosophie und gehört zu den ältesten wissenschaftlichen Themen des Abendlandes. Der Begriff Ethik stammt aus dem altgriechischen Wort „ethos“ und heißt zu deutsch Sitte, Gewohnheit oder Brauch. Fragestellungen zur Ethik lassen sich zurückführen auf die griechischen Philosophen Sokrates (469 v.Chr. bis 399 v.Chr.), Platon (427 v.Chr. bis 347 v.Chr.) und Aristoteles (384 v.Chr. bis 322 v.Chr.).[1]

Sokrates war der Auffassung, dass die Tugenden, die in jedem Menschen ruhen, zu einem guten Handeln und Leben führen können. Sein Schüler Platon entwickelt die Ethik Sokrates´ weiter und fragt, wie die Idee des Guten beschaffen ist und welche Rückwirkungen auf den Alltag des Menschen möglich sind.[2]

Auch bei Aristoteles stehen die Tugenden wie Gerechtigkeit, Weisheit, Seelengröße, Freigiebigkeit und Mäßigung im Vordergrund, bei deren Erfüllung der Mensch einen Beitrag zum guten Gemeinwesen leistet. Aristoteles spricht von einem „zoon politikon“, zu deutsch politisches Lebewesen, das die Gemeinschaft mit anderen braucht und auch auf ihr angewiesen ist. Ethik und soziale Ordnung befinden sich in einem Harmoniezustand.[3] Das Hauptwerk von Aristoteles war die „Nikomachische Ethik“, benannt nach seinem Sohn Nikomachos.[4]

Die Aristotelische Ethik, die das philosophische Denken von der Antike bis ins Mittelalter hin maßgebend beeinflusst hat, betrachtet Ethik, Politik und Ökonomie in einem Ineinander. Aufgrund der Verknüpfung dieser drei Lebensbereiche ist der aristotelische Ansatz auch für die heutige Wirtschaftsethik bedeutsam.[5]

In der heutigen Zeit versteht man unter Ethik ein humanistisches Moralbewusstsein, unter dem ein gutes Zusammenleben, Gerechtigkeit und verantwortliches Handeln gepflegt wird.[6] Der Begriff Moral ist mit dem der Ethik eng verknüpft und stammt aus dem Lateinischen mos, zu deutsch die Sitte. Ethik lässt sich auch verkürzt als Theorie der Moral bezeichnen. Die Ethik orientiert sich am „Sollen“, die Moral am „Sein“. Zur Unterscheidung zwischen Ethik und Moral lässt sich konstatieren, dass Moral überall wirksam ist, aber noch verbesserungsfähig ist.[7]

2.2 Kantische Ethik

Aristoteles in der Antike argumentierte aus der Sichtweise der griechischen Polis, einem übersichtlichen Stadtstaat. Die Neuzeit mit ihrer Verstädterung, die Bildung größerer Manufakturen, der weit verzweigten Handelsbeziehungen, verbunden mit einem Epochenwechsel vom Absolutismus zum Bürgertum führte auch zu einer Weiterentwicklung der Philosophie. Treibende Kraft war die Aufklärung mit ihrem Glauben an die Vernunft und den unbegrenzten Fortschritt.

Nestor der neuen Denkrichtung war Immanuel Kant (1724 bis 1804), der wichtige Aspekte in die neue Ethikdiskussion einbrachte. Während bei den griechischen Philosophen die Tugenden im Vordergrund standen, führt Kant die menschliche Vernunft und die sittliche Selbstbestimmung in sein ethisches Modell ein. Das Postulat bei Kant ist die Vernunft, die nicht von äußeren Affekten beeinflusst wird, sondern nur für sich selbst und in sich selbst ruht.[8] Die sittliche Selbstbestimmung wird erreicht, wenn sich der Mensch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien kann.

Die ethischen Handlungsanweisungen bei Kant münden in seinem kategorischen Imperativ, der da lautet: „Handel nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“[9] Nach Kant basieren die subjektiven Handlungsgrundsätze auf die Willensfreiheit jeder Person.[10]

Die bei Aristoteles unterstellte Harmonie zwischen individuellem Handeln und sozialer Ordnung überwindet Kant mit seiner Pflichtenethik, die auf die Vernunft des aufgeklärten, autonomen Bürger setzt. Da in einer heterogenen, modernen Gesellschaft das Eigeninteresse stärker freigesetzt wird, ist das Handeln Regeln zu unterwerfen, die verallgemeinerbar sind und für alle Menschen Gültigkeitscharakter erlangen.[11]

Die heutige Wirtschaftsethik und Unternehmensethik ist stark von Kant beeinflusst und hat Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Die Kantische Ethik fußt in seiner Theorie auf dem Dualismus von Ethik und Ökonomie, dieser ist zu ergänzen durch eine Integration von Moralität und Wirtschaft.[12]

2.3 Utilitarismus

Neben den „klassischen“ Ansätzen von Aristoteles und Kant sollen der Vollständigkeit halber nur kurz einige moderne Ethiker genannt werden. Max Scheler (1874 bis 1929) und Nicolai Hartmann (1882 bis 1950) grenzen sich vom strengen Formalismus Kants ab und entwickeln eine personale und materiale Wertethik.[13] Max Weber (1864 bis 1920) entwickelt eine Folgenethik, die er zwischen einer Verantwortungsethik und einer Gesinnungsethik unterscheidet. Auch der Ethiker Hans Jonas (1903 bis 1993) befasst sich mit der Verantwortungsethik, insbesondere hinsichtlich moderner technischer Entwicklungen und deren Folgen.[14]

Eine Sonderstellung nimmt der Utilitarismus ein, der sich aus der Verantwortungsethik ableiten lässt. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen „utilitas“ und heißt zu deutsch „Nutzen“. Der Utilitarismus erhebt die Nützlichkeit zum Bewertungskriterium der sittlichen Qualität einer Handlung. Stand bei der aristotelischen Ethik das einzelne Individuum im Vordergrund, so verfolgt die utilitaristische Ethik das Ziel, den größtmöglichen Nutzen für möglichst viele Menschen zu erreichen.[15]

Das utilitaristische Denkmodell besteht aus folgenden drei Wesensmerkmalen: die Sittlichkeit ist an ihren Folgen zu orientieren, Maßstab für die Folgenbewertung ist der Nutzen und der Nutzen aller Betroffenen ist schließlich zu erhöhen.[16] Damit wird das Nutzenprinzip zum Grundprinzip der Ethik erhoben.[17] „Eine Handlung ist dann moralisch, wenn sie die nützlichsten Folgen für alle Betroffenen hat, d.h., wenn die Folgen einer Handlung darin bestehen, dass sie ein Maximum an Freude und ein Minimum an Leid hervorbringt.“[18]

Die utilitaristische Ethik ist empirisch orientiert, da sie nach Anreizen Ausschau hält, um das Nützlichkeitsprinzip umzusetzen. Die Antwort des Utilitarismus auf die Frage „Warum moralisch sein?“ lautet – „weil so der Nutzen aller Betroffenen maximiert wird.“[19] Dieser Denkansatz ist normativ problematisch, da hier der Nutzen des Einzelnen gegen den Nutzen anderer aufgerechnet werden kann. Somit gerät der Utilitarismus in Gegensatz zu Kant, der die Vernunft, die Selbstbestimmung und die Würde jedes Einzelnen hervorhob.

Um dieses Dilemma lösen zu können, entwickelte sich die Konsensethik. Hier wird der Versuch unternommen, die Vorzüge des Kantianismus und des Utilitarismus miteinander zu verbinden. Das Theorem der Konsensethik lautet, sittliche Normen zu begründen auf der Zustimmung jener Betroffenen, für die diese Regeln gelten sollen. Das Manko der Konsensethik besteht allerdings darin, dass ein Konsens interpretationswürdig ist und unter den Bedingungen der Realität eine Zustimmung beschwerlich ist. Seit Aristoteles sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen komplexer geworden. Dem hat eine moderne Ethik Rechnung zu tragen.[20]

3 Prinzipien der ethischen Ökonomie

3.1 Wirtschaftsethik

Nach Darlegung der allgemeinen Ethik ist nunmehr die Wirtschaftsethik näher zu beleuchten. Die klassische volkswirtschaftliche Lehrmeinung beantwortet die Frage nach der Notwendigkeit des Wirtschaftens damit, die naturgegebene Knappheit an Gütern zum Zwecke der Bedürfnisbefriedigung zu überwinden.[21] Verbindet man nunmehr Ethik mit Wirtschaft, so gelangt man zu folgender Definition: „Wirtschaftsethik ist Anwendung der Ethik auf den Sachbereich Wirtschaft. Sie befasst sich mit den ethischen Fragen von guten und richtigen Handlungen und Haltungen sowie sittlich erwünschten Zuständen im Subsystem Wirtschaft“.[22]

Untersucht man die Prinzipien einer ethischen Ökonomie, so stellt sich unwillkürlich die Frage nach dem Wirtschaftssystem. In einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsverfassung findet die Preisfindung auf dem Markt durch Angebot und Nachfrage statt, es herrscht Wettbewerb, Privateigentum und weitere ordnungspolitische Grundsätze. Dazu im Gegensatz steht die Zentralverwaltungswirtschaft, auch Planwirtschaft oder Kommandowirtschaft genannt, in der eine zentrale Behörde die Wirtschaftsaktivitäten steuert. In der Realität finden sich in Deutschland und vielen anderen Ländern allerdings nicht die reinen Systeme, sondern Mischformen.

Aufgrund der Unterschiedlichkeit menschlicher Dispositionen kann der Markt nicht alles zum Guten richten. Aus diesem Grunde entwickelten Ludwig Erhard und weitere Ordoliberale in Deutschland 1949 die Soziale Marktwirtschaft, um mit Hilfe der Sozialpolitik Härten des Marktes abzufedern. Unterschätzt wird in einer Marktwirtschaft die Macht des Verbrauchers, denn er befindet mit seiner Nachfrage über Erfolg oder Misserfolg der Anbieter. In der Marktwirtschaft ist der Verbraucher der Souverän der Wirtschaft und nicht die Planbehörde in einer Zentralverwaltungswirtschaft. Aufgrund der freien Konsumwahl des Verbrauchers lässt sich das ethische Prinzip der Selbstbestimmung bei Kant in einer Marktwirtschaft eher verwirklichen als in einer Planwirtschaft.

In der Marktwirtschaft streben die Verbraucher Nutzenmaximierung und die Unternehmen Gewinnmaximierung an. Es lässt sich nicht verhehlen, dass ökonomische Ziele und ethische Vorgaben oft nicht deckungsgleich sind. Nicht nachvollziehbar ist es allerdings, wenn wirtschaftsethische Fragestellungen rein dualistisch dargestellt werden. Moral und Wirtschaft, Ethik und Ökonomie, Ökologie und Ökonomie, Solidarität und Wettbewerb sind keine Gegensatzpaare, sondern zwei Seiten einer Medaille.[23]

Ein Ansatz, Wirtschaft und Ethik miteinander zu versöhnen, ist das Prinzip der Nachhaltigkeit. Eine Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn sie die Bedürfnisse der jetzigen Generation berücksichtigt, ohne die Möglichkeiten kommender Generationen aufs Spiel zu setzen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. In Anlehnung an Kants kategorischem Imperativ lässt sich als abschließend konstatieren: „Was wir uns heute erlauben zu tun, müssen wir also auch den kommenden Generationen erlauben.“[24]

3.2 Unternehmensethik

Während die Wirtschaftsethik die volkswirtschaftliche Sichtweise darstellt, betrachtet die Unternehmensethik die betriebswirtschaftliche Ebene. Ausgehend von der Makroebene, die die Wirtschaftsethik in gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen sieht, wird nunmehr die Mikroebene untersucht, deren Blickwinkel einzelwirtschaftlich orientiert ist. Die Unternehmensethik ist somit ein Teilbereich der Wirtschaftsethik und begründet sich auf die Einheit Unternehmung.[25]

Untersuchungsgegenstand der Betriebswirtschaftslehre ist die Unternehmung. Die Unternehmung oder auch das Unternehmen ist der Betriebstyp in einem liberalistisch-kapitalistischen Wirtschaftssystem (Marktwirtschaft). Der Begriff Unternehmung ist weiter gefasst, da er neben der technischen Kategorie des Betriebes auch rechtliche und finanzwirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. „Unternehmung ist immer zugleich Betrieb, aber Betrieb ist nicht immer zugleich Unternehmung.“[26]

Wirtschaftsethik und Unternehmensethik sind angewandte Ethiken, keine begründenden. Sie stellen auf die Lösung praktischer Probleme ab, nicht auf die Begründung allgemeiner Grundsätze.[27] Unternehmungen sind erwerbswirtschaftliche Einheiten und verfolgen das Ziel der Gewinnmaximierung. Die Aufgabenstellung der Unternehmen besteht darin, Güter und Dienstleistungen für den Verbraucher nachfrageorientiert, kostengünstig und wirtschaftlich zu erbringen. Der Erfolg einer Unternehmung hängt davon ab, inwieweit es der Unternehmensleitung gelingt, diese Ziele in einer Wettbewerbswirtschaft durch- und umzusetzen.

Diese Umsetzung darf aber nicht allein nach ökonomischen Kriterien erfolgen, sondern es bedarf einer ethischen Fundierung. Um diese Fundierung zu ermöglichen, lassen sich die Fragestellungen zur Unternehmensethik unterteilen in eine deskriptive, eine normative und eine analytische Unternehmensethik.[28] Die deskriptive Unternehmensethik befasst sich mit der Beschreibung und Erklärung realer Sachverhalte. Sie ist empirisch ausgerichtet und legt die in den Unternehmungen beachteten Werte und Normen dar. In der normativen Unternehmensethik werden Konzepte zur Entscheidungsfindung und Handlungsempfehlungen aufgezeigt. Die normative Ethik stellt die Frage, was gut sein soll.[29] Schwerpunkt der analytischen Unternehmensethik ist die Untersuchung von Wertproblemen, deskriptive und normative Ansätze werden integriert.[30]

In der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur wird die Unternehmensethik vielfach skeptisch betrachtet und teilweise sogar abgelehnt. Andererseits wirken manche normativen Forderungen von ausgewiesenen Wirtschafts- und Unternehmensethikern wirklichkeitsfremd. Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit soll aber weder von einem Primat der Ökonomie noch von einem Primat der Ethik ausgegangen werden. Vielmehr soll ein dritter Weg bestritten werden, auf dem Wettbewerbsvorteile für die Unternehmung und sittliches Handeln vereinbar werden.[31] Dieser Ansatz lässt sich in einer gelebten Unternehmenskultur umsetzen.

[...]


[1] Vgl. Dietzfelbinger, Daniel, 2008, S. 39.

[2] Vgl. Dietzfelbinger, Daniel, 2004, S. 34 f.

[3] Vgl. Suchanek, Andreas, 2007, S.15 f.

[4] Vgl. Noll, Bernd, 2013, S. 37.

[5] Vgl. Dietzfelbinger, Daniel, 2008, S. 45.

[6] Vgl. Ulrich, Peter, 2008, S. 44.

[7] Vgl. Noll, Bernd, 2013. S. 34.

[8] Vgl. Dietzfelbinger, Daniel, 2008, S. 52.

[9] Immanuel Kant, 1913, S. 54.

[10] Vgl. Ulrich, Peter, 2008, S. 70.

[11] Vgl. Suchanek, Andreas, 2007, S.17.

[12] Vgl. Koslowski, Peter, 1994, S. 17.

[13] Vgl. Dietzfelbinger, Daniel, 2008, S. 54.

[14] Vgl. Dietzfelbinger, Daniel, 2004, S. 47.

[15] Vgl. Küpper, Hans-Ulrich, 2006, S. 21.

[16] Vgl. Suchanek, Andreas, 2007, S.18.

[17] Vgl. Küpper, Hans-Ulrich, 2006, S. 22.

[18] Pieper, Annemarie, 2003, S. 270.

[19] Suchanek, Andreas, 2007, S.170.

[20] Vgl. Suchanek, Andreas, 2007, S.18.

[21] Vgl. Carell, Erich, 1968, S. 15.

[22] Göbel, Elisabeth, 2013, S. 89.

[23] Vgl. Bak, Peter Michael, 2014, S. 36 ff.

[24] Bak, Peter Michael, 2014, S. 39.

[25] Vgl. Noll, Bernd, 2013, S. 156.

[26] Gutenberg, Erich, 1958, S. 192.

[27] Vgl. Noll, Bernd, 2013, S. 21.

[28] Vgl. Küpper, Hans-Ulrich, 2006, S. 95 f.

[29] Vgl. Bak, Peter Michael, 2014, S. 7.

[30] Vgl. Küpper, Hans-Ulrich, 2006, S. 95 f.

[31] Vgl. Bruton, James, 2011, S. 5.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Ethik als Grundlage der Unternehmenskultur
Note
1,0
Jahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V381274
ISBN (eBook)
9783668580152
ISBN (Buch)
9783668580169
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ethik, grundlage, unternehmenskultur
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Ethik als Grundlage der Unternehmenskultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381274

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