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“Neue Medien“ im Unterricht. Ist das Lernen an Schulen lediglich digitalisiert oder grundsätzlich verändert?

Title: “Neue Medien“ im Unterricht. Ist das Lernen an Schulen lediglich digitalisiert oder grundsätzlich verändert?

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Krause (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit möchte der Frage nachgehen, ob sich durch den Einsatz von Neuen Medien tatsächlich das Lernen an den Schulen grundsätzlich verändert hat oder ob es nur zu einer Digitalisierung des Lehrstoffes gekommen ist. Dabei werden einige Theorien zum Lernen mit Neuen Medien überblicksartig vorstellt, um den Möglichkeitsspielraum zum Einsatz im Unterricht dafür darzulegen.

Weiter soll der These nachgegangen werden, dass sich im realen Unterricht lediglich das Medium zum Vermitteln unveränderter Lerngegenstände veränderte. Alle anderen Bereiche im schulischen Umfeld aber nur sehr rudimentäre Veränderung erfahren haben. Um diese beiden Punkte zu untersuchen, möchte diese Arbeit anhand eines beispielhaften Unterrichts und einer kleinen Fragebogenaktion bei verschiedenen Lehrkräften analysieren, ob sich die beiden Pole zwischen Theorie und Praxis fundamental unterscheiden oder ob es bei diesem Beispiel bereits einen “echten“ Einzug neuer Medien gegeben hat.

Die Forschungssituation zu diesem Thema kann nur als unüberblickbar dargestellt werden. Zu Neuen Medien in der Bildung gibt es zahllose Literatur. Dabei werden alle Bereiche, von einer völligen Verwandlung des Bildungsbereiches, bis hin zu einer Verbannung Neuer Medien aus dem Unterricht postuliert. Diese Arbeit bezieht sich unter anderen auf die Ausführungen von Jöran Muuß-Merholz in seinem Artikel: „Das Ende der Institutionen, wie wir sie kannten“, der auch maßgeblich zu dieser Hausarbeitsidee beigetragen hat, bzw. auf die Monographie: „Neues Lernen mit Medien“, vom gleichen Verfasser. Weiterhin soll neben Anderen, das von Carsten Albers und weiteren Autoren herausgegebene Werk: „Schule im digitalen Wandel. Medienpädagogische Ansätze und Schulforschungsperspektiven“ noch den (scheinbaren) Wandel zum Unterricht mit Neuen Medien argumentativ begleiten. Leider kann sich diese Hausarbeit aufgrund ihres beschränkten Umfanges nicht tiefer mit den verschiedensten Bildungstheorien, gerade im Zusammenhang mit Neuen Medien beschäftigen. Auch muss aus diesem Grunde auf eine genauere Vorstellung verschiedenster mediendidaktischer Ansätze bedauerlicherweise verzichtet werden. Es soll vielmehr die spannende Frage im Vordergrund stehen, ob es aktuell in der Breite zu Veränderungen in der Schule und im Unterricht durch digitale Medien gekommen ist, was dann die Formulierung: „Einsatz von Neuen Medien“ in ihrem tatsächlichen Bedeutungszusammenhang, rechtfertigen kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neue Medien – ein Versuch der Definition

3. Weshalb werden digitale Medien bzw. Neue Medien missachtet?

4. Eine andere Lernform beim Einsatz Neuer Medien

5. Die idealtypische Situation

6. Eine Realität? - Eine (vielleicht) nicht repräsentative Unterrichtsanalyse

7. Eine weitere Realität – Eine (vielleicht) nicht repräsentative Befragung

8. Schlusswort

9. Diagramme

10. Fragebogen zur Nutzung von Neuen Medien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob der Einsatz von Neuen Medien an Schulen tatsächlich zu einem grundlegend veränderten Lernen geführt hat oder ob lediglich eine Digitalisierung des bestehenden Lehrstoffes stattgefunden hat.

  • Definition und Abgrenzung von "Neuen Medien" gegenüber einfachen digitalen Medien.
  • Analyse der Hemmschwellen und Herausforderungen für Lehrkräfte bei der Medienintegration.
  • Gegenüberstellung von theoretischen Anforderungen an den Medieneinsatz und der schulischen Praxis.
  • Evaluation einer realen Unterrichtssituation mittels einer Unterrichtsanalyse und einer Lehrerbefragung.

Auszug aus dem Buch

3. Weshalb werden digitale Medien bzw. Neue Medien missachtet?

Wie gerade bei dem Versuch einer Definition von Neuen Medien ausgeführt, kann also bei digitalen Medien nicht grundsätzlich von Neuen Medien ausgegangen werden. Vielmehr sind digitale Medien, die an dieser Stelle tatsächlich für alle Dinge stehen, die in irgendeiner Form der digitalen Welt zugeordnet werden können, lediglich ein Baustein für das “Gesamtkonzept“ Neue Medien. Und das selbst dann, wenn im Unterricht mehrere digitale Medien gleichzeitig Verwendung finden aber eben z.B. kein den Neuen Medien angepasstes Lernkonzept bei einer solchen Lerneinheit eingesetzt wird.

Grundsätzlich ist die Entwicklung einer umfassenden Medienkompetenz bei allen Protagonisten, den Lehrenden und Lernenden, die mit Neuen Medien arbeiten Voraussetzung dafür, dass digitale Medien überhaupt die Chance haben, um eine Metamorphose zu Neuen Medien erfahren zu können. Ohne eine konzeptionelle Einbindung in die von Tulodziecki postulierten zwei handlungsbezogenen Aufgabenbereiche, dem Auswählen und Nutzen von Medienangeboten sowie Gestalten und Verbreiten eigener Medienbeiträge kann nicht von Medienkompetenz bei Neuen Medien im eigentlichen Sinne gesprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des digitalen Wandels an Schulen ein und formuliert die Forschungsfrage, ob durch Neue Medien ein wirklicher pädagogischer Wandel oder nur eine Digitalisierung der Inhalte erfolgt.

2. Neue Medien – ein Versuch der Definition: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung und definiert den Begriff Neue Medien über Dimensionen wie Multimedialität, Multicodalität und Multimodalität sowie die Eigenschaften Interaktivität und Hypermedialität.

3. Weshalb werden digitale Medien bzw. Neue Medien missachtet?: Das Kapitel beleuchtet Hürden beim Medieneinsatz, insbesondere das Generationenproblem bei Lehrkräften, fehlende Medienkompetenz und ungünstige strukturelle Rahmenbedingungen in den Bildungseinrichtungen.

4. Eine andere Lernform beim Einsatz Neuer Medien: Hier wird diskutiert, wie der Einsatz Neuer Medien das Unterrichtskonzept grundlegend umstellen sollte, um authentisches, situiertes Lernen zu ermöglichen, statt lediglich klassische Materialien digital abzubilden.

5. Die idealtypische Situation: Es wird ein theoretisches Modell vorgestellt, das die notwendigen Voraussetzungen an Technik, Raumgestaltung und medienpädagogischer Konzeption für den erfolgreichen Einsatz Neuer Medien skizziert.

6. Eine Realität? - Eine (vielleicht) nicht repräsentative Unterrichtsanalyse: Anhand einer videografierten Mathematikstunde wird aufgezeigt, dass die Praxis oft hinter dem theoretischen Anspruch der Neuen Medien zurückbleibt und der Fokus weiterhin auf einer gegenstandszentrierten, passiven Lernumgebung liegt.

7. Eine weitere Realität – Eine (vielleicht) nicht repräsentative Befragung: Eine Lehrerbefragung verdeutlicht, dass viele Lehrkräfte den Einsatz digitaler Medien mit dem Einsatz Neuer Medien verwechseln, ohne jedoch die geforderten medienpädagogischen Standards zu erfüllen.

8. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass eine tatsächliche Transformation des Unterrichts durch Neue Medien in der Breite noch nicht stattgefunden hat, da tradierte Unterrichtsmuster nur schwer aufgebrochen werden.

9. Diagramme: Dieser Abschnitt visualisiert Daten zur Mediennutzung und zu Weiterbildungsmaßnahmen bei Lehrkräften in Abhängigkeit vom Alter.

10. Fragebogen zur Nutzung von Neuen Medien: Hier wird das Instrumentarium dokumentiert, das für die empirische Datenerhebung im Rahmen dieser Arbeit verwendet wurde.

Schlüsselwörter

Neue Medien, Digitale Medien, Medienkompetenz, Unterrichtsentwicklung, Schulentwicklung, Medienpädagogik, Lehrerausbildung, Interaktivität, Multimedialität, Schulpraxis, Lernkonzept, Unterrichtsgestaltung, Digitalisierung, Bildungstechnologie, Schulforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einsatz digitaler Werkzeuge im Schulunterricht und prüft, ob es sich dabei tatsächlich um "Neue Medien" mit pädagogischem Mehrwert handelt oder lediglich um eine Digitalisierung traditioneller Lehrmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert Medientheorie, die Medienkompetenz von Lehrkräften, institutionelle Rahmenbedingungen der Schule sowie die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Anspruch und der praktischen Umsetzung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob sich durch den Einsatz von Neuen Medien das Lernen an Schulen grundsätzlich verändert hat oder ob es bei einer rein technischen Digitalisierung von Lehrstoffen verblieben ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen durch Literaturanalyse erarbeitet und dieser mit einer empirischen Fallstudie (Unterrichtsanalyse) sowie einer qualitativen Befragung von Lehrkräften abgeglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition, eine Analyse der Hemmnisse für den Medieneinsatz, ein idealtypisches Modell und die Auswertung konkreter Praxisbeispiele aus dem Schulalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Neue Medien, Medienkompetenz, Unterrichtsgestaltung, Schulentwicklung sowie die Unterscheidung zwischen dem klassischen Einsatz digitaler Medien und pädagogisch reflektierter Mediennutzung.

Inwiefern unterscheiden sich "digitale Medien" und "Neue Medien" in der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass digitale Medien nur ein Baustein sind; "Neue Medien" hingegen erfordern laut Definition spezifische Eigenschaften wie Interaktivität, Hypermedialität und ein verändertes, handlungsorientiertes Lernkonzept.

Welche Rolle spielt die Lehrerausbildung laut dem Autor?

Der Autor identifiziert die Lehrerausbildung als einen kritischen Faktor, da dort fachdidaktische Inhalte oft dominieren und die notwendige medienpädagogische Ausbildung für einen zeitgemäßen Medieneinsatz zu kurz kommt.

Wie schätzt der Autor die Umsetzung in der Praxis ein?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass in der gegenwärtigen Schullandschaft kaum von einem durchgängigen Einsatz Neuer Medien gesprochen werden kann, da Lehrkräfte meist an bewährten, passiven Unterrichtsmustern festhalten.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Schulwebsites?

Die Arbeit kritisiert, dass der oft auf Schulwebsites präsente Slogan vom "Einsatz Neuer Medien als Selbstverständlichkeit" in der Realität der Unterrichtsplanung nur äußerst selten durch Tatsachen gerechtfertigt ist.

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Details

Title
“Neue Medien“ im Unterricht. Ist das Lernen an Schulen lediglich digitalisiert oder grundsätzlich verändert?
College
Technical University of Darmstadt  (Pädagogik)
Course
Seminar Informationspädagogik
Grade
1,3
Author
Frank Krause (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V381404
ISBN (eBook)
9783668580589
ISBN (Book)
9783668580596
Language
German
Tags
Neue Medien Digitalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Krause (Author), 2014, “Neue Medien“ im Unterricht. Ist das Lernen an Schulen lediglich digitalisiert oder grundsätzlich verändert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381404
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