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Warum ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union so schwach?

Título: Warum ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union so schwach?

Ensayo , 2017 , 13 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Jessica Büttner (Autor), Anina Vontavon (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Warum ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union so schwach?

Diese Frage lässt sich aus unterschiedlichen Perspektiven erklären. Während der historische Institutionalismus mittels des principal-agents Ansatzes auf einschneidende Ereignisse schaut und erläutert, wie Institutionen als Reaktionen auf diese entstanden sind und ein "Eigenleben" entwickelt haben setzt der Societal Approach an der Mesoebene an. Er schaut, wie gesellschaftliche Kräfte einzelne Regierungspositionen beeinflusst haben.

Diese beiden Theorien der IB werden verwendet, um die GASP näher zu betrachten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die EU und ihre Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik – Gummiknüppel statt Schwert im Kampf globaler Herausforderungen?

2. GASP – Ein Programm auf einem steinigen Weg, viel Anlass und wenig institutioneller Substanz

3. Gesellschaftliches Nein zur GASP?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Gründe für die wahrgenommene Schwäche der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union und analysiert, warum die Mitgliedsstaaten trotz globaler Herausforderungen eine tiefgreifende Integration in diesem Politikbereich bislang weitgehend blockiert haben.

  • Historische Entwicklung der GASP und institutionelle Pfadabhängigkeiten.
  • Analyse der GASP durch das "principal-agent"-Modell des historischen Institutionalismus.
  • Untersuchung gesellschaftlicher Einflüsse durch den Societal Approach.
  • Rolle nationalstaatlicher Interessen und parteipolitischer Präferenzen.
  • Notwendigkeit supranationaler Entscheidungsstrukturen angesichts globaler Machtverschiebungen.

Auszug aus dem Buch

GASP – Ein Programm auf einem steinigen Weg, viel Anlass und wenig institutioneller Substanz

Institutionalismus ist als Theorie sehr vielfältig und lässt sich in verschiedene Stränge unterscheiden; im Rahmen dieses Essays beschäftigen wir uns mit dem historischen Institutionalismus. Dieser eklektizistische Ansatz gilt als Bindeglied zwischen dem rational choice und soziologischem Institutionalismus und lässt sich wiederum in zwei Ansätze unterteilen: den soziologischen und den ökonomisch-rationalistischen (Vgl. Morisse-Schilbach 2012, S. 225). Einer der größten Theoretiker des rationalistischen Unterstrangs des historischen Institutionalismus in Bezug auf europäische Integration ist Paul Pierson. Im Gegensatz zum rational choice und zum soziologischen Institutionalismus wird dem Faktor Zeit sowie der Pfadabhängigkeit eine große Bedeutung zugeordnet (Vgl. Morisse-Schilbach 2012, S. 227). Der Grund, wieso Institutionen sich für eine Analyse eignen, wird von Morisse-Schilbach wie folgt erklärt (Morisse-Schilbach 2012, S. 227).:

Institutionen bilden ein bestimmtes Muster von Zwängen und Anreizen, die typische Strategien, Routineansätze bei Problemlösungen und bestimmte Entscheidungsregeln generieren, die wiederum vorhersehbare Verhaltensmuster produzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Die EU und ihre Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik – Gummiknüppel statt Schwert im Kampf globaler Herausforderungen?: Das Einleitungskapitel skizziert die aktuelle Krise der GASP angesichts internationaler Herausforderungen und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für deren Schwäche.

GASP – Ein Programm auf einem steinigen Weg, viel Anlass und wenig institutioneller Substanz: Dieses Kapitel analysiert die institutionelle Entwicklung der GASP mithilfe des historischen Institutionalismus und des principal-agent-Modells, um die Blockaden durch die Mitgliedsstaaten zu erklären.

Gesellschaftliches Nein zur GASP?: Hier wird der Societal Approach angewandt, um zu prüfen, ob gesellschaftliche Interessen oder Wertemuster der europäischen Bevölkerung einen Einfluss auf die Schwäche der GASP haben.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die historische Entwicklung und der Einfluss der Mitgliedsstaaten die GASP bisher in ihrer supranationalen Entfaltung gebremst haben, betont aber die Notwendigkeit einer stärkeren Integration für zukünftige globale Handlungsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, GASP, Europäische Union, Historischer Institutionalismus, Societal Approach, Europäische Integration, Pfadabhängigkeit, principal-agent-Modell, Außenpolitik, supranationale Politik, internationale Beziehungen, Mitgliedsstaaten, Institutionen, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, warum die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU trotz wiederholter Reformversuche strukturell schwach bleibt und nicht effektiv als einheitlicher Akteur auftritt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der institutionellen Entwicklung der EU-Außenpolitik, der Analyse von Entscheidungsprozessen der Mitgliedsstaaten und der Rolle gesellschaftlicher Erwartungen in diesem Politikbereich.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Warum ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union so schwach?

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autoren nutzen eine Kombination aus dem historischen Institutionalismus zur Analyse institutioneller Pfadabhängigkeiten und dem Societal Approach, um gesellschaftliche Einflüsse auf Regierungspositionen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Im Hauptteil wird zunächst die historische Entstehung und institutionelle Ausgestaltung der GASP nachgezeichnet und anschließend mittels des principal-agent-Modells sowie der Domestic-Politics-Theorie auf ihre Effektivität hin kritisch hinterfragt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Pfadabhängigkeit, institutionelle Reformen, intergouvernementale Zusammenarbeit sowie das Spannungsfeld zwischen nationalen Interessen und supranationaler Integration.

Inwiefern beeinflusst der "historische Institutionalismus" die Argumentation?

Dieser Ansatz erklärt, dass Institutionen durch historische Ereignisse entstehen und dann bestimmte Verhaltensmuster festschreiben, was hier genutzt wird, um die Beharrungskräfte der Nationalstaaten zu verdeutlichen.

Was schlussfolgern die Autoren über die Zukunft der GASP?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine supranationale Integration der Außenpolitik unumgänglich ist, damit Europa im globalen Wettbewerb, insbesondere gegenüber Mächten wie China und Indien, handlungsfähig bleibt.

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Detalles

Título
Warum ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union so schwach?
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1.0
Autores
Jessica Büttner (Autor), Anina Vontavon (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
13
No. de catálogo
V382046
ISBN (Ebook)
9783668579798
ISBN (Libro)
9783668579804
Idioma
Alemán
Etiqueta
EU Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik GASP Außenpolitik Historischer Institutionalismus Societal Approach Domnestic Politics
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Büttner (Autor), Anina Vontavon (Autor), 2017, Warum ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union so schwach?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382046
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