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Wieso verkauft sich der Airbus A380 trotz steigendem Luftverkehrsaufkommen nicht?

Point-to-Point und Hub-and-Spokes-Modell

Titel: Wieso verkauft sich der Airbus A380 trotz steigendem Luftverkehrsaufkommen nicht?

Hausarbeit , 2016 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lucas Schweiff (Autor:in)

Verkehrswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Airbus und Boeing, die beiden größten Flugzeughersteller der Welt, setzen im Hinblick auf die Zukunft auf zwei grundlegend unterschiedliche Modelle, auf denen ihre komplette Strategie basiert. Airbus setzt auf das Hub-and Spokes Modell, erwartet also, dass sich Routen mit geringer Nachfrage an einem sog. Hub bündeln, und die angesammelte Passagiermenge von dort aus mit einem großen Flugzeug wie dem A380 zum Ziel Hub geflogen wird. Boeing auf der anderen Seite setzt auf das Point-to Point Modell, glaubt also daran, dass das direkte Verbinden von Routen mit geringerer Nachfrage durch kleineres Fluggerät für die Passagiere und die Fluggesellschaften effizienter sei. In der Vergangenheit wurde auf das Hub-and Spokes Modell gesetzt, da kleine Flugzeuge durch ihre geringe Reichweite und Störanfälligkeit an den Triebwerken nicht in der Lage waren, lange Routen mit geringer Nachfrage zu bedienen. Große Flugzeuge mit der entsprechenden Reichweite mussten zuerst gefüllt werden, weshalb diese nur auf Hub-zu Hub Routen eingesetzt wurden. Der A380 mit einer Kapazität von etwa 550 Passagieren setzt genau auf diese Prämisse. Die neueste Generation von Flugzeugen, die Boeing 787, kann mit nur etwa 250 Passagieren längere Routen als der A380 befliegen, weshalb dieser Flugzeugtyp verstärkt auf neuen Routen mit geringer Nachfrage eingesetzt wird und über 1200 Bestellungen vorweisen kann, während die Produktionsrate des A380 durch fehlende Bestellungen stark gedrosselt werden musste. Der A380 wurde zu spät eingeführt, und zwar in einer Zeit, als sich der Markt bereits am Verschieben war, sodass eine Einstellung des Programms in naher Zukunft denkbar ist. Airbus erkannte diesen Fehler und versucht nun, mit einem Konkurrenzflugzeug zur 787, dem A350, in den stark expandierenden Markt der kleinen, zweistrahligen Flugzeuge einzusteigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Themenerläuterung

2 Hub-and Spokes Modell

2.1. Regulierung des Luftverkehrs in den USA

2.2 Deregulierung und Auswirkungen

2.3. Airbus A380

3 Ausprägung des Point-to Point-Modells

3.1. Neue Flugzeuggeneration mit ETOPS

3.2. Boeing 787 Dreamliner

3.3. Nachteile des HS-Modells

4 Zusammenfassung

4.1. Auswertung

4.2. Anwendungsbeispiele

4.2.1. Anwendungsbeispiel 1 SQ21

4.2.2. Anwendungsbeispiel 2 Norwegian Airlines

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für den drastischen Rückgang der Verkaufszahlen des Airbus A380 und analysiert, inwiefern der strukturelle Wandel in der Luftfahrtindustrie vom klassischen Hub-and-Spokes-Modell hin zum Point-to-Point-Modell hierfür verantwortlich ist.

  • Entwicklung und Funktionsweise des Hub-and-Spokes-Systems im historischen Kontext der US-Luftfahrtregulierung.
  • Die Konzeption und strategische Ausrichtung des Airbus A380 als Großraumflugzeug.
  • Technologische Treiber des Point-to-Point-Modells, insbesondere die Entwicklung effizienter Flugzeuge mit ETOPS-Zertifizierung.
  • Vergleich der Wirtschaftlichkeit und des Kerosinverbrauchs zwischen dem Airbus A380 und der Boeing 787 Dreamliner.
  • Praxisbeispiele zur Verdeutlichung des Wandels hin zu direkten Langstreckenverbindungen.

Auszug aus dem Buch

3.2. Boeing 787

Neben einem Überschallflugzeug, dass durch 9/11 und steigenden Kerosinkosten schnell verworfen wurde, entwickelte Boeing ein komplett neues Flugzeug für das 21. Jahrhundert. Die Fluggesellschaften wünschten sich ein flexibles, kerosinsparendes, auf Ultralangstrecken einsetzbares Modell, dass ihnen unter der Boeing 7E7 und später 787 präsentiert wurde (vgl. Grossbongardt, 2016, S.43).

Als erstes Passagierflugzeug besteht die Hauptstruktur aus Kohlefaserverbundstoffen anstelle des bewährten Aluminiums, wodurch das Flugzeuggewicht drastisch gesenkt werden konnte. Mit etwa 50% Anteil am Flugzeuggewicht hat dies massive Auswirkungen auf den Kerosinverbrauch, der noch einmal im Vergleich zur 777 gesunken ist.

Mit nur etwa 2.338l pro Sitz auf 100km zurückgelegter Strecke (vgl. Seeking Alpha, 2015, S.2) kann die 787 zum einen die 777 und vor allem den Airbus A380 deutlich unterbieten. Dieser verbraucht etwa 3,343l/100km bei voller Auslastung (Lufthansa: im Schnitt 509 Passagiere), da der A380 bei keiner Airline mit einer Einklassenkonfiguration mit 860 Passagieren fliegt. Ein schweres, vierstrahliges und doppelstöckiges Flugzeug, dass viel Wert auf Luxus mit Bars und sogar Duschen an Bord legt, kann somit niemals an den Kerosinverbrauch einer 787 herankommen. Da Kerosinkosten 33% der Kostenarten einer Fluggesellschaft ausmachen, sind alle Fluggesellschaften daran interessiert, so wenig Treibstoff wie möglich zu verbrennen (vgl. Davies, 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Themenerläuterung: Diese Einleitung thematisiert die wirtschaftliche Problematik des Airbus A380 anhand gesunkener Verkaufszahlen und drosselnder Produktionsraten. Es wird die Zielsetzung definiert, den A380 im Kontext des Hub-and-Spokes-Modells sowie der Konkurrenz durch das Point-to-Point-Modell zu untersuchen.

2 Hub-and Spokes Modell: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Hub-and-Spokes-Modells durch die Regulierung des US-Luftverkehrs und beschreibt die strategische Positionierung des Airbus A380 als Lösung für große Drehkreuze mit Kapazitätsengpässen.

3 Ausprägung des Point-to Point-Modells: Hier werden die technologischen Voraussetzungen des Point-to-Point-Modells, insbesondere die ETOPS-Zertifizierungen und die Boeing 787, analysiert sowie die systemimmanenten Nachteile des Hub-and-Spokes-Modells, wie Überlastung und Pünktlichkeitsprobleme, aufgezeigt.

4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse aus, wobei die Boeing 787 als entscheidender Faktor für den Marktwandel identifiziert wird, und illustriert den Trend anhand der Anwendungsbeispiele SQ21 und Norwegian Airlines.

Schlüsselwörter

Airbus A380, Boeing 787, Luftverkehr, Hub-and-Spokes, Point-to-Point, ETOPS, Langstreckenflug, Kerosinverbrauch, Deregulierung, Luftfahrtstrategie, Marktwandel, Wirtschaftlichkeit, Passagieraufkommen, Fluggesellschaften, Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Gründe für den kommerziellen Misserfolg des Airbus A380 vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels in der globalen Luftfahrt hin zu effizienteren Point-to-Point-Verbindungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Vergleich zwischen dem Hub-and-Spokes-Modell (vertreten durch den A380) und dem Point-to-Point-Modell (vertreten durch die Boeing 787) sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Strategien auf Fluggesellschaften.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum der Airbus A380 trotz eines steigenden weltweiten Verkehrsaufkommens nicht mehr in ausreichendem Maße verkauft wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Marktdaten, Branchenberichten und Unternehmenszahlen basiert, um theoretische Modelle mit aktuellen Marktentwicklungen in Beziehung zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Hub-and-Spokes-Modells, die Analyse der technischen und operativen Vorteile der Boeing 787 (Point-to-Point) und die Identifikation von Nachteilen des Hub-Systems für Airlines und Passagiere.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Airbus A380, Boeing 787, Hub-and-Spokes, Point-to-Point, ETOPS, Kerosinverbrauch und struktureller Marktwandel charakterisiert.

Welche Rolle spielt die ETOPS-Zertifizierung in der Entwicklung?

Die ETOPS-Zertifizierung ermöglichte es zweistrahligen Flugzeugen, lange Transatlantik- und Pazifikrouten zu fliegen, wodurch die zuvor notwendige Dominanz von drei- oder vierstrahligen Flugzeugen bei Langstrecken gebrochen wurde.

Warum ist der Airbus A380 für viele Fluggesellschaften derzeit unattraktiv?

Der A380 erfordert hohe Fixkosten, eine extrem hohe Passagierkapazität zur Rentabilität und aufwendige Anpassungen der Flughafeninfrastruktur, während die Boeing 787 flexibler und treibstoffeffizienter auf Nischenrouten einsetzbar ist.

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Details

Titel
Wieso verkauft sich der Airbus A380 trotz steigendem Luftverkehrsaufkommen nicht?
Untertitel
Point-to-Point und Hub-and-Spokes-Modell
Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien Hamburg
Note
1,0
Autor
Lucas Schweiff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V382660
ISBN (eBook)
9783668590427
ISBN (Buch)
9783668590434
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Airbus Boeing A380 787 767 777 Hub and spokes Point to point Modell Luftfahrt Flugzeug Fliegen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucas Schweiff (Autor:in), 2016, Wieso verkauft sich der Airbus A380 trotz steigendem Luftverkehrsaufkommen nicht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382660
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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