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Die österreichisch-ungarische Auswanderung nach Argentinien im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Titel: Die österreichisch-ungarische Auswanderung nach Argentinien im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Seminararbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1

Autor:in: Andreas Schmiedl (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird skizziert, welche Migrationsströme von der österreich-ungarischen Doppelmonarchie nach Argentinien zu erkennen waren. Zu Beginn werden die Rahmenbedingungen der Emigration erläutert, ehe anschließend konkret die Auswanderung nach Argentinien untersucht wird. Abschließend folgt eine Untersuchung der deutschsprachigen Kolonie in Buenos Aires. Weiters folgt ein kleiner Exkurs über die Auswanderung österreichischer Offiziere nach dem 1. Weltkrieg von 1918-1920.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Rahmenbedingungen und Gründe der österreichischen Auswanderung

Gründe der Abwanderung aus der Monarchie

Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Argentinien

Einwanderung aus Österreich-Ungarn nach Argentinien

Einwanderung vom 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg

Die deutschsprachige Kolonie Buenos Aires

Buenos Aires wird zur Hauptstadt

Buenos Aires als deutschsprachige Kolonie

Österreichisch-Ungarische Einwanderung als Teil der Kolonie

Exkurs: Die Auswanderung von österreichischen Offizieren 1918-1920

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Migrationsbewegungen aus der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie nach Argentinien im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, welche sozioökonomischen und politischen Faktoren die Auswanderung begünstigten und wie sich die österreichischen Migranten in der deutschsprachigen Kolonie von Buenos Aires etablierten.

  • Sozioökonomische Ursachen der Auswanderung (z.B. landwirtschaftliche Krisen)
  • Politische Rahmenbedingungen in Argentinien und Österreich-Ungarn
  • Die demographische Entwicklung der Einwanderung bis zum Ersten Weltkrieg
  • Integration und Struktur der deutschsprachigen Kolonie in Buenos Aires
  • Sonderfall der Offiziersauswanderung nach 1918

Auszug aus dem Buch

Gründe der Abwanderung aus der Monarchie

Die wesentlichen Motive der massenhaften österreichisch-ungarischen Auswanderungen waren durch ökonomisches und politisches Ungleichgewicht gekennzeichnet, vor allem für innereuropäische Wanderungen spielten wirtschaftliche Umbrüche und Ungleichheiten eine große Rolle. Ein Aspekt dieser Ursachen spiegelt sich in der landwirtschaftlichen Krise wieder, geprägt durch den Verlust von kleinbäuerlicher und subsistenzwirtschaftlicher Produktion aufgrund von zunehmender Konzentration von Großgrundbesitz. Dadurch entstanden Wettbewerbsnachteile, die schließlich zur Freisetzung von zahllosen, ehemals Tätigen in der Landwirtschaft führten. Die Konkurrenzsituation unter lokalen Landwirten verschärfte sich weiter durch den Bau der Eisenbahn, da durch diesen der agrarische Produktionsraum vergrößert wurde, daraus resultierte ein höheres Bevölkerungswachstum, das wiederum Probleme von Ernährung und Beschäftigung zur Folge hatte. Die einzig logische Konsequenz, im Falle eines Scheiterns, blieb daher die Auswanderung in (denkbar) besser situierte Länder.

Weiters versuchte man auch sein Glück in den westeuropäischen Staaten, da man sich hier Möglichkeiten in saisonaler Verdingung oder in industrieller Lohnarbeit versprach. Doch die zunehmende Industrialisierung, die sich im Negativen im Verlust von zünftigen Rechten und Schutz, desweiteren in den katastrophalen Arbeitsverhältnissen in den Fabriken und in weiterer Folge in geringen Löhnen, einhergehend mit dem bevorstehenden Verlust der Lebensexistenz, manifestierte, war verantwortlich dafür, manche dazu zu bewegen nach Übersee auszuwandern, sprich nach Amerika oder Südamerika.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema Migration zwischen Österreich und Argentinien sowie Skizzierung der Forschungsabsichten.

Rahmenbedingungen und Gründe der österreichischen Auswanderung: Analyse der sozioökonomischen Faktoren und Push-Faktoren, die zur Abwanderung aus der Monarchie führten.

Gründe der Abwanderung aus der Monarchie: Vertiefende Betrachtung der landwirtschaftlichen Krise und der Konkurrenzsituation, die den Auswanderungsdruck erhöhten.

Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Argentinien: Beschreibung der Entwicklung Argentiniens zum modernen Nationalstaat und dessen Bedarf an Arbeitskräften.

Einwanderung aus Österreich-Ungarn nach Argentinien: Untersuchung der spezifischen Migrationsströme aus der Doppelmonarchie und der beruflichen Struktur der Einwanderer.

Einwanderung vom 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg: Zusammenfassung der historischen Entwicklung der Einwanderungszahlen und der landwirtschaftlichen Beschäftigungsfelder.

Die deutschsprachige Kolonie Buenos Aires: Darstellung der Entwicklung der urbanen deutschsprachigen Gemeinde in der argentinischen Hauptstadt.

Buenos Aires wird zur Hauptstadt: Analyse des rasanten Bevölkerungswachstums und der Bedeutung von Buenos Aires als wirtschaftliche Schnittstelle.

Buenos Aires als deutschsprachige Kolonie: Betrachtung der kulturellen Identität und sozialen Struktur der deutschsprachigen Gemeinde vor Ort.

Österreichisch-Ungarische Einwanderung als Teil der Kolonie: Einordnung der österreichischen Minderheit innerhalb der größeren deutschsprachigen Gemeinschaft.

Exkurs: Die Auswanderung von österreichischen Offizieren 1918-1920: Dokumentation eines speziellen Migrationsprojekts nach dem Ersten Weltkrieg.

Schlüsselwörter

Auswanderung, Österreich-Ungarn, Argentinien, Migration, Doppelmonarchie, Buenos Aires, Kolonie, Landwirtschaft, Industrialisierung, Emigration, Bevölkerungsentwicklung, Offiziere, Aktion Gamillscheg, Integration, 19. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Auswanderung aus der österreichisch-ungarischen Monarchie in das Zielgebiet Argentinien während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Ursachen für die Massenauswanderung, die politischen Rahmenbedingungen in Argentinien sowie die Struktur und Entwicklung der deutschsprachigen Kolonie in Buenos Aires.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Migrationsströme zwischen der Doppelmonarchie und Argentinien zu skizzieren und die sozioökonomischen Faktoren hinter diesen Bewegungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse von Primär- und Sekundärquellen, Statistiken sowie zeitgenössischen Berichten zur Migrationsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herkunftsgründe in Österreich-Ungarn, die politische Lage in Argentinien, die demographische Einwanderungsgeschichte und die soziokulturelle Etablierung der deutschsprachigen Kolonie.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Emigration, Doppelmonarchie, Argentinien, deutschsprachige Kolonie und sozioökonomische Umbrüche.

Welche Bedeutung hatte das Gesetz 817 für die Einwanderer?

Das Gesetz 817 aus dem Jahr 1876 schuf großzügige Bestimmungen für Migranten, um den dringend benötigten Zuwachs der argentinischen Bevölkerung zu ermöglichen.

Wie unterschied sich die Offiziersauswanderung von der allgemeinen Arbeitsmigration?

Die Offiziersauswanderung nach 1918 war ein gezielt organisiertes Projekt zur beruflichen Neuorientierung für ehemalige Militärangehörige, das durch spezielle Vereine wie die "Aktion Gamillscheg" gefördert wurde.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die österreichisch-ungarische Auswanderung nach Argentinien im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Andreas Schmiedl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V382925
ISBN (eBook)
9783668581616
ISBN (Buch)
9783668581623
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auswanderung Österreich Argentinien Buenos Aires 19. Jahrhundert 20. Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Schmiedl (Autor:in), 2017, Die österreichisch-ungarische Auswanderung nach Argentinien im 19. und frühen 20. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382925
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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