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Der neue Standardansatz zur aufsichtsrechtlichen Berechnung des Kreditrisikos von Banken

Título: Der neue Standardansatz zur aufsichtsrechtlichen Berechnung des Kreditrisikos von Banken

Trabajo de Seminario , 2015 , 29 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Christoph Bieringer (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Resumen Extracto de texto Detalles

Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen der Bankenaufsicht. So war es bereits zu Beginn des Jahres das CRD IV-Paket, dessen Inkrafttreten mit neuen Richtlinien für die regulatorischen Eigenmittelanforderungen (Eigenkapitalanforderungen) bei Banken für Aufsehen sorgte. Gegen Ende des Jahres, publizierte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht mit dem Konsultationspapier "Revisions to the Standardised Approach for credit risk" einen Vorschlag zur Überarbeitung des Standardverfahrens zur Kreditrisikobemessung.

Das Kreditrisiko bzw. Adressenausfallrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Schuldner bzw. Geschäftspartner einer Bank die im Kreditvertrag geregelten Verpflichtungen, insbesondere Zins- und Tilgungszahlungen, nicht oder nicht fristgerecht erfüllt. Um dieses Risiko für Banken tragfähig zu machen, sieht die Bankenaufsicht eine Unterlegung dieser Risikopositionen mit Eigenmitteln vor, um im Ernstfall, das heißt wenn Zahlungen des Schuldners tatsächlich ausfallen, nicht selber in Schwierigkeiten zu geraten.

Da das Vorhalten von Eigenmitteln für Banken mit enorm hohen Kosten verbunden ist, ist es für diese von großem Interesse, die geforderten regulatorischen Mindesteigenmittelanforderungen exakt bestimmen zu können. Dies können Banken unter anderem mit Hilfe des Kreditrisiko-Standardansatzes (KSA; Standardansatz) machen, den die Baseler Aufseher nun einer Überarbeitung unterziehen wollen.

Dass der aktuelle Standardansatz oft zu gänzlich anderen Ergebnissen hinsichtlich der Eigenmittelanforderungen kommt als interne Modelle, ist vielen Aufsehern schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Dies nahm das Baseler Komitee zum Anlass, eine Reform des bestehenden KSAs zu verfassen, die weitreichende Veränderungen mit sich bringen soll. Die Intention der Baseler Bankenaufseher liegt insbesondere darin, die Risikosensitivität des KSAs zu stärken und hinsichtlich der Eigenmittelanforderungen eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Methoden zu gewährleisten. Außerdem soll die Abhängigkeit von externen Ratings eliminiert werden. Die geplanten Neuerungen beunruhigen die Banken, da diese zum einen mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden und zum anderen steigende Kapitalanforderungen erwarten. Ob diese Befürchtungen gerechtfertigt sind, ist Gegenstand dieser Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Neue Baseler Reform beunruhigt die Banken

2. Status quo des Kreditrisiko-Standardansatzes

2.1 Berechnung der Mindesteigenkapitalanforderungen

2.2 Bestimmung der KSA-Risikopositionswerte

2.3 Bestimmung der KSA-Risikogewichte

3. Vorgesehene Änderungen am KSA im Baseler Entwurf

3.1 Problemfelder des bestehenden KSAs

3.2 Neuerungen in den wesentlichen Risikopositionsklassen

3.2.1 Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten und Zentralbanken

3.2.2 Risikopositionen gegenüber Instituten

3.2.3 Risikopositionen gegenüber Unternehmen

3.2.4 Risikopositionen aus dem Mengengeschäft

3.2.5 Durch Immobilien besicherte Risikopositionen

3.3 Sonstige Neuerungen

3.4 Zeitlicher Ablauf

4. Mögliche Auswirkungen des neuen KSAs

4.1 Folgen für Kreditgeber

4.2 Folgen für Kreditnehmer

5. Banken können weiter hoffen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Systematik des Kreditrisiko-Standardansatzes (KSA) zu analysieren, die geplanten Änderungen des Baseler Ausschusses kritisch zu hinterfragen und deren potenzielle Konsequenzen für Kreditgeber und Kreditnehmer zu evaluieren.

  • Analyse des aktuellen Kreditrisiko-Standardansatzes gemäß CRR
  • Untersuchung der geplanten methodischen Neuerungen im Baseler Reformentwurf
  • Diskussion der Auswirkungen steigender Eigenkapitalanforderungen für Banken
  • Bewertung der Folgen für die Kreditvergabe an Unternehmen und KMUs
  • Kritische Würdigung der Abkehr von externen Ratings hin zu stichtagsbezogenen Kennzahlen

Auszug aus dem Buch

3.1 Problemfelder des bestehenden KSAs

Laut dem Konsultationspapier des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht weist der aktuelle Kreditrisiko-Standardansatz Schwachstellen auf, die durch dessen Überarbeitung ausgemerzt werden sollen. Dazu zählen im Wesentlichen folgende:

• Externe Ratings führen nach Auffassung der Aufseher zu keiner adäquaten Beurteilung der Ausfallrisiken und sind somit nur ungenügend für aufsichtsrechtliche Zwecke geeignet, weshalb auf deren starken Einsatz in Zukunft verzichtet werden soll.

• Weiterhin werden die unzureichende Risikosensitivität und Granularität des aktuellen KSAs kritisiert. Es bestehen zum Teil keine Unterschiede in der Risikogewichtung von Forderungsklassen, obwohl diese unterschiedliche Risikoprofile aufweisen.

• Die mit Hilfe des Standardansatzes berechneten Kapitalanforderungen weichen teilweise erheblich von den Kapitalanforderungen ab, die mittels IRB-Ansatz errechneten werden. Die Vergleichbarkeit beider Ansätze ist also nicht gewährleistet.

• Einige Risikopositionen können national unterschiedlich behandelt werden oder sind zum Teil nicht richtig definiert. Dies führt zwangsläufig zu einer differenten Behandlung dieser Risikokategorien in verschiedenen Rechtsräumen, womit dann international tätige Banken konfrontiert werden.

Um diese Schwächen auszugleichen, will das BCBS entscheidende Änderungen am bisherigen KSA vornehmen. Er verfolgt das Ziel, die Risikosensitivität des KSAs zu erhöhen, weshalb externe Ratings durch individuell berechenbare Kennziffern abgelöst werden sollen. Somit soll jede Bank, jedes Unternehmen, jede Immobilienfinanzierung und jedes Retail-Geschäft einzeln bewertet werden. Künftig soll von einer Bewertung der Forderung über die Bonität des zugehörigen Staates abgesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Neue Baseler Reform beunruhigt die Banken: Einleitende Darstellung des regulatorischen Umfelds und des Anlasses für die geplante Überarbeitung des Standardansatzes zur Kreditrisikobemessung.

2. Status quo des Kreditrisiko-Standardansatzes: Zusammenfassung der aktuell gültigen Methoden zur Berechnung von Mindesteigenkapitalanforderungen, Risikopositionswerten und Risikogewichten unter der CRR.

3. Vorgesehene Änderungen am KSA im Baseler Entwurf: Detaillierte Erläuterung der kritisierten Schwachstellen und der geplanten methodischen Anpassungen in den verschiedenen Risikopositionsklassen sowie deren zeitlicher Ablauf.

4. Mögliche Auswirkungen des neuen KSAs: Analyse der potenziellen Folgen der Reform auf Kreditgeber, wie gestiegene Verwaltungsaufwendungen, sowie auf Kreditnehmer, insbesondere hinsichtlich der Kreditverfügbarkeit für Unternehmen.

5. Banken können weiter hoffen: Abschließende Betrachtung, die Bedenken gegenüber den Reformplänen äußert und darauf hinweist, dass noch Raum für Anpassungen im Rahmen weiterer Konsultationsrunden besteht.

Schlüsselwörter

Kreditrisiko-Standardansatz, KSA, Baseler Ausschuss, BCBS, Bankenaufsicht, Eigenkapitalanforderungen, Risikogewichte, Basel IV, Risikosensitivität, externe Ratings, KMU-Faktor, Risikopositionswerte, Kapitaluntergrenzen, Capital Floors, Kreditrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geplante Überarbeitung des Kreditrisiko-Standardansatzes (KSA) durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht und deren Auswirkungen auf die europäische Finanzbranche.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Fokus stehen die Methodik des aktuellen KSA, die Kritikpunkte der Aufsicht, die Details der geplanten Neuerungen (u.a. neue Risikokennzahlen) sowie die wirtschaftlichen Folgen für Kreditgeber und Kreditnehmer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Systematik der geplanten Reform zu durchleuchten und zu analysieren, ob die angestrebte Erhöhung der Risikosensitivität durch die neuen Kennzahlen wie Umsatz und Verschuldung praxistauglich und sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Dokumentenanalyse, insbesondere unter Heranziehung der Konsultationspapiere des Baseler Ausschusses, regulatorischer Anforderungen (CRR) und aktueller fachwissenschaftlicher Publikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des aktuellen KSA, eine detaillierte Darstellung der vorgeschlagenen Änderungen in den einzelnen Risikopositionsklassen sowie eine umfassende Diskussion über die Folgen für Banken und Unternehmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kreditrisiko-Standardansatz, Baseler Reform, Eigenkapitalunterlegung, Risikosensitivität sowie die Veränderung der Bemessungsgrundlagen von externen Ratings hin zu internen Kennzahlen.

Warum wird die Abkehr von externen Ratings kritisch gesehen?

Der Autor führt an, dass externe Ratings auf langfristigen Bonitätseinschätzungen basieren, während die neuen stichtagsbezogenen Kennzahlen volatiler sind und den Verwaltungsaufwand für Banken durch zusätzliche Datenanforderungen deutlich erhöhen.

Welche Auswirkungen werden für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) prognostiziert?

Es besteht die Sorge, dass durch den Wegfall des KMU-Faktors und die neuen Ermittlungsmethoden die Kreditkosten für KMUs steigen oder die Kreditvergabe eingeschränkt wird, was den deutschen Mittelstand belasten könnte.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Der neue Standardansatz zur aufsichtsrechtlichen Berechnung des Kreditrisikos von Banken
Universidad
Saarland University
Calificación
2,0
Autor
Christoph Bieringer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
29
No. de catálogo
V382967
ISBN (Ebook)
9783668585270
ISBN (Libro)
9783668585287
Idioma
Alemán
Etiqueta
standardansatz berechnung kreditrisikos banken
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Bieringer (Autor), 2015, Der neue Standardansatz zur aufsichtsrechtlichen Berechnung des Kreditrisikos von Banken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382967
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