In dieser Arbeit will ich einen besonderen Fokus auf die Fragestellung legen, inwieweit sich Arbeitnehmer der Zeitarbeitsbranchen als zufrieden und somit motiviert bezeichnen lassen. Zur Erörterung dieses Themas möchte ich die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg heranziehen. Anhand seiner Theorie lassen sich Faktoren für Arbeitszufriedenheit, wie auch für Arbeitsunzufriedenheit benennen.
Zunächst wird ein Überblick über die Zwei-Faktoren-Theorie und der Zeitarbeit im Allgemeinen gegeben. Darauf aufbauend wird die Zwei-Faktoren-Theorie explizit auf die Zeitarbeit bezogen. Zuletzt werden Möglichkeiten dargestellt, wie man die zuvor diskutierten Punkte anhand der Zwei-Faktoren-Theorie verbessern kann und schließlich wird das Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
3. Hintergrundinformationen Zeitarbeit
4. Die Zwei-Faktoren-Theorie in Bezug auf die Zeitarbeit
4.1 Zeitarbeit in Bezug auf die Hygienefaktoren der Zwei-Faktoren-Theorie
4.2 Zeitarbeit in Bezug auf die Motivatoren der Zwei-Faktoren-Theorie
4.3 Vorschläge zur Förderung der Motivation in der Zeitarbeit mit Hilfe der Zwei-Faktoren-Theorie
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Arbeitnehmermotivation im Bereich der Zeitarbeit unter Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Zeitarbeitnehmer in einfachen Tätigkeitsfeldern Zufriedenheit und Motivation empfinden können, wobei die Diskrepanz zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren im Mittelpunkt steht.
- Analyse der Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit nach Herzbergs Hygienefaktoren.
- Untersuchung der motivationalen Aspekte und Wachstumsmöglichkeiten für Zeitarbeitnehmer.
- Diskussion des Gleichstellungsgrundsatzes (equal pay) und dessen Auswirkungen.
- Bewertung der Rolle der Zeitarbeit als Übergangslösung zur Festanstellung.
- Entwicklung von Vorschlägen zur Verbesserung der Motivationslage.
Auszug aus dem Buch
4.1 Zeitarbeit in Bezug auf die Hygienefaktoren der Zwei-Faktoren-Theorie
Um Unzufriedenheit auf der Arbeit zu verhindern, müssen die Hygienefaktoren erfüllt sein. Sie schaffen das nötige Fundament der Mitarbeiterzufriedenheit, alleine sind sie jedoch nicht imstande, diese hervorzurufen. Geschaffen wird das Fundament aus zehn einzelnen Elementen, von denen ich im Folgenden zum Zweck einer späteren Gesamtanalyse die meines Erachtens wichtigsten Sieben betrachten möchte.
Zeitarbeitnehmer und Festangestellte im gleichen Kundenunternehmen erhalten trotz des gleichen Arbeitsinhalts ungleiche Bezahlung. Mit dem im Jahr 2003 festgelegten Gleichstellungsgrundsatz equal pay, der den Lohn der Zeitarbeitnehmer mit dem der Stammbeschäftigten angleichen sollte, wurde zunächst eine finanzielle Besserung zugunsten der Zeitarbeitnehmer angestrebt (vgl. Siemund, 2013, S.52). Nach Astheimer gibt es allerdings eine Tarifklausel, in denen Tarifverträge eine Ausnahme zu dem Gleichstellungsgrundsatz darstellen. In 90 % der Zeitarbeitsunternehmen wird von dieser Klausel zum Nachteil der Zeitarbeitnehmer Gebrauch gemacht. Die Tarifverträge sehen meist einen Lohn im Niedriglohnbereich vor (vgl. Astheimer, 2012, Download am 04.11.2013).
Im Vergleich zur Stammbelegschaft besitzen die meisten Zeitarbeitnehmer oft einen geringeren Status, „sie werden oft als Arbeitnehmer der 2. Klasse angesehen“ (Durian & Schwaab, 2009, S.62).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der Zeitarbeit als Antwort auf die Globalisierung und definiert den Fokus der Arbeit auf unqualifizierte Tätigkeiten.
2. Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Motivation, unterteilt in Hygienefaktoren zur Unzufriedenheitsvermeidung und Motivatoren zur Zufriedenheitssteigerung.
3. Hintergrundinformationen Zeitarbeit: Hier werden die Struktur der Zeitarbeit und die typische Dreieckskonstellation zwischen Arbeitnehmer, Verleihfirma und Einsatzbetrieb beschrieben.
4. Die Zwei-Faktoren-Theorie in Bezug auf die Zeitarbeit: Das Kapitel analysiert die spezifische Arbeitssituation anhand der Kriterien von Herzberg, unterteilt in Hygienefaktoren, Motivatoren und konkrete Verbesserungsvorschläge.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die untersuchten Arbeitsverhältnisse langfristig kaum motivierend wirken und die Zeitarbeit primär als prekäre Übergangslösung fungiert.
Schlüsselwörter
Zeitarbeit, Arbeitsmotivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Herzberg, Hygienefaktoren, Motivatoren, Arbeitnehmerüberlassung, Arbeitszufriedenheit, equal pay, Personalmanagement, Beschäftigungsform, Flexibilisierung, Prekarität, Unternehmenspolitik, Mitarbeiterführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Motivationslage von Zeitarbeitnehmern, die in Tätigkeiten ohne besondere Qualifikationsanforderungen arbeiten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitsbedingungen, der Bezahlung, der sozialen Integration im Betrieb sowie der Karrierechancen in der Zeitarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg zu bewerten, ob Zeitarbeitnehmer als zufrieden und motiviert betrachtet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um die Prinzipien von Herzberg auf die realen Rahmenbedingungen der Zeitarbeitsbranche anzuwenden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Hygienefaktoren und Motivatoren mit der täglichen Praxis, ergänzt um konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssituation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Zeitarbeit, Arbeitsmotivation, Hygienefaktoren, Motivatoren, equal pay und Arbeitszufriedenheit.
Warum spielt der Gleichstellungsgrundsatz "equal pay" eine so große Rolle?
Da die Bezahlung ein entscheidender Hygienefaktor ist, beeinflusst das Scheitern dieses Grundsatzes durch Tarifklauseln maßgeblich die Arbeitsunzufriedenheit der Zeitarbeitnehmer.
Kann Zeitarbeit laut Autor langfristig motivieren?
Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Tätigkeit in der Zeitarbeit langfristig gesehen nicht motiviert und meist nur als Übergangslösung dient.
- Citation du texte
- Marina H. (Auteur), 2014, Mitarbeitermotivation in der Arbeitnehmerüberlassung in Anlehnung an die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/382976