Diese Seminararbeit untersucht die Alltagsbewältigung für von der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung betroffene Kinder und Jugendliche. Das zweite Kapitel definiert zunächst den Begriff des ADHS, sowie die zu erfüllenden Kriterien und klärt im zweiten Abschnitt die Frage, ob ADHS eine "Modestörung" sei. Das dritte Kapitel untersucht die Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung. Im vierten Kapitel erfolgen im ersten Abschnitt die allgemeinen und erblichen Ursachen für ADHS. Im zweiten Abschnitt werden die neurobiologischen Faktoren zusammengefasst. Im fünften Kapitel wird die Durchführung der Diagnose ersichtlich. Das sechste Kapitel beschreibt den Lebensverlauf eines ADHS Betroffenen in den Phasen des Kleinkindalters, Schulalters und der Pubertät.
Im nachfolgenden Kapitel wird auf die Handlungsmöglichkeiten eingegangen, die Lehrer und Eltern als Unterstützung der Alltagsbewältigung nutzen können. Anschließend werden im achten Kapitel moderne Therapien, Handlungskonzepte und Methoden der ADHS Bewältigung vorgestellt. Das neunte Kapitel "ADHS im Kontext" befasst sich zunächst mit der Hochbegabung, anschließend mit den Defiziten eines ADHS Betroffenen. Es wird erklärt, wie diese Phänomene zustande kommen. Im letzten Kapitel wird auf den oben genannten Ansatz eingegangen. Anschließend werden die Erkenntnisse und Erfahrungen zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. ADHS
2.1 Definition Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
2.2 ADHS - eine Modestörung
3. Symptome
4. Ursachen
4.1 Erbliche Ursachen für ADHS
4.2 Neurobiologische Ursachen
5. Diagnose
6. Der Lebensverlauf mit ADHS
6.1 Kleinkindalter
6.2 Schulalter
6.3 Pubertät
7. Handlungsmöglichkeiten
7.1 Betroffene Person und Lehrkraft
7.2 Eltern und Kind
8. Therapie
8.1 Die Verhaltenstherapie
8.2 Medikamentöse Therapie
9. ADHS im Kontext
9.1 ADHS und Hochbegabungen
9.2 ADHS und Depressionen
9.3 ADHS und Zwang
10. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Möglichkeiten der Alltagsbewältigung für Kinder und Jugendliche, die von einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betroffen sind, und beleuchtet dabei sowohl Ursachen und Symptome als auch therapeutische Ansätze und den Umgang im sozialen Umfeld.
- Grundlegende Definition und Einordnung von ADHS
- Entstehungsursachen, insbesondere erbliche und neurobiologische Faktoren
- Phasen des Lebensverlaufs mit ADHS vom Kindesalter bis zur Pubertät
- Praktische Handlungsmöglichkeiten für Eltern und Lehrkräfte zur Alltagsunterstützung
- Therapeutische Interventionsmöglichkeiten, einschließlich Verhaltens- und medikamentöser Therapie
Auszug aus dem Buch
6.3 Pubertät
Die im Schulalter aufgezeigten Probleme spitzen sich in der Pubertätsphase zu, da zusätzliche Emotionen eine bedeutende Rolle spielen. Die betroffenen Personen besitzen zwei Seiten. Zum einen zeigen sie ihre sensible Seite und können mitempfinden, zum anderen können sie egoistisch sein. Im Vergleich zu „normalen“ Jugendlichen denken und fühlen die Betroffenen exzessiv. Sie finden keine Balance. Entweder lieben oder hassen sie etwas. Die Emotionen weisen ein ständiges auf und ab auf, eine Erklärung dafür ist selbst für den Betroffenen selten möglich. Ein weiterer Aspekt dieser Phase ist die ausbleibende Reifung. Der Betroffene möchte Kind bleiben und den Spaß nicht verlieren. Erwachsen werden gehört nicht zu seinem Vorhaben. Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein können dem Betroffenen nur selten zugeschrieben werden. In der Schule erscheinen sie weiterhin unkonzentriert und demotiviert, alltägliche Verpflichtungen rücken in den Hintergrund. In der Pubertät testen Jugendliche ihre Grenzen aus und überschreiten diese auch regelmäßig. Beim Betroffenen geht dieses Vorhaben oft ins Extreme. Dieser benötigt Reize und extreme Situationen, um sich wohl zu fühlen. Durch den ständigen Drang etwas Neues, Extremes zu erleben steigt der Adrenalinspiegel. Aktionen, wie Fahren ohne Führerschein, das Begehen von Diebstählen und Ähnlichem geben dem Betroffenen das gewünschte Abenteuer. Durch solch beschriebene Geschehnisse verliert der Jugendliche den Anschluss zu anderen Gleichaltrigen. Oft folgen Bekanntschaften zu problematischen Individuen, deren Verhalten dem des Betroffenen ähnlich ist. Kriminelle Verhaltensmuster sind die Folge, vor allem dann, wenn Jugendliche im Kindesalter Aggressionen gezeigt und keine Grenzen erfahren haben. Auch das Suchtpotential steigt. Der Konsum von Drogen bietet die Glücksgefühle, die im Normalzustand nur selten erfahren werden. Oft geht der Leidtragende auch hier zu weit und über seine Grenzen hinaus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit und skizziert den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung zur Alltagsbewältigung bei ADHS.
2. ADHS: Dieses Kapitel liefert eine fachliche Definition des Störungsbildes gemäß DSM-IV und diskutiert kritisch die Einordnung von ADHS als „Modestörung“.
3. Symptome: Hier werden die charakteristischen Symptome und das Erscheinungsbild von ADHS bei betroffenen Kindern und Jugendlichen analysiert.
4. Ursachen: Das Kapitel betrachtet die Entstehung von ADHS unter dem Fokus auf erbliche Faktoren sowie neurobiologische Ursachen und Funktionsstörungen.
5. Diagnose: Dieser Abschnitt beschreibt den komplexen Prozess der klinischen Diagnosestellung und die notwendige Differenzialdiagnostik.
6. Der Lebensverlauf mit ADHS: Hier wird die Entwicklung Betroffener durch die verschiedenen Lebensphasen, vom Kleinkindalter über das Schulalter bis hin zur Pubertät, nachgezeichnet.
7. Handlungsmöglichkeiten: Das Kapitel bietet konkrete Empfehlungen und Strategien für Lehrkräfte und Eltern, um den Alltag betroffener Kinder unterstützend zu gestalten.
8. Therapie: Es werden moderne therapeutische Ansätze vorgestellt, mit einem Fokus auf Verhaltenstherapie und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.
9. ADHS im Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet ADHS in Verbindung mit weiteren Phänomenen wie Hochbegabung, Depressionen und Zwangsstörungen.
10. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Unterstützung für Betroffene.
Schlüsselwörter
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Erziehung, Kindesentwicklung, Alltagsbewältigung, Verhaltenstherapie, medikamentöse Therapie, Hochbegabung, Depression, Zwang, Schule, Elternhaus, Diagnose, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Alltagsbewältigung von Kindern und Jugendlichen, die von ADHS betroffen sind, und untersucht, wie diese im privaten und schulischen Umfeld unterstützt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ursachen von ADHS, die Diagnose, den Lebensverlauf in verschiedenen Altersstufen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten und Therapieansätze.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie ein strukturierter Alltag und professionelle Unterstützung dazu beitragen können, die Lebensqualität von betroffenen Kindern und Jugendlichen trotz der chronischen Symptomatik zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit anerkannten Diagnoseschemata (DSM-IV) sowie pädagogischen und therapeutischen Fachpublikationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung zu Ursachen und Symptomen, die Darstellung des Lebensverlaufs sowie einen umfangreichen praktischen Teil zu Handlungsmöglichkeiten für Eltern und Lehrer und verschiedenen Therapieformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ADHS, Alltagsbewältigung, Verhaltenstherapie, Erziehung, Förderung, Diagnose und psychosoziale Entwicklung charakterisiert.
Wie bewertet die Autorin die medikamentöse Therapie bei ADHS?
Die Autorin sieht Medikamente als begleitende Maßnahme, warnt jedoch davor, diese ohne eine begleitende Therapie und kompetente Beratung einzusetzen, da sie alleine keine Verhaltensänderungen bewirken.
Welche Rolle spielt das soziale Umfeld für die Entwicklung ADHS-Betroffener?
Das soziale Umfeld, insbesondere Eltern und Lehrkräfte, spielt eine entscheidende Rolle. Durch klare Strukturen, geduldige Begleitung und einen wertschätzenden Umgang können Betroffene besser mit ihrer Störung umgehen lernen.
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- Isabell Scieszka (Author), 2016, Modekrankheit oder ernst zu nehmende Beeinträchtigung? Wie Kinder und Jugendliche mit ADHS ihren Alltag bewältigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383017