Aus zahlreichen Zeitungsartikeln, Fachmagazinen und statistischen Erhebungen geht hervor, dass der Fachkräftemangel in Handwerksberufen in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Als besonders problematisch wird dabei die extreme Dezimierung (zwischen den Jahren 2000 und 2014 um ca. -53%) der Anzahl an Auszubildenden im Tischlerhandwerk herausgestellt.
Diese "Studium in Praxis - Arbeit" thematisiert die Strategie von Social Media Recruiting als Möglichkeit, dem oben genannten Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Social Media kann im Bewerbungsprozess als Informationsquelle für potentielle Bewerber eingesetzt werden um Kommunikation zwischen den Bewerbern und den Unternehmen aufzubauen. Durch einen anschaulich gestalteten Internetauftritt in diversen sozialen Netzwerken durch Videos, Fotos und Kommentaren kann eine direkte und authentische Ansprache an die möglichen Bewerber erfolgen, sodass diese auf das Unternehmen aufmerksam werden.
Die sozialen Medien stellen eine vielversprechende Ergänzung zu den traditionellen Informationskanälen, wie zum Beispiel Printanzeigen, Karrieremessen oder der Unternehmenswebsite dar. Die bisherigen Studien im Bereich der Internetrekrutierung beziehen sich auf die Charakteristika und Wirkungsweise von Websites oder auf die Karriereplattformen. Empirische Studien zu sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook, Twitter, XING, LinkedIn und deren Ausgestaltung fehlen bislang.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Methodisches Vorgehen
2 Einführung „Social Media“
2.1 Bedeutung Social Media Recruiting
2.2 Social Media Recruiting in der Tischlerbranche aktuell
2.3 Social Media Recruiting am Beispiel der Audi AG
3 Bedeutung der Auszubildenden für einen Betrieb
3.1 Veränderung der Anzahl der Tischlerauszubildenden vom Jahr 1999-2014
3.2 Veränderung der Anzahl der Tischlereibetriebe vom Jahr 2000-2014
3.3 Auszubildendenrecruiting im traditionellen Handwerksbetrieb
3.4 Zwischenfazit
4 Was sollte man beim Social Media Recruiting beachten?
4.1 Kosten Social Media Recruiting
4.2 Risiken Social Media Recruiting
5 Hoffnung und Wünsche der Generation Y
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Social Media Recruiting als Strategie für Handwerksbetriebe, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und insbesondere junge Auszubildende anzusprechen. Dabei werden Herausforderungen, Risiken und praktische Ansätze für kleine Unternehmen analysiert.
- Bedeutung von Social Media im Recruiting-Prozess
- Analyse der demografischen Situation und Auszubildendensituation im Tischlerhandwerk
- Kosten-Nutzen-Betrachtung und strategische Planung von Social-Media-Aktivitäten
- Vergleich zwischen traditionellen Rekrutierungswegen und digitalen Plattformen
- Berücksichtigung der Bedürfnisse der Generation Y bei der Berufswahl
Auszug aus dem Buch
2 Einführung „Social Media“
Der englische Ausdruck „Social Media“, leitet sich von dem lateinischen Terminus „socius“ (lat. Gemeinsam, verbunden, verbünden) ab und bezeichnet die Verbindung von Menschen durch virtuelle Interaktion miteinander.
„Social Media“ umfasst zahlreiche nationale und internationale soziale Netzwerke, welche diverse Möglichkeiten der Onlineverbindung von Einzelpersonen bzw. Personengruppen in Bezug auf Kommunikation sowie Interesses- und Informationsaustausch zur Verfügung stellen. So fokussieren die Plattformen gemäß ihrer Bezeichnung als „Social Media“ den gegenseitigen Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Eindrücken. Aktuell gehören nicht nur Netzwerke und zwei Netzwerkgemeinschaften den sozialen Medien an, sondern alle Formen von Internetplattformen, Internetseiten und webbasierten Softwarelösungen, die die o.g. Anforderungen erfüllen. Demzufolge fallen nicht nur die bekanntesten Netzwerke (z. B. Facebook, XING, Google+ o. ä.), sondern auch zunehmend etablierte Webblogs, Microwebbloggs (z.B.Twitter) sowie zahlreiche Sharingplattformen (z.B. Youtube, Instagram, Snapchat etc.) in den Definitionsbereich eines sozialen Netzwerks.
Im Folgenden werden zunächst die größten und gleichsam bedeutendsten sozialen Netzwerke inklusive der aktiven Nutzerzahlen in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) herausgestellt, sowie eine anschließende Bewertung angestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Fachkräftemangels im Handwerk ein und definiert das Ziel, Social Media Recruiting als Lösungsstrategie zu untersuchen.
2 Einführung „Social Media“: Hier werden Definitionen und die Bedeutung sozialer Medien sowie deren Relevanz für das moderne Personalrecruiting dargelegt.
3 Bedeutung der Auszubildenden für einen Betrieb: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der Ausbildung für Betriebe sowie die statistische Entwicklung der Auszubildendenzahlen im Tischlerhandwerk.
4 Was sollte man beim Social Media Recruiting beachten?: Der Abschnitt behandelt strategische Voraussetzungen, notwendige Ist-Analysen sowie die Kosten- und Risikostruktur bei der Einführung von Social-Media-Recruiting-Maßnahmen.
5 Hoffnung und Wünsche der Generation Y: Hier werden die Erwartungen und Mediennutzungsgewohnheiten der jungen Generation an potenzielle Arbeitgeber analysiert.
6 Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage positiv und empfiehlt kleinen Betrieben den professionellen, aber zeitlich steuerbaren Einstieg in soziale Netzwerke zur Mitarbeitergewinnung.
Schlüsselwörter
Social Media Recruiting, Handwerk, Fachkräftemangel, Tischlerhandwerk, Auszubildende, Generation Y, Personalbeschaffung, Online-Marketing, Strategie, Arbeitgebermarke, Internet, Jugendliche, Digitale Medien, Ausbildung, Nachwuchsgewinnung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob und wie kleine Handwerksbetriebe – speziell aus dem Tischlerhandwerk – soziale Medien nutzen können, um erfolgreich neue Mitarbeiter und Auszubildende zu gewinnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Fachkräftemangel im Handwerk, die Digitalisierung der Personalbeschaffung sowie die veränderten Anforderungen der Generation Y an den Arbeitsmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Handwerksunternehmen Social Media effektiv einsetzen können, welche Kosten damit verbunden sind und welche Risiken es bei der Strategieumsetzung zu beachten gilt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, statistischen Auswertungen sowie auf Experteninterviews mit Verbandsvertretern und praktizierenden Unternehmern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation in der Tischlerbranche, stellt Strategien für das Social Media Recruiting vor, beleuchtet Kosten- und Risikoaspekte und untersucht die Wünsche der heutigen Jugend.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Social Media Recruiting, Fachkräftemangel, Handwerk, Generation Y und Personalbeschaffung.
Warum haben viele Tischlerbetriebe bisher keine Social-Media-Präsenz?
Viele Betriebsinhaber geben an, dass ihnen die Zeit für die Pflege fehlt oder sie das Potenzial dieser Medien für ihr spezielles Handwerk bisher nicht als notwendig erachtet haben.
Welche Rolle spielt die Audi AG als Vergleichsbeispiel?
Die Audi AG dient als Vorzeigeunternehmen, um zu demonstrieren, wie professionelles Social Media Recruiting aufgebaut ist, wobei die Arbeit einschränkt, dass kleine Betriebe diesen Aufwand in reduziertem Maße adaptieren sollten.
- Quote paper
- Fabian Hermens (Author), 2016, Social Media Recruiting. Strategien und Wege zur Optimierung der Situation der Auszubildenden im Tischlerhandwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383416