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Erneuerung durch Begegnung. Wort, Geist und Gemeinschaft. Gesammelte Aufsätze

Studienreihe IGW Band 3

Title: Erneuerung durch Begegnung. Wort, Geist und Gemeinschaft. Gesammelte Aufsätze

Textbook , 2017 , 172 Pages

Autor:in: Matthias Wenk (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Dieses Buch ist ein Sammelband von Vorträgen rund um die Themen Hermeneutik, Pneumatologie, Kirche und Sozialethik. Es handelt sich somit nicht um eine systematische Darstellung zu einem Thema, aber das ist ja schon beim Wort so. Der mündliche Charakter ist bewusst beigehalten worden, und am Anfang von jedem Aufsätz wird definiert, welche Frage konkret im Raum stand und behandelt wurde.

Um „das Wort” geht es in diesem Buch; darum, wie es zur Sprache kommt, sei das, wie es sich selber in Szene setzt, oder wie es von seinen Leserinnen und Lesern aufgenommen und weitergesprochen wird. Dieses Wort behauptet jedoch von sich selber, ohne Geist nicht wirklich Leben zu wecken, also kann man nicht vom und mit dem Wort reden, ohne auch den Geist zur Sprache kommen zu lassen. Die Kombination von Wort und Geist geht ja schon auf die Anfänge zurück, von denen das Wort erzählt: Der Geist Gottes schwebt über den Chaosmächten, und das Wort ruft Leben aus dem Nichts hervor. Und damit sind wir bereits beim dritten Schwerpunkt dieses Buches – und des Wortes – angelangt: Wenn Wort und Geist zusammenkommen wird es handfest, dann entsteht Leben, Gemeinschaft und Schönheit. Oder um noch einmal auf das Wort zurückzugreifen: Es wird Fleisch (Inkarnation), denn Wort und Geist bewirken konkrete Lebensäusserungen und Vielfalt. Eine davon ist die Kirche (in ihrer ganzen Vielfalt), deshalb ist in diesem Buch auch von ihr die Rede. Noch etwas: Das Wirken des Geistes gibt es gemäss dem Wort nicht ohne gelebte Solidarität mit allem Leben, welches das Wort und der Geist hervorrufen. Also wird auch davon die Rede sein. Man kann die Stimme des Wortes nicht hören und das Wirken des Geistes nicht erfahren, ohne solidarisch mit der Schöpfung zu leben. Wer sich von der Schöpfung entfremdet oder sich von der leidenden Schöpfung distanziert, begibt sich schnell ausser Hörweite des Wortes und ausser Reichweite des Geistes. Davon ist in diesem Buch auch die Rede.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Wie das Wort sich präsentiert

Missionale Hermeneutik

Gott – Grund zur Hoffnung

Der Geist in eigener Mission

Pneumatologie als Solidarität Gottes mit dem bedrängten Leben

Der Heilige Geist – zwischen Erlebniskick und Gotteserfahrung

Anderen helfen, Gott zu erfahren

Dein Reich komme: Gottes Handeln und unser menschliches Wirken

Kirche mit Zukunft; Zukunft der Kirche

...den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen

Mission ist Versöhnung

Migration: Theologie als Befreiung in einem von Angst besetzten Thema

Jüngerschaft, Nachfolge und Heiligung im Verlauf der Kirchengeschichte

Missionale Eschatologie

Hölle: Gedanken zu einem heissen Thema

Veröffentlichungen Matthias Wenk

Zielsetzung & Themen

Das Buch untersucht die lebensverändernde Kraft des christlichen Glaubens durch eine missionale Hermeneutik und Pneumatologie. Im Zentrum steht die Frage, wie biblische Texte heute als lebendiges Gegenüber wahrgenommen werden können, um Hoffnung, Trost und Identität in einer komplexen Welt zu stiften und eine christliche Praxis zu begründen, die solidarisch mit dem bedrängten Leben ist.

  • Biblische Hermeneutik und das Verständnis der Bibel als lebendiges Gegenüber
  • Die missionale Rolle des Heiligen Geistes in Schöpfung und Neuschöpfung
  • Sozialethische Implikationen einer Pneumatologie der Solidarität
  • Die Kirche als Zeugin einer Hoffnung, die sich kritisch mit der Gegenwart auseinandersetzt
  • Praktische Aspekte von Jüngerschaft und Nachfolge im Kontext der Kirchengeschichte

Auszug aus dem Buch

Wie das Wort sich präsentiert

In meinem Referat werde ich keine Hermeneutik präsentieren, sondern mich direkt der Frage zuwenden, was wir bedenken müssen, damit die Menschen sich wieder auf die Bibel einlassen. Diese Frage ist jedoch eine andere als die, wie es dazu kommt, dass wir die Bibel verstehen. Unsere Fragestellung ist demzufolge grundlegenderer Art, denn erst, wenn Menschen sich überhaupt auf die biblischen Texte einlassen, kommt es zur Frage nach dem Verstehen. Somit habe ich die Grenzen meines Vortrages auch schon einmal abgesteckt.

Ich möchte die Frage, was wir bedenken müssen, damit Menschen sich wieder vermehrt auf die Bibel einlassen, mit einem Abschnitt aus dem Roman von Hakan Nesser, Mensch ohne Hund beginnen, denn dort kommt zur Sprache, wie das Wort von Menschen in unserer Zeit, die sich als nicht gläubig bezeichnen, wahrgenommen wird. In dem besagten Abschnitt besucht Benita Ormson ihre Freundin Ebba, welche in einer psychiatrischen Klinik stationiert ist. Hören wir einmal, was die zwei miteinander reden, denn ihr Gespräch ist für unsere Fragestellung sehr hilfreich:

Benita Ormson brachte ihrer alten Freundin und Studienkollegin zwei Geschenke mit, und als sie allein im Zimmer waren, packte sie sie aus. Das eine war eine Tüte Mariannekaramellen, das andere war eine Bibel. „Ich bin nicht gläubig”, erklärte Ebba. „Ich auch nicht”, nickte Benita Ormson. „Würde nie auf die Idee kommen. Aber mit der Bibel ist es etwas anderes, weisst du. ... Du bist kein Gesellschaftsmensch, Ebba, aber in gewissen Situationen schafft man es allein nicht. Deshalb habe ich dir die Bibel mitgebracht.” ... „Mein Gott, Benita, du weisst doch, dass ich...” „Mit irgend jemandem musst du Kontakt haben, Ebba. Mit jemandem musst du sprechen. Du hast vierzig Jahre lang nur mit dir Kontakt gehabt, und jetzt bist du erschöpft. Du musst entscheiden, andere Menschen oder der liebe Gott. ... Ebba, und es geht hier nur um dich. Ich bin nicht im Geringsten religiös, das weisst du. Vielleicht bin ich nicht einmal gläubig. Aber in diesem Buch sind zehntausend Jahre menschlicher Erfahrung gesammelt. Es ist keine Propagandaschrift, es ist Weisheit. Und was du brauchst, das ist Trost. Trost, Liebe und eine reichliche Dosis Gnade, es gibt nichts Anderes, was dir helfen könnte” (Nesser 2007:502).

Zusammenfassung der Kapitel

Wie das Wort sich präsentiert: Untersucht, wie Menschen in der heutigen Zeit, auch jenseits eines expliziten Glaubens, Zugang zur Bibel als Quelle von Lebensweisheit und Trost finden können.

Missionale Hermeneutik: Entwickelt eine praktisch-theologische Perspektive, in der Auslegung als identitätsstiftende Begegnung zwischen dem Text und dem Leben verstanden wird.

Gott – Grund zur Hoffnung: Analysiert, warum der christliche Glaube nicht auf trügerischen Projektionen beruht, sondern in Gottes Handeln und Zusicherungen verankert ist.

Der Geist in eigener Mission: Erörtert die unauflösbare Verbindung von Geist und Mission, wobei der Geist als treibende Kraft für die Erneuerung der Schöpfung aufgezeigt wird.

Pneumatologie als Solidarität Gottes mit dem bedrängten Leben: Führt eine sozialethische Untersuchung durch, die den Geist als solidarische Kraft mit dem Leidenden in den Vordergrund stellt.

Der Heilige Geist – zwischen Erlebniskick und Gotteserfahrung: Reflektiert über die Unterscheidung zwischen psychologischen Phänomenen und tatsächlichem Wirken Gottes im Alltag.

Anderen helfen, Gott zu erfahren: Diskutiert die Rolle kirchlichen Handelns und pastoraler Begleitung bei der Vermittlung von Gotteserfahrungen ohne Klerikalismus.

Dein Reich komme: Gottes Handeln und unser menschliches Wirken: Betrachtet das Spannungsfeld zwischen göttlichem Wirken und menschlicher Verantwortung im pastoralen Dienst.

Kirche mit Zukunft; Zukunft der Kirche: Fragt nach dem Eigenprofil einer Kirche, die in einer säkularen und pluralistischen Gesellschaft ihre eschatologische Identität bewahrt.

...den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen: Ergründet den Begriff der Freiheit als relationalen Begriff und Kern christlicher Identität.

Mission ist Versöhnung: Betont Versöhnung als zentralen Demonstrationspunkt christlicher Präsenz in einer von Spaltung geprägten Welt.

Migration: Theologie als Befreiung in einem von Angst besetzten Thema: Bietet einen theologischen Rahmen an, um den Ängsten im Kontext von Migration mit Gastfreundschaft und Identitätsfestigung zu begegnen.

Jüngerschaft, Nachfolge und Heiligung im Verlauf der Kirchengeschichte: Skizziert historische Modelle der Nachfolge und reflektiert deren Relevanz für heutige Herausforderungen.

Missionale Eschatologie: Definiert christliche Eschatologie als einen missionalen Auftrag, der das Leben in der Welt durch die Hoffnung auf Vollendung transformiert.

Hölle: Gedanken zu einem heissen Thema: Dekonstruiert populäre Vorstellungen von Hölle als Vergeltungsort und stellt den biblischen Befund in einen Zusammenhang mit der Überwindung des Bösen.

Schlüsselwörter

Pneumatologie, Mission, Hermeneutik, Solidarität, Reich Gottes, Hoffnung, Identität, Nachfolge, Schöpfungstheologie, Versöhnung, Sozialethik, Eschatologie, Kirche, Bibel, Jüngerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?

Das Buch versammelt Aufsätze, die sich mit dem Zusammenspiel von biblischem Wort, Wirken des Heiligen Geistes und menschlicher Gemeinschaft befassen, um eine missionale Theologie für die heutige Zeit zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen Hermeneutik, Pneumatologie, Sozialethik, Ekklesiologie, Eschatologie sowie die praktische Frage nach Nachfolge und Jüngerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den christlichen Glauben aus seiner oft als „privat“ oder „jenseitig“ missverstandenen Ecke zu befreien und als lebensnahe, solidarische und zukunftsstiftende Kraft in der Welt darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine praktisch-theologische und missiologische Methode an, die biblische Texte und kirchengeschichtliche Modelle mit aktuellen sozialethischen Herausforderungen in einen Dialog bringt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Vorträge, die Themen wie das Verhältnis von Glaube und Erfahrung, die ethische Verantwortung der Kirche und die Überwindung des Bösen in der Welt anhand von Schlüsseltexten der Bibel untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Pneumatologie, Mission, Hoffnung, Solidarität, Reich Gottes, Kirche und Freiheit sind zentrale Begriffe, die das theologische Denken des Autors prägen.

Wie unterscheidet sich die Perspektive des Autors von anderen evangelikalen Ansätzen?

Der Autor plädiert für eine Abkehr von einer rein individualistischen oder kognitiven Schriftauslegung hin zu einer ganzheitlichen, erfahrungsorientierten Hermeneutik, die stark die soziale und ökologische Verantwortung der Kirche betont.

Welche Rolle spielt die „Ohnmacht“ im pastoralen Kontext?

Der Autor zeigt auf, dass der pastorale Beruf oft mit der Unmöglichkeit verbunden ist, den „Erfolg“ selbst zu garantieren, und dass es eine Kernkompetenz ist, diese Ohnmacht auszuhalten und Gott das Handeln zu überlassen.

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Details

Title
Erneuerung durch Begegnung. Wort, Geist und Gemeinschaft. Gesammelte Aufsätze
Subtitle
Studienreihe IGW Band 3
Author
Matthias Wenk (Author)
Publication Year
2017
Pages
172
Catalog Number
V383432
ISBN (eBook)
9783668585355
ISBN (Book)
9783668585362
Language
German
Tags
erneuerung begegnung wort geist gemeinschaft aufsätze studienreihe band Wenk igw missional sea
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Wenk (Author), 2017, Erneuerung durch Begegnung. Wort, Geist und Gemeinschaft. Gesammelte Aufsätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383432
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