Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - German as a Foreign Language

Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Transfer im deutsch-russischen Sprachgebrauch und die Problematik des Artikelgebrauchs bei russischsprachigen Deutschlernern

Title: Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Transfer im deutsch-russischen Sprachgebrauch und die Problematik des Artikelgebrauchs bei russischsprachigen Deutschlernern

Master's Thesis , 2017 , 62 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Dariya Smirnova (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im deutsch-russischen Sprachkontakt ist der Artikelgebrauch ein Bereich, in dem immer wieder solche Transfererscheinungen auftauchen. Die russische Sprache verfügt nicht über die Möglichkeit, Definitheit durch Artikel auszudrücken und diese Tatsache macht den Erwerb der deutschen Sprache daher für russischsprachige Deutschlerner schwierig. An der Stelle stellt sich die Frage, aus welchen Gründen man beim Zweitspracherwerb auf Schwierigkeiten stoßt. Wenn man eine Zweitsprache erlernt, kann es zu unterschiedlichen Formen von mehrsprachigem Sprechen kommen. Welche Formen sind das? Was sind die Faktoren, die den Spracherwerb beeinflussen? Das sind Fragen, die in der Erwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung immer wieder behandelt werden und die ein breites Untersuchungspektrum für die Fremdsprachenforscher bieten.

In dieser Studie soll nun die Problematik des Artikelgebrauchs bei russischsprachigen Deutschlernern untersucht werden. Diese Arbeit ist also ein Versuch, herauszufinden, inwieweit die Kompetenzen der russischsprachigen Deutschlerner im Bereich des Artikelgebrauchs in der deutschen Sprache von der Produktionsart (mündlich vs. schriftlich) abhängen und davon, ob die deutsche Sprache innerhalb des L2-Milieus und weitgehend auch ungesteuert oder gesteuert in reiner DaF-Umgebung erworben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie des Zweitspracherwerbs

2.1 Mehrsprachigkeit und Spracherwerb

2.2 Gesteuerter und ungesteuerter Spracherwerb im Erwachsenenalter im Vergleich

2.3 Komponenten des Zweitspracherwerbs

2.3.1 Das Sprachlernvermögen

2.3.2 Der Input

2.3.3 Der Antrieb

2.4 Transfer im L2-Erwerb

2.4.1 „Transfer“ - Begriffsklärung

2.4.2 Faktoren für das Auftreten von Transfer

2.4.3 Rolle des Transfers im L2-Erwerb

3 Kategorie der Definitheit/Indefinitheit

3.1 Artikel und Artikelgebrauch im Deutschen

3.1.1 Zum Terminus “Artikel”

3.1.2 Artikelgebrauch vs. Genusbestimmung

3.2 Funktionen des Artikels

3.2.1 Zählbarkeit / Unzählbarkeit

3.2.2 Klasse / Individuum

3.2.3 Deixis, Kataphora / Anaphora, Koordination (Zuordnung)

3.2.4 Partialität / Unikalität – Totalität

3.3 Gebrauchsweisen von Artikeln

3.3.1 Freier Gebrauch

3.3.2 Gebundener Gebrauch

3.4 Alternativen zum Ausdruck von Definitheit im Russischen

3.4.1 Syntaktische Mittel

3.4.2 Morphologische Mittel

4 Empirische Untersuchung

4.1 Methoden

4.1.1 Datenerhebung und Charakterisierung der Probanden

4.1.2 Zur Bestimmung von Artikelfehlern

4.2 Qualitative Darstellung der Ergebnisse

4.2.1 Freier Artikelgebrauch

4.2.2 Gebundener Artikelgebrauch

4.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

4.3 Quantitative Analyse

4.3.1 Verhältnis Aritkelfehler nach Produktionsart

4.3.2 Verhältnis Artikelfehler nach Erwerbsart

4.3.3 Verhältnis Artikelfehler nach Bereichen des Artikelgebrauchs

4.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

5 Zusammenfassung und Fazit

6 Bibliographie

7 Anhang:

7.1 Materialien zur Datenerhebung – gesprochene Sprache

7.2 Materialien zur Datenerhebung – geschriebene Sprache

7.2.1 Volltext “Freund und Helfer”

7.2.2 Lückentext basiert auf Volltext “Freund und Helfer”

7.3 Weitere Anlagen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Problematik des Artikelgebrauchs bei russischsprachigen Deutschlernern. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit die Kompetenz im Bereich des Artikelgebrauchs von der Produktionsart (mündlich vs. schriftlich) und der Erwerbsart (gesteuert in DaF-Umgebung vs. ungesteuert im L2-Milieu) beeinflusst wird.

  • Theoretische Grundlagen des Zweitspracherwerbs
  • Rolle des Transfers im L2-Erwerb
  • Kategorie der Definitheit/Indefinitheit im Deutschen und Russischen
  • Kontrastive Analyse von mündlicher und schriftlicher Sprachproduktion
  • Quantitative und qualitative Auswertung von Artikelfehlern

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Syntaktische Mittel

Die syntaktische Ebene spielt eine wichtige Rolle bei der Determination der Substantive in der russischen Sprache. Die Funktion des deutschen Artikels wird durch die Wortstellung realisiert (vgl. Bayer 2005: 12):

(23) Перед домом стоял мужчина. Мужчина курил сигарету. ‚Vor dem Haus stand ein Mann. Der Mann rauchte (eine) Zigarette‘ (ebd.: 12).

Normalerweise steht das indefinite Substantiv in der Rhema-Position. Wird es in weiteren Sätzen betont, so wird es Fall als Thema-Element eingeführt (ebd.: 12). Manchmal ist die Bedeutung des nachgestellten Substantivs nur durch den jeweiligen Kontext zu verstehen. So kann der Satz Пришел поезд sowohl als ‚Ein Zug kam‘ und ‚Der Zug kam‘ im Deutschen interpretiert werden je nachdem, was gefragt wird. Auf die Frage was geschah dann? ist die Rede von einem Zug, die Frage kam der Zug oder der Bus? setzt eine definite Bedeutung voraus (vgl. Böttger 2008: 207). Bayer (2005) weist auf den Zusammenhang zwischen den syntaktischen Ausdrucksmitteln mit den intonatorischen auf und führt das Beispiel von Wexler (1976) auf:

(24) Поезд пришел. ‚A train arrived’ (wider Erwarten)

(25) Поезд пришел. ‚The train arrived’

(26) Пришел поезд. ‚The train arrived’ (der lange erwartete Zug)

(27) Пришел поезд. ‚A train arrived’

Hier hängt die Semantik des Substantivs поезд nicht von der Thema-Rhema-Gliederung, sondern von der Betonung und dem Charakter der Äußerung ab. So kann ein Substantiv Indefinitheit ausdrücken, wenn „es in einer nichtgegliederten neutralen Äußerung in betonter Endposition bzw. in einer nichtgegliederten expressiven Äußerung in betonter Anfangsposition steht“ (Gladrow 1979: 109).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Schwierigkeiten russischsprachiger Deutschlerner beim Artikelgebrauch und Formulierung der Forschungsfragen sowie Hypothesen.

2 Theorie des Zweitspracherwerbs: Theoretische Darstellung von Spracherwerbsarten, den Komponenten des Spracherwerbs und der Rolle von Transferprozessen.

3 Kategorie der Definitheit/Indefinitheit: Analyse der Funktionen und Gebrauchsweisen von Artikeln im Deutschen sowie der alternativen Ausdrucksmittel im Russischen.

4 Empirische Untersuchung: Präsentation der Methodik, Datenerhebung und Durchführung einer kontrastiven Analyse von Fehlern im Artikelgebrauch bei verschiedenen Probandengruppen.

5 Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen hinsichtlich des Einflusses von Erwerbs- und Produktionsart.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Artikelgebrauch, Deutsch als Fremdsprache, Definitheit, Indefinitheit, Transfer, Russisch, Kontrastive Linguistik, Sprachproduktion, Nominalphrase, Syntax, Morphologie, Sprachkontakt, Empirische Studie, Interlanguage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen russischsprachiger Lerner beim korrekten Gebrauch von Artikeln in der deutschen Sprache im Kontext des deutsch-russischen Sprachkontakts.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Theorie des Zweitspracherwerbs, der sprachliche Transfer von der Erst- zur Zweitsprache sowie die funktionale und syntaktische Ebene der Artikelverwendung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, wie sich die Art des Spracherwerbs (gesteuert vs. ungesteuert) und die Produktionsart (mündlich vs. schriftlich) auf die Fehlerhäufigkeit beim Artikelgebrauch auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitatives und quantitatives Forschungsdesign gewählt, das Lückentests für die schriftliche Produktion und Bildbeschreibungen für die mündliche Sprachproduktion nutzte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Spracherwerb und Artikelgebrauch sowie den empirischen Teil, der die Untersuchung an dreißig Probanden detailliert auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zweitspracherwerb, Transfer, Artikelgebrauch, Definitheit, Indefinitheit, DaF, Kontrastive Linguistik und Nominalphrase.

Welche Rolle spielt der Unterschied zwischen gesteuertem und ungesteuertem Erwerb?

Die Studie zeigt, dass der Erwerbskontext weniger Einfluss auf die allgemeine Fehlerhäufigkeit hat, als ursprünglich in der ersten Hypothese vermutet wurde.

Wie unterscheiden sich mündliche und schriftliche Sprachproduktion bei den Probanden?

Die Probanden zeigen je nach Produktionsart unterschiedliche Stärken und Schwächen; die Ergebnisse legen nahe, dass die Produktionsart einen maßgeblichen Einfluss auf das Auftreten spezifischer Transferfehler hat.

Excerpt out of 62 pages  - scroll top

Details

Title
Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Transfer im deutsch-russischen Sprachgebrauch und die Problematik des Artikelgebrauchs bei russischsprachigen Deutschlernern
College
LMU Munich
Grade
2,4
Author
Dariya Smirnova (Author)
Publication Year
2017
Pages
62
Catalog Number
V384258
ISBN (eBook)
9783668593176
ISBN (Book)
9783668593183
Language
German
Tags
mehrsprachigkeit spracherwerb transfer sprachgebrauch problematik artikelgebrauchs deutschlernern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dariya Smirnova (Author), 2017, Mehrsprachigkeit und Spracherwerb. Transfer im deutsch-russischen Sprachgebrauch und die Problematik des Artikelgebrauchs bei russischsprachigen Deutschlernern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384258
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  62  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint