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Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen und Schreiben

Titre: Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen und Schreiben

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Dariya Smirnova (Auteur)

Didactique de l'Allemand - L'allemand en tant que langue étrangère
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, den Partikelgebrauch in Bezug auf das höfliche Schreiben und Sprechen zu untersuchen.
Zu Beginn wird der Begriff „Modalpartikeln“ zum besseren Verständnis des zu untersuchenden Gegenstandes erläutert. Besondere Aufmerksamkeit wird der Beziehung zwischen Partikeln und Höflichkeit gewidmet, die im nächstfolgenden Punkt analysiert wird. Dabei erfolgt eine theoretische Einschätzung beider Phänomene in der Partikel- und Höflichkeitsforschung. Anschließend wird der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen untersucht. Es folgt dabei ein Überblick über allgemeine Regeln des Partikelgebrauchs in der Interaktion, außerdem werden einzelne Fälle des Gebrauchs von Abtönungspartikeln anhand von Beispielen präsentiert. Im Folgenden wird aufgezeigt, wie die Verwendung von Partikeln im höflichen Schreiben zu Stande kommt. In dem Punkt wird der Partikelgebrauch in schriftlichen Texten analysiert, der folgend in konkreten Beispielen anschaulich gemacht wird. Abschließend folgt die Zusammenfassung der vorliegenden Arbeit und es wird ein abschließender Ausblick gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition „Modal-/Abtönungspartikeln“

3. Partikeln und Höflichkeit: theoretische Überlegungen zur Relation zwischen beiden Phänomenen

4. Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen

4.1. Allgemeine Prinzipien des Partikelgebrauchs in der Sprechsituation

4.2. Exemplarische Analyse der Höflichkeitsleistung einzelner Modalpartikeln

4.2.1. „Doch“ in Aufforderungssätzen

4.2.2. „Gerade“ und „Mal“ in Imperativ- und Aussagesätzen

4.2.3. „Ja“ in Nicht-Fragen

5. Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Schreiben

5.1. Begründung der Abtönungsschwierigkeit in der geschriebenen Sprache

5.2. Die Wirkung von Modalpartikeln in der Schriftsprache

5.3. Der Gebrauch von „denn“ im Kontext der schriftlichen Höflichkeit

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die funktionale Rolle von Modalpartikeln bei der Realisierung von Höflichkeit, sowohl in der gesprochenen als auch in der geschriebenen deutschen Sprache. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern diese Partikeln dazu beitragen, Äußerungen als höflicher oder sozial angemessener zu gestalten und welche Unterschiede sich zwischen den beiden kommunikativen Modi zeigen.

  • Theoretische Fundierung des Höflichkeitsbegriffs in Verbindung mit Modalpartikeln.
  • Analyse von Prinzipien des Partikelgebrauchs in der mündlichen Interaktion.
  • Untersuchung der spezifischen Höflichkeitsleistungen einzelner Partikeln wie „doch“, „gerade“, „mal“ und „ja“.
  • Kontrastierung des Partikelgebrauchs zwischen gesprochener Sprache und Schriftsprache.
  • Fallstudie zum Gebrauch der Partikel „denn“ in schriftlichen Kontexten.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. „Doch“ in Aufforderungssätzen

Bevor die Realisierung von Höflichkeit beim Einsatz der Partikel „doch“ anschaulich dargestellt wird, sollen einige wichtige Höflichkeitsregeln genannt werden, die in jeder Interaktion Gültigkeit haben. Eine erste Charakteristik besteht in der Respektierung der sozialen Stelle sowie die Wahrung der Würde und der Autonomie des anderen (vgl. Franck 1980: S. 190). Zum zweiten Aspekt gehören „die Prinzipien der Territorialwahrung und der Eigentumsverfügungsrechte und –pflichten, die auch als Teilbereiche der persönlichen Autonomie gelten können“ (ebd.).

Folgende Beispiele drücken eher das Erlauben und Auffordern aus, die im Sprechakt oft ähnlich strukturiert sind. Es gibt aber einen Punkt, in dem sie sich voneinander unterscheiden, und zwar geht es um die verschiedene Interessenverteilung. Bei Aufforderungen bezieht sich die gebotene Handlung auf das Interesse des Sprechers, der autoritär wirken soll, damit der Hörer seine Interessen akzeptiert und entsprechend denen handelt. Wenn die Rede von einer Erlaubnis ist, so kommt die erlaubte Handlung aus der Perspektive des Hörers und hat allgemein eine positive Wertung (vgl. Franck 1980: S. 191). Dies wird in folgenden Beispielen anschaulich:

(1) Nehmen Sie sich doch noch ein Stückchen Apfelkuchen!

(2) Nehmen Sie doch Platz! (A zu B im Hause von A)

(Franck 1980: S. 191)

Da der Sprecher A sich auf seinem Territorium befindet, hat er Recht, den Sprecher B zu etwas aufzufordern oder um etwas bitten. Wenn der Sprecher A von B eine bestimmte Handlung erwartet, die er ihm erlauben muss und die den Interessen des Sprechers B entspricht, so entsteht der Eindruck, dass diese Aktion auch im Interesse von A ist. Die von dem Sprecher A aufgeforderte Handlung wird wegen der konkreten Interessenstruktur als eine Erlaubnis verstanden (ebd.). „Es kann in einem Höflichkeitskontext mit Gleichrangigen auch gar keine echte Aufforderung sein, da A nur Gebote aus seinem Rechtsbereich aufheben, aber keine darüber hinausgehenden neuen Gebote gegenüber B etablieren kann“ (Franck 1980: S. 191). Anhand der vorgeführten Beispiele wurde also gezeigt, dass die Partikel „doch“ bei den Aufforderungen in bestimmten Interessenpositionen höflich sein kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der sprachlichen Höflichkeit ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des Partikelgebrauchs für eine angemessene und freundliche Kommunikation.

2. Definition „Modal-/Abtönungspartikeln“: Das Kapitel definiert Modalpartikeln als eine Klasse unflektierbarer Wörter, die konnotative Einschätzungen des Sprechers vermitteln und der Herstellung eines freundlichen Dialogkontakts dienen.

3. Partikeln und Höflichkeit: theoretische Überlegungen zur Relation zwischen beiden Phänomenen: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, in dem Höflichkeit als pragmatisches Phänomen verstanden wird, das eng mit dem interaktiven und kontextuellen Gebrauch von Partikeln verknüpft ist.

4. Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Partikeln als Mittel zur Linderung von Sprechakten und analysiert anhand spezifischer Partikeln deren Beitrag zur Höflichkeit in der mündlichen Interaktion.

5. Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Schreiben: Dieser Abschnitt thematisiert die Schwierigkeiten der Partikelverwendung in schriftlichen Texten und untersucht anhand konkreter Beispiele, unter welchen Bedingungen dennoch eine Abtönung stattfindet.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit über die Bedeutung von Modalpartikeln für die höfliche Kommunikation in Wort und Schrift.

Schlüsselwörter

Modalpartikeln, Abtönungspartikeln, Höflichkeit, Sprachgebrauch, Interaktion, Sprechakte, Höflichkeitsleistung, positive Politeness, negative Politeness, Schriftsprache, gesprochene Sprache, Pragmatik, Kommunikationsanalyse, Sprachwissenschaft, Dialog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Modalpartikeln (auch Abtönungspartikeln genannt) als sprachliches Mittel zur Steuerung von Höflichkeit in der deutschen Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Modalpartikeln, der Zusammenhang zwischen Höflichkeit und Sprachgebrauch sowie die Unterschiede in der Verwendung dieser Partikeln zwischen gesprochener Sprache und Schriftsprache.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Modalpartikeln die Höflichkeit einer Äußerung beeinflussen und warum deren Gebrauch in der geschriebenen Sprache seltener oder problematischer ist als in der gesprochenen Sprache.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse linguistischer Theorien und führt exemplarische Analysen von Sprechakten und schriftlichen Textbeispielen durch, um die Höflichkeitsleistung der Partikeln zu demonstrieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verknüpfung von Partikel- und Höflichkeitsforschung sowie in die konkrete Untersuchung der Anwendung von Partikeln in mündlichen Interaktionen und schriftlichen Texten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Modalpartikeln, Höflichkeit, Pragmatik, Sprachgebrauch, Sprechakte, Interaktion und der Vergleich zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit.

Wie genau wirkt die Partikel „doch“ in Aufforderungssätzen höflich?

„Doch“ wirkt in Aufforderungen höflich, indem es die soziale Distanz verringert und die Handlung aus der Perspektive des Hörers als eine Art Erlaubnis erscheinen lässt, die dessen Interessen berücksichtigt.

Warum ist der Gebrauch von Abtönungspartikeln in der Schriftsprache schwieriger?

Die Schriftsprache ist primär sachbezogen und unterliegt anderen rhythmischen Regeln sowie Anforderungen an den Stil, wodurch die für die Umgangssprache typische, gefühlsbetonte Abtönung weniger gebräuchlich ist.

Welche Rolle spielt die Partikel „denn“ in der schriftlichen Höflichkeit?

„Denn“ dient in schriftlichen Dialogen, etwa in Filmskripten, dazu, das Interesse des Sprechers am Hörer zu verdeutlichen, wodurch Freundlichkeit signalisiert und die Höflichkeit der Interaktion gestärkt wird.

Was unterscheidet „positive Politeness“ von „negative Politeness“ in diesem Kontext?

Die „negative Politeness“ zielt auf die Vermeidung von Gesichtsbedrohungen ab, während die „positive Politeness“ Strategien nutzt, um Wohlwollen zu zeigen und den Wunsch nach Bestätigung des Gesprächspartners zu erfüllen.

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Résumé des informations

Titre
Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen und Schreiben
Université
LMU Munich
Note
1,3
Auteur
Dariya Smirnova (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
18
N° de catalogue
V384263
ISBN (ebook)
9783668596306
ISBN (Livre)
9783668596313
Langue
allemand
mots-clé
gebrauch partikeln sprechen schreiben
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dariya Smirnova (Auteur), 2015, Der Gebrauch von Partikeln im höflichen Sprechen und Schreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384263
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Extrait de  18  pages
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