Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Gletschern in den Alpen, die dort in verschiedenen Typen auftreten. Vorzufinden sind dort einerseits ganz typische Talgletscher, anderseits aber auch Kargletscher und Gebirgsgletscher. Darüber hinaus sind auch Gletscherflecken, Hängegletscher und Lawinenkesselgletscher vorzufinden. Diese verschiedenen Gletschertypen haben durch ihr Vorstoßen und Abschmelzen verschiedene Formen durch Erosion und Ablagerung hinterlassen. Typische glaziale Erosionsformen in den Alpen sind Trogtäler, Rundhöcker, geschliffene Felswände und Kare, in denen die Gletscher entstehen. Bedeutend Ablagerungsformen sind Drumlins und Moränen.
Ebenso ist in den Alpen ein periglaziales Gebiet vorzufinden. Typisch für diesen Bereich sind der Permafrost und die sogenannten Blockgletscher, die im eigentlichen Sinn aber gar keine Gletscher sind.
Zuletzt wird das globale Gletscherschmelzen, welches auch an den alpinen Gletschern beobachtbar ist, sowie die daraus resultierenden, gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Globaler Einfluss von Gletschern
2 Einführende Begriffsdefinitionen
3 Gletscher in den Alpen
3.1 Gletschervorkommen in den Alpen
3.2 Gletscherarten/Typisierung der alpinen Gletscher
4 Alpine glaziale Abtragungs- und Aufschüttungsformen
4.1 Alpine Abtragungsformen
4.2 Alpine Aufschüttungsformen
5 Blockgletscher als typische periglaziale Form
6 Wandel der alpinen Gletscher
7 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die geomorphologischen Auswirkungen von Gletschern in den Alpen, analysiert verschiedene Gletschertypen sowie durch sie geprägte Abtragungs- und Aufschüttungsformen und beleuchtet den aktuellen Gletscherrückgang im Kontext des Klimawandels sowie dessen Folgen für Umwelt und Gesellschaft.
- Verteilung und Typisierung alpiner Gletscher
- Glaziale Erosions- und Akkumulationsformen
- Blockgletscher als Indikatoren für Permafrost
- Historische Gletscherschwankungen und der Einfluss der Kleinen Eiszeit
- Folgen des Gletscherschwunds für den Wasserhaushalt und Naturgefahren
Auszug aus dem Buch
Alpine Abtragungsformen
In den Alpen zählen „zu den typischen Erosionsformen […] die Kare, die Trogtäler, die geschliffenen Felswände, Rundhöcker, (und) Hängetäler“ (Veit 2002:100f).
Kare waren ursprünglich Mulden, die durch das Eis vertieft und vergrößert wurden. Sie sind oder waren also der Ursprungsort eines Gletschers. Nur die weitere Entwicklung eines Gletschers bewirkt, dass aus der einstigen Mulde ein großes Kar mit steilen Wänden und einem flachen Boden, wie beim Glacier Blanc (vgl. Abbildung 1), entsteht. Dies geschieht durch Schmelzwassererosion, Detersion und Detraktion. Ebenso werden die Hänge um das Kar herum zurückverlagert. Dies geschieht durch Frostverwitterung und durch den Transport des Gletschereises. Viele Kare werden durch eine Karschwelle, teilweise auch durch einen Moränenwall, auf der Talseite begrenzt. Nachdem sich das Eis zurückgezogen hat, bildeten sich in diesen Mulden teilweise Karseen (Embleton-Hamann 2007:76; Krainer 2010:41).
Wenn sich an mehreren Seiten eines Berggipfels Kare gebildet haben und weiterentwickeln, entstehen sogenannte Karlinge, wie in den Ötztaler Alpen gut erkennbar in Abbildung 13. Je weiter die Erosion fortschreitet, desto mehr ähneln die Spitzen einer Pyramide (Winkler 2009:119).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Globaler Einfluss von Gletschern: Einleitung in die Bedeutung von Gletschern für globale Prozesse, den Wasserhaushalt und das Relief der Alpen sowie ein Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Einführende Begriffsdefinitionen: Definition grundlegender geologischer und klimatischer Fachbegriffe wie Alpen, Pleistozän und Periglazial, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind.
3 Gletscher in den Alpen: Analyse der Verbreitung und unterschiedlicher Typen von Gletschern innerhalb des alpinen Raums.
4 Alpine glaziale Abtragungs- und Aufschüttungsformen: Beschreibung der landschaftsprägenden Formen, die durch Gletschereinwirkung durch Abtragung und Ablagerung entstanden sind.
5 Blockgletscher als typische periglaziale Form: Untersuchung der Entstehung, Bewegung und Eigenschaften von Blockgletschern als Anzeichen für alpinen Permafrost.
6 Wandel der alpinen Gletscher: Diskussion über historische Gletscherveränderungen von der Kleinen Eiszeit bis zur heutigen, durch den Klimawandel beschleunigten Gletscherschmelze.
7 Ausblick: Zusammenfassender Rückblick und Einschätzung künftiger Herausforderungen durch Gletscherschwund, insbesondere in Bezug auf Naturgefahren und Wasserknappheit.
Schlüsselwörter
Alpine Gletscher, Gletscherschwund, Klimawandel, Geomorphologie, Blockgletscher, Permafrost, Moränen, Trogtäler, Kare, Glaziale Erosion, Wasserhaushalt, Naturgefahren, Pleistozän, Kleine Eiszeit, Akkumulation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Gletschern in den Alpen, ihrer Rolle bei der Gestaltung der Landschaft sowie den Auswirkungen aktueller klimatischer Veränderungen auf diese Eismassen und ihre Umgebung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit thematisiert Gletschertypen, glaziale Erosions- und Aufschüttungsformen, die Rolle von Blockgletschern als Permafrostindikatoren sowie die Folgen des Gletscherschwunds für Umwelt und Mensch.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über die Vergletscherung in den Alpen zu geben, die geomorphologische Wirkung der Gletscher zu erklären und die Konsequenzen des Gletscherschwunds im Zuge des Klimawandels aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geographische Ausarbeitung, die auf der Analyse wissenschaftlicher Literatur, der Definition von Fachbegriffen und der Veranschaulichung durch zahlreiche Bildbeispiele von Gletscherformen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der alpinen Vergletscherung, die Typisierung der Gletscher, die Analyse glazialer Formenschätze (Abtragung und Aufschüttung), die Betrachtung von Blockgletschern und die Diskussion über den Gletscherrückgang.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Alpengletscher, Klimawandel, Geomorphologie, glaziale Abtragungsformen, Blockgletscher, Permafrost, Gletscherschwund und Wasserhaushalt.
Warum sind Blockgletscher besonders für diese Arbeit relevant?
Blockgletscher gelten als typisch alpine periglaziale Formen und dienen als wichtige Indikatoren für Permafrost, dessen Stabilität durch den Klimawandel bedroht ist.
Welche Folgen hat der Gletscherschwund für die Zukunft der Alpen?
Neben Landschaftsveränderungen drohen durch das Auftauen von Permafrost und Gletschern verstärkt Naturgefahren wie Murenabgänge sowie Wasserknappheit für Landwirtschaft und Tourismus durch den Wegfall der Gletscher als Wasserspeicher.
- Citation du texte
- Maria Terhorst (Auteur), 2017, Gletschervorkommen in den Alpen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384555