Personalmanagement mit Hinblick auf den demografischen Wandel


Hausarbeit, 2015
14 Seiten, Note: 1,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Demografische Alterung
2.1 Entwicklung derBevölkerungszahlen in Deutschland
2.2 Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt

3 Auswirkungen des demografischen Wandels im Personalmanagement
3.1 Definition und Aufgaben des Personalmanagements
3.2 Strategien für eine demografieorientiertes Personalmanagement

4 Schlussbetrachtung

5 Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Entwicklung der Altersstruktur in Deutschland.

Abb. 2: Aufbau des Personalwesens.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

In den letzten Jahrzehnten findet eine Strukturverschiebung im Altersaufbau unserer Gesellschaft als Folge des stetigen Geburtenrückgangs statt. Das ist heute unter dem Begriff "demografischer Wandel" bekannt.[1]

Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren weiter stark verändern. Die Zahl der älteren Menschen nimmt zu, dahingegen sinkt die Geburtenrate kontinuierlich und die Gesellschaft unterliegt durch Zuwanderung neuen interkulturellen Einflüssen.[2]

Besonders groß sind die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wirtschaft. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung aus dem kleiner werdenden Arbeitnehmerpotenzial geeignete Mitarbeiter[3] zu gewinnen und die bereits Vorhandenen an das Unternehmen langfristig mit attraktiv gestalteten Arbeitsplätzen zu binden.

"Deutsche Firmen taumeln ins Demografie-Desaster"[4], so Tauber und bereits in rund 15 Jahren werden 17 Prozent weniger Jugendliche in den Arbeitsmarkt nachwachsen, aber dafür bereits ein Drittel der Bundesbürger über 65 Jahre alt sein. Hinzu kommt, dass sich die Unternehmen in Deutschland mit dieser Problematik noch überhaupt nicht auseinandergesetzt haben, die durch die Vergreisung der Erwerbstätigen entsteht.[5] Dieses Referat beschäftigt sich mit der Fragestellung, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf das Personalmanagement hat und welche Maßnahmen möglich sind um den künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

2 Demografische Alterung

Im Folgenden wird die demografische Alterung - auch als demografischer Wandel bekannt[6] - der Gesellschaft und deren Auswirkung auf den Arbeitsmarkt erklärt.

2.1 Entwicklung derBevölkerungszahlen in Deutschland

Unter Demografie, oder auch Bevölkerungswissenschaften[7] versteht man Zusammengefasst die Ursachen, Verläufe und Folgen der Bevölkerungsbewegungen. Analysiert werden hier im Einzelnen die Geburten, Sterbefälle und die Bevölkerungswanderungen, wobei der Bevölkerungsstand die Anzahl der Einwohner auf einem definierten Gebiet und innerhalb eines definierten Zeitraums festlegt. Die demografische Alterung bezeichnet den Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung in Folge von Jugendrückgang durch eine geringere Geburtenrate und einer gleichzeitig höheren Lebenserwartung der Älteren.[8]

Seit Jahrzehnten werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren.[9] Gab es in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) 1993 noch 798.447 Geburten, waren es in 2013 nur noch 682.100 Geburten[10]. Das entspricht einem Rückgang von 14,57 Prozent in diesem Zeitraum. Dem entgegen steht jedoch die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung. Wurden 1990 die Männer durchschnittlich 72,6 Jahre und die Frauen 79 Jahre alt, waren es2010 bereits 77,2 Jahre bei den Männern und 82,7 Jahre bei den Frauen.[11] Basierend auf den statistischen Angaben wird bis zum Jahr 2050 die Bevölkerung in der BRD insgesamt abnehmen, jedoch unter erheblicher Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Die Generationengruppe der über 50 Jährigen wächst bis 2050 erheblich (siehe Abb.1) und stellt im Gegensatz zu heute eine immer wichtiger werdende Ressource für den Arbeitsmarkt dar. Die Generationengruppe der unter 20 Jährigen nimmt hingegen den kleinsten Anteil ein, was zu erheblichen Problemen bei der Nachwuchsgewinnung und dem Erhalt von Fachwissen führt (siehe Abb. 1). Ähnelte die Altersstruktur in Deutschland vor einigen Jahrzehnten noch einem Tannenbaum, also einem ausgewogenen Verhältnis zwischen jungen und alten Erwerbstätigen, so nimmt sie in der heutigen Zeit eher die Form eines Pilzes an, was ein schrumpfen der Erwerbstätigen bedeutet.[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Entwicklung der Altersstruktur in Deutschland.

Quelle: Statistisches Bundesamt, https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/Stand 20.12.2014

2.2 Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt

Durch die in Kapitel 2.1 beschriebene Veränderung der Altersstruktur ist schon heute ein unausgeglichenes Verhältnis zwischen der jungen, mittleren und alten Generation der Arbeitnehmerschaft zu erkennen. Da heute die mittlere Generation der Arbeitnehmer zwischen 30 und 45 Jahren das stärkste Segment darstellt, lässt sich für die nahe Zukunft daraus ableiten, dass die entstehende Generation der Alten den größten Anteil am Arbeitsmarkt haben wird.[13] In den neuen Bundesländern trifft man teilweise schon heute in einigen Betrieben auf diese Situation als Folge der mit Nachdruck betriebenen Frühverrentung ohne dabei jüngere Arbeitnehmer in gleicher Anzahl einzustellen, weil die Reduzierung des Personalbestandes aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich war und zudem auch noch eine Abwanderung junger Fachkräfte in die alten Bundesländer stattfindet.[14]

Generell ist die Altersstrukturverschiebung und deren Konsequenzen in den neuen Bundesländern wesentlich fortgeschrittener als im alten Teil der Bundesrepublik.[15]

Besonders treffend formulierte Eyer die Problematik bzgl. der Auswirkungen des demografischen Wandels:

"Bei der Bewältigung des demografischen Wandels geht es nicht nur um die älteren Menschen, sondern um den gesamten deutschen Arbeitsmarkt. Notwendig sind ausreichend qualifizierte und bezahlbare Arbeitskräfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Andernfalls wird die Arbeit wegrationalisiert oder exportiert, d.h. die Unternehmen lenken Neu und auch Ersatzinvestitionen dorthin, wo ausreichend qualifizierte und produktive Menschen zur Verfügung stehen." [16]

3 Auswirkungen des demografischen Wandels im Personalmanagement

Schwerpunkt dieses Kapitels sind die Auswirkungen des demografischen Wandels im Personalmanagement (PM) sowie Ansätze für ein Demografie-orientiertes PM.

3.1 Definition und Aufgaben des Personalmanagements

Personalmanagement ist mehr als nur das Verwalten von Personal in Form von Gestaltung der Arbeitsverträge, Abwicklung der monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnungen oder der Suche nach neuen Mitarbeitern. Vielmehr erstreckt sich das PM über verschiedene und mittlerweile immer komplexere Bereiche, wie z.B. die Personalentwicklung zur individuellen oder kollektiven Förderung der fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter eines Unternehmens.[17]

Im Laufe der industriellen Wirtschaftsentwicklung hat sich der Aufgabenbereich des PM auf Grund der gesteigerten und veränderten Anforderungen an die Arbeitnehmerschaft stetig erweitert und angepasst. So hatten Ende des 19. Jahrhunderts die Firmen für Ihre Mitarbeiter nur eine äußerst geringe Wertschätzung. Der Mitarbeiter war schlichtweg ein leicht zu ersetzendes Instrument zur Aufgabenerledigung, der nur der Arbeit nachging, weil er dafür Geld bekam.[18]

Erst Ende der 1940er Jahre begannen die ersten Ansätze den Mitarbeiter als humane Ressource, die sich mit der Zeit immer weiter entwickeln kann, neu zu entdecken.

[...]


[1] Vgl. Morschhäuser, M. et al.; Bertelsmann Stiftung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.) (2008), S.28.

[2] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, (abgerufen am: 20.12.2014).

[3] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde dieses Referat in fast ausschließlichmännlicher Schreibweise verfasst. Der gesamte Inhalt bezieht sich auf beide Geschlechter.

[4] Tauber, A., (abgerufen am: 28.12.2014).

[5] Vgl. Tauber, A., (abgerufen am: 28.12.2014).

[6] Vgl. Morschhäuser, M. et al.; Bertelsmann Stiftung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.) (2008), S. 28.

[7] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Bevölkerungswissenschaften, (abgerufen am: 20.12.2014).

[8] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: demografische Alterung, (abgerufen am: 20.12.2014).

[9] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, (abgerufen am: 20.12.2014).

[10] Vgl. Statistisches Bundesamt, "Anzahl der Geburten in Deutschland nach Bundesländern im Zehnjahresvergleich von 1993 bis 2013", (abgerufen am: 29.12.2014).

[11] Vgl. VDEK (2014). "Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren von 1950 bis 2060 (in Jahren)", (abgerufen am 20.12.2014).

[12] Vgl. Morschhäuser, M. et al.; Bertelsmann Stiftung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.) (2008), S. 29-30.

[13] Vgl. Morschhäuser, M. et al.; Bertelsmann Stiftung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.) (2008), S. 32.

[14] Vgl. Morschhäuser, M. et al.; Bertelsmann Stiftung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.) (2008),S. 32-33.

[15] Vgl. Morschhäuser, M. et al.; Bertelsmann Stiftung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (Hrsg.) (2008),S. 32-33.

[16] Eyer, E. (2013), S. 110.

[17] Vgl. Haubrock et al. (2009), S. 15-17.

[18] Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Personalmanagement mit Hinblick auf den demografischen Wandel
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bielefeld
Note
1,3
Jahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V384584
ISBN (eBook)
9783668595521
ISBN (Buch)
9783668595538
Dateigröße
754 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
personalmanagement, demografie, demografischer wandel, demographie, Überalterung, Altersstruktur, Personalbeschaffung
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Personalmanagement mit Hinblick auf den demografischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384584

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