Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 20th century

Die Strukturganzheit des Daseins in Heideggers "Sein und Zeit" § 39 bis § 42

Title: Die Strukturganzheit des Daseins in Heideggers "Sein und Zeit" § 39 bis § 42

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Felix Wieduwilt (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die folgende Hausarbeit widmet sich den ersten vier Paragraphen des sechsten Kapitels von Heideggers Hauptwerk "Sein und Zeit". Hatte Heidegger zuvor das Dasein in der Welt beschrieben und analysiert, seine Strukturmomente herausgearbeitet und die Ablehnung der klassischen Annahme von Objekt- Subjekt-Trennung vorgenommen, will Heidegger die einzelnen Momente nun als ein Ganzes darstellen, welches das Dasein konstitutiv ausmacht. Schon der Titel des sechsten Kapitels "Die Sorge als Sein des Daseins" verrät, dass die Strukturmomente hier nicht einfach als Einzelteile zu verstehen sind, die addiert werden können. Vielmehr erfährt das Dasein seine Struktur als Ganzes, welches nicht einfach in Teilen betrachtet werden kann. "Das In-der-Welt-sein ist ursprünglich und ständig ganze Struktur." (S. 180)

Diese Arbeit geht die Paragraphen einzeln durch, um damit übersichtlich die Strukturganzheit zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. § 39

3. § 40

4. § 41

5. § 42

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die ersten vier Paragraphen des sechsten Kapitels von Martin Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“, um das Konzept der Sorge als existenzial-ontologische Strukturganzheit des Daseins systematisch darzulegen.

  • Untersuchung der ursprünglichen Ganzheit des Strukturganzen des Daseins
  • Analyse der Angst als Grundbefindlichkeit und ausgezeichnete Erschlossenheit
  • Unterscheidung zwischen der ontischen Furcht und der ontologischen Angst
  • Herleitung des Seins des Daseins als Sorge
  • Validierung der Sorge-Interpretation durch das vorontologische Zeugnis der Cura-Fabel

Auszug aus dem Buch

Die Grundbefindlichkeit der Angst als eine ausgezeichnete Erschlossenheit des Daseins

Doch warum wählt Heidegger gerade die Angst? Um die eigensten Seinsmöglichkeiten zu entdecken, bedarf es nach Heidegger der „[...] Erschlossenheit, die in Befindlichkeit und Verstehen gründet. (S. 184)“ Sie erschließt gleichsam das eigene Sein und holt das Dasein aus der Flucht in die alltägliche Durchschnittlichkeit des Man zurück. War es vorher nicht es selbst, sondern fremdgesteuert, zeigt die Befindlichkeit der Angst nun sein eigenstes Seinskönnen. Es wiegt sich zwar in Sicherheit und befindet sich Zuhause bei den anderen gleichem Durchschnitt, jedoch wird damit das eigenste Dasein verkannt. „In dieser Flucht bringt sich das Dasein doch gerade nicht vor es selbst. (S. 184)“ Diese Flucht wird möglich, weil sich das Dasein gerade vor sich selbst gebracht hat. Es flüchtet aus Angst in die sicheren Gefilden des Man und verdrängt damit Angst (S. 184). Genau in dieser Flucht liegt bereits die Erschlossenheit, die durch die Angst einst sichtbar wurde und nun aus Gründen der eigenen Sicherheit verdeckt bleibt.

Heidegger macht nun zunächst eine Unterscheidung zwischen Furcht und Angst, da ein gleichwertiger Gebrauch nicht zielführend ist. Angst und Furcht sich grundsätzlich voneinander zu scheiden. Furcht ist durchaus etwas Bedrohliches, was zunächst nach Flucht des Daseins vor etwas zu sein scheint. Dieses Bedrohliche ist dabei aber vom Dasein lokalisierbar. Es weiß gleichsam, wovor es sich fürchtet und warum es bedrohlich ist. „[...] das Wovor der Furcht ist je ein innerweltliches, aus bestimmter Gegend, in der Nähe sich näherndes, abträgliches Seiendes, das ausbleiben kann. (S. 185)“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Zielsetzung ein, die Sorge als konstitutive Strukturganzheit des Daseins im sechsten Kapitel von „Sein und Zeit“ zu erläutern.

2. § 39: Dieser Abschnitt thematisiert die Notwendigkeit, das Dasein als ursprüngliche Ganzheit zu begreifen, wofür Heidegger die Sorge als ontologischen Überbau einführt.

3. § 40: Hier wird die Angst als Grundbefindlichkeit analysiert, die das Dasein aus der Flucht in die Durchschnittlichkeit des „Man“ herauslöst und es mit sich selbst konfrontiert.

4. § 41: Dieses Kapitel arbeitet das Sein des Daseins als Sorge heraus, indem die Charaktere Existenzialität, Faktizität und Verfallensein zu einer Strukturganzheit verknüpft werden.

5. § 42: Der Abschnitt dient der Bestätigung der existentialen Interpretation der Sorge durch die Rückbesinnung auf das vorontologische Zeugnis der Cura-Fabel.

Schlüsselwörter

Heidegger, Sein und Zeit, Dasein, Sorge, Angst, Befindlichkeit, Strukturganzheit, Existenzialität, Faktizität, Verfallen, In-der-Welt-sein, Cura-Fabel, Grundphänomen, Seinskönnen, Ontologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Paragraphen 39 bis 42 des sechsten Kapitels von Martin Heideggers Werk „Sein und Zeit“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Ganzheit des Daseins, das Phänomen der Angst als Grundbefindlichkeit und die Definition des Seins des Daseins als Sorge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Heidegger die verschiedenen Strukturmomente des Daseins zu einem einheitlichen Ganzen, der Sorge, zusammenführt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine phänomenologische und existenzial-ontologische Analyse der von Heidegger dargelegten Texte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Angst, die Herleitung der Sorge als Strukturganzheit und die philosophische Stützung durch die Cura-Fabel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sorge, Dasein, Angst, In-der-Welt-sein und Strukturganzheit charakterisiert.

Wie unterscheidet Heidegger zwischen Angst und Furcht?

Furcht ist ein ontisches Gefühl gegenüber einem lokalisierbaren, innerweltlichen Seienden, während Angst eine ontologische Grundbefindlichkeit ist, die sich auf das In-der-Welt-sein selbst richtet.

Warum spielt die Cura-Fabel eine wichtige Rolle?

Die Fabel dient als vorontologisches Zeugnis, das Heideggers rein fachphilosophische Deutung der Sorge historisch und metaphorisch untermauert.

Excerpt out of 9 pages  - scroll top

Details

Title
Die Strukturganzheit des Daseins in Heideggers "Sein und Zeit" § 39 bis § 42
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Felix Wieduwilt (Author)
Publication Year
2015
Pages
9
Catalog Number
V384906
ISBN (eBook)
9783668602441
ISBN (Book)
9783668602458
Language
German
Tags
Sein und Zeit Erschlossenheit Angst Dasein In-der-Welt-sein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Wieduwilt (Author), 2015, Die Strukturganzheit des Daseins in Heideggers "Sein und Zeit" § 39 bis § 42, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384906
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  9  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint