Präventionsmaßnahme zur Stressbewältigung

Kurpslanung "Stress(frei) durch den Alltag - lernen, mit Stress richtig umzugehen"


Hausarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 0,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursangebotes
1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
1.3 Bedarf
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Maßnahme
1.6.1 Aufklärung und Sensibilisierung
1.6.2 Vermitteln von individuellen Stressbewältigungsstrategien
1.6.3 Erlernen von Stressbewältigungsmethoden

2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMS

3 INHALTLICHE-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMS

4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 TABELLENVERZEICHNIS

ANHANG

Anhang 1: Fragebogen zum aktuellen Wohlbefinden

Anhang 2: Re-Fragebogen zum aktuellen Wohlbefinden

1 Grundlegende Informationen zur Präventionsmaßnahme

1.1 Bezeichnung des Kursangebotes

Das geplante Kursprogramm trägt den Name „Stress(frei) durch den Alltag - lernen mit Stress richtig umzugehen“. Dabei wird bewusst eine Komposition aus dem Substantiv „Stress“ (engl. für „Druck, Belastung, Spannung“; lat. stringere, anspannen) und dem Adjektiv „frei“ (hier: „ohne“) gewählt, um sowohl die Ursache als auch das Ziel der Maßnahme, mit dem Zusatz „lernen mit Stress richtig umzugehen“, zu verdeutlichen.

1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip

Das Handlungsfeld ist „Stressmanagement“ und umfasst die Präventionsprinzipien „Förderung von Stressbewältigungskompetenzen und Förderung von Entspannung“ (GKV-Leitfaden, 2017, Kapitel 5, S. 45).

1.3 Bedarf

Stress ist gegenwertig und gilt als zunehmendes Gesundheitsproblem. So verzeichnen die Krankenkassen seit 15 Jahren eine stetige Zunahme stressbedingter Krankschrei- bungen. 2,5 Tage der gut 15 Fehltage pro Kopf und Jahr sind auf psychische Beschwer- den wie Depression, Angst- und Belastungsstörungen zurückzuführen. Des Weiteren wirkt sich Stress auf das physische und soziale Wohlbefinden aus und betrifft somit alle Dimensionen der Gesundheit (TK, 2016, S. 2; DAK-Gesundheit, 2015; IGES Institut GmbH, 2013; RKI & Destatis, 2015, S.141). So gaben 60 Prozent der Teilnehmer der aktuellen Stressstudie der Techniker Krankenkasse (TK) (2016, S.2) an, „dass ihr Leben in den vergangen drei Jahren noch stressiger geworden ist“. Grundlage für diese Aussa- ge ist die voranschreitende Techni- und Digitalisierung unserer Gesellschaft. Die stän- dige Erreichbarkeit dank der mobilen Kommunikation und der voranschreitenden Glo- balisierung sorgt, neben der Bereicherung im Alltag, für eine beschleunigte Wahrneh- mung in der Arbeitswelt und gibt vielen das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können. 39% der Berufstätigen sprechen von einer erhöhten Stress- belastung, da ihr Job eine ständige Erreichbarkeit erfordert. Dazu kommt ein Anstieg des Stresslevels mit steigendem Bildungsgrad bzw. steigendem Einkommen, dabei liegt die Spitzengruppe mit 70% bei einem Verdienst zwischen 3.000 und 4.000 Euro (TK,2016, S. 8). Wie der TK-Gesundheitsreport 2012 zeigt, nimmt die Mobilität als ein Ri- sikofaktor für stressbedingte Erkrankungen eine zunehmende Rolle ein. So fallen Berufspendler weniger durch Krankschreibungen auf, jedoch sind sie überdurchschnittlich von psychisch bedingten Fehlzeiten betroffen (TK, 2016, S. 10).

In Deutschland stehen mit 46% Schule, Studium und Beruf auf Platz eins der Stressur- sachen. Gefolgt von zu hohen eigenen Ansprüchen mit 43% und zu viele Termine und Verpflichtungen in der Freizeit mit 33%. 28% empfinden die ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone als Druck und 25% die schwere Erkrankung naher Verwandter oder Bekannter. Das Gleiche gilt für Lebenspartner und andere nahestehende Personen. Immer noch 23% sehen die Arbeitsbelastung im Haushalt als Stress an (TK, 2016, S.12) Wirft man nun einen Blick auf das Alter der Befragten stellt man fest, das jede Alters- gruppe ganz eigene Stressfaktoren nennt. So ist keine andere Gruppe mehr von Beruf (71%), ständiger Erreichbarkeit (38%) und finanziellen Sorgen (29%) gestresst, als die der 18- bis 29-Jährigen. Kommen die Faktoren Kinder und Familie hinzu, ändern sich die Stressoren und die 30- bis 39 Jährigen verspüren mehr Druck als alle anderen durch die eigenen zu hohen Ansprüche (52%), zu viele Verpflichtungen (43%), Arbeitsbelas- tung im Haushalt (32%) und die Betreuung/ Erziehung der Kinder (43%). In der darauf- folgenden Altersspanne (40- bis 49- Jahren) liegt die Belastung bei privaten Konflikten gefolgt von schweren Erkrankungen bei Familie und Verwandten der 50- bis 59- Jähri- gen und die Betreuung und Pflege von Angehörigen bei den 60- bis 69-Jährigen. Die Generation 70plus zeichnet sich durch die Altersgruppe aus, die am wenigsten bis kei- nen Stress mehr verspüren (TK, 2016, S. 14).

So stellte sich heraus, dass bei Personen die mehreren Rollen gerecht werden müssen/ wollen, das Risiko zu Erkranken steigt.

Kommt es nämlich zu einer dauerhaften Überlastung des Organismus in Form von Stress und übersteigt diese die eigenen Stressbewältigungskompetenzen, so kann es zu einer chronifizierten Überforderung im Sinne von chronischen Stress (Dauerstress) kommen. Dabei wirkt sich der chronische Stress negativ auf die körperliche und psychi- sche Befindlichkeit aus und kann zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko führen (Hapke, Maske et al., 2013). So gibt es auch die Studie der TK (2016, S.47) wieder. Hier geben die Betroffenen häufige oder dauerhafte Beschwerden nach individueller Stressbelastung an. Diese sind auf der physischen, psychischen sowie auf der Verhal- tensebene wiederzufinden. So leiden 54% der Gesamtbefragten unter Verspannungen oder Rückenschmerzen, 31% an Erschöpfung oder dem Gefühl ausgebrannt zu sein, 30% an Schlafstörungen, 26% an Kopfweh oder Migräne, 25% an Nervosität oder Ge-reiztheit, 25% an Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bluthochdruck, 13% an depressi- ven Verstimmungen oder Depressionen und 12% an Magenbeschwerden oder Übelkeit.

Zusammenfassend ist festzustellen, das psychosozialer Stress einen bedeutsamen (mit-) verursachenden, auslösenden oder verstärkenden Faktor bei weit verbreiteten chronischdegenerativen Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, bei psychosomatischen und psychischen Erkrankungen sowie bei weiteren Krankheits- und Beschwerdebildern einnimmt. Diesen Zusammenhang haben zahlreiche Studien belegt (Kaluza & Renneberg, 2009, S. 265).

1.4 Wirksamkeit

Tab. 1: Sind die Effekte eines primärpräventiven Stressbewältigungstrainings von Dauer? Eine randomi- sierte, kontrollierte Follow-up-Studie. (Kaluza, 1999, S. 88-95)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Fortsetzung der Methodik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 3: Fortsetzung der Methodik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 4: Ergebnisse und Schlussfolgerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Zielgruppe

Tab. 5: Definition der Zielgruppe nach Vorgaben des GKV-Leitfaden (2017, Kapitel 5)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.6 Ziele der Maßnahme

Um negative Folgen für die physische und psychische Gesundheit durch lang andauern- de Stressbelastungen zu vermeiden, ist die Maßnahme so zu gestaltet, dass die individu- ellen Belastungskompetenzen gestärkt werden. Dazu gilt es einen einheitlichen Wissen- stand zum Thema Stress herzustellen, Stresskompetenzen zu vermitteln und die Stress- bewältigung zu trainieren. Folgend werden drei übergeordnete Ziele, die im Rahmen des Präventionsprogrammes erreicht werden sollen, genannt (GKV-Leitfaden, 2017, Kapitel 5, S. 67).

1.6.1 Aufklärung und Sensibilisierung

Durch die bei den Zielgruppen definierten soziodemographischen Merkmale (Ge- schlecht, Alter) und der Vielzahl an Variablen beim Sozialstatus (Bildungs- grad/Schulabschluss, berufliche Stellung) gilt es in erster Linie einen einheitlichen Wis- senstand zum Thema „Stress“ (Was ist Stress, woher kommt Stress und was löst Stress in meinem Körper aus) herzustellen (KKH, 2006, S.1). Dabei muss der gegenwärtige Kenntnisstand der Teilnehmer um die Informationen zu den biologischen Grundlagen und zur Gesundheitspsychologie vermittelt, ergänzt oder gefestigt werden. Darunter zählt auch das erkennen von Stressoren und das richtige Deuten von Belastungsreaktio- nen.

1.6.2 Vermitteln von individuellen Stressbewältigungsstrategien

Durch das individualisierte Stressempfinden bzw. die Stressreaktion gilt es mittels des instrumentellen Stressmanagements an den Stressoren anzusetzen und diese zu reduzieren oder ganz auszuschalten. Dabei ist es das Ziel den Anforderung aktiv zu begegnen und damit die Bewältigungskompetenzen zur erweitern (Kaluza, 2012). Das kann das konkrete Reagieren in einer aktuellen Belastungssituationen sein, aber auch das proaktive verringern oder ausschalten zukünftiger Belastungen und eine möglichst stressfreie Gestaltung der eigenen Arbeits- und Lebendbedingungen beinhalten.

Dazu setzt ergänzend das mentale Stressmanagement bei den persönlichen stressverstärkenden Einstellungen und Denkmustern an, um das emotionale Befinden zu verbessern (Kaluza, 2012). Dabei wird dem Teilnehmer bewusst gemacht, welche Auswirkung sein Denken und seine Einstellung auf ihn haben, er lernt sich kritisch zu reflektieren und damit den Prozess zur Stressminderung durch eine förderliche Einstellung und Bewertung der Situation bewusst einzuleiten.

1.6.3 Erlernen von Stressbewältigungsmethoden

Hier gilt es, mittels palliativen- regenerativen Stressmanagement, körperliche und psy- chische Stressreaktionen kurz, mittel und langfristig abzubauen. Dabei gilt es körperli- che Anspannungen zu lösen, innere Unruhe und Nervosität zu dämpfen. Gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen zu erhalten und die eigenen Energiereser- ven aufzufüllen, um das allgemeine und körperliche Wohlbefinden zu erhalten bzw. zu steigern (Kaluza, 2012).

2 Inhaltlich-organisatorische Grobplanung des Kursprogramms

Tab. 6: Grobplanung des Kursprogramms

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Inhaltliche-methodische Detailplanung des Kursprogramms

Tab. 7: Detailplanung des Kursprogramms/ KE1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Präventionsmaßnahme zur Stressbewältigung
Untertitel
Kurpslanung "Stress(frei) durch den Alltag - lernen, mit Stress richtig umzugehen"
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,5
Autor
Jahr
2017
Seiten
41
Katalognummer
V385125
ISBN (eBook)
9783668606500
ISBN (Buch)
9783668606517
Dateigröße
827 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stress, Stressbewältigung, Stresskompetenz
Arbeit zitieren
Manuel Knubel (Autor), 2017, Präventionsmaßnahme zur Stressbewältigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385125

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