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Jahrgangsübergreifendes Lernen

Theorie und Praxis

Title: Jahrgangsübergreifendes Lernen

Elaboration , 2015 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Luisa Prawirakoesoemah (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Diese Ausarbeitung behandelt jahrgangsübergreifendes Lernen in der Grundschule in Theorie und Praxis. Genauer beleuchtet werden die geschichtlichen Ursprünge, das theoretische Konzept sowie die praktische Umsetzung des jahrgangsübergreifenden Lernens.

Wichtig ist, dass man die Heterogenität der Kinder als Chance für deren Lernförderung und nicht als Hindernis derer sieht. Kinder, deren jeweiliger Leistungsstand sich um mehrere Jahre unterscheidet, können in einer heterogenen Lerngruppe kaum ideal zusammenarbeiten. Aus diesem Grunde haben viele Schulen bereits ihre Unterrichtsformen und -methoden geändert und dieser Situation angepasst. Jahrgangsübergreifender Unterricht in der Schuleingangsstufe stellt hier eine Weiterentwicklung dieser Ideen dar. Die Erst- und Zweitklässler können somit ein auf sie angepasstes Lernangebot erhalten.

Durch das mit der Jahrgangsmischung verbundene Lernangebot können die Schüler günstiger gefördert werden als in reinen Jahrgangsklassen. Kinder mit schneller Auffassungsgabe werden in ihrem Lernwillen nicht gebremst, da sie schon auf Aufgaben für Zweitklässler zugreifen dürfen und den langsameren Schülern ist ausreichend Material gegeben, um entsprechende Inhalte zu festigen und eventuelle Wissenslücken zu stopfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jahrgangsübergreifendes Lernen

2.1 Ursprünge

2.2 Theorie

2.3 Durchführung in der Praxis an der XY Schule

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Dokumentation befasst sich mit dem Konzept des jahrgangsübergreifenden Lernens in der Grundschule, wobei insbesondere die theoretischen Grundlagen und deren praktische Umsetzung an einer konkreten Schule untersucht werden, um die Wirksamkeit und die Potenziale dieser Unterrichtsform für die individuelle Förderung der Schüler aufzuzeigen.

  • Historische Herleitung reformpädagogischer Ansätze
  • Theoretische Fundierung und Gestaltungsmöglichkeiten
  • Praktische Implementierung in Eingangsklassen
  • Rolle von Helfersystemen und Differenzierung
  • Vorteile der Altersmischung gegenüber homogenen Gruppen

Auszug aus dem Buch

2.1 Ursprünge

"Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts propagierten namhafte Pädagogen der Reformpädagogik die Arbeit mit altersgemischten Lerngruppen."6 Das Prinzip der Jahrgangsmischung ist somit eigentlich nichts Neues. Es "ist nahezu 100 Jahre alt"7 und findet seine Ursprünge in der Pädagogik von Maria Montessori, Peter Petersen und Célestin Freinet.

Maria Montessori entwickelte um 1900 eine spezielle Lernmethode welcher besondere Lernmaterialien, Freiarbeit und Jahrgangsmischung zugrunde lagen. Die altersgemischten Lerngruppen sollten schon damals die Möglichkeit geben, dass "sich die Kinder durch ihren unterschiedlichen sozialen und kognitiven Entwicklungsstand gegenseitig fördern".8

Peter Person hegte in seinem Jena-Plan den Gedanken, dass junge Menschen zur Selbstbestimmung erzogen werden sollten. "Schule sollte ein Lebensraum sein und der Unterricht in Fächern überwunden werden."9 Die Schüler arbeiten in Stammgruppen, die jeweils drei Schuljahrgänge beinhalten. Jedoch gibt es hier auch homogene Lerngruppen, jedoch bezieht sich die Homogenität dabei auf den Leistungsstand und nicht auf das Alter der Kinder.10

Die Freinet-Pädagogik legt ihr Augenmerk darauf, "die Gesellschaft zu verändern"11. Die Kinder sollen eigenständig und verantwortlich für sich selbst und andere leben und handeln. "Es liegt auf der Hand, dass dieser Anspruch ohne eine Altersmischung in der Lerngruppe fast nicht bzw. viel schwerer verwirklicht werden kann."12 Freinet sah erst durch Jahrgangsmischung und der damit verbundenen Heterogenität eine intensivierte Kooperation als möglich an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel thematisiert die Vorurteile gegenüber jahrgangsgemischten Lerngruppen und betont, dass Heterogenität als Chance für eine bessere Lernförderung begriffen werden sollte.

2. Jahrgangsübergreifendes Lernen: Dieser Hauptteil beleuchtet die geschichtlichen Ursprünge des Konzepts, theoretische Modelle der Unterrichtsgestaltung sowie die konkrete, erfolgreiche Umsetzung an der XY Schule.

3. Fazit: Das Fazit resümiert die positiven Erfahrungen an der XY Schule und stellt fest, dass das jahrgangsübergreifende Lernen trotz kritischer Stimmen eine wertvolle pädagogische Form der inneren Differenzierung darstellt.

Schlüsselwörter

Jahrgangsübergreifendes Lernen, Grundschule, Reformpädagogik, Heterogenität, Altersmischung, Freiarbeit, Wochenplan, Innere Differenzierung, Helfersystem, Individuelle Förderung, Eingangsstufe, Pädagogik, Maria Montessori, Peter Petersen, Célestin Freinet

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert das Konzept des jahrgangsübergreifenden Lernens in der Grundschule, unterteilt in seine theoretischen Ursprünge und eine praktische Fallbetrachtung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Jahrgangsmischung, die pädagogische Theorie dahinter und die konkrete Anwendung im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Vorteile der Altersmischung aufzuzeigen und zu belegen, dass Heterogenität die Lernentwicklung von Kindern positiv unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu reformpädagogischen Grundlagen und einer praxisorientierten Dokumentation durch Hospitationen an der XY Schule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Ursprünge, die theoretische Konzeption und die empirische Darstellung der Praxis an der XY Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Jahrgangsmischung, Heterogenität, Innere Differenzierung und Individuelle Förderung.

Wie organisieren sich die Schüler an der XY Schule beim Lernen?

Die Schüler nutzen unter anderem ein Helfersystem, bei dem ältere Schüler (Zweitklässler) als Paten fungieren und die jüngeren Kinder unterstützen.

Welche Bedeutung haben die "Elefantenklassen" in der Praxis?

Die Elefantenklassen dienen der visuellen Differenzierung der Aufgaben für Erst- und Zweitklässler, um den Schülern Orientierung über ihr jeweiliges Arbeitspensum zu geben.

Wie geht die XY Schule mit dem unterschiedlichen Lerntempo um?

Durch offene Unterrichtsformen wie Freiarbeit und Wochenpläne kann jedes Kind in seinem eigenen Tempo lernen, wobei eine gezielte Förderung möglich ist.

Wie bewertet die Autorin die Zukunft des jahrgangsübergreifenden Lernens?

Sie bewertet das Modell als sehr erfolgreich und bedauert, dass manche Schulen das Konzept trotz der erkennbaren Vorteile wieder abschaffen möchten.

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Details

Title
Jahrgangsübergreifendes Lernen
Subtitle
Theorie und Praxis
College
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWHS) Nürtingen
Grade
2,0
Author
Luisa Prawirakoesoemah (Author)
Publication Year
2015
Pages
9
Catalog Number
V385935
ISBN (eBook)
9783668608009
ISBN (Book)
9783668608016
Language
German
Tags
jahrgangsübergreifendes lernen theorie praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Prawirakoesoemah (Author), 2015, Jahrgangsübergreifendes Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385935
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