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Der "Kölsche Genitiv". Die Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt

Título: Der "Kölsche Genitiv". Die Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt

Trabajo Escrito , 2017 , 20 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anna Winkler (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Die Formen des „kölschen Genitivs“ sollen in der folgenden Arbeit näher betrachtet und analysiert werden, um die Frage zu klären ob eine Systematik hinter der Nutzung des „Wem-sing Fall“ steckt, oder ob dieser willkürlich eingesetzt wird.

Um Unterschiede in den besitzanzeigenden Konstruktionen des Hochdeutschen und des Dialekts aufzuzeigen, werden zunächst die Kasusfälle Genitiv und Dativ vorgestellt mit dem Schwerpunkt der Zugehörigkeitsanzeige. Auch eine Übersicht über die besitzanzeigenden Formulierungen in der hochdeutschen Umgangssprache werden kurz erläutert, um einen ersten Eindruck zu vermitteln, inwiefern der Dativ genutzt wird, um den Genitiv zu umschreiben. Die Erläuterung über die Entstehung, Entwicklung und Aktualität des kölschen Dialekts leitet daraufhin die Grammatik der Zugehörigkeitsanzeige im Kölschen Dialekt ein. Als Grundlage dient die Kurzgrammatik „De kölsche Sproch“ von Alice Tilling-Herrwegen, welche das Ziel verfolgt die Grundzüge und Eigenheiten der kölschen Sprache […] übersichtlich und anschaulich“ darzustellen. Grundlage der Analyse stellt die Dokumentation „Alles Kölsch“ von Christa Bhatt und Markus Lindlar dar. In diesem Korpus wurden spontan erzählte Anekdoten ganz unterschiedlicher Kölner und Kölnerinnen durch Verschriftlichung, Sprachaufnahmen, welche auf CD hinzugefügt wurden, und durch die Darstellung in der Lautschrift Rheinische Dokumenta erfasst. Die anschließende analysierende Darstellung der zugehörigkeitsanzeigenden Konstruktionen im Kölschen beruht auf der Verschriftlichung der 186 Erzählungen. Im Vorfeld wurden die Texte auf dieses Phänomen hin untersucht und ausgewertet um abschließend ein Fazit darüber abgeben zu können ob und wie der „Kölsche, Genitiv“ eingesetzt wird und inwiefern eine Systematik hinter diesem steckt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zugehörigkeitsanzeige in der Standardsprache

2.1 Zugehörigkeitsanzeige durch den Genitiv

2.2 Zugehörigkeitsanzeige durch den Dativ in der Standardsprache

2.3 Zugehörigkeitsanzeige durch den Dativ in der Umgangssprache

3. Der kölsche Dialekt

3.1 Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt

4. Korpusbeschreibung

5. Analyse des „kölschen Genitivs“ anhand Erzählungen der Dokumentation „Alles Kölsch“ von Christa Bhatt und Markus Lindlar

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grammatikalische Konstruktion der Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt und analysiert, inwiefern dabei eine systematische Verwendung des sogenannten „kölschen Genitivs“ (Dativ-Ersatz) vorliegt oder ob diese Konstruktionen willkürlich eingesetzt werden.

  • Vergleich zwischen standardsprachlicher Genitiv- und Dativverwendung
  • Grammatikalische Besonderheiten der Zugehörigkeitsanzeige im Dialekt
  • Analyse authentischer Sprachbelege aus der Dokumentation „Alles Kölsch“
  • Untersuchung von Dativ-Possessiv-Konstruktionen und idiomatischen Ausnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1 Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt

Der Autor BASTIAN SICK fasst die die Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt folgendermaßen zusammen: Wenn man im Rheinland den Besitzer einer Tasche ermitteln will, stellt man die Frage so >> Wem sing Täsch is dat? << [...]. Der Wem-sing-Fall, also der besitzanzeigende Dativ, regelt klar und verständlich was Sache ist, und vor allem: wem seine Sache ist (SICK, 2016, 510).

Mit dieser Aussage beschreibt Sick das Aussterben des zugehörigkeitsanzeigenden Genitivs im Kölschen Dialekt und die alternative Konstruktion durch den Dativ. Im Vergleich zur Standardsprache wird im Kölschen eine Vielzahl von Vereinfachungen vorgenommen. In der Kurzgrammatik „De kölsche Sproch“ (TILING-HERRWEGEN, 2012) wird dieses Phänomen näher erläutert.

Wird in der Standardsprache eine Genitivkonstruktion mit einem Nomen verwendet, wird im Kölschen die Präposition vun plus Dativ verwendet. Aus Christians Fahrrad wird dann dat Fahrrad vum Christian (vgl. ebd., 20). Auch das Ersetzen durch Possessivpronomina ist im Kölschen möglich. Im obigen Beispiel kann vun däm Christian durch das Possessivpronomen sing ersetz werden. Der Satz lautet dann sing Fahrrad.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Zugehörigkeitsanzeige im Kölschen und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Systematik hinter dem Dativ-Ersatz.

2. Zugehörigkeitsanzeige in der Standardsprache: Darstellung der grammatikalischen Kasus Genitiv und Dativ sowie deren Funktion als Attribut in der deutschen Standardsprache.

3. Der kölsche Dialekt: Historischer Überblick über die Entwicklung und den Status des kölschen Dialekts von der Entstehung bis zur modernen Stadtsprache.

4. Korpusbeschreibung: Vorstellung der Dokumentation „Alles Kölsch“ als primäre Datengrundlage für die sprachwissenschaftliche Untersuchung.

5. Analyse des „kölschen Genitivs“ anhand Erzählungen der Dokumentation „Alles Kölsch“ von Christa Bhatt und Markus Lindlar: Detaillierte Untersuchung und Kategorisierung der im Korpus gefundenen Belege zur Zugehörigkeitsanzeige.

6. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerung zur Flexibilität sowie den grammatikalischen Besonderheiten der kölschen Mundart.

Schlüsselwörter

Kölscher Dialekt, Genitiv, Dativ, Zugehörigkeitsanzeige, Possessivität, Mundart, Stadtsprache, Grammatik, Sprachwandel, Alles Kölsch, Dativ-vun-Konstruktion, possessiver Genitiv, Sprachvarietät, Kölner Raum, Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie im kölschen Dialekt Besitzverhältnisse und Zugehörigkeiten ausgedrückt werden, insbesondere durch das Ersetzen des Genitivs durch Dativ-Konstruktionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die deutsche Grammatik der Kasus, die Geschichte des Kölschen sowie die Analyse von Sprachbelegen aus dem Korpus „Alles Kölsch“.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob der im Kölschen häufige „Wem-sing-Fall“ einem festen grammatikalischen System folgt oder ob er willkürlich verwendet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine korpusbasierte Analyse durchgeführt, bei der 186 Erzählungen aus einer bestehenden Dokumentation auf ihre grammatikalischen Strukturen hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der standardsprachlichen Kasus, eine Einführung in das Kölsche und die praktische Analyse der Belege aus dem Korpus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Kölscher Dialekt, Zugehörigkeitsanzeige, Genitiv, Dativ, Sprachwandel und Korpusanalyse charakterisieren.

Wurde das Phänomen des „kölschen Genitivs“ in der Analyse bestätigt?

Ja, die Analyse zeigt, dass der Dativ-Ersatz für den Genitiv in der kölschen Umgangssprache dominiert, während der klassische Genitiv fast nur noch in festen Redewendungen vorkommt.

Wie gehen Kölner laut der Arbeit mit Personennamen um?

Die Arbeit identifiziert eine Besonderheit, bei der der Nachname im Genitiv vor den Vornamen gestellt wird, um Zugehörigkeit auszudrücken, oft ergänzt durch einen Artikel.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Der "Kölsche Genitiv". Die Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
2,3
Autor
Anna Winkler (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
20
No. de catálogo
V386080
ISBN (Ebook)
9783668609921
ISBN (Libro)
9783668609938
Idioma
Alemán
Etiqueta
kölsche genitiv zugehörigkeitsanzeige dialekt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Winkler (Autor), 2017, Der "Kölsche Genitiv". Die Zugehörigkeitsanzeige im kölschen Dialekt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386080
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