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Die Konsequenzen von Eigenkapitalanforderungen für die geldpolitische Transmission

Titre: Die Konsequenzen von Eigenkapitalanforderungen für die geldpolitische Transmission

Thèse de Master , 2016 , 55 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nicole Lehnen (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique monetaire
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Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen von Eigenkapitalanforderungen europäischer Banken auf ihr Kreditangebot zu bestimmen und die daraus resultierende Beeinflussung der Wirkungsweise der geldpolitischen Transmission über den Zins- und Kreditkanal darzustellen.

Zunächst wird dazu die Frage beantwortet, welche Auswirkungen Eigenkapitalanforderungen auf das Kreditangebot der Banken haben. Dieser Sachverhalt wird isoliert betrachtet, ohne den Transmissionsmechanismus der Geldpolitik einzubeziehen. Die Frage, ob Kapitalanforderungen grundsätzlich positiv zu bewerten sind und welche Art der Regulierung die geeignetste ist, wird im Rahmen dieser Arbeit nicht untersucht.

In dieser Arbeit werden zunächst die Grundlagen der Eigenkapitalanforderungen in Europa und deren Entwicklung sowie die Kernelemente der geldpolitischen Transmission erörtert. Anschließend werden die Auswirkungen von Eigenkapitalanforderungen auf das Kreditangebot der Banken betrachtet. Darauf aufbauend wird im nachfolgenden Kapitel der Einfluss von Eigenkapitalanforderungen auf die Wirkungsweise der Geldpolitik durch den Zins- und Kreditkanal thematisiert. Das letzte Kapitel verdeutlicht die aktuelle Relevanz der Thematik, indem die Auswirkungen makroprudenzieller Instrumente im derzeitigen Niedrigzinsumfeld untersucht werden. Die Arbeit wird durch ein Fazit abgeschlossen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einordnung in die Literatur

3 Grundlagen

3.1 Eigenkapitalanforderungen in Europa

3.2 Transmissionskanäle der Geldpolitik

3.2.1 Der Zinskanal

3.2.2 Der Kreditkanal

4 Kapitalanforderungen der Banken und deren makroökonomischen Auswirkungen

4.1 Auswirkungen auf das Kreditangebot

4.2 Die Wirkungsweise der Geldpolitik

4.2.1 Durch den Zinskanal

4.2.2 Durch den Kreditkanal

4.2.2.1 Verstärkende Effekte der Geldpolitik

4.2.2.2 Abgeschwächte Effekte der Geldpolitik

5 Politische Implikationen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen von Eigenkapitalanforderungen europäischer Banken auf ihr Kreditangebot zu bestimmen und die daraus resultierende Beeinflussung der Wirkungsweise der geldpolitischen Transmission über den Zins- und Kreditkanal darzustellen.

  • Wechselwirkung zwischen europäischer Geldpolitik und Eigenkapitalanforderungen
  • Analyse des geldpolitischen Transmissionsmechanismus in einem regulatorischen Umfeld
  • Auswirkungen der Eigenkapitalvorschriften auf das Kreditangebot der Banken
  • Bedeutung der Kapitalanforderungen für die Wirksamkeit geldpolitischer Impulse

Auszug aus dem Buch

Der Bankkapitalkanal

Der Bankkapitalkanal (bank capital channel) ist der aktuellste Transmissionskanal innerhalb des Kreditkanals. Er beschreibt die Bedeutung des Eigenkapitals bei der geldpolitischen Transmission und beruht auf drei Annahmen.

1) Banken müssen Eigenkapitalanforderungen erfüllen, die mit dem Kreditangebot verbunden sind.

2) Es existiert ein unvollständiger Markt für das Eigenkapital der Banken.

3) Aufgrund der Fristentransformation unterliegen Banken Zinsänderungsrisiken, denn üblicherweise haben Bankaktiva eine längere Laufzeit als Bankpassiva.

Gemäß dem Mechanismus des Bankkapitalkanals können Banken nach einem Anstieg der Marktzinsen, aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten von Bankaktiva (Bankkredite) und Bankpassiva (Depositen), lediglich einen geringeren Anteil an Bankkrediten als an Depositen neuverhandeln. Die Zinssätze der Bankaktiva können somit langsamer an sich verändernde Markzinsen angepasst werden als die Zinssätze der Bankpassiva. Durch diese Laufzeitinkongruenz zwischen Bankaktiva und Bankpassiva entsteht Banken bei einem Anstieg der Marktzinsen ein Verlust, wodurch ihr Profit und entsprechend ihr Eigenkapital sinkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problematik der wechselseitigen Beeinflussung von europäischer Geldpolitik und Eigenkapitalanforderungen im Kontext der Finanzkrise.

2 Einordnung in die Literatur: Überblick über bestehende Forschungsansätze und widersprüchliche Ergebnisse zu Baseler Eigenkapitalanforderungen und geldpolitischer Transmission.

3 Grundlagen: Erläuterung der Eigenkapitalanforderungen in Europa sowie Definition der zentralen Transmissionskanäle der Geldpolitik.

4 Kapitalanforderungen der Banken und deren makroökonomischen Auswirkungen: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Kapitalanforderungen auf das Kreditangebot und die Geldpolitik durch Zins- und Kreditkanäle.

5 Politische Implikationen: Diskussion der aktuellen Niedrigzinsphase und Handlungsmöglichkeiten einer makroprudenziellen Politik, wie z.B. Leverage Ratio und Zwangswandelanleihen.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der verstärkenden oder abschwächenden Effekte von Kapitalanforderungen auf die Wirksamkeit der Geldpolitik.

Schlüsselwörter

Eigenkapitalanforderungen, Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Basel III, Zinskanal, Kreditkanal, Bankkapitalkanal, Bankenregulierung, Finanzmarktstabilität, Kreditangebot, Niedrigzinsphase, Makroprudenzielle Politik, Kreditklemme, Risikoverhalten, Bankaktiva.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen regulatorischen Eigenkapitalanforderungen für Banken und der Wirksamkeit der europäischen Geldpolitik.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Transmissionskanäle der Geldpolitik, die Rolle der Eigenkapitalausstattung von Banken und die Auswirkungen makroprudenzieller Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, zu bestimmen, wie Eigenkapitalanforderungen das Kreditangebot beeinflussen und wie dies die Wirkung geldpolitischer Impulse über den Zins- und Kreditkanal verändert.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die zentrale ökonomische Modelle aus der Literatur heranzieht, um die Interaktion von Bankenregulierung und Geldpolitik zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle zur Kreditvergabe, die Funktionsweise von Zins- und Kreditkanälen sowie die spezifischen Auswirkungen von Kapitalanforderungen in verschiedenen Szenarien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Eigenkapitalanforderungen, Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Bankkapitalkanal und Finanzmarktstabilität.

Warum ist das aktuelle Niedrigzinsumfeld für Banken problematisch?

Die Niedrigzinsphase belastet die Ertragslage der Banken durch eine Abflachung der Zinsstrukturkurve, was den Eigenkapitalaufbau durch Gewinnthesaurierung erschwert.

Können makroprudenzielle Instrumente wie die Leverage Ratio helfen?

Ja, diese Instrumente dienen dazu, die Gesamtverschuldung zu begrenzen und die Verlusttragfähigkeit zu erhöhen, wodurch sie das Finanzsystem krisenfester machen sollen.

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Résumé des informations

Titre
Die Konsequenzen von Eigenkapitalanforderungen für die geldpolitische Transmission
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Note
1,3
Auteur
Nicole Lehnen (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
55
N° de catalogue
V386537
ISBN (ebook)
9783668606098
ISBN (Livre)
9783668606104
Langue
allemand
mots-clé
konsequenzen eigenkapitalanforderungen transmission
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicole Lehnen (Auteur), 2016, Die Konsequenzen von Eigenkapitalanforderungen für die geldpolitische Transmission, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386537
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