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Staat und Verwaltung in der NS-Zeit

Die höchste Hirarchiestufe im Führerstaat

Título: Staat und Verwaltung in der NS-Zeit

Trabajo Escrito , 2017 , 17 Páginas , Calificación: 8 Punkte

Autor:in: Christian Wolff (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Diese Arbeit gibt einen Überblick vom Aufkeimen des deutschen Nationalsozialismus an über Staat und Verwaltung in der NS-Zeit. Besondere Betrachtung findet das Führerprinzip und die Stellung des Führers.

Selbst über 70 Jahre nach dem Ende des dunkelsten Kapitels der neueren deutschen Geschichte scheint die Zeit des Nationalsozialismus noch immer eine gewisse Faszination in – zum Teil sogar noch wachsenden – Teilen der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland auszuüben. Denn nicht nur innerhalb der mit einer Anzahl von etwa 24.000 Personen organisierten Rechtsextremismusszene sondern vielmehr insbesondere im Bereich des allgemeinen Bürgertums scheint ein entsprechendes Gedankengut offenbar immer noch weit verbreitet zu sein, welches sich aktuell zum einen durch den starken Zulauf der am 19.10.2014 gegründeten sog. Pegida-Organisation zeigt und zum anderen insbesondere durch das erfolgreiche Abscheiden der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag am 24.09.2017 zum Ausdruck kommt. Offenbar ist trotz des allgemeinen Wohlstandes in Zeiten der fortschreitenden Europäisierung und Globalisierung sowie in Ansehung der aktuellen Flüchtlingsproblematik auch weiterhin der innere Wunsch nach nationaler, wirtschaftlicher und religiöser Identität und Abgrenzung vorhanden bzw. selbst in den Köpfen der Nachkriegsgerenartionen tief verwurzelt und auch weiterhin in unmittelbarem Zusammenhang mit einem ausgeprägten Personenkult um Adolf Hitler, der als Gründer der „Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei“ (NSDAP) und „Führer und Reichskanzler“ die zentrale Person des sog. „Dritten Reiches“, mithin die oberste politische und staatliche Hirarchiestufe darstellte, steht. Dieses umso mehr, als dass das gesamte politische und gesellschaftliche Leben in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft fast ausschließlich durch die Person Adolf Hitler gelenkt und geprägt sowie dessen Stellung im NS-Staat ausschlaggebend auch für den geschichtlichen Verlauf und für das allgemeine Verständnis dieser Zeit, welche unser heutiges Leben, besonders in Anbetracht der vorgenannten aktuellen Problematiken noch immer maßgeblich zu beeinflussen scheint, war.

Vor diesem Hintergrund ist auch heute noch, vor allem in der aktuellen, turbulenten Zeit – möglichst als abschreckendes Beispiel – ein grundsätzliches Erinnern hieran von entscheidender Bedeutung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Entstehungsgeschichte

III. Führerprinzip

IV. Stellung des Führers

1. Führer der NSDAP

2. Regierungschef

3. Gesetzgeber

4. Verwaltungschef

5. Oberster Gerichtsherr

6. Staatsoberhaupt

7. Oberbefehlshaber der Wehrmacht

V. Zusammenfassung und Beurteilung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die staatsrechtliche und politische Ausgestaltung der Machtkonzentration in der Person Adolf Hitlers während des Nationalsozialismus, um die methodische Transformation des demokratischen Rechtsstaates der Weimarer Republik in eine totalitäre Diktatur nachzuvollziehen.

  • Historische Entstehungsbedingungen des Nationalsozialismus
  • Die theoretische Konzeption und praktische Implementierung des Führerprinzips
  • Die Kumulation staatlicher Ämter und Funktionen in der Person des Führers
  • Die rechtliche Aushöhlung der Weimarer Reichsverfassung durch die Gleichschaltung
  • Die Rolle der Propaganda und der totalitären Staatsverwaltung

Auszug aus dem Buch

III. Führerprinzip

Charakteristisch für den Nationalsozialismus war das politische Konzept und die Propagandaformel des sog. Führerprinzips, welches als Grundsatz der unbedingten Führerautorität zu verstehen und eine spezielle Erscheinungsform der plebiszitär legitimierten Diktatur des 20. Jahrhunderts gilt. Dabei stellte sich dieses Führerprinzip als ein den Werten in Zielen demokratischer Organisation prinzipiell entgegengesetztes politisches Leitungsprinzip dar, nach dem die Autorität ausschließlich von einer monokratischen Spitze nach unten ausgeübt und Verantwortung hingegen ausschließlich von unten nach oben geschuldet wurde de.

Implementiert werden konnte dieses Führerprinzips durch eine Vielzahl von gesetzlichen Maßnahmen – als sog. „Gleichschaltung“ bezeichnet – auf Grundlage des Ermächtigungsgesetzes vom 24.03.1933, mit dem sich Adolf Hitler umfangreiche gesetzgeberische und vertraglichen Vollmachten verschaffte, die dieser sodann zur Beseitgung des Pluralismus und der Demokratie einsetzen konnte. In der Folge wurden im Ergebnis somit die innerparteiliche Führungshirarchie der NSDAP, die sich nach Reichs-, Gau-, Kreis-, Ortsgruppenleitung, Zelle und Block von oben nach unten gliederte, auch auf die Staaatsverwaltung übertragen wurde, wobei die zentrale Führerperson Adolf Hitler unangefochten an der Spitze sämtlicher Organisationen stand und stehen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fortwährende historische Relevanz der NS-Zeit und die Gefahren einer erneuten Radikalisierung in modernen Demokratien.

II. Entstehungsgeschichte: Dieses Kapitel arbeitet die strukturellen Schwächen der Weimarer Republik und die historisch gewachsenen Wurzeln des Nationalsozialismus heraus.

III. Führerprinzip: Hier wird das Kernkonzept der unbedingten Führerautorität erläutert, das durch die Gleichschaltung die demokratische Organisation ersetzte.

IV. Stellung des Führers: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Kumulation verschiedenster Staatsämter in der Hand Hitlers, von der Parteiführung bis hin zum Oberbefehl über die Wehrmacht.

V. Zusammenfassung und Beurteilung: Das abschließende Kapitel resümiert die vollständige Transformation zum totalitären Führerstaat und mahnt zur Wachsamkeit gegenüber der Fragilität demokratischer Verfassungen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Führerprinzip, Machtkonzentration, Gleichschaltung, Weimarer Republik, Adolf Hitler, Ermächtigungsgesetz, Diktatur, Staatsverwaltung, Totalitarismus, Rechtsgeschichte, Reichskanzler, Parteienverbot, Personalunion, Volkssouveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen und politischen Mechanismen, durch die Adolf Hitler die demokratischen Strukturen der Weimarer Republik systematisch demontierte und durch ein totalitäres Regime ersetzte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung der nationalsozialistischen Ideologie, das Konzept des Führerprinzips sowie die rechtliche Absicherung der Machtfülle des Führers.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird analysiert, wie durch die Kumulation von Ämtern und die formale "Gleichschaltung" eine unumschränkte Machtstellung geschaffen wurde, die alle staatlichen Instanzen direkt unter den Willen eines Einzelnen stellte.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtshistorischen Analyse unter Verwendung zeitgenössischer Gesetzestexte, verfassungsrechtlicher Quellen und einschlägiger historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehungsgeschichte, die Erläuterung des Führerprinzips und die detaillierte Aufschlüsselung der verschiedenen Ämter (z. B. Regierungschef, Oberster Gerichtsherr, Staatsoberhaupt), die Hitler in Personalunion vereinigte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Schlagworte sind Nationalsozialismus, Führerprinzip, Gleichschaltung, Diktatur, Machtkonzentration und Verfassungsbruch.

Welche besondere Bedeutung hat das "Gesetz über das Staatsoberhaupt" für die Argumentation des Autors?

Das Gesetz wird als finaler Schritt der Machtzentrierung interpretiert, durch den die Ämter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers verschmolzen und Hitler zum unumschränkten Souverän wurden.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Führereides?

Der Führereid wird als Instrument zur Sicherung des militärischen Machtanspruchs gewertet, welches die Wehrmacht direkt und persönlich an Hitler band und somit die Gewaltenteilung im militärischen Bereich aufhob.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Staat und Verwaltung in der NS-Zeit
Subtítulo
Die höchste Hirarchiestufe im Führerstaat
Universidad
University of Hamburg
Calificación
8 Punkte
Autor
Christian Wolff (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
17
No. de catálogo
V386635
ISBN (Ebook)
9783668607323
ISBN (Libro)
9783668607330
Idioma
Alemán
Etiqueta
staat verwaltung ns-zeit hirarchiestufe führerstaat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Wolff (Autor), 2017, Staat und Verwaltung in der NS-Zeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386635
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