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Kulturfinanzierung durch Nebeneinnahmen am Beispiel von Merchandising im Rahmen von Kinderfernsehen

Titre: Kulturfinanzierung durch Nebeneinnahmen am Beispiel von Merchandising im Rahmen von Kinderfernsehen

Dossier / Travail , 1998 , 11 Pages , Note: 2

Autor:in: Angelika Janssen (Auteur)

Études Culturelles - Études Culturelles empiriques
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Résumé Extrait Résumé des informations

Merchandising findet mittlerweile in so vielen kulturellen Bereichen statt, dass man vielfach bereits vom Produktverbund sprechen kann: Fiktive Figuren oder Embleme erscheinen in unterschiedlichen Medien (z.B. Pumuckl: im Fernsehen, im Buch, als Held eines Comic-Hefts, auf der Hörspiel-Cassette, auf Video oder DVD), aber auch auf medienfremden Artikeln wie Tassen, Radiergummies oder Bettwäsche. Private Radiosender machen ein Zusatzgeschäft durch den Verkauf von CDs (mit Musik, aber auch mit beliebten Blödel-Moderatoren), Maskottchen und ähnlichem. Und auch in staatlichen Museen wurden die Zeichen der Zeit erkannt, so dass der interessierte Besucher in den zugehörigen Museumsshops "Kunst-Souvenirs" erwerben kann. Der Ursprung und das Vorbild für die Lizenzgeschäfte aller Sparten (auch die nicht kulturellen, z.B. Fan-Artikel im Sportsektor) liegen in den USA, und zwar im Fernsehgeschäft. Während auch andere kulturelle Sparten interessante Untersuchungsfelder zum Thema Merchandising liefern, widmet sich diese Arbeit aufgrund des gesteckten Rahmens einem Teilbereich der Alltagskultur, hier: des Fernsehens, und aufgrund der Sonderrolle innerhalb des Themenkomplexes "Fernsehen und Merchandising" dem Aspekt "Kinderfernsehen und Merchandising". Der erste bekannte Merchandising-Fall hat sich 1904 in Amerika ereignet, als die Brown Shoe Company das Recht an der Comic-Figur Buster Brown erwarb, um damit für eine internationale Messe für Kinderschuhe zu werben. Der Fall ist in mehrfacher Hinsicht klassisch: 1. Zwischen der Figur selbst und dem Artikel, mit dem sie in Verbindung gebracht wird, besteht kein unmittelbarer Zusammenhang. 2. Die Figur stammt aus einem Comic, es ist eine fiktive Figur mit positiven Eigenschaften.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung des Merchandising

Vier Phasen

3. Aktueller Trend: Internationalisierung des Marktes

4. Ein Beispiel aus dem deutschen Fernsehen: RTL

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Rolle von Merchandising als ergänzende Einnahmequelle im Kontext des Kinderfernsehens und analysiert die historische sowie strukturelle Verflechtung zwischen Medienproduktionen und dem Spielwarenmarkt.

  • Historische Entwicklungsphasen des Merchandising
  • Strategische Verbindung von Medien- und Spielwarenindustrie
  • Einfluss der Kommerzialisierung auf Programmgestaltung
  • Internationalisierung und globale Vermarktbarkeit von Kinderfernsehen
  • Fallstudie zur Merchandising-Strategie des Senders RTL

Auszug aus dem Buch

2. Historische Entwicklung - Vier Phasen

Der Untersuchungsgegenstand "Merchandising und Kinderfernsehen" lässt sich grob in vier Entwicklungsstadien unterteilen:

Phase 1: Die Frühphase von der Entstehung des Mediums bis zu den 1960er Jahren: Eine Vorreiter-Rolle nimmt der Disney-Konzern ein, der bereits in den 1930er Jahren große Merchandising-Erfolge erzielt hat.

Phase 2: 1960er Jahre bis 1980: Phase der Kommerzialisierung: Proteste gegen Kommerzialisierung des Kinderfernsehens führen zu Problembewusstsein und regulierenden Einschränkungen.

Phase 3: 1980er Jahre: Deregulierung, freie Entfaltung des Marktes

Phase 4: 1990er Jahre: Grenzen des Merchandising

Während in der Frühzeit des Merchandising die Merchandising-Ware oft erst nach erfolgreicher Etablierung von künstlerischen Produkten als zusätzliche Einnahmequelle kreiert wurde, wird heute vor allem im Bereich des kommerziellen Privat-Fernsehens, aber auch im Bereich Kinder-Fernsehen allgemein von Beginn der Programm-Konzeption an über mögliche Merchandise-Artikel nachgedacht. Erste strategische Verbindungen zwischen der Medien- und der Spielwarenindustrie schuf der Walt-Disney-Konzern bereits in den 1930er Jahren. Die Attraktivität der Disney Figuren wurde früh erkannt und nicht nur zur Vermarktung gegenständlicher Varianten der Figuren genutzt. Man erkannte auch, dass sich das Image der Figuren an fast beliebige Produkte binden lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff Merchandising und beleuchtet die Bedeutung des Produktverbunds sowie die Ursprünge der Lizenzgeschäfte im US-amerikanischen Fernsehmarkt.

2. Historische Entwicklung des Merchandising: Dieses Kapitel unterteilt die Entwicklung in vier Phasen, von der frühen Disney-Ära über die Kommerzialisierungskritik bis hin zur Deregulierung und Marktsättigung der 1990er Jahre.

3. Aktueller Trend: Internationalisierung des Marktes: Der Fokus liegt hier auf der globalen Vermarktbarkeit von Zeichentrickfiguren und der Notwendigkeit, kulturelle Eigenheiten zugunsten einer universellen Verständlichkeit und technischen Optimierung zu reduzieren.

4. Ein Beispiel aus dem deutschen Fernsehen: RTL: Die Arbeit analysiert die spezifischen Vertriebswege und Vermarktungsstrategien von RTL, insbesondere die Nutzung von Gewinnspielen und Online-Shops zur Zuschauerbindung.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Merchandising primär als lukratives Zusatzgeschäft fungiert und weniger als direkte Kulturfinanzierung für neue Produktionen dient.

Schlüsselwörter

Merchandising, Kinderfernsehen, Produktverbund, Lizenzgeschäft, Kommerzialisierung, Internationalisierung, Zeichentrickfilm, Walt-Disney-Konzern, RTL, Spielwarenindustrie, Vermarktungsstrategie, Programmkonzeption, Medienpädagogik, Konsumverhalten, Markenführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Merchandising als ökonomischem Faktor innerhalb des Kinderfernsehens und untersucht, wie Medieninhalte strategisch für den Warenverkauf genutzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung des Merchandising, die strategische Verzahnung von Fernsehformaten mit der Spielwarenindustrie sowie die Herausforderungen der Internationalisierung und Kommerzialisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den "Produktverbund" als ökonomisches Phänomen zu analysieren und zu bewerten, ob und wie Merchandising-Erlöse zur Finanzierung von kulturellen Fernsehproduktionen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Entwicklungsphasen und einer fallbasierten Untersuchung der Vermarktungsmechanismen am Beispiel von RTL.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung in vier Phasen, eine Analyse aktueller Trends zur Internationalisierung von Inhalten sowie eine praxisnahe Fallstudie zur Merchandising-Strategie bei RTL.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Merchandising, Kinderfernsehen, Produktverbund, Lizenzgeschäft, Kommerzialisierung und Internationalisierung.

Warum spielt der Zeichentrickfilm eine so große Rolle beim Merchandising?

Zeichentrickfilme bieten durch ihre neutralen Schauplätze und die Nutzung von Figuren, die nach dem "Kindchenschema" gestaltet sind, eine ideale Basis für die weltweite Vermarktung ohne nationale Einschränkungen.

Wie nutzen Sender wie RTL ihre Programme für den Merchandising-Verkauf?

RTL nutzt gezielte Gewinnspiele und Aktionen innerhalb der Sendungen, um Interesse an Merchandise-Artikeln zu wecken und die Zuschauer anschließend in ihre eigenen Online-Shops zu führen.

Fließen die Einnahmen aus dem Merchandising direkt in die Programmproduktion zurück?

Nach Einschätzung der Autorin handelt es sich meist um ein Zusatzgeschäft zur Profitsteigerung; eine direkte Refinanzierung von Produktionsbudgets durch Merchandising-Erlöse ist eher die Ausnahme.

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Résumé des informations

Titre
Kulturfinanzierung durch Nebeneinnahmen am Beispiel von Merchandising im Rahmen von Kinderfernsehen
Université
University of Lüneburg  (Angewandte Kulturwissenschaften)
Cours
Perspektiven der Kulturfinanzierung
Note
2
Auteur
Angelika Janssen (Auteur)
Année de publication
1998
Pages
11
N° de catalogue
V38683
ISBN (ebook)
9783638376761
Langue
allemand
mots-clé
Kulturfinanzierung Nebeneinnahmen Beispiel Merchandising Rahmen Kinderfernsehen Perspektiven Kulturfinanzierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Angelika Janssen (Auteur), 1998, Kulturfinanzierung durch Nebeneinnahmen am Beispiel von Merchandising im Rahmen von Kinderfernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38683
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Extrait de  11  pages
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