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Kinder in Regenbogenfamilien

Titel: Kinder in Regenbogenfamilien

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jeff Mannes (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit will sich mit den wissenschaftlichen Ergebnissen der Bedeutung der Vater- und Mutterrolle, sowie mit den Ergebnissen der Erforschung sogenannter "Regenbogenkinder", also Kinder, die teilweise oder ganz bei gleichgeschlechtlich orientierten Eltern aufwachsen, beschäftigen. Die Arbeit dreht sich dabei um die Frage, ob und inwiefern sich die psychische, soziale, sexuelle und geschlechtsrollenkonforme Entwicklung von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Eltern von denen, die bei heterosexuellen Eltern aufwachsen, unterscheidet. Da die meisten Kinder in Regenbogenfamilien bei zwei Müttern aufwachsen, konzentriert sich die Arbeit am Anfang vor allem auf die Rolle des Vaters. Anschließend wird untersucht, wie diese Kinder ihren Alltag erleben, wie sich dieser von dem anderer Kinder unterscheidet und welche Differenzen, falls es sie gibt, in ihrer Entwicklung vorhanden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Rolle des Vaters

2.1 Groß-Britannien und die Notwendigkeit eines Vaters für das Kind

2.2 Das Interesse an der biologischen Herkunft

2.3 Die Rolle des Vaters in der Psychologie

3 Regenbogenfamilien

3.1 Das Interesse an der biologischen Herkunft bei Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern

3.2 Die Wichtigkeit des Vaters

3.3 Die Entwicklung der Kinder in Regenbogenfamilien im Vergleich

4 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Vaterrolle sowie die psychische, soziale und geschlechtsrollenkonforme Entwicklung von Kindern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, im Vergleich zu Kindern aus heterosexuellen Familienverhältnissen.

  • Wissenschaftliche Bedeutung der Vater- und Mutterrolle für die kindliche Entwicklung
  • Analyse der Erfahrungen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften
  • Psychologische Theorien zur Vaterschaft und deren Relevanz für Regenbogenfamilien
  • Diskriminierungserfahrungen und deren Einfluss auf die Lebensrealität der Kinder
  • Empirische Datenlage zur Entwicklung von Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Rolle des Vaters in der Psychologie

Die Psychologie hingegen beschäftigt sich tiefer mit der Rolle des Vaters. Bereits Sigmund Freud sah in der Vaterrolle die Bedeutung einer tiefen sozioemotionalen Bindung, die für die kindliche Entwicklung wichtig sei. Für Freud sei der Vater vor allem wichtig um sich aus der Fixierung seiner Mutter zu lösen, etwas, das tatsächlich ab einem gewissen Alter zu beobachten ist. Es wäre also durchaus berechtigt zu fragen, ob und wie dieses Problem bei zwei homosexuellen Müttern gelöst wird.

Ferner haben Psychologen wie Freud und Bandura im Rahmen von psychoanalytischen Entwicklungsmodellen auch angenommen, dass sich Söhne eher an ihren Vätern und Töchter eher an ihren Müttern orientieren. Durch den sogenannten ödipalen Komplex versucht Freud die Wichtigkeit des Vaters für das Herausbilden einer männlichen Identität des Kindes zu erklären. Nach Freud empfindet das Kind den Vater als Bedrohung, sobald es erkennt, dass dieser eine bedeutsame Bindung zu seiner Mutter hat. Nach einer gewissen Zeit baut sich jedoch eine Bindung zwischen beiden auf, in dessen Zuge das Kind die Ähnlichkeit des Vaters erkennt. Dadurch löst sich der ödipale Komplex auf und das Kind kann sich mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil identifizieren und gegebenenfalls eine männliche Identität entwickeln. Durch das Fehlen des Vaters könne das Kind diesen Identifikationsprozess nicht vollführen und könne somit später, laut dieser Theorie, homosexuell werden (vgl. Brewaeys, Dufour, Kentenich in: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie (2005) 2(1), S. 36). Allerdings muss dazu gesagt werden, dass dies lediglich eine Interpretation der Aussagen Freuds durch seine Kollegen und Nachfolger ist, die bereits stark kritisiert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Familie ein und umreißt die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien.

2 Die Rolle des Vaters: Dieses Kapitel thematisiert die allgemeine Bedeutung der Vaterschaft und untersucht insbesondere die psychoanalytischen und gesetzlichen Debatten über die Notwendigkeit eines Vaters für das Kind.

3 Regenbogenfamilien: Hier werden Studien zur Lebenssituation von Kindern in Regenbogenfamilien analysiert, wobei der Fokus auf biologischer Herkunft, Vaterschaft und der allgemeinen kindlichen Entwicklung liegt.

4 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass keine signifikanten negativen Entwicklungsunterschiede zwischen Kindern aus traditionellen und Regenbogenfamilien bestehen und regt weiterführende Forschung an.

Schlüsselwörter

Regenbogenfamilien, Vaterschaft, Familiensoziologie, Kindesentwicklung, gleichgeschlechtliche Eltern, Psychologie, Identitätsbildung, Homosexualität, Familienpolitik, Diskriminierungserfahrungen, Sozioemotionale Bindung, Verwandtenselektion, Objektbeziehungstheorie, Lebensgemeinschaften, Elternschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die familiären Bedingungen und die Entwicklung von Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen Elternpaaren aufwachsen, und stellt diese in den Kontext der soziologischen Familienforschung.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Bedeutung der Vaterrolle, die psychoanalytischen Theorien zur Identitätsentwicklung, die Diskriminierungserfahrungen von Kindern sowie die aktuelle Datenlage zur Lebenssituation in Regenbogenfamilien.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, ob und inwieweit sich die psychische, soziale, sexuelle und geschlechtsrollenkonforme Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien von der Entwicklung von Kindern in heterosexuellen Familien unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewandt?

Der Autor nutzt eine Literaturanalyse, in der aktuelle psychologische und soziologische Studien sowie empirische Daten zum Thema Regenbogenfamilien zusammengeführt und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit der Vaterrolle (inklusive psychoanalytischer Perspektiven) und eine empirische Betrachtung der Lebensrealität von Kindern in Regenbogenfamilien, basierend auf vorhandenen Studien.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Familiensoziologie, Regenbogenfamilien, Kindesentwicklung, Vaterrolle und die Dynamik gleichgeschlechtlicher Elternschaft.

Warum wird im Kontext der Kinder in Regenbogenfamilien häufig die Vaterrolle so intensiv diskutiert?

Da die Mehrheit der untersuchten Regenbogenfamilien aus zwei Müttern besteht, fokussieren sich viele psychoanalytische Debatten auf die Frage, welche Auswirkungen das Fehlen eines Vaters auf die Identitätsbildung des Kindes haben könnte.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es keine signifikanten Nachteile für die Entwicklung der Kinder gibt und dass ein liebevolles Zuhause sowie ein offener Umgang mit der Familiensituation wichtiger für das Kindeswohl sind als die bloße Familienkonstellation.

Was kritisiert der Autor an den herangezogenen Studien?

Er kritisiert, dass viele Studien von einem heteronormativen Maßstab ausgehen und somit möglicherweise wichtige Unterschiede oder alternative Entwicklungswege bei Kindern in Regenbogenfamilien übersehen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinder in Regenbogenfamilien
Hochschule
Universität Trier
Note
1,3
Autor
Jeff Mannes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V387083
ISBN (eBook)
9783668614369
ISBN (Buch)
9783668614376
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schwul lesbisch gay lgbt lgbtiq queer kinder gender
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jeff Mannes (Autor:in), 2011, Kinder in Regenbogenfamilien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387083
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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