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Schülervorstellungen von Grundschulkindern zu ausgewählten Aspekten von Schmetterlingen

Eine empirische Untersuchung als Beitrag zur didaktischen Rekonstruktion

Title: Schülervorstellungen von Grundschulkindern zu ausgewählten Aspekten von Schmetterlingen

Master's Thesis , 2016 , 80 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nadine Strecker (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Jeder von uns kennt Schmetterlinge und kann sagen, dass ein Schmetterling ein Tier ist. Nach welchen Kriterien ordnen wir jedoch ein Wesen der Tierwelt zu? Und wenn wir den Schmetterling genauer betrachten, was wissen wir dann von ihm? Welche Sinne besitzt ein Schmetterling, wie genau funktionieren diese und welche davon sind für ihn am wichtigsten? Wie überwintern Schmetterlinge, in welchen Lebensstadien treten sie im Winter auf? Bereits für einen Erwachsenen und Laien sind diese Fragen schwer zu beantworten. Wie aber denkt ein Kind über diese Fragen nach? Wie versuchen Kinder, sich ihnen unbekannte Wissensgebiete zu erschließen, und mithilfe welcher Methode konstruieren sie neues Wissen?

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Erforschung von Schülervorstellungen. Dazu werden Schülervorstellungen zu dem Thema „Schmetterlinge“ erfasst, um diese im Sinne der didaktischen Rekonstruktion aufzuarbeiten und analysieren zu können. Parallel dazu wird die biologische Sichtweise zu dem Thema geklärt, um beides vergleichend in Beziehung setzen zu können. Der Aufbau der Arbeit orientiert sich dabei an der Systematik des Modells der Didaktischen Rekonstruktion. Im Anschluss an die Einleitung wird in Kapitel 2 das Modell der didaktischen Rekonstruktion allgemein dargestellt. In Kapitel 3 folgt eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Schmetterlinge, insbesondere zu der ihnen eigenen Systematik, ihrem Körperbau, dem Lebenszyklus und ihren Überwinterungsmethoden. Zu Beginn des 4. Kapitels wird die zentrale Forschungsfrage formuliert und die Untersuchungsmethode dargestellt. Anhand von problemzentrierten Interviews werden danach Lernperspektiven zum Thema Schmetterlinge am Beispiel von drei Schülerinnen und Schülern erfasst und analysiert. Im 5. Kapitel werden aus der Zusammenführung der erhobenen Schülervorstellungen mit den fachlichen Vorstellungen Leitlinien zur Strukturierung des Unterrichts entwickelt. Im abschließenden Fazit werden die Ergebnisse inhaltlich sowie methodisch reflektiert und zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Modell der didaktischen Rekonstruktion

2.1. Zum Begriff „Didaktische Rekonstruktion“

2.2. Das Forschungsmodell

3. Biologische Sicht zum Begriff des Schmetterlings

3.1. Systematische Einordnung

3.2. Körperbau

3.3. Lebenszyklus

3.4. Überwinterungsmethode

4. Schülervorstellungen zum Thema Schmetterlinge

4.1. Fragestellung

4.2. Vorgehensweise

4.2.1. Auswahl der Erhebungsmethode

4.2.2. Anlage des Interviewleitfadens

4.2.3. Auswahl der Interviewpartner und Durchführung der Interviews

4.2.4. Auswertung der Interviews

4.2.5. Aufbereitung des Materials

4.3. Vorstellungen zum Thema Schmetterling bei Hannah

4.3.1. Geordnete Aussagen (Hannah)

4.3.2. Explikation (Hannah)

4.4. Vorstellungen zum Thema Schmetterling bei Sonja

4.4.1. Geordnete Aussagen (Sonja)

4.4.2. Explikation (Sonja)

4.5. Vorstellungen zum Thema Schmetterling bei Kai

4.5.1. Geordnete Aussagen

4.5.2. Explikation (Kai)

4.6. Verallgemeinerte Vorstellungen der Kinder zum Thema Schmetterling

5. Didaktische Strukturierung

5.1. Vorgehensweise

5.2. Biologische Sichtweise und Schülervorstellungen im Vergleich

5.3. Leitlinien für den Unterricht

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die individuellen Denkstrukturen von Grundschulkindern in Bezug auf Schmetterlinge. Ziel ist es, diese Schülervorstellungen im Sinne der didaktischen Rekonstruktion zu erfassen, sie mit der biologischen Sichtweise abzugleichen und daraus Leitlinien für die Vermittlung fachlicher Inhalte im Sachunterricht abzuleiten.

  • Erfassung kindlicher Vorstellungen zu Systematik und Biologie von Schmetterlingen
  • Vergleich zwischen lebensweltlichen Schülervorstellungen und biologisch-fachlicher Sichtweise
  • Analyse kindlicher Denkfiguren (z. B. Anthropomorphismen, Teleologie)
  • Entwicklung didaktischer Leitlinien zur Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1. Systematische Einordnung

Das Teilgebiet der Biologie, welches sich mit dem Beschreiben, Benennen und Ordnen der Lebewesen beschäftigt, bezeichnet man als Systematik. Der griechische Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.) war einer der Ersten, der eine systematische Einordnung der Lebewesen vorgenommen hat. Dabei ordnete er die ihm bekannten Lebewesen in einer Stufenleiter nach ihrem Grad der „Perfektion“. Das von Aristoteles erstellte System behielt noch bis ins 18. Jahrhundert seine Gültigkeit. Abgelöst wurde das System „Aristoteles“ von dem System des schwedischen Arztes Carl von Linné (1707-1778), welcher als Begründer der heutigen Systematik gilt. Aristoteles und auch noch Linné haben die Organismen weitgehend nach willkürlich gewählten Unterscheidungsmerkmalen geordnet, welche sich an der Ähnlichkeit der Lebewesen orientierten (phänetische Methode). Ein solches System wird auch künstliches System genannt. Künstliche Systeme charakterisieren sich durch eine gewisse Starrheit. Diese Starrheit liegt unter anderem darin begründet, dass zu Zeiten Linnés von einer Konstanz und gleichzeitig von einer Unveränderlichkeit der Arten ausgegangen wurde. Seit der Entwicklung der Evolutionstheorie versucht die Wissenschaft, dieses künstliche System in ein natürliches System zur Einordnung der Lebewesen umzubauen. Darauf aufbauend hat Willi Henning in den 1950er Jahren die phylogenetische Systematik entwickelt, wobei die Einteilung der Lebewesen nur auf Verwandtschaftsverhältnissen basiert, die im Laufe der Evolution entstanden sind (vgl. Wiesemüller, Rothe & Henke 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Sachunterrichts hin zu einer stärkeren Schülerorientierung und führt in das Modell der „Didaktischen Rekonstruktion“ als theoretischen Rahmen der Arbeit ein.

2. Das Modell der didaktischen Rekonstruktion: Dieses Kapitel erläutert den Forschungsrahmen der Didaktischen Rekonstruktion, welcher durch das iterative Wechselspiel zwischen fachlicher Klärung und Erfassung von Schülervorstellungen gekennzeichnet ist.

3. Biologische Sicht zum Begriff des Schmetterlings: Das Kapitel stellt die biologischen Grundlagen zu Systematik, Körperbau, Lebenszyklus und Überwinterung von Schmetterlingen dar, die als Vergleichsfolie für die Schülervorstellungen dienen.

4. Schülervorstellungen zum Thema Schmetterlinge: Hier werden mittels problemzentrierter Interviews die Vorstellungen von drei Kindern detailliert erhoben, kategorisiert und expliziert.

5. Didaktische Strukturierung: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen Schülersicht und fachlicher Sicht gegenübergestellt, um konkrete didaktische Leitlinien für den Unterricht zu formulieren.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zeigt auf, inwiefern die gewählten Methoden zu einem besseren Verständnis kindlicher Denkstrukturen beigetragen haben.

Schlüsselwörter

Didaktische Rekonstruktion, Schülervorstellungen, Sachunterricht, Schmetterlinge, Biologische Sichtweise, Lebenszyklus, Körperbau, Anthropomorphismen, Teleologische Erklärungen, Problemzentriertes Interview, Grundschule, Metamorphose, Insekten, Konzeptionsforschung, Lernperspektiven.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schülervorstellungen von Grundschulkindern zum Thema Schmetterlinge und nutzt diese als Ausgangspunkt, um durch fachdidaktische Rekonstruktion Leitlinien für einen effektiven Unterricht zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt die biologischen Aspekte der Schmetterlinge ab, insbesondere ihre systematische Einordnung, den Körperbau, den Lebenszyklus sowie ihre Überwinterungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die individuellen Denkstrukturen der Kinder zu erfassen, um fachliche Inhalte zukünftig besser und anknüpfend an die Vorerfahrungen der Kinder vermitteln zu können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet das Modell der „Didaktischen Rekonstruktion“ und führt dazu eine qualitative Interviewstudie mit Grundschulkindern durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die fachliche Klärung, die Darstellung der Interviewmethode, die Analyse der kindlichen Vorstellungen (anhand von Beispielen) und die anschließende Zusammenführung in didaktischen Leitlinien.

Welche Charakteristika definieren die Arbeit?

Charakteristisch für diese Arbeit sind der Konstruktivismus, die Berücksichtigung von Schülervorstellungen als Lernchance sowie die Analyse kindlicher Denkfiguren wie Anthropomorphismen und teleologische Erklärungen.

Warum ziehen die interviewten Kinder oft Vergleiche zur Bienenhonigproduktion?

Die Kinder nutzen teleologische Sichtweisen: Da sie Nahrungsmittel wie Nektar mit der Bienenwelt verknüpfen, konstruieren sie die logische, wenn auch fachlich falsche Annahme, dass der Schmetterling diesen Nektar ebenfalls zur Honigherstellung benötigt.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit dem Menschen in der kindlichen Denkweise?

Die Kinder nutzen den Menschen häufig als Analogie, um sich für sie unbekannte Funktionen – wie etwa die Atmung oder das Riechen – zu erschließen und diese auf den Schmetterling zu übertragen.

Wie gehen die Kinder mit dem Widerspruch um, dass Insekten sechs Beine haben, sie aber nur zwei zeichnen?

Bei Rückfragen des Interviewers erkennen die Kinder den Widerspruch und passen ihre Zeichnungen oder Erklärungen oft situativ an, was zeigt, dass theoretisches Wissen nicht immer nahtlos in die eigene zeichnerische Vorstellung integriert ist.

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Details

Title
Schülervorstellungen von Grundschulkindern zu ausgewählten Aspekten von Schmetterlingen
Subtitle
Eine empirische Untersuchung als Beitrag zur didaktischen Rekonstruktion
College
University of Dortmund  (Fakultät für Chemie und chemische Biologie Didaktik der Biologie)
Course
Abschlussarbeit
Grade
1,7
Author
Nadine Strecker (Author)
Publication Year
2016
Pages
80
Catalog Number
V387112
ISBN (eBook)
9783668691391
ISBN (Book)
9783668691407
Language
German
Tags
Schmetterlinge didaktische Rekonstruktion Schülervorstellungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Strecker (Author), 2016, Schülervorstellungen von Grundschulkindern zu ausgewählten Aspekten von Schmetterlingen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387112
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