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Evaluation eines Online-Kurses

Erstellung eines Lehrplans für Bildungswissenschaftler auf der Basis des 4C/ID Modells

Title: Evaluation eines Online-Kurses

Term Paper , 2016 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Britta Gehlfuss (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Ziel dieser Studienarbeit ist die Erstellung eines Lehrplans für Bildungswissenschaftler, auf der Basis des 4C/ID Modells van Merriënboers, mit folgender Zielkompetenz: „einen Online-Kurs evaluieren“. Die Bildungswissenschaftler sollen im Rahmen ihrer empirischen Arbeit dazu befähigt werden, Online-Kurse zu evaluieren.

Online-Kurse sind E-Learning Angebote, die im engeren Sinne netzbasiertes Lernen umfassen, das menschliche Tutorenunterstützung ermöglicht, im weitesten Sinne jede Art von Lernen meinen, bei dem elektronische Medien eingesetzt werden. Immer mehr Hochschulen nutzen die Vorteile dieser Ressource, die ein Höchstmaß an zeitlicher und örtlicher Flexibilität ermöglicht, und sich in jedes Arbeitsumfeld integrieren lässt. Beispielhaft ist hier die FernUniversität Hagen zu nennen.

Um die Anforderungen an Qualität, Nutzen, Wirkung und Durchführbarkeit von E-Learning Angeboten zu erfassen und zu bewerten, liefern Evaluationen verwertbare Ergebnisse. Sie dienen darüber hinaus der Sicherstellung und Auswertung von Informationen um bestimmte Entscheidungen zu treffen. Evaluationen sind Bestandteil eines Qualitätsmanagements sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bildungssektor. Um die Qualität von Lernen und Lehren sicherzustellen, ist es notwendig, Bildungswissenschaftler anwendungsorientiert zu schulen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 4CID-Modell

1.3 Szenario

1.4 Virtualität

2 Theoretischer Exkurs

2.1 Pfadabhängigkeit

2.2 Unterschied zwischen Didaktik und Instruktionsdesign

2.3 Bezugstheorie des 4CID-Modells

3 Hierarchische Kompetenzanalyse

3.1 Hierarchiefunktion

3.2 Hierarchieerstellung

3.3 (Non-) Rekurrente Fertigkeiten

4 Bildung von Aufgabenklassen

4.1 Funktion

4.2 Vereinfachte Annahmen und Aufgabenklassen

5 Entwicklung von Lernaufgaben

5.1 Lernaufgaben

5.2 Variabilität

5.3 Mediale Umsetzung

5.4 Fidelity

5.5 Didaktische Szenarien

6 Prozedurale und unterstützende Informationen

6.1 Unterstützende Informationen

6.2 Prozedurale Informationen

7 Part-task practice

8 Fazit

8.1 Verortung im ADDIE-Phasenmodell

8.2 Stärken-Schwächen-Abschätzung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Lehrplans für Bildungswissenschaftler auf Basis des 4C/ID-Modells, um diese zur Evaluation von Online-Kursen zu befähigen.

  • Anwendung des 4C/ID-Modells auf ein konkretes Bildungsszenario
  • Strukturierung komplexer Lernaufgaben und Aufgabenklassen
  • Integration von prozeduralen und unterstützenden Informationen
  • Didaktische Gestaltung durch Szenarien und Medieneinsatz
  • Kritische Reflexion der Modellanwendung und Evaluation

Auszug aus dem Buch

1.2 4C/ID-Modell:

Das Four-Components Instructional Design ist ein präskriptives Modell des Instruktionsdesigns. Es wurde 1997 von Jeroen J. G. van Merriënboer erstmals vorgestellt und ermöglicht das erfolgreiche Erlernen von komplexen kognitiven Fähigkeiten (Bastiaens, Deimann, Schrader, & Orth, 2016, S. 90). Komplexes Lernen beinhaltet die Integration von Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen. Dabei werden die qualitativ unterschiedlichen Bestände an Fähigkeiten koordiniert und in die tägliche Arbeit und das tägliche Leben transferiert (van Merriënboer & Kirschner, 2012, S. 2). Ziel ist die Förderung des absichtsvollen Lernens und die Gestaltung komplexer, authentischer Lernumgebungen (Bastiaens et al., 2016, S. 31). Das 4C/ID bietet dafür vier Komponenten, die in wechselseitiger Beziehung stehen (van Merriënboer & Kirschner, 2012, S. 12–13). Die erste Komponente bilden die Lernaufgaben. Sie werden nach dem Scaffolding-Prinzip trainiert und sind konkrete, authentische und ganzheitliche Aufgaben, die dem Aufbau kognitiver Schemata dienen (Bastiaens et al., 2016, S. 92). Die zweite Komponente sind die unterstützenden Informationen, die den Lernenden zum Aufbau nicht wiederkehrender Fertigkeiten zu Beginn der Lernaufgabe zur Verfügung stehen. Dann folgen Just-in-time Informationen, die für Routinefertigkeiten, also wiederkehrende Aufgaben benötigt werden. Diese werden erst während der Bearbeitung der Aufgaben vorgelegt. Die letzte Komponenten sind die Part-task-Practice, zusätzliche repetierende Übungen von wiederkehrenden Aufgaben. Sie werden aus der Zielkompetenz herausgegriffen und müssen auf hohem Niveau schnell automatisiert werden. Dabei werden sie mit Zusatzübungen gezielt trainiert (Bastiaens et al., 2016, S. 92–93). Die Evaluierung eines Online-Kurses stellt eine sehr komplexe Aufgabe dar. Die Authentizität der Lernaufgaben im 4C/ID ist besonders geeignet, um ganzheitliche Fertigkeiten für die Bewältigung der komplexen Problemstellung in der Praxis zu erlangen. Die Lernenden können in realitätsnaher Lernumgebung ihre Kompetenzen sukzessive weiterentwickeln und stärken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert das Ziel, Bildungswissenschaftler zur Evaluation von Online-Kursen zu befähigen, und führt in die Grundlagen des 4C/ID-Modells ein.

2 Theoretischer Exkurs: Beleuchtet Pfadabhängigkeiten in der Didaktik und grenzt das Instruktionsdesign von der Allgemeinen Didaktik ab.

3 Hierarchische Kompetenzanalyse: Analysiert die Zielkompetenz in Teilfertigkeiten und stellt deren Konditionalitäten in einer Hierarchie dar.

4 Bildung von Aufgabenklassen: Beschreibt die Sequenzierung von Lernaufgaben nach dem Schwierigkeitsgrad durch vereinfachte Annahmen.

5 Entwicklung von Lernaufgaben: Erläutert die Gestaltung konkreter Lernaufgaben nach dem Scaffolding-Prinzip und variablen Medieneinsatz.

6 Prozedurale und unterstützende Informationen: Unterscheidet zwischen notwendigen Hilfestellungen für nicht-rekurrente sowie prozeduralen Informationen für rekurrente Fertigkeiten.

7 Part-task practice: Erklärt den Einsatz repetierender Übungen zur Automatisierung von Routinefertigkeiten.

8 Fazit: Verortet den Entwurf im ADDIE-Modell und reflektiert kritisch die Stärken und Schwächen der 4C/ID-Anwendung.

Schlüsselwörter

4C/ID-Modell, Instruktionsdesign, Online-Kurs, Evaluation, Kompetenzanalyse, Lernaufgaben, Scaffolding, Cognitive Load Theorie, Blended-Learning, Didaktische Szenarien, Pfadabhängigkeit, Bildungswissenschaft, Prozedurale Informationen, Routinefertigkeiten, E-Tutor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit erstellt einen Lehrplan für Bildungswissenschaftler mit dem Ziel, diese zur professionellen Evaluation von Online-Kursen zu befähigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anwendung des 4C/ID-Modells, die Entwicklung didaktischer Lernaufgaben, die Hierarchisierung von Kompetenzen und die Integration von E-Learning-Szenarien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Konzeption eines strukturierten Lernpfads, der Teilnehmern hilft, die notwendigen Fähigkeiten zur Bewertung von Qualität, Nutzen und Wirkung von Online-Angeboten zu erlangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf dem präskriptiven Modell des Instruktionsdesigns (4C/ID) von van Merriënboer und nutzt empirisch-analytische Ansätze zur Strukturierung der Lernprozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Kompetenzanalyse, die Bildung von Aufgabenklassen, die konkrete Entwicklung von Lernaufgaben inklusive Scaffolding sowie die Bereitstellung prozeduraler und unterstützender Informationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören das 4C/ID-Modell, Evaluation, Kompetenzanalyse, Lernaufgaben, Blended-Learning und die Cognitive Load Theorie.

Wie unterscheidet sich die Arbeit in der Gewichtung von rekurrenter und nicht-rekurrenter Fertigkeit?

Die Arbeit ordnet komplexe, situationsabhängige Aufgaben (z.B. Zieldefinition) als nicht-rekurrent ein, während repetitive Aufgaben wie die Bedienung von Datenbanken als rekurrente Fertigkeiten automatisiert werden.

Warum wird im Fazit eine Stärken-Schwächen-Analyse vorgenommen?

Diese Analyse dient dazu, die Praxistauglichkeit des gewählten 4C/ID-Modells unter Berücksichtigung von Implementierungskosten und technologischen Anforderungen an die Lernumgebung kritisch zu bewerten.

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Details

Title
Evaluation eines Online-Kurses
Subtitle
Erstellung eines Lehrplans für Bildungswissenschaftler auf der Basis des 4C/ID Modells
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Britta Gehlfuss (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V387115
ISBN (eBook)
9783668612976
ISBN (Book)
9783668612983
Language
German
Tags
Evaluation Schulungskompetenz Mediendidaktik 4CID eLearning blended learning Cognitive Load theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Gehlfuss (Author), 2016, Evaluation eines Online-Kurses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387115
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