Das soziokulturelle Existenzminimum und seine Herleitung aus der Menschenwürde und dem Sozialstaatsprinzip


Seminararbeit, 2014
36 Seiten, Note: 10 Punkte

Leseprobe

II
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung in die Thematik ... 1
2.) Definition des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen
Existenzminimums ... 3
I. Schutzbereich ... 3
II. Verfassungsrechtliches Leistungsrecht ... 4
3.) Herleitung des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen
Existenzminimums in der Rechtsprechung und in der juristischen Literatur ... 6
I. BVerfG, 1BvR 220/51, Beschluss vom 19.12.1951 ... 6
II. BVerwG V C 78/54, Urteil vom 24.06.1954 ... 6
III. BVerfG, 1 BvL 4/74, Beschluss vom 18.06.1975 ... 7
IV. BVerfG, 1 BvL 20, 26, 184 und 4/86, Beschluss vom 29.05.1990 ... 7
V. BVerfG, 2 BvE 2/08, 2BvE 5/08, 2 BvR 1010/08, 2 BvR 1022/08, 2 BvR 1259/08,
2 BvR 182/09, Urteil vom 30.06.2009 ... 8
VI. BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010 ... 8
VII. BVerfG, 1 BvL 10/10, 1 BvL 2/11, Urteil vom 18.07.2012 ... 9
VIII. Das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums
in der Literatur ... 9
A) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht und das Recht auf Leben als Teil des
Existenzminimums ... 10
B) Gleichheitsrechtliche Aspekte des Existenzminimums ... 10
4. ) Abgrenzung des physischen Existenzminimums vom soziokulturellen
Existenzminimum ... 11
I. Physisches Existenzminimum ... 11
II. Soziokulturelles Existenzminimum ... 12
A) Abhängigkeit von der ,,sozialen Wirklichkeit" in einer Gesellschaft und
Ausgrenzungsverbot ... 13
B) Individuelle Wahlfreiheit ... 14
C) Individualisierungsgrundsatz ... 14
D) Subsidiarität des Existenzminimums ... 15
5. ) Das soziokulturelle Existenzminimum als Sonderfall in der
grundgesetzlichen Grundrechtsstruktur ... 16
I. Grundrechte als Abwehrrechte gegenüber dem Staat ... 16
II. Soziale Grundrechte im Grundgesetz ... 17
A) Entstehungsgeschichtliche Gründe für das Fehlen von sozialen Grundrechten ... 18
B) Grundrechtsstrukturelle Gründe für das Fehlen von sozialen Grundrechten ... 18

III
III. Zwischenergebnis ... 19
6.) Einfluss von internationalen und europäischen Verpflichtungen der BRD
auf das soziokulturelle Existenzminimum ... 20
I. EU-Grundrechtecharta (EU-GRCh) ... 20
A) Soziale Sicherheit und soziale Unterstützung (Art. 34 GRCh) ... 21
B) Anwendungsbereich der Grundrechtecharta ... 22
II. EMRK ... 22
A) Soziale Grundrechte der EMRK ... 22
B) Einfluss der EMRK-Wertungen auf die deutschen Grundrechte i.S.v. Art. 1-20 GG ... 23
III. Europäische Sozialcharta (ESC) ... 23
A) Bindungswirkung der ESC ... 24
B) Für das Existenzminimum relevante Garantien der ECS ... 24
IV. Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPwskR) ... 25
A) Relevante Rechte des IPwskR ... 25
B) Einfluss des IPwskR auf die Grundrechte des Grundgesetzes ... 26
7. ) Kritische Würdigung der Herleitung des soziokulturellen
Existenzminimums, mögliche Alternativen und Fazit ... 27
A) Herleitung des soziokulturellen Existenzminimums ... 28
B) Mögliche Alternativen ... 29
C) Fazit ... 30

IV
Literaturverzeichnis:
Baer, Susanne,
Das Soziale und die Grundrechte, in: NSZ 2014, 1.
Committee on economic, social and cultural
rights,
General Comment No. 19, 04.02.2008.
Committee on economic, social and cultural
rights,
General Comment No. 21, 21.12.2009.
Däubler, Wolfgang,
Das Verbot der Ausgrenzung einzelner Bevölkerungs-
gruppen ­ Existenzminimum und Arbeitslosgengeld II,
in: NSZ 2005, 225.
Drohsel, Franziska,
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Frenz, Walter,
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Grote/Marauhn,
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Herdegen, Matthias,
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Herdegen, Matthias,
Völkerrecht, 12. Auflage, Bonn 2013.
Hufen, Friedhelm,
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Isensee, Josef,
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1980, 367.
Janda, Constanze,
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V
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Jarass/Pieroth,
GG Kommentar, 12. Auflage, Münster 2012.
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Völkerrecht, 2. Auflage, Köln 2012.
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Handbuch der Grundrechte, Band I, II, III, IV, VI/1,VI/2,
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GRCh Kommentar, 3. Auflage, Berlin 2010
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EMRK, 2. Auflage, Basel 2012.
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Rothkegel, Ralf,
Konsequenzen aus dem ,,Hartz IV"-Urteil des Bundes-
verfassungsgerichts für die verfassungsrechtliche Beur-
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gesetz, in: ZAR 2010, 373.
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Grundgesetz Kommentar, 6. Auflage, Köln 2011.
Schnapp, Friedrich,
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GG Kommentar, Band 1+2, 6. Auflage, Göttingen 2010.

VI
V. Münch/Kunig,
Grundgesetz Kommentar, Bd. 1, 6. Auflage, Berlin 2011.
Wallerath, Maximilian,
Zur Dogmatik eines Rechts auf Sicherung des Existenz-
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Abkürzungsverzeichnis: Alle genutzten Abkürzungen sind entnommen aus Kirchner, Ab-
kürzungsverzeichnis der Rechtssprache, 7. Auflage, Berlin 2012.

1
,,Das soziokulturelle Existenzminimum und seine Herleitung aus der Menschenwürde
und dem Sozialstaatsprinzip ­ Begründung und Kritik,,
1.) Einleitung in die Thematik
,,Der Mensch als Person existiert notwendig in sozialen Bezügen".
1
Dieser prägnante Satz
aus dem sog. ,,Hartz IV-Urteil"
2
des Bundesverfassungsgerichts beschreibt sehr prägnant den
Hintergrund der Thematik dieser Seminararbeit. Das Bundesverfassungsgericht hat im Rah-
men der schon genannten Entscheidung und auch in seinem Urteil zum Asylbewerberleis-
tungsgesetz
3
das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzmini-
mums
4
gem. Art. 1 I GG i.V.m. Art. 20 I GG herausgearbeitet. Mit diesen Urteilen beendete
das Gericht eine Diskussion, die man schon seit den Anfängen der BRD geführt hat, jedoch
in dieser Deutlichkeit zuvor nicht thematisiert wurde.
5
Die Bedeutung der Existenzsicherung
des Einzelnen für das Funktionieren eines Staates wird auch daran deutlich, dass das Bun-
desverfassungsgericht in seinem ,,Lissabon-Urteil"
6
explizit darauf eingeht, dass die grund-
sätzlichen Entscheidungen der Sozialpolitik in der Gesetzgebungskompetenz der BRD ver-
bleiben müssen und dabei speziell auf das Zusammenspiel von Art.1 I GG und Art. 20 I GG
eingeht.
7
Im ersten Teil dieser Arbeit wird nach einer Definition des Grundrechts auf ein
menschenwürdiges Existenzminimum, eine kurze deskriptive Übersicht über die wichtigsten
1
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 135.
2
Vgl. dazu BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010.
3
Vgl. dazu BVerfG, 1 BvL 10/10, 1 BvL 2/11, Urteil vom 18.07.2012.
4
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 133; BVerfG, 1 BvL 10/10, 1 BvL
2/11, Urteil vom 18.07.2012, Rn 64.
5
BVerfG, 1 BvR 220/51, Beschluss vom 19.12.1951; BVerwG, V C 78/54, Urteil vom 24.06.1954; BVerfG, 1
BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 133.
6
Vgl. dazu BVerfG, 2 BvE 2/08, 2 BvE 5/08, 2 BvR 1010/08, 2 BvR 1022/08, 2 BvR 1259/08, 2 BvR 182/09,
Urteil vom 30.06.2009.
7
BVerfG, 2 BvE 2/08, 2 BvE 5/08, 2 BvR 1010/08, 2 BvR 1022/08, 2 BvR 1259/08, 2 BvR 182/09, Urteil vom
30.06.2009, Rn 257-259.

2
Entscheidungen in der Rechtsprechung zum Anspruch auf ein Existenzminimum gegeben
werden. Dabei soll auch auf in der Literatur vertretene Ansichten eingegangen werden. An-
schließend wird das in Frage stehende Grundrecht genauer analysiert, wobei eine Abgren-
zung zwischen dem physischen und dem soziokulturellen Existenzminimum vorgenommen
wird, um den genauen Schutzbereich des aus Art. 1 I GG i.V.m. Art. 20 I GG abgeleiteten
Rechts zu bestimmen. Das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum ist von
seiner Konstruktion als subjektiv-rechtliches Leistungsrecht, eigentlich eine Art Sonderfall in
der Grundrechtsstruktur des Grundgesetzes, welches Grundrechte zunächst als Abwehrrechte
gegenüber dem Staat konzipiert.
8
Deshalb soll hier auch der Frage nachgegangen werden, ob
sich dieses Grundrecht in die bestehende Struktur des Grundgesetzes einfügen lässt und wa-
rum originär soziale Grundrechte in diesem Grundrechtskatalog nicht auftauchen. Die juristi-
sche Diskussion über die Herleitung des Grundrechts auf ein menschenwürdiges Existenzmi-
nimum war in der Rechtsprechung und der Literatur meist sehr auf die Struktur und Reich-
weite des Grundgesetzes beschränkt, z.B. auf das Zusammenwirken der Menschenwürde und
des Sozialstaatsprinzips. Im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Asylbewerberleis-
tungsgesetz wird jedoch erstmals in der Verfassungsrechtsprechung zu dieser Thematik, auf
die internationalen Verpflichtungen der BRD Bezug genommen und deren Einfluss auf die
Auslegung des Existenzminimums betont.
9
Exemplarisch seien hier genannt die EMRK
10
,
der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPwskR)
11
, die
8
Baer, Das Soziale und die Grundrechte, in: NSZ, 2014, 1, 3; Isensee, Verfassung ohne soziale Grundrechte, in:
Der Staat, 1980, 367, 371-375; Neumann, Menschenwürde und Existenzminimum, in: NVwZ, 1995, 426, 430;
Martinez, Das Recht auf Sicherung des Existenzminimums, in: JZ, 2005, 644, 645.
9
BVerfG, 1 BvL 10/10, 1 BvL 2/11, Urteil vom 18.07.2012, Rn 94.
10
Siehe dazu die verbindliche englische Version der EMRK ab S. 5 des Dokuments unter :
http://www.echr.coe.int/Documents/Convention_ENG.pdf , zuletzt abgerufen am 02.04.2014.
11
International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights vom 16.12.1966, UNTS vol. 993, S. 3, in Kraft getreten
am 03.01.1976. Ratifikation durch die BRD am 17.12.1973.

3
Charta der Grundrechte der Europäischen Union
12
und die Europäische Sozialcharta
13
. Ein
Ziel dieser Seminararbeit wird daher sein, zu analysieren, ob die genannten europa- und völ-
kerrechtlichen Verpflichtungen die Herleitung des soziokulturellen Existenzminimums aus
der Menschenwürde und dem Sozialstaatsprinzip beeinflussen und wenn ja, wie dieser Ein-
fluss zu berücksichtigen ist. In einem letzten Schritt soll dann die dargestellte Herleitung des
soziokulturellen Existenzminimums einer kritischen Würdigung unterzogen und mögliche
Alternativen zu der bisherigen Handhabung skizziert werden.
2.) Definition des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums
Das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums wird vom
Bundesverfassungsgericht aus der Menschenwürde gem. Art. 1 I GG in Verbindung mit dem
Sozialstaatsprinzip aus Art. 20 I GG hergeleitet.
14
Die Menschenwürde bildet dabei die
Grundlage für die Verantwortlichkeit des Staates zur Erhaltung der individuellen und sozia-
len Existenz des Menschen.
15
Fraglich ist dabei, was genau vom Schutzbereich dieses Grund-
rechts umfasst sein soll. Der Schutzbereich ergibt sich laut BVerfG aus dem Zusammenspiel
zwischen der Menschenwürdegarantie und dem Sozialstaatsprinzip.
I. Schutzbereich
Aus dem Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum erwächst dem Staat die
Pflicht jedem ein ,,menschenwürdiges Existenzminimum" zu sichern, wobei in Bezug auf
den konkreten Umfang der jeweiligen Ansprüche dem Gesetzgeber eine Einschätzungspräro-
12
Siehe dazu die deutsche Fassung der Charta der Grundrechte der Europäischen Union in der feierlichen
Proklamationsfassung: http://www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf , zuletzt abgerufen am 02.04.2014.
13
Siehe dazu die verbindliche englische Version der Europäischen Sozialcharta unter:
http://conventions.coe.int/Treaty/EN/Treaties/Html/035.htm , in Kraft getreten am 26.02.1965, durch die BRD am
27.01.1965 ratifiziert, zuletzt aufgerufen am 02.04.2014.
14
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 133; BVerfG, 1 BvL 10/10, 1 BvL
2/11, Urteil vom 18.07.2012, Rn 88.
15
Isensee, Würde des Menschen, in: Handbuch der Grundrechte, § 87Rn 180.

4
gative zukommt.
16
Diese Einschätzungsprärogative ist bezogen auf die Sicherung der physi-
schen Existenz enger, als in Bezug auf die Ausgestaltung des zwischenmenschlichen oder
sozialen Teilbereiches.
17
Der Schutzbereich umfasst in materieller Hinsicht die Mittel, die zur
Aufrechterhaltung eines menschenwürdigen Daseins unbedingt erforderlich sind.
18
Im men-
schenwürdigen Dasein sind eine physische und eine zwischenmenschliche Komponente ent-
halten. Die physische Seite umfasst Leistungen aus existenziellen Lebensbereichen, z.B.
Nahrung, Kleidung, Hausrat, Unterkunft, Heizung, Hygiene und Gesundheit.
19
Die zwi-
schenmenschliche Komponente dieses Rechts beinhaltet den Anspruch des Menschen auf ein
Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe, speziell am kulturellen und politischen Leben, da
der Mensch als Persönlichkeit nur in sozialen Bezügen existieren könne.
20
Das Grundrecht
auf ein menschenwürdiges Existenzminimum ist auch Ausdruck des Verhältnisses zwischen
dem mündigen, selbstbestimmten Bürger und dem Staat. Aus der Menschenwürde als An-
knüpfungspunkt des Rechts folge, dass ein zu gewährleistendes Existenzminimum dann un-
terschritten sei, wenn ökonomischer Zwang dafür sorgt, dass die Lebensbedingungen eines
Menschen ihn zum bloß existierenden Objekt degradieren würden.
21
II. Verfassungsrechtliches Leistungsrecht
Neben den inhaltlichen Garantien des Existenzminimums ist auch die verfahrensrechtliche
Ausgestaltung entscheidend. Das Bundesverfassungsgericht interpretiert die Menschenwürde
16
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 133; Hufen, Staatsrecht II, 3.
Auflage, S. 150Rn 39; Martinez, Das Recht auf Sicherung des Existenzminimums, in: JZ, 2005, 644, 648.
17
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 138-144; Rothkegel, Konsequenzen
des ,,Hartz IV-Urteils" des Bundesverfassungsgerichts für die verfassungsrechtliche Beurteilung der Leistungen
nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, in: ZAR 2010, 373, 375.
18
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 133-135; BVerfG, 1 BvL 10/10, 1
BvL 2/11, Urteil vom 18.07.2012, Rn 90.
19
Ebd.
20
BVerfG, 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09, Urteil vom 09.02.2010, Rn 135; BVerfG, 1 BvL 10/10, 1 BvL
2/11, Urteil vom 18.07.2012, Rn 90; Starck, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG I, Art. 1Rn 41.
21
Martinez, Das Recht auf Sicherung des Existenzminimums, in: JZ, 2005, 644, 647.
Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Das soziokulturelle Existenzminimum und seine Herleitung aus der Menschenwürde und dem Sozialstaatsprinzip
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Völkerrecht und Europarecht, Abteilung All- gemeines Völkerrech)
Veranstaltung
Seminar zum Thema "Aktuelle Probleme des Grund- und Menschenrechtsschutzes"
Note
10 Punkte
Autor
Jahr
2014
Seiten
36
Katalognummer
V387282
ISBN (eBook)
9783668613584
ISBN (Buch)
9783668613591
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
existenzminimum, herleitung, menschenwürde, sozialstaatsprinzip
Arbeit zitieren
Tim Schöffski (Autor), 2014, Das soziokulturelle Existenzminimum und seine Herleitung aus der Menschenwürde und dem Sozialstaatsprinzip, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387282

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