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Schwangere mit türkischem und deutschem Hintergrund. Welche kulturellen Unterschiede der Wahrnehmung von gesundheitlichen Risiken gibt es?

Titre: Schwangere mit türkischem und deutschem Hintergrund. Welche kulturellen Unterschiede der Wahrnehmung von gesundheitlichen Risiken gibt es?

Thèse de Bachelor , 2017 , 83 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ümmü-Gülsüm Uzun (Auteur)

Santé - Santé Publique
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Gegenstand dieser Arbeit ist die kulturabhängige Wahrnehmung von Schwangeren mit türkischem und deutschem Hintergrund. Die Fragestellung wird auf Grundlage einer systematischen Literaturrecherche und Befragungen von Experten in der Region Bremen bearbeitet. Eingeschlossen wird sowohl Fachliteratur, die auf deutscher und auf englischer Sprache zur Verfügung steht, als auch die Beurteilung der Wahrnehmung von Experten. Bezüglich der Zielsetzung der Arbeit werden bedeutsame Forschungsergebnisse und die eigenen Ergebnisse in die Arbeit eingefügt. Es wird versucht, einen Überblick über bisherige und aktuelle Studien sowie Literatur zu geben und mit vier Experteninterviews diesem kulturellen Hintergrund einen angemessenen Stellenwert zu geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Wahrnehmung, Gesundheit

2.2 Der Begriff der Kultur

3. Gesundheit und Krankheit im Kultur

3.1 Kulturabhängigkeit des Gesundheitsbegriffs

3.2 Krankheit als gesellschaftliches Phänomen

3.3 Migration und Gesundheitsrisiken im kulturellen Kontext

4. Forschungsstand: Gesundheit von türkischen und deutschen Schwangeren

4.1 Schwangerschaft und Geburt

4.2 Basiswissen von Schwangeren

4.3 Traditionelle Geburtsvorbereitung und Geburtsverhalten

4.4 Inanspruchnahme von Schwangerenvorsorge

4.5 Geschlecht des Kindes

4.6 Religiöse Missverständnisse und Organchiffren

4.7 Väter als Geburtsbegleiter

4.8 Schwangerschaftsrisiken

4.9 Perinataldaten

5. Methodische Konzeption

5.1 Methodische Vorgehensweise

5.2 Leitfaden für Experteninterviews

5.3 Auswahl der Interviewpartner

5.4 Vorbereitung und Durchführung der Interviews

6. Untersuchung: Vorgehensweise der Auswertung

6.1 Ergebnisse der Erhebung

6.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

7. Diskussion

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken während der Schwangerschaft bei Frauen mit türkischem und deutschem Hintergrund, um Ansätze für eine präventive und kulturell sensible Gesundheitsversorgung zu identifizieren.

  • Kulturelle Einflussfaktoren auf das Gesundheitsverständnis und die Wahrnehmung von Schwangerschaftsrisiken.
  • Vergleichende Analyse des Wissensstandes über Körperfunktionen bei türkischen und deutschen Schwangeren.
  • Bedeutung der Arzt-Patient-Kommunikation und kultureller Chiffren (Organchiffren) in der medizinischen Interaktion.
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren und Migrationshintergrund auf die Inanspruchnahme von Vorsorgeleistungen.
  • Rolle der Partner und traditioneller Geburtsrituale im Kontext der modernen Geburtshilfe.

Auszug aus dem Buch

4.3 Traditionelle Geburtsvorbereitung und Geburtsverhalten

Sobald bei Schwangeren die Wehen einsetzten, werden in allen Gesellschaften bestimmte Maßnahmen getroffen. Diese Maßnahmen sollen helfen, Zuversicht und Kraft zu vermitteln, um Schmerzen zu lindern, die zu einer komplikationslosen und schnellen Geburt verhelfen (Zimmermann 2000). In der Türkei wird die schwangere Frau während der Wehen von Frauen im Zimmer herumgeführt. Um die Schmerzen zu lindern und eine gute Lage des Kindes zu erreichen, werden geburtsfördernde Praktiken wie Bauchmassagen durchgeführt. Spezielle Getränke, wie der Kräutertee „Fadime Anne“ (Franger 1980, 30) sollen die Geburt positiv unterstützen. Daneben regieren bestimmte magische Regeln, die einen unkomplizierten Geburtsvorgang garantieren sollen. Bei der Entbindung soll die Schwangere die Haare offen tragen. Im Haus soll alles Verschließbare geöffnet werden, damit die Öffnung der Gebärmutter befördert wird. Die Anwesenden bei der Geburt sollen weder die Arme noch die Beine gekreuzt halten, damit das Baby durch die Nabelschnur nicht stranguliert wird (Franger 1980). Nach der Geburt dauert die Wöchnerinnenzeit 40 Tage. In diesen 40 Tagen darf das Kind weder in der Öffentlichkeit präsentiert noch von Freunden oder Verwandten besucht werden. Aufgrund ihrer geringen Abwehrkraft sind Neugeborene durch negative magische Kräfte, wie dem „nazar“ (Zimmermann 2000, 132), dem bösen Blick, gefährdet. Dieser trifft vor allem Schwangere, Wöchnerinnen mit ihrem Kind und dabei präzise das Kind. Darum wird das Kind vor allem Fremden geschützt, um es von missgönnender und destruktiver Kraft zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Relevanz von Public Health in diesem Kontext sowie der Forschungsfrage zur unterschiedlichen Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken.

2. Begriffsbestimmungen: Definition der zentralen Konzepte Wahrnehmung, Gesundheit und Kultur als Basis für das weitere Verständnis.

3. Gesundheit und Krankheit im Kultur: Theoretische Auseinandersetzung mit der Kulturabhängigkeit des Gesundheitsbegriffs und den spezifischen Herausforderungen durch Migration.

4. Forschungsstand: Gesundheit von türkischen und deutschen Schwangeren: Darstellung des aktuellen Wissens zu Schwangerschaft, Vorsorge, Risiken und kulturellen Praktiken im Vergleich.

5. Methodische Konzeption: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, des Leitfadens und der Rekrutierung der Experten.

6. Untersuchung: Vorgehensweise der Auswertung: Detaillierte Analyse der Ergebnisse aus den Experteninterviews zu verschiedenen Themenkomplexen.

7. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen.

8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Forschungssituation und Ausblick auf zukünftigen Bedarf.

Schlüsselwörter

Schwangerschaft, Geburt, Türkische Frauen, Migration, Gesundheit, Risikowahrnehmung, Public Health, Experteninterview, Geburtsvorbereitung, Interkulturelle Kompetenz, Arzt-Patient-Kommunikation, Organchiffren, Soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Kulturabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Bachelorarbeit untersucht die kulturellen Unterschiede in der Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken bei Schwangeren mit türkischem und deutschem Hintergrund.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wissensstand über Körperfunktionen, traditionellen Geburtsritualen, der Inanspruchnahme von Schwangerenvorsorge sowie den Herausforderungen in der Arzt-Patient-Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Erleben von Schwangerschaft und Geburt aufzuzeigen, um eine bessere, kultursensible Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturrecherche in Kombination mit qualitativen Experteninterviews mit Fachkräften aus dem Gesundheitswesen in Bremen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Kultur und Gesundheit sowie eine empirische Untersuchung der Experteninterviews zu Themen wie Basiswissen, Schmerzempfinden und väterliche Geburtsbegleitung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Migration, Schwangerschaftsrisiken, Public Health, interkulturelle Kommunikation und kulturspezifische Krankheitskonzepte.

Wie wirken sich Sprachbarrieren auf die gynäkologische Versorgung aus?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Sprachbarrieren den Zugang zu Informationen erschweren und zu Unsicherheiten in der Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patientinnen führen können.

Welche Rolle spielen „Organchiffren“ in der Arzt-Patient-Interaktion?

„Organchiffren“ dienen türkischen Patientinnen als kulturell geprägte Ausdrucksform für seelisches Leid und emotionale Zustände, die jedoch von medizinischem Personal oft als somatische Beschwerden missverstanden werden können.

Gibt es Unterschiede in der Erwartungshaltung bezüglich des Geschlechts des Kindes?

Die Experteninterviews zeigen, dass insbesondere bei türkischen Männern häufig ein stärkerer Wunsch nach männlichen Nachkommen (Stammhalter) besteht, was bei den Frauen zusätzlichen psychischen Druck erzeugen kann.

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Résumé des informations

Titre
Schwangere mit türkischem und deutschem Hintergrund. Welche kulturellen Unterschiede der Wahrnehmung von gesundheitlichen Risiken gibt es?
Université
University of Bremen
Note
1,3
Auteur
Ümmü-Gülsüm Uzun (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
83
N° de catalogue
V387552
ISBN (ebook)
9783668622159
ISBN (Livre)
9783668622166
Langue
allemand
mots-clé
Kultur Gesundheit Schwangerschaft Wahrnehmung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ümmü-Gülsüm Uzun (Auteur), 2017, Schwangere mit türkischem und deutschem Hintergrund. Welche kulturellen Unterschiede der Wahrnehmung von gesundheitlichen Risiken gibt es?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387552
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Extrait de  83  pages
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