Risikoanalyse und Entscheidungsmodelle bei Investitionen


Hausarbeit, 2017

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
1. Investition ... 1
2. Definition Investitionsrisiko ... 1
3. Risikoanalyse ... 2
4. Entscheidungstheoretische Regeln ... 4
4.1. Entscheidungsregeln bei Risiko ... 5
4.1.1. Regel der höchsten Wahrscheinlichkeit ... 5
4.1.2. BAYES-Regel ... 5
4.1.3. Erwartungswert und Streuung ... 6
5.Fazit ... 7
I Abbildungsverzeichnis ... 8
II Quellenverzeichnis ... 8

1
1. Investition
,,Investitionen sind Ausgaben bzw. Auszahlungen für die Anschaffung von
Investitionsobjekten zur betrieblichen Nutzung."
1
Die betriebliche Nutzung umfasst den betrieblichen Leistungserstellungsprozess. Menschliche
Arbeitsleistung sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsmittel sind im Normalfall die notwendigen
Produktionsfaktoren. Zu jedem dieser Faktoren kann grundsätzlich eine Investition
vorgenommen werden. Eine jede Investition löst eine Finanzierung aus, welche die
Beschaffung von Finanzmitteln, für die Gestaltung von Zahlungs-, Informations-, Kontroll-
und Sicherungsbeziehungen zwischen dem Kapitalgeber und dem Unternehmen, als Aufgabe
hat.
2
Die Aktiv-Seite einer Bilanz stellt das Vermögen dar, welches über Investitionen in das
Unternehmen gelangt und somit eine Abbildung für den Mitteleinsatz ist. Als Pendant dazu
stellt die Passiv-Seite die Folgen von Finanzierungsentscheidungen dar und zeigt somit die
Mittelherkunft auf.
3
Abbildung 1: Einteilung der Bilanz in Investitions- und Finanzierungsseite
4
2. Definition Investitionsrisiko
,,Bei Investitionsentscheidungen unter Risiko besteht die Möglichkeit, dass die zukünftigen
Einzahlungsüberschüsse bzw. Renditen eines Investitionsprojektes schwanken. Die
Schwankungsanfälligkeit (Volatilität) der Einzahlungsüberschüsse beinhaltet die Gefahr
geringerer Rückflüsse. Letzteres bedeutet für den Investor eine Verschlechterung seiner
Vermögensposition."
5
1
Vgl.[1]S.7
2
Vgl.[2]S.17,[3]
3
Vgl.[2]S.17
4
Abbildung1:EigeneDarstellung
5
Vgl.[3]
EK
Finanzierung
FK
Aktiva
Bilanz
Passiva
AV
Investition
UV

2
So können die tatsächlichen Anschaffungsauszahlungen höher ausfallen als ursprünglich
kalkuliert. Ebenso ist es möglich, dass die Einzahlungsüberschüsse niedriger ausfallen als
prognostiziert. Ursache dafür ist die unsichere Kenntnis des Investors über zukünftige
Entwicklungen von Daten. Da die Zukunft nie sicher ist, kann dieses Problem nicht behoben
werden. Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, Klarheit über das Ausmaß der
Unsicherheiten und dessen Konsequenzen zu schaffen. Je weiter ein Projekt in der Zukunft
liegt, desto höher die Risikoerwartungen. Dafür kann die Investitionsrechnung, mit Hilfe der
Entscheidungstheorie, unter Beachtung unsicherer Erwartungen vorgenommen werden.
6
Zu
den unsicheren Aspekten zählen Umweltfaktoren wie Kunden, Konkurrenten, Mitarbeiter,
technische Prozesse und konjunkturelle Situationen.
7
Unter dessen Beachtung kann die
Gefahr der Nichterreichung von Zielen minimiert werden.
In einer weiteren Interpretation des Begriffs Risiko kann dieses auch positiv ausgelegt
werden. Insofern stellt eine positive Abweichung vom Planziel eine Chance für eine
Investition dar.
8
Es ist zu unterscheiden zwischen den Begriffen Risikosituation und Ungewissheitssituation.
Der Unterschied besteht darin, dass ersteres mit Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten von
Entwicklungen belegt werden kann, was bei einer Ungewissheitssituation nicht der Fall ist.
9
Dieser Unterschied kommt durch die Differenz der zur Verfügung stehenden Daten zustande.
Die Investitionstätigkeit und dessen Erfolg im Unternehmen hängen von vielen
Umweltsystemen ab. Aufgrund der häufig hohen Komplexität von Strukturen in
Unternehmen, deren Umwelt und dessen zukünftiger Wandel treten Unsicherheiten und
Risiken auf, welche in der Investitionsplanung berücksichtigt werden müssen. Dies sichert die
Existenz und die Expansion des Unternehmens langfristig.
3. Risikoanalyse
Bei der Risikoanalyse werden mögliche Ausprägungen unsicherer Eingangsgrößen in Form
von Wahrscheinlichkeitsverteilung dargestellt. Folgende Vorgehensweise
10
wird dabei
gewählt:
1. Definition eines Entscheidungsmodells
2. Ermittlung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen
3. Einbeziehung von Abhängigkeiten der einzelnen Eingangsgrößen
4. Berechnung des Ziels durch die einzelnen Wahrscheinlichkeitsverteilungen
5. Auswertung der Ergebnisse
6
Vgl.[7]
7
Vgl.[4]S.343
8
Vgl.[4]S.343
9
Vgl.[4]S.343
10
Vgl.[5]S.376

3
Die Risikoanalyse dient neben der Auswertung eines Entscheidungsmodells auch der
Modellanalyse, der Modellkonstruktion oder der Datenbeschaffung.
Zunächst wird eine Auswahl von Eingangsgrößen und dessen Ausprägung in Form von einer
Wahrscheinlichkeitsverteilung getroffen.
Danach erfolgt durch eine subjektive Schätzung die Bestimmung von diskreten oder
kontinuierlichen Verteilungen, welche durch einen vorgegebenen Verteilungstyp oder einen
Verteilungsparameter
geschätzt werden
.
Im dritten Schritt werden stochastische Abhängigkeiten über Korrelationskoeffizienten oder
durch Definierung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen für Eingangsgrößen bestimmt. Der
Wertverlauf dieser Eingangsgrößen wird von dem Wertverlauf einer anderen Eingangsgröße
beeinflusst.
Im vorletzten Teil kann durch einen analytischen Ansatz eine Ableitung einer
Zielfunktionswertverteilung aus Eingangsgrößen erstellt werden. Eine andere und effizientere
Methode ist durch einen simulativen Ansatz zur Berechnung der Zielgröße möglich. Dies
funktioniert über die Ziehung von Zufallszahlen für die Wahrscheinlichkeitsverteilung der
Eingangsgrößen und daraus zu bildender Zielfunktionswerte mit Beachtung von
stochastischen
Abhängigkeiten
und
Ausprägungen.
Dadurch
ergeben
sich
Eintrittswahrscheinlichkeiten. Somit wird zuletzt eine Einteilung der Zielfunktionswerte in
Häufigkeitsklassen durch die Bestimmung einer Wahrscheinlichkeits- oder Dichtefunktion in
einer Verteilungsfunktion errechnet.
Die Risikoanalyse trägt den großen Vorteil, dass eine große Anzahl von Einflussfaktoren
einbezogen
werden
können.
Dies
begünstigt
die
Ermittlung
einer
Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Realisierung von erwarteten Werten einer Zielgröße
einer Investition mit unterschiedlichen Datenkonstellationen, deren Wahrscheinlichkeiten
sowie stochastischen Abhängigkeiten zwischen den Eingangsgrößen. Die Risikoanalyse zeigt
damit die möglichen Entwicklungen von Zielgrößen auf, was eine große Bedeutung für die
Planung haben kann. Sie ist somit informative Basis für die Bewertung und Auswahl riskanter
Alternativen. Jedoch ist die Bestimmung von Eingangsdaten und deren stochastische
Abhängigkeit in der Praxis schwierig und kann dadurch ein Risiko in sich darstellen. Durch
die Einmaligkeit einer Investition lassen sich kaum statistisch quantitative Informationen
anwenden. Daher ist oft eine subjektive Einschätzung nötig. Des Weiteren werden in der
Risikoanalyse nicht die Interdependenzen zwischen den Eingangsgrößen betrachtet, was eine
noch breitere Betrachtung einer Situation ausschließt.
11
11
Vgl.[5]S.382
Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Risikoanalyse und Entscheidungsmodelle bei Investitionen
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
10
Katalognummer
V387828
ISBN (eBook)
9783668618527
ISBN (Buch)
9783668618534
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Risikomanagement Investitionsmanagement Investition Risiko Finanzierung
Arbeit zitieren
Florian Köttig (Autor), 2017, Risikoanalyse und Entscheidungsmodelle bei Investitionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387828

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Risikoanalyse und Entscheidungsmodelle bei Investitionen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden