„Investitionen sind Ausgaben bzw. Auszahlungen für die Anschaffung von Investitionsobjekten zur betrieblichen Nutzung.“ Die betriebliche Nutzung umfasst den betrieblichen Leistungserstellungsprozess. Menschliche
Arbeitsleistung sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsmittel sind im Normalfall die notwendigen Produktionsfaktoren. Zu jedem dieser Faktoren kann grundsätzlich eine Investition vorgenommen werden. Eine jede Investition löst eine Finanzierung aus, welche die Beschaffung von Finanzmitteln, für die Gestaltung von Zahlungs-, Informations-, Kontroll- und Sicherungsbeziehungen zwischen dem Kapitalgeber und dem Unternehmen, als Aufgabe
hat.
Diese Arbeit geht näher auf Investitionen ein und betrachtet in Hinblick darauf Risiken und entscheidungstheoretische Regeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Investition
2. Definition Investitionsrisiko
3. Risikoanalyse
4. Entscheidungstheoretische Regeln
4.1. Entscheidungsregeln bei Risiko
4.1.1. Regel der höchsten Wahrscheinlichkeit
4.1.2. BAYES-Regel
4.1.3. Erwartungswert und Streuung
5.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse von Investitionsrisiken und der Anwendung entscheidungstheoretischer Regeln, um unter Bedingungen von Unsicherheit fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Das primäre Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Risiken quantifiziert und in der Investitionsplanung bewertet werden können, um so die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen der gesetzten Planziele zu erhöhen.
- Grundlagen von Investitionsprozessen und deren bilanzielle Abbildung
- Definition und Differenzierung zwischen Risikosituationen und Ungewissheit
- Methodische Vorgehensweise bei der Risikoanalyse
- Anwendung entscheidungstheoretischer Regeln (Bayes, Höchste Wahrscheinlichkeit)
- Einsatz von statistischen Kennzahlen wie Erwartungswert und Standardabweichung
Auszug aus dem Buch
3. Risikoanalyse
Bei der Risikoanalyse werden mögliche Ausprägungen unsicherer Eingangsgrößen in Form von Wahrscheinlichkeitsverteilung dargestellt. Folgende Vorgehensweise10 wird dabei gewählt:
1. Definition eines Entscheidungsmodells
2. Ermittlung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen
3. Einbeziehung von Abhängigkeiten der einzelnen Eingangsgrößen
4. Berechnung des Ziels durch die einzelnen Wahrscheinlichkeitsverteilungen
5. Auswertung der Ergebnisse
Die Risikoanalyse dient neben der Auswertung eines Entscheidungsmodells auch der Modellanalyse, der Modellkonstruktion oder der Datenbeschaffung.
Zunächst wird eine Auswahl von Eingangsgrößen und dessen Ausprägung in Form von einer Wahrscheinlichkeitsverteilung getroffen. Danach erfolgt durch eine subjektive Schätzung die Bestimmung von diskreten oder kontinuierlichen Verteilungen, welche durch einen vorgegebenen Verteilungstyp oder einen Verteilungsparameter geschätzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Investition: Definition des Investitionsbegriffs und Darstellung der betriebswirtschaftlichen Bedeutung im Rahmen des Leistungserstellungsprozesses sowie der bilanziellen Verortung.
2. Definition Investitionsrisiko: Erläuterung der Volatilität von Einzahlungsüberschüssen und Abgrenzung zwischen Risikosituationen und Ungewissheitssituationen.
3. Risikoanalyse: Detaillierte Beschreibung des Vorgehens zur Identifikation und Bewertung unsicherer Eingangsgrößen mittels Wahrscheinlichkeitsverteilungen.
4. Entscheidungstheoretische Regeln: Einführung in die Nutzung von Entscheidungsmatrizen zur Lösung komplexer Investitionsprobleme bei unsicheren Erwartungen.
4.1. Entscheidungsregeln bei Risiko: Vorstellung spezifischer mathematischer Modelle zur Entscheidungsfindung unter Einbeziehung von Eintrittswahrscheinlichkeiten.
4.1.1. Regel der höchsten Wahrscheinlichkeit: Erklärung der risikofreudigen Entscheidungsstrategie auf Basis wahrscheinlichkeitsgewichteter Kapitalwerte.
4.1.2. BAYES-Regel: Darstellung des Erwartungswertprinzips als risikoneutrale Methode zur Bestimmung vorteilhafter Investitionsobjekte.
4.1.3. Erwartungswert und Streuung: Anwendung der Varianz und Standardabweichung zur Risikominimierung nach dem σ-µ-Prinzip.
5.Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit einer kritischen Risikobewertung für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Investitionsplanung, Investitionsrisiko, Risikoanalyse, Entscheidungsmatrix, Bayes-Regel, Erwartungswert, Standardabweichung, Volatilität, Wahrscheinlichkeitsverteilung, Rendite, Investitionsentscheidung, Kapitalwert, Risikonutzen, Umweltfaktoren, Unsicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Belegarbeit primär?
Die Arbeit behandelt die systematische Bewertung von Risiken bei Investitionsentscheidungen und stellt methodische Ansätze vor, um mit der Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen umzugehen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder sind die Definition von Investitionen und Risiken, die Durchführung von Risikoanalysen sowie die Anwendung verschiedener entscheidungstheoretischer Kalküle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Investoren Werkzeuge an die Hand zu geben, um durch mathematische Modelle und eine fundierte Risikoanalyse wirtschaftlich sinnvollere Entscheidungen zu treffen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden betriebswirtschaftliche Modelle der Investitionsrechnung verwendet, insbesondere die Entscheidungsmatrix, die Bayes-Regel sowie statistische Methoden wie die Berechnung von Erwartungswert und Standardabweichung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Risikobegriffs, die methodische Vorgehensweise einer Risikoanalyse und die detaillierte Darstellung von Entscheidungsregeln bei Risiko.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Investitionsrisiko, Entscheidungsmatrix, Bayes-Regel, Erwartungswert und Streuung charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Bayes-Regel von der Regel der höchsten Wahrscheinlichkeit?
Während die Regel der höchsten Wahrscheinlichkeit lediglich den wahrscheinlichsten Zustand fokussiert und somit risikofreudig ist, betrachtet die Bayes-Regel die Summe aller wahrscheinlichkeitsgewichteten Kapitalwerte, was zu einer risikoneutralen Entscheidung führt.
Warum spielt die Streuung eine wichtige Rolle bei der Investitionsentscheidung?
Die Streuung (Standardabweichung) quantifiziert das Ausmaß der Abweichung vom Erwartungswert; ein niedrigerer Streuungswert bei gleichem Erwartungswert deutet auf eine sicherere Investition hin, was nach dem σ-µ-Prinzip präferiert wird.
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- Florian Köttig (Author), 2017, Risikoanalyse und Entscheidungsmodelle bei Investitionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387828