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Spiritualität als Ressource in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Title: Spiritualität als Ressource in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Bachelor Thesis , 2017 , 72 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dustin Sattler (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Summary Excerpt Details

Auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden durchlaufen viele Kinder und Jugendliche eine Pubertätskrise, die geprägt ist von Körperveränderungen, Geschlechtsidentitätskrisen und Leistungsdruck. Kommen in dieser Pubertätskrise noch Schicksalsschläge wie Krankheit oder der Tod eines Angehörigen hinzu, steht der junge Mensch schnell vor scheinbar unlösbaren Aufgaben. Oft benötigen Kinder und Jugendliche in solchen Situationen professionelle Hilfe.

Tatsächlich wird die Psychotherapie für Kinder und Jugendliche immer gefragter, sodass Wartelisten sich häufig über mehrere Monate erstrecken. Doch kann den Betroffenen nicht immer mit einer herkömmlichen Therapie geholfen werden. Dustin Sattler setzt sich in diesem Buch deshalb für einen interdisziplinären Austausch zwischen Spiritualität und Psychotherapie ein.

Sattler versteht Spiritualität als Ressource oder Copingfaktor, den eine Therapie gewinnbringend für ihre Zwecke nutzen kann. TherapeutInnen können durch unterschiedliche Methoden und Übungen auf einer spirituellen Ausrichtung von Kindern und Jugendlichen aufbauen, um den PatientInnen eine bestmögliche Genesung zu ermöglichen. Damit dies auch gelingt, liefert Dustin Sattler in seinem Buch ein breites Hintergrundwissen und gibt Denkanstöße für die Praxis.

Aus dem Inhalt:

- Psychotherapie;
- Spiritualität;
- Kinder und Jugendliche;
- Copingfaktor;
- Sozialpädagogik

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundbegriffe

2.1 Spiritualität – Zwischen Esoterik und Agnostik?

2.2 Ressource – Der Schlüssel zur Bewältigung?

2.3 Coping – Mehr als eine Ressource?

3 Eine aktuelle Bestandsaufnahme

3.1 Kinder und Jugendliche und ihr Verhältnis zu Spiritualität und Religiosität

3.2 Psychotherapie und Spiritualität – eine erprobte Beziehung?

4 Spiritualität in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen

4.1 Spiritualität und die Möglichkeit der passiven und aktiven Ressourcenorientierung

4.2 Aktive Möglichkeiten der Ressourcenorientierung

4.3 Passive Faktoren – Der Zusammenhang zwischen positiven Lebensweisen und Spiritualität

5 Ressourcenorientierung in der Krisenintervention

5.1 Krisenintervention – Kritische Lebensereignisse erfordern besondere Methoden

5.2 Einbeziehung der Ressource in der Krisenintervention

5.3 Spiritualität als „Puffer"?

6 Sprachfähig in Glaubensfragen werden – zuerst als Mensch, dann als Fachkraft

7 Kritik

7.1 Spiritualität und ihre Auswirkungen auf den Menschen

7.2 Spiritualitätsforschung und die Anwendung der Ergebnisse in der Psychotherapie

7.3 Ressourcenorientierung in der Krisenintervention

8 Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Spiritualität als Ressource und Copingfaktor in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, ob und wie spirituelle Aspekte professionell und gewinnbringend in therapeutische Prozesse integriert werden können, ohne dabei ethische Standards zu verletzen.

  • Grundlagen zur Spiritualität, Ressourcenorientierung und Coping-Konzepten.
  • Aktuelle Bestandsaufnahme des Verhältnisses von jungen Menschen zu Spiritualität.
  • Methodische Ansätze zur achtsamkeitsbasierten Ressourcenorientierung in der Therapie.
  • Spiritualität im Kontext der Krisenintervention und ihre Pufferfunktion.
  • Anforderungen an die interdisziplinäre Fachkompetenz und Selbstreflexion der Behandler.

Auszug aus dem Buch

4.2.1.1 Die Meditation

Die Meditation [zu Deutsch: Nachdenken, überlegen] hat ihre Wurzeln im religiös-spirituellen Bereich und stellt damit eine Ausnahme in der Reihe der vorgestellten Methoden dar. So wird diese Methode auf dem ganzen Globus von unterschiedlichen Individuen aus unterschiedlichen Gründen für ein unterschiedliches Ziel eingesetzt, daher zeichnet sich diese Form der aktiven Ressourcenorientierung gerade durch seine Heterogenität aus. Es existieren Formen der Meditation, die mit Bewegung arbeiten, manche entspringen einer christlichen oder fernöstlichen Tradition oder stammen aus dem Kreis des Zen oder des Vipassana (vgl. Ott 2009, S. 133). Weiter zählen auch die Methoden Yoga und seine vielen Unterformen zur Meditation. Viele versuchen Ihre spirituelle Entwicklung zu fördern oder gar bis hin zu einer Erleuchtung zu kommen. Die Entspannung und Ruhe sind dabei nicht das Ziel, sondern eine Grundvoraussetzung für die Meditation, was häufig außen vor gelassen wird (vgl. Ott 2009, S. 132). Durch Übungen, die gut für die Achtsamkeit oder Konzentration sind, soll sich der Geist sammeln und beruhigen. Dabei wird versucht je nach Tradition Eins zu sein mit der Natur und Umwelt, Anzukommen im Hier und Jetzt und die Gegenwart zu realisieren oder sich von störenden Gedanken zu befreien. Aufgrund der vorhergehenden Merkmale der Meditation, können Parallelen zu der Arbeitsdefinition von Spiritualität gezogen werden, weswegen die Meditation zu einer Methode aus dem spirituellen Anwendungsgebiet gezählt werden kann.

In den fernöstlichen Traditionen wird weiter unterschieden zwischen Methoden der Konzentration, bei welchen sich während der Übung die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt richtet oder die Achtsamkeitsmeditation, bei der wichtig ist, dass alle Eindrücke gleichermaßen mit einer distanzierten Haltung verarbeitet werden (vgl. Ott 2009, S. 132f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Leistungsdrucks bei Kindern und Jugendlichen ein und begründet die Relevanz einer spirituell orientierten therapeutischen Arbeit.

2 Grundbegriffe: Dieses Kapitel definiert essenzielle Fachbegriffe wie Spiritualität, Ressource und Coping, um eine gemeinsame theoretische Basis für die Arbeit zu schaffen.

3 Eine aktuelle Bestandsaufnahme: Hier wird der Forschungsstand zum Verhältnis junger Menschen zu Spiritualität sowie der Diskurs zwischen Psychologie und Spiritualitätsforschung dargelegt.

4 Spiritualität in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen: Das Kapitel erläutert, wie Spiritualität sowohl als passive Stütze als auch durch aktive Methoden wie Achtsamkeit, Meditation, AT und PMR ressourcenorientiert genutzt werden kann.

5 Ressourcenorientierung in der Krisenintervention: Hierbei wird untersucht, welche Rolle Spiritualität bei der Bewältigung akuter Krisen spielt und inwieweit sie als Pufferfunktion fungieren kann.

6 Sprachfähig in Glaubensfragen werden – zuerst als Mensch, dann als Fachkraft: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der professionellen Selbstreflexion und der theologischen Grundqualifikation für therapeutisches Personal.

7 Kritik: In diesem Kapitel werden die Grenzen der Spiritualitätsforschung sowie ethische und theologische Bedenken hinsichtlich der Integration in die Therapie kritisch hinterfragt.

8 Ausblick und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Hypothesen zusammen, bewertet die Erkenntnisse und formuliert einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Spiritualität, Psychotherapie, Kinder und Jugendliche, Ressourcenorientierung, Krisenintervention, Copingstrategien, Achtsamkeit, Meditation, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Sinnfindung, Resilienz, Gesundheitsförderung, Psychohygiene, interdisziplinäre Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Spiritualität als Ressource in der therapeutischen Arbeit mit jungen Menschen und beleuchtet deren Rolle als unterstützender Faktor im Genesungsprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die Definition spiritueller Begriffe, deren Einbindung in wissenschaftlich evaluierte Methoden (wie AT oder PMR) und die Anwendung in der psychotherapeutischen Krisenintervention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel herauszufinden, ob und wie Spiritualität professionell und lösungs- sowie ressourcenorientiert in die Therapie von Kindern und Jugendlichen integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, wertet aktuelle Metastudien aus und prüft deren Anwendbarkeit und Validität im therapeutischen Kontext der Kinder- und Jugendpsychotherapie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert aktuelle Forschungsstände, praktische achtsamkeitsbasierte Verfahren sowie die theoretische Fundierung von Spiritualität als Puffer in Krisensituationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Spiritualität, Psychotherapie, Ressourcenorientierung, Krisenintervention, Achtsamkeit, Coping und Resilienz sind die prägenden Begriffe.

Darf Spiritualität in der Psychotherapie beliebig eingesetzt werden?

Nein, der Autor betont, dass nur wissenschaftlich evaluierte Methoden genutzt werden dürfen und die therapeutische Arbeit stets dem Berufskodex unterliegt.

Warum ist die Selbstreflexion für Therapeuten so wichtig?

Weil therapeutische Arbeit von den Weltanschauungen der Fachkräfte beeinflusst wird. Eine vorherige Auseinandersetzung mit eigenen Sinnfragen verhindert die instrumentelle Nutzung von Spiritualität.

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Details

Title
Spiritualität als Ressource in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe
Grade
1,0
Author
Dustin Sattler (Author)
Publication Year
2017
Pages
72
Catalog Number
V388397
ISBN (eBook)
9783956872662
ISBN (eBook)
9783960952626
ISBN (Book)
9783956872686
ISBN (Book)
9783960952633
Language
German
Tags
Psychotherapie Spiritualität Kinder Jugendliche Ressource Copingfaktor Psychologie Sozialpädagogik Sozialarbeit Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dustin Sattler (Author), 2017, Spiritualität als Ressource in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388397
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