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Unterhaltungsfaktor Wissen?! Analyse des Potenzials von Infotainment in der Ergebnispräsentation der Marktforschung

Titel: Unterhaltungsfaktor Wissen?! Analyse des Potenzials von Infotainment in der Ergebnispräsentation der Marktforschung

Masterarbeit , 2015 , 223 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annika Dölle (Autor:in)

BWL - Marktforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei Betrachtung der Entwicklung von Infotainment innerhalb der Medienlandschaft und unter Einbezug der strategischen Hintergründe, keimt die Frage auf, ob sich Infotainment nicht auch erfolgreich auf die Ergebnispräsentation in der Marktforschung projizieren lässt. Erfolg impliziert einen Mehrwert, welcher sich oftmals durch ökonomisches Handeln generieren lässt. Marktforschung lässt sich im weitesten Sinne als Dienstleistung begreifen, welche Produkte (Daten, Ergebnisse, Strategien) Kunden (Auftraggeber, Vorgesetzte etc.) anbietet.

Dementsprechend müssen Marktforschungsinstitute und Abteilungen ökonomisch erfolgreich agieren, um am Markt oder im Unternehmen bestehen zu können: "Wie auch in anderen, verwandten Bereichen sind Informationen inzwischen zu einer Ware geworden, die vermarktet werden muss." Ein Erfolgsfaktor einer Vermarktungsstrategie kann die zielgruppengerechte "Verpackung" des Produkts sein. Im Fall der Markforschung lässt sich die Ergebnispräsentation als "Verpackung" versinnbildlichen. Nun stellt sich heraus, dass die Zielgruppe derzeit noch nicht vollends zufrieden mit der "Verpackung" zu sein scheint: Magerhans et al. konnten einige Kritikpunkte seitens Auftraggebern von Marktforschungsinstituten bezüglich der Ergebnispräsentation ausmachen.

Im Zuge eines Interviews mit Patrizia Trolese wurde sogar explizit der Wunsch nach Unterhaltung innerhalb der Ergebnispräsentation geäußert: "Außerdem möchte der Marketingmanager unterhalten werden – also bitte keine komplizierten Doktorarbeiten sondern lieber eine prägnante Power-Point-Folie mehr sowie ein professioneller und authentischer Auftritt bei der Ergebnispräsentation". Drängt sich folglich die Frage auf, ob sich nicht mittels Infotainment die "Verpackung" des Produkts aufwerten lässt und zudem ein Zusatznutzen generiert werden kann, der die Nachfrage steigert und eine Kundenzufriedenheit garantiert. Der geschilderte Gedankengang skizziert bereits das Ziel der Arbeit: Eine ausführliche Analyse des Potenzials von Infotainment in der Ergebnispräsentation der Marktforschung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Anlass und Bedarf

1.2 Zielsetzung

1.3 methodisches Vorgehen

1.4 Ablauf

2 Ergebnispräsentation in der Marktforschung

2.1 Funktion und Stellenwert

2.2 Ist-Analyse

3 Das Phänomen Infotainment

3.1 Information

3.2 Unterhaltung

3.3 Infotainment

3.4 Postulierte Wirkung von Infotainment

4 Theoretische Fundierung

4.1 Aktivierung und die Lambda Hypothese

4.2 Aufmerksamkeit

4.3 Involvement

4.4 Informationsverarbeitungsprozess

4.5 Elaboration

4.6 Schematheorie

4.7 Emotionen und Stimmungen

4.8 Emotionen und kognitive Prozesse

4.9 Wirkungsgeflecht Informationsverarbeitung

5 Umsetzung von Infotainment in der Ergebnispräsentation

5.1 Best-Practice-Beispiel

5.2 Einsatzmöglichkeiten in der Marktforschung

5.2.1 Humor

5.2.2 Storytelling

5.2.3 weitere Stilmittel

6 Wirkungen auf den Zuhörer

6.1 Humor

6.2 Storytelling

6.3 Infotainment

6.4 Erfolgs- und Risikofaktoren

7 Experteninterviews

7.1 Vorgehen

7.2 Ergebnisse

7.2.1 Herausforderungen und Handlungsbedarf

7.2.2 Bedingungen und Limitationen beim Einsatz von Infotainment

7.2.3 Umsetzung Infotainment

7.2.4 Erfolgs- und Risikofaktoren

7.2.5 Potenzial für Unternehmen

7.2.6 Emotionale Ebene im Beruf

7.2.7 Ausblick

7.3 Zusammenfassung und Limitationen

8 Potenzial für Marktforschungsinstitute

8.1 Prüfung der Bedingungen

8.2Optimierung der Ergebnispräsentation

8.3 Auswirkungen auf den (monetären) Unternehmenserfolg

9 Fazit

9.1 Zusammenfassung

9. 2 Abschließende Darstellung des Potenzials

9.3Limitationen und weiterer Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Infotainment als Strategie zur Optimierung der Ergebnispräsentation in der Marktforschung, um die Kommunikation zwischen Marktforschern und Auftraggebern zu verbessern und einen ökonomischen Mehrwert zu generieren.

  • Analyse der Ist-Situation und Schwachstellen der aktuellen Ergebnispräsentation
  • Theoretische Fundierung von Infotainment durch Erkenntnisse aus der Kognitions- und Emotionspsychologie
  • Einsatzmöglichkeiten von Stilmitteln wie Humor und Storytelling in der Marktforschung
  • Evaluierung von Erfolgs- und Risikofaktoren mittels Experteninterviews
  • Bestimmung des ökonomischen Potenzials für Marktforschungsinstitute

Auszug aus dem Buch

1. Eine gelungene Story enthält ein zentrales Ereignis!

Ein Grundelement einer Geschichte stellt das Ereignis dar. „Erzählt werden die Erlebnisse, die »ereignishaft« sind, in denen »irgendetwas passiert«, das aus dem Normalen herausgehoben ist.“ Frenzel et al. betiteln das Ereignis sogar als das wichtigste Element einer Geschichte, denn ohne dieses gäbe es keine. Eine Geschichte sei letztlich etwas, dass ein zentrales Ereignis erzählt. Neben diesem zentralen Ereignis könne es auch weitere Ereignisse geben, aber das zentrale Ereignis stelle den Dreh und Angelpunkt einer Geschichte dar. Im Fall von Roslings Geschichte stellt das zentrale Ereignis den Einzug der Waschmaschine in den Haushalt der Familie Rosling dar: „I was only four years old when I saw my mother load a washing machine for the very first time in her life. That was a great day for my mother. My mother and father had been saving money for years to be able to buy that machine, and the first day it was going to be used, even Grandma was invited to see the machine.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Medienlandschaft hin zu Infotainment und stellt die Forschungsfrage nach dem Potenzial dieses Konzepts für die Ergebnispräsentation in der Marktforschung.

2 Ergebnispräsentation in der Marktforschung: Dieses Kapitel definiert die Funktion der Ergebnispräsentation als Kommunikationsschnittstelle und identifiziert durch eine Ist-Analyse bestehende Schwachstellen in der aktuellen Praxis.

3 Das Phänomen Infotainment: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Abgrenzung des Infotainment-Begriffs sowie eine Beschreibung seiner postulierten Wirkungen auf den Rezipienten.

4 Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt liefert die theoretische Basis durch Modelle der kognitiven Psychologie und Emotionsforschung, um die Wirkungsweise von Infotainment wissenschaftlich zu untermauern.

5 Umsetzung von Infotainment in der Ergebnispräsentation: Basierend auf einem Best-Practice-Beispiel werden konkrete Stilmittel und Techniken zur Umsetzung von Infotainment in der Marktforschung abgeleitet.

6 Wirkungen auf den Zuhörer: Das Kapitel analysiert die Wirkungsweisen von Humor und Storytelling auf den Zuhörer und identifiziert spezifische Erfolgs- und Risikofaktoren für den Einsatz in Präsentationen.

7 Experteninterviews: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse qualitativer Experteninterviews, die die theoretischen Erkenntnisse validieren und um praktische Praxiseinblicke erweitern.

8 Potenzial für Marktforschungsinstitute: Es wird geprüft, unter welchen Bedingungen Infotainment erfolgreich eingesetzt werden kann und wie es zur Optimierung der Ergebnispräsentation und zur Steigerung des Unternehmenserfolgs beiträgt.

9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer abschließenden Einschätzung des Potenzials sowie Empfehlungen für die Branche und Hinweisen für weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Infotainment, Marktforschung, Ergebnispräsentation, Storytelling, Humor, Emotionspsychologie, Kundenbindung, Informationsverarbeitung, Kommunikation, Wettbewerbsvorteil, Kundenorientierung, Beratung, Präsentationstechnik, Aufmerksamkeit, Unternehmenserfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit das aus der Medienbranche bekannte Konzept des Infotainments erfolgreich auf die Ergebnispräsentation in der Marktforschung übertragen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kommunikationsfunktion der Ergebnispräsentation, der psychologischen Wirkung von Information und Unterhaltung sowie der praktischen Anwendung von Stilmitteln wie Storytelling und Humor.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Potenzial von Infotainment für die Ergebnispräsentation zu bewerten und zu ermitteln, welche ökonomischen Mehrwerte sich daraus für Marktforschungsinstitute ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoriebasierte Exploration zur Modellentwicklung, untermauert durch eine qualitative empirische Studie in Form von problemzentrierten Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Informationsverarbeitung und Emotionsforschung sowie eine explorative Analyse der praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Infotainment.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Infotainment, Ergebnispräsentation, Marktforschung, Kundenbindung, Storytelling und kognitive Informationsverarbeitung.

Ist Infotainment für jedes Forschungsthema geeignet?

Nein, die Experten geben zu bedenken, dass bei sehr sensiblen Themen, wie etwa in der Krebsforschung, ein sensiblerer Umgang oder ein Verzicht auf Infotainment-Elemente ratsam sein kann.

Kann jeder Marktforscher Infotainment erlernen?

Laut den Experten ist Infotainment zu einem großen Teil Handwerk, das erlernt werden kann, wobei grundlegende rhetorische Fähigkeiten und ein Gespür für das Publikum gefördert werden sollten.

Ende der Leseprobe aus 223 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterhaltungsfaktor Wissen?! Analyse des Potenzials von Infotainment in der Ergebnispräsentation der Marktforschung
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln  (Informations- und Kommunikationswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Annika Dölle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
223
Katalognummer
V388576
ISBN (eBook)
9783668626140
ISBN (Buch)
9783668626157
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterhaltungsfaktor wissen analyse potenzials infotainment ergebnispräsentation marktforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Dölle (Autor:in), 2015, Unterhaltungsfaktor Wissen?! Analyse des Potenzials von Infotainment in der Ergebnispräsentation der Marktforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388576
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