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Erfolgsfaktoren der gesetzlichen Krankenkassen im Konzentrationsprozess. Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen

Título: Erfolgsfaktoren der gesetzlichen Krankenkassen im Konzentrationsprozess. Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen

Tesis (Bachelor) , 2017 , 49 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Matthias Kree (Autor)

Economía - Economía de la salud
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Im Jahr 1970 gab es in Deutschland 1.815 Krankenversicherungen heute sind es nur noch 113. Um diese Reduzierung erklären zu können, muss man sich zuerst die Geschichte der Krankenkasse und das deutsche Gesundheitssystem genauer anschauen. Die Gesundheitsausgaben steigen Jahr für Jahr stetig, immens beeinflusst durch den demografischen Wandel und dem Wachstum der neuen medizinisch-technischen Möglichkeiten. Die Frage die sich immer stellt, wie die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems auf lange Sicht ausreichend gewährleistet werden kann, gewinnt daher in der Bevölkerung und der Politik immer mehr an Bedeutung. Die Erwartungen der Bevölkerung, im Krankheitsfall ausreichend abgesichert zu sein und das alles getan wird, um die Wiederherstellung des Gesundheitszustandes zu erreichen, übt einen enormen Erfolgsdruck auf die Politik aus, dass Gesundheitssystem darauf hin auszurichten und zu optimieren. Um diese Bedürfnisse zu befriedigen erlässt der Gesetzgeber fortwährend Rahmenbedingungen, die sich dem kontinuierlichen Wandel sozialer und ökonomischer Verhältnisse anpassen. Das Verhalten der Krankenkassen wird ständig durch neue Gesundheitsreformen beeinflusst. Im Krankenkassensektor machen sich die Auswirkungen besonders bemerkbar, da sie die Kostenträgerrolle übernehmen. Durch die Einführung des Gesundheitsstrukturgesetz (GSG) und des Kassenwettbewerbs im Jahr 1996 mussten sich die Kassen grundlegend verändern und in einem unternehmerischen Wettbewerbsumfeld positionieren. Ein Umdenken in Richtung Kundenorientierung hatte dies zur Folge. Krankenkassen bewegen sich jetzt in einem dynamischen Marktumfeld. Diese sich ständig ändernden Bedingungen machen es umso mehr erforderlich, dass sich die Unternehmensbereiche auf eine wettbewerbsfähige Unternehmensstrategie ausrichten. Für Krankenkassen ist es elementar wichtig, besondere Leistungen bzw. Fähigkeiten zu entwickeln, um sich aufgrund der Marktdynamik im Gesundheitswesen im Wettbewerb mit anderen Kassen gut zu positionieren. Wie die sinkende Zahl an Krankenkassen zeigt, schaffen dies nicht alle. Es kommt zu Insolvenzen und Zusammenschlüssen von gesetzlichen Krankenkassen. Aufgrund der Komplexität wird in dieser Arbeit die private Krankenversicherung (PKV) nicht näher behandelt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielstellung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Die gesetzliche Krankenversicherung

2.1 Geschichtliche Entwicklung

2.2 Kassenarten

2.2.1 Primärkassen

2.2.2 Ersatzkassen

2.2.3 Spezialkassen

2.3 Körperschaften des öffentlichen Rechts in Selbstverwaltung

2.4 Strukturprinzipien der GKV

2.4.1 Solidaritätsprinzip

2.4.2 Sachleistungsprinzip

2.4.3 Wirtschaftlichkeitsprinzip

3 Wichtige politische Rahmenbedingungen der GKV

3.1 Übersicht der Reformen und Gesetzte

3.2 Das Gesundheitsstrukturgesetz

3.3 Neuordnungsgesetz der GKV

3.4 Gesetz zur Modernisierung der GKV

3.5 Wettbewerbsstärkungsgesetz

3.6 Kontrahierungszwang

4 Leistung

4.1 Dreigeteilter Markt

4.2 Der Leistungskatalog

5 Finanzierung

5.1 Krankenkassenbeitrag

5.2 Finanzstruktur der GKV

5.3 Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich

5.4 Einnahmen- und Ausgabenentwicklung

6 Entwicklung des Krankenkassenmarktes

6.1 Konzentrationsprozess

6.2 Verteilung der GKV Versicherten

7 Wettbewerb

7.1 Wettbewerbsvoraussetzungen

7.2 Gestaltungsmöglichkeiten des Angebots

7.3 Wettbewerb GKV – PKV

7.4 Wettbewerbsinstrumente der GKV

7.4.1 Zusatzbeitrag

7.4.2 Service- und Zusatzleistungen

7.4.3 Integrierte Versorgungsverträge

7.4.4 Marketingmaßnahmen und Kommunikation

7.4.5 Morbi-RSA

7.5 Erfolgsfaktoren

7.5.1 Niedriger Zusatzbeitrag

7.5.2 Markenimage

7.5.3 Mitarbeiterzufriedenheit

7.5.4 Kundenzufriedenheit

8 Ergebnisse

8.1 Fazit

8.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse und Identifizierung von Potenzialen und Strategien für Krankenkassen in einem sich durch zunehmende Konzentration wandelnden Wettbewerbsumfeld der gesetzlichen Krankenversicherung.

  • Historische Entwicklung und Strukturprinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Analyse politischer Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf den Markt
  • Untersuchung von Finanzierungsstrukturen und dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich
  • Konzentrationsprozesse im Krankenkassenmarkt und deren Auswirkungen
  • Wettbewerbsinstrumente und strategische Erfolgsfaktoren zur Kundenbindung

Auszug aus dem Buch

7.5 Erfolgsfaktoren

Die Entstehung des Wettbewerbsmarktes der Krankenkassen begann mit der Krankenkassenwahlfreiheit 1996. Von dann an mussten Krankenkassen „um das Überleben“ am Krankenkassenmarkt kämpfen. Durch den funktionsfähigen Wettbewerb soll ein spürbarer Änderungs- und Anpassungsdruck auf die Kassen erfolgen. Sie haben einen Anreiz bekommen, sich intensiver mit den Interessen und Bedürfnissen ihrer Versicherten auseinanderzusetzen. Die Absicht dahinter ist, sich mit Qualität, Wirtschaftlichkeit und Effizienz in den eigenen Kassen zu beschäftigen und diese zu optimieren. Die Wandlung vom Versicherten zum Kunden zwang die Kassen sich mit unternehmerischen Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Unternehmerisches Denken und Handeln war ab jetzt gefragt, um auf den Wettbewerbsmärkten mit anderen Krankenkassen konkurrieren zu können. Die Wettbewerbsmärkte lassen sich in drei Teilmärkte aufteilen: der Versicherungsmarkt, der Leistungsmarkt und der Behandlungsmarkt. Eine direkte Beeinflussung des Wettbewerbs kann die Krankenkasse nur über die beiden ersten Märkte vornehmen. Die Hauptaufgabe auf dem Versicherungsmarkt ist die Kundenakquise und -bindung. Beim Leistungsmarkt ist dies, bestmögliche Verträge für ein möglichst umfangreiches Leistungsangebot mit den Leistungserbringern zu verhandeln. Auf den Behandlungsmarkt kann die Krankenkasse nur indirekt durch ihr Leistungsangebot einwirken, weil dieser um den Wettbewerb zwischen Patient und Leistungserbringer handelt. Über die Wettbewerbsinstrumente können Krankenkassen ihren Unternehmenserfolg im Wettbewerb auf den Märkten steuern. Welche Instrumente sich als geeignete Erfolgsfaktoren ergeben, wird im Folgenden genauer erklärt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Reduzierung der Krankenkassenanzahl und die wachsende Bedeutung von Kundenorientierung in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld.

2 Die gesetzliche Krankenversicherung: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung, die verschiedenen Kassenarten sowie die zentralen Strukturprinzipien und die Selbstverwaltung der GKV.

3 Wichtige politische Rahmenbedingungen der GKV: Hier werden die wesentlichen Gesetzesreformen dargestellt, die den Wandel der GKV von einer rein beitragsorientierten Versorgung zu einem wettbewerblichen System eingeleitet haben.

4 Leistung: Das Kapitel beschreibt die dreigeteilte Marktbeziehung sowie den Leistungskatalog und die Ausgabenstruktur innerhalb der GKV.

5 Finanzierung: Es wird die Finanzierungsstruktur erläutert, inklusive des Gesundheitsfonds, des Risikostrukturausgleichs und der Entwicklung der Ein- und Ausgaben.

6 Entwicklung des Krankenkassenmarktes: Dieses Kapitel analysiert den Konzentrationsprozess und die Marktanteilsverteilung unter den verschiedenen Kassenarten.

7 Wettbewerb: Das Kernkapitel untersucht die Wettbewerbsvoraussetzungen, Instrumente wie Zusatzbeiträge und Serviceangebote sowie die Erfolgsfaktoren für Krankenkassen.

8 Ergebnisse: Das Fazit fasst die Wandlung der Krankenkassen zu modernen Dienstleistern zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Qualitätsorientierung.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Krankenkassen, Wettbewerb, Kassenwahlfreiheit, Gesundheitsfonds, Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich, Morbi-RSA, Kundenorientierung, Zusatzbeitrag, Konzentrationsprozess, Versorgungsstruktur, Marketing, Kundenzufriedenheit, Leistungskatalog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der gesetzlichen Krankenkassen zu modernen Dienstleistungsunternehmen und untersucht, welche Erfolgsfaktoren im aktuellen Wettbewerbsumfeld für ihr Bestehen entscheidend sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Krankenkassenlandschaft, die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, Konzentrationsprozesse sowie moderne Strategien der Kundenorientierung und Differenzierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Identifizierung von Potenzialen und Maßnahmen, mit denen Krankenkassen im Wettbewerb erfolgreich bestehen und sich gegenüber anderen Kassen positionieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und sachverhaltsbasierte Analyse, die historische Entwicklungen und aktuelle Marktdaten sowie gesetzliche Rahmenbedingungen auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die Finanzierungsstruktur, die politischen Reformen, den Marktkonzentrationsprozess sowie die konkreten Wettbewerbsinstrumente und Erfolgsfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wettbewerb, GKV, Risikostrukturausgleich, Konzentrationsprozess und Kundenorientierung charakterisiert.

Warum ist der Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) für Krankenkassen so wichtig?

Er dient als finanzieller Ausgleichsmechanismus für unterschiedliche Risikostrukturen und verhindert eine einseitige Risikoselektion gesunder Patienten, beeinflusst jedoch maßgeblich die Kalkulation der Zusatzbeiträge.

Welche Rolle spielt die Kundenzufriedenheit für den Unternehmenserfolg?

Eine hohe Kundenzufriedenheit ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, da sie die Kundenbindung erhöht und die Wechselwahrscheinlichkeit zu anderen Kassen bei Unzufriedenheit deutlich senkt.

Final del extracto de 49 páginas  - subir

Detalles

Título
Erfolgsfaktoren der gesetzlichen Krankenkassen im Konzentrationsprozess. Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen
Universidad
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
Calificación
2,0
Autor
Matthias Kree (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
49
No. de catálogo
V388647
ISBN (Ebook)
9783668628007
ISBN (Libro)
9783668628014
Idioma
Alemán
Etiqueta
GKV Wettbewerb Krankenkassen Erfolgsfaktoren Krankenkassen im Konzentrationsprozess Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen Zukunft Krankenkassen gesetzliche Krankenversicherung Krankenkasse Wettbewerb
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Kree (Autor), 2017, Erfolgsfaktoren der gesetzlichen Krankenkassen im Konzentrationsprozess. Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388647
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